Deutschland in den 70er/80er Jahren


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Neuer Bereich


Das hat einen Internetzugang und eine integrierte Kamera. Kleber ist einer, der exemplarisch für den digitalen Wandel in klassischen Medienhäusern steht und für eine aufgeschlossene Art, mit dem Wandel umzugehen. Seine Artikulation verrät den ausgebildeten Radiosprecher, aber nur in ein Mikrofon zu reden, das wäre Kleber heute zu wenig und seinem Arbeitgeber langfristig wohl nicht genügend Leistung.

Wenn der dann fertig ist, schaltet er die Tondokumente in einem bestimmten Computerprogramm frei. Darin können sich nicht nur die Radio-Kollegen anderer Anstalten bedienen, sondern wie selbstverständlich auch ARD-Journalisten, die für andere Medien arbeiten. Das muss als erstes in die Tagesschau", erinnert sich Deppendorf. In seinem Büro kann er gleichzeitig auf sieben Bildschirme gucken. Vom alten Konkurrenzdenken zwischen den Mediengattungen hält Deppendorf wenig: Die Kunden sollen entscheiden, was sie wollen und woher sie es beziehen.

In welchem Medium diese dann erscheinen, ist nachrangig. Süddeutsche Zeitung vom Quellentext Frauen im Nachrichtenjournalismus [ Dabei ist der Vormarsch der Frauen gar nicht so verwunderlich, betrachtet man die Fakten: Circa die Hälfte aller Volontäre ist weiblich, Journalistinnen weisen häufiger ein abgeschlossenes Studium auf als Journalisten, und sie unterscheiden sich in ihrem professionellen beruflichen Selbstverständnis nicht signifikant von ihren männlichen Kollegen.

Betrachtet man die gesamte Medienlandschaft, sind es allerdings im Schnitt Euro pro Monat weniger. Die aktuelle Bilanz ist ernüchternd bis erschreckend: Während die deutsche Frau noch durchschnittlich 1,4 Kinder zur Welt bringt, sind bereits 40 Prozent der Akademikerinnen kinderlos. Journalistinnen bilden das traurige Schlusslicht mit 67 Prozent. Nach Gründen gefragt, kommen Antworten wie [ Das war immer so.

Frauen sind verschwunden, weil sie geheiratet oder Kinder gekriegt haben. Manche kamen wieder und arbeiteten halbtags. Obwohl Mutter von zwei Kindern, stieg sie auf halber Stelle wieder ein und wurde von ihrem Mann tatkräftig unterstützt. So waren selbst Spät- oder Wochenendschichten kein Problem. Und auch Eva Hermann, als Mutter heute eher in "antifeministischer Mission" unterwegs, bekam Unterstützung von allen Seiten: Die Kollegen, vor allem Jan Hofer als Chefsprecher, sind mir extrem entgegengekommen und haben sich wahnsinnig bemüht.

Das Geschäft sei hart. Das alles lässt sich meist nur schwer mit Kindern vereinbaren, wenn nicht Partner und Familie dahinterstehen. Die Zahlen bestätigen diese Annahme: Das Verhältnis der Geschlechter kippt in der Altersgruppe der über Jährigen.

Ist bis dahin noch mehr als die Hälfte der deutschen Journalisten weiblich, sinkt die Anzahl der Frauen mit steigendem Alter kontinuierlich.

Zur Geschichte einer Nachrichtensendung, Konstanz , S. Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union, dju www. Die als Untergruppe der Industriegewerkschaft Druck und Papier gegründete Union gehört seit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.

Sie hat etwa Gemeinsam mit der Schwestergruppe "Rundfunk, Film und audiovisuelle Medien" bildet die dju die annähernd Seit die Spitzenorganisation der Zeitungsverleger. In elf Landesverbänden sind insgesamt Tageszeitungsverlage und 14 Wochenzeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 19 Millionen Exemplaren Mitglieder. Verband privater Rundfunk- und Telemedien e. Der gegründeten Interessensvertretung gehören rund Unternehmen aus den Bereichen privater Hörfunk und Fernsehen, Mediendienste und vergleichbare Onlineangebote an.

Quellentext Der Newsroom Beispiel: Hier arbeiten knapp 60 Menschen auf leuchtend roten Sesseln und an langen Tischen. Über ihnen hängt ein Dutzend Fernsehmonitore mit aktuellen Programmen. An einer Wand zeigt ein riesiges Computerdisplay im Echtbildmodus alle Zeitungsseiten, an denen gerade gearbeitet wird, sowie den aktuellen Stand der eigenen Internetseiten.

Natürlich wird in Schichten gearbeitet. Arbeitsplätze sind Funktionsplätze " die Blattmacher der Morgenpost wechseln sich zum Beispiel auf ihren Stühlen und an ihren Computern ab, [ Im Newsroom sitzen etwa 15 Prozent der Redaktion. Es sind vor allem die oberen Ränge der Hierarchie: Chefredakteure, Stellvertreter, Blattmacher, Ressortleiter, stellvertretende Ressortleiter, verantwortliche Redakteure. Hinzu kommen Produktionsredakteure aus den Ressorts, die im Rotationsverfahren arbeiten: Alle Textredakteure und Autoren nehmen reihum eine bestimmte Zahl von Produktionsdiensten pro Monat wahr.

Das verteilt die anfallende Arbeit [ Alle anderen Journalisten arbeiten an eigenen Schreibtischen und mit vielen ruhigen Schreibzimmern, in die sie sich zum Konzentrieren und vertraulichen Telefonieren zurückziehen können. Die Fotolage wird gesichtet, weiteres Material bestimmt, [ Selbstverständlich sitzen alle Onliner mit im Newsroom; sie arbeiten nicht in einem eigenen Raum, sondern sind ein zentraler Bestandteil der Redaktion, [ Der Wahlspruch "Online First" bedeutet [ Es gibt keinen zeitlichen "Schutz" für die Zeitung mehr.

So entstehen aus einer gemeinsamen Redaktion sehr unterschiedliche Titel: Diese sechs Titel werden von drei Chefredakteuren geführt " jeder davon verantwortet zwei Titel [ Trotzdem bewahrt jeder Titel seine Eigenarten. Alles erscheint online, aber nur sehr wenig wird zwischen den einzelnen Zeitungen getauscht. Hier wird deutlich, dass eines der beliebtesten Vorurteile gegen den Newsroom nicht zutrifft. Es besagt, dass er Einheit schafft, wo vorher Vielfalt war.

Das ist ein unbegründetes Vorurteil: Offene Marktplätze führen zwangsläufig zu Differenzierungen, weil sie Produktmerkmale transparent machen und Ähnlichkeiten schonungslos aufdecken. Er führt zu schnelleren Entscheidungen. Wer den Chefredakteur sucht, braucht keinen Termin [ Er geht einfach durch den Raum zu ihm. Wer auf dem Amtsstuhl des Politikverantwortlichen der Welt sitzt, trifft alle einschlägigen Entscheidungen. Ein Redakteur aus dem eigenen Ressort oder ein Kollege aus der Kultur [ Falls ein Ressortleiter einige Stunden lang ein Interview führt, vertritt ihn der Kollege auf seinem Stuhl wirksam.

Man sieht die Klickzahlen auf der Internetseite und begreift, dass Irans Atomprogramm die Leser nicht langweilt, sondern fasziniert. Kurzum, man sammelt Informationen und Anregungen.

Für die Arbeit eines Journalisten, zumal eines Blattmachers, gibt es nichts Wichtigeres. Susanne Fengler, Sonja Kretzschmar Hg. Die Entwertung der Arbeit an entfernt liegenden Schauplätzen fällt leicht, weil Informationen in den Redaktionen im Überfluss vorhanden sind. Redakteure in der Zentrale nutzen ihre Kenntnis der sogenannten Nachrichtenlage, um die Beiträge über Ereignisse in anderen Teilen der Welt immer stärker mitzugestalten oder sie gar selbst aus leicht zugängigen Berichten der Agenturen herzustellen.

Korrespondenten werden aufgefordert, für ihre Beiträge bestimmte Aufnahmen zu nutzen oder bestimmte Fakten darzulegen. Diese manchmal dominante Einflussnahme der Redaktionen hat sich schleichend entwickelt. Sie nutzen ihren Informationsvorsprung bei Katastrophen und in Krisenzeiten, um den Anpassungsdruck auf die Korrespondenten zu erhöhen. Dem standzuhalten, fällt dem Korrespondenten vor Ort immer schwerer.

In Stresssituationen steht nicht mehr das Überprüfen oder Gewinnen von Erkenntnissen im Zentrum der Arbeit, sondern das Verbreiten vorgegebener Informationen. Dies kann weitreichende Konsequenzen haben. Generälen wurde eine Plattform geboten, von der aus sie Informationen verbreiten konnten, deren Ziel es war, die Gegenseite zu täuschen. Diese Beiträge wurden gesendet, ohne den Zuschauern zu erklären, wie die Militärs Journalisten im Informationskrieg zu nutzen versuchen.

Bis heute werden die Bemühungen unterschätzt, die Medien systematisch in militärischen und diplomatischen Konflikten zu instrumentalisieren. Die bedeutsamste Konsequenz aus dieser fahrlässigen Berichterstattung ist der Glaubwürdigkeitsverlust westlicher Journalisten vor allem in der arabischen Welt. Ihr schnelles Auftauchen " immer öfter wie das Klischee des rasenden Reporters aus der letzten Fernsehserie " erschwert einen direkten Kontakt zu Betroffenen.

Oft sind die Berichterstatter nahezu gleichzeitig mit den ersten Helfern vor Ort. Wie selbstverständlich beziehen die rasenden Kollegen die ersten Notunterkünfte. Hilfsorganisationen fördern diese Entwicklung noch, weil sie die Berichterstattung als willkommene PR nutzen.

Die Opfer von Kriegen und Katastrophen spüren, dass sie Gefahr laufen, als Kulisse in einer Inszenierung missbraucht zu werden. Dann interessiert gar nicht, dass ein Wehgeschrei angestimmt wird, das der Lage nicht gerecht wird. Denn in vielen Gesellschaften treten nur Soldaten mit Schusswesten auf. Hier wurden gezielt alle Daten von virtuelle Börsenwerte mit Derivatkontakte zerstört.

Banken waren bilanztechnisch Pleite. Weiter zu " Apokalypse " -. Seine Vision sollte im Jahre bittere Realität werden. Nun folgte ein Terroranschlag auf einen Kommunikationssatelliten macht ganz Asien Blind und ein ganzer Kontinent verfällt im Chaos. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ sollen sich die ausstehenden Kontrakte weltweit auf über Billionen Dollar belaufen, aber das dürfte stark untertrieben sein.

Auswahl von Zahlen, die bis Mitte August offiziell bestätigt wurden: Doch diese Krise ist nur die Spitze des Eisbergs, denn die gleichen laxen Gepflogenheiten wie bei der Gewährung von.

Hypotheken herrschten in Amerika auch für Auto- und Studienkredite und besonders für Kreditkartenschulden. Auch wenn ihre Rettungspakete inzwischen beispiellosen Umfang erreichen, ist das immer noch winzig im Vergleich zu der Krebsgeschwulst, die sie retten wollen.

Das Gesamtvolumen genau zu beziffern, ist unmöglich - aber es ist sehr leicht anzugeben, wie viel dieser Derivatmarkt wert ist: So funktioniert das Weltfinanzsystem. Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent. Die Hyperinflation würde den Wert des Dollars selbst auslöschen, und mit ihm Renten, Ersparnisse, Bankguthaben, Aktienportfolios und alle übrigen Vermögenswerte. Haushalte, Unternehmen und Regierungen würden ruiniert, so dass faktisch selbst die Staaten aufhörten zu existieren.

Das ist nur eine grobe Skizze der Schrecken, die eintreten könnten, wenn wir diesen Weg beschreiten würden. Alle Derivatgeschäfte sollten für null und nichtig erklärt und aus den Büchern der Spekulanten gestrichen werden. Jedes Finanzinstrument, das Derivate enthält, sollte ebenfalls für null und nichtig erklärt und aus den Büchern gestrichen werden. So funktioniert der Geldbetrug. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet.

Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.

Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, dass auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg Münzhoheit. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wusste, wie viel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.

Der Staat musste aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben. Deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren Rammelsberg bei Goslar und auf diese Weise der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wussten die Bürger, dass der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte.

Der Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld Goldumlaufwährung. Keck verhökern diese Knaben. Soll man das System gefährden? Für die Zechen dieser Frechen. Dann wird bisschen Krieg gemacht. Vom Realgeld zum Nominalgeld. Das Ergebnis war jeweils, dass die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle Bescheid wussten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen werden musste.

Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten Weltkrieg. Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, dass also eine gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte.

Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren Summen aufzubewahren waren.

Ihr Wert beruhte darauf, dass man die Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte Goldkernwährung. Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold.

Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, dass sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten Golddevisenwährung , hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.

Vom staatlichen zum privaten Geld. In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen erste Weltwirtschaftskrise. Auch das Gold Deutschlands musste als Kriegsbeute abgegeben werden. Dieses Gold diente als Deckung für die Dollars.

Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur Hauptwährungsreserve.

Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen. Der Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier. Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, dass sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw.

Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten: Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark verpflichtet gewesen Neutralgeldtheorem und war weitgehend staatsunabhängig.

Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde. Die meisten anderen Staaten haben eine "orientierte Quantitätswährung" bevorzugt.

Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Frankreich, Italien, Spanien usw. Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Vor allem aber wurde an der "harten" Währung deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte.

Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems - kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden musste.

Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert. Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet.

Dass die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt Saddam.

Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so dass ein neuer Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises Greenspan: Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt Schuldenreiterei.

Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt. Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt. Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden.

Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot: Dem Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine Gläubiger betrügen will. Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die missbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert.

Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System lebt davon, dass ein Missbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird. Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre Währungen Dollar, Euro, Yen und andere keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.

Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen - Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt. Wüssten die Marktteilnehmer dagegen, dass sie mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben, denen längst nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, missbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen.

Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt. Mit Scheingeld zu Sachwerten. Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermassen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis.

Mit Sachwerten zu Monopolen. Zurzeit läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar.

Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur Saat verwenden. Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft zurzeit auf dem Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig ist.

Das Spiel geht gerade in die letzte Runde. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und gescheitert. Mit Sachwerten zur Währungsreform. Ein Ausbruch der Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muss. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen.

Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich. Die USA haben sich nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert Sachwerte , dafür aber wertlose Dollars bekommen. Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Bricht also die Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist.

Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt. Durch Währungsreform zur Weltwährung. Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu entreichern.

Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber gelohnt.

Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige Auslandsverschuldung von 5 Mia. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben.

Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch die Welt gehen. Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw. Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger Vorteil der Täter ist.

Ihr Ziel ist das globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht hat und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen. Sie wird die Missbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten.

Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die meisten Regierungen ihre Währungen ebenso missbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben. Sie würde also mit jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden können. Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung.

Diese Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muss an dem Neutralgeldziel orientiert werden.

Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen.

Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar, dass sie gleichsam die "vierte Gewalt" darstellen, nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen beeinflusst werden können.

Dies wäre eine Jahrhundertchance. Deshalb tut Aufklärung Not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen. Teil 1 - Die Templer sind Erfinder des modernen Bankensystems. Zwar finden sich einzelne "Waffenbrüder" schon in den Reihen der rund zwei Jahrzehnte zuvor gegründeten Johanniter, die den Pilgern im Heiligen Land Unterkunft gewähren und sie medizinisch versorgen.

Die Tempelritter aber sind der erste geistliche Orden, der sich ganz dem Kampf widmet, ein Bund heiliger Krieger.

Später verleiht ihm die Kurie weitreichende Privilegien: Sie haben eigene Priester, sind vom Zehnten befreit, ja dürfen ihn selbst erheben, und sie sind auch rechtlich allein Rom unterstellt.

Sie bauen Wein an und Getreide, sie züchten Vieh und unterhalten von der Mitte des Jahrhunderts an sogar eine Mittelmeerflotte, um Krieger und Pferde zu verschiffen. Ohne diesen Rückhalt in Europa wäre der Orden rasch untergegangen — vernichtet im Kampf. Und ohne die Templer hätten sich die lateinischen Staaten nicht fast zwei Jahrhunderte lang im Vorderen Orient behaupten können. Darüber hinaus betätigen sich die Templer als Bankiers und Schatzmeister.

Sie führten den Zins ein und sind damit Erfinder unseres modernen Bankensystems. Sie arbeiten mit hoch entwickelten Buchführungstechniken. Und bald lassen sogar Könige ihre Finanzen von ihnen verwalten. Die englische Krone nimmt Kredite auf. Im festungsgleich bewehrten Pariser "Temple" lagert während des Jahrhunderts der französische Staatsschatz. Jahrhundert zählen sie rund 7. Weiter zu Teil 2: Viele Bankgeschädigte konnten den Konkurs mit de m damit verbunden wirtschaftlichen Ruin nicht verkraften und mussten auf städtische Friedhöfe beerdigt werden.

Wenn die Banken hierfür selbst aufkommen müssten,. Wen Sie mir zu dieser Seite etwas mitteilen möchten, dann benutzen Sie bitte das folgende Eingabeformular Auflage - wie ich aus meiner inneren Leere wieder heraus kam -. Mit Ausnahme der Amerikaner hatten die Siegermächte Angst vor einem wirtschaftlich starken vereinten Deutschland. Entsprechend verzichtete Bundeskanzler Helmut Kohl auf nationale Interessen und es wurde eine Europäische Gemeinschaft gegründet und eine neue Währung eingeführt.

Wirtschaftsskeptikern, allen voran Klaus-Peter Kolbatz, wurde eine positive Auswirkung bei Exportfirmen durch einen stabilen Umrechnungskurs zum Dollar prognostiziert.

Dem stellte Kolbatz einem wirtschaftlichen Kahlschlag gegenüber und gab der im Grunde guten Idee zum damaligen Zeitpunkt keine Chance. In einem Dominoeffekt wird sich dieser wirtschaftliche Absturz international ausweiten und z. Kolbatz war selbst über 40 Jahre im in- und Ausland Unternehmer und kennt die Gepflogenheiten des internationalen Marktes sehr genau. Stand der Europäischen Gemeinschaft Heute: Die Europäischen Mitgliedsländer sind hoch verschuldet.

Europa kann als Armenhaus bezeichnet werden. In Deutschland hungert jedes 4. Allein bis Mai sind 20 Milliarden Euro fällig. Staaten wie Portugal, Spanien, Irland und Deutschland werden folgen.

Rekordschulden von 11,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, Rezession, 20 Prozent Arbeitslosigkeit, Strukturprobleme, wenig Reformwillen und fehlende Zukunftsinvestitionen, lassen jeden Banker zurück zucken. Und sie liegt am Boden. Der Immobiliencrash der vergangenen Jahre hat den Spaniern das Rückrat gebrochen. Auch Deutschland ist wegen einer wissenschaftlich nicht haltbaren CO2-Treibhauspolitik stark gefährdet. Die Exportschlager Windkraft, Solaranlagen und Autoindustrie werden bis spätestens wegbrechen.

Die Rücklagen aus Zeiten des Westdeutschen "Wirtschaftswunders" sind nicht zuletzt auch durch planlose. Aus dem " Land der Ruinen " wurden blühende Landschaften mit europaweit einmaligen Einrichtungen. Die gesamten Vereinigungskosten für die Zeit von bis beziffert der Wissenschaftler auf netto 1,6 Billionen Euro — brutto sind es sogar zwei Billionen.

Mit dem Zerfall des Ostblocks standen plötzlich die Billiglohnländer vor unserer Tür und unser soziales Hochlohnland war in der bisher bewährten Form nicht mehr Konkurrenzfähig. Die Industrie reagierte und Lohnintensive Betriebe wanderten aus oder wurden mit Steuergeschenke in die neuen Bundäsländer gelockt. Leider haben hier die neuen Bundesbürger ihre Chance nicht erkannt und forderten den schnellen Angleich an West-Löhne.

Damit war ihnen die Tür zum riesigen Ost-Markt verschlossen. Eigentlich ist die freie Marktwirtschaft das einzige System dass sich selbst heilt. Jedoch nur wenn sich alle dazu bekennen und auch daran gemeinsam arbeiten. Hier trafen jedoch zwei Systeme aufeinander. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Forderungen an den Staat. Wie ein Dominoeffekt vollzog sich dieser marktfeindliche Eingriff des Staates durch alle Branchen. Ludwig Erhard würde sich im Grab umdrehen wenn er könnte.

Mai - Das Rettungspaket im Überblick. Hinter dem schlichten Begriff verbirgt sich ein für die Euroländer völlig neues Instrument, das im Namen aller 16 Euroländer Geld leihen und an finanzschwache Staaten weiterleiten kann. Damit gibt es eine Gesellschaft, die Geld leihen und weitergeben kann.

Es geht um bis zu Milliarden Euro. Die Euroländer selbst müssen das Geld dabei nicht auf den Tisch legen, sie treten vielmehr als Garanten für das zu leihende Geld auf. Sollten die 60 Milliarden Euro nicht ausreichen, kommen dazu die Milliarden Euro schweren Hilfen der Zweckgesellschaft. Wie im Fall von Griechenland wird es auch für das Milliarden-Paket einen einheitlichen Zinssatz für alle bedürftigen Länder geben. Griechenland muss für seine Kredite fünf Prozent Zinsen für drei Jahre zahlen.

Die Finanzminister vereinbarten, künftig noch strenger auf die Sanierung der Staatshaushalte zu achten. Von den Finanzmärkten bedrohte Staaten wie Portugal und Spanien müssen bis zur nächsten regulären Mai-Sitzung der Finanzminister am Die Euroländer wollen die Finanzmärkte stärker regulieren. Dazu zählen Derivate und Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Schuldnern - und damit auch Staaten - bewerten.

Mai - Deutschland bürgt für bis zu 22,4 Milliarden Euro für Athen allein bis Das sind die geheimen Griechen-Verträge. Das enthüllen der Darlehensvertrag und die Gläubigervereinbarung zwischen den 15 Darlehens-Geberländern und Griechenland. In Konsequenz erklärte er seinen sofortiger Rücktritt", so Kolbatz noch am Mai in facebook.

Weiter mit " Chronik: Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler ". Gauweiler fragt mit Datum vom 8. Mai abends zu unterzeichnen. Köhler unterschrieb das Gesetz erst am nächsten Tag Samstag. Jetzt wartet das Parlament gespannt auf die Antwort der Bundesregierung.. Die Bundesregierung hatte sich allerdings hinter den Kulissen vom Verfassungsgericht beraten lassen — und hält die Griechen-Hilfe für einwandfrei, weil die Deutschland freiwillig mit Krediten hilft.

In dem Gesetzentwurf heisst es: Sie will sich an der Griechenland-Hilfe beteiligen! Wenn das passiert, dann gnade uns und dem Euro der liebe Gott. Die wissen doch gar nicht, was los ist. Wer vor ein paar Jahren griechische Staatsanleihen gekauft hat, galt als guter Europäer. Mit der dramatischen Situation Griechenlands haben aber Spekulanten nichts zu tun. Die haben nur der griechische Staat zu verantworten — und die europäische Politik, die jahrelang weggeschaut haben.

Spekulieren ist nichts anderes, als sich ein Bild von der Zukunft zu machen und entsprechend zu handeln. Durch die Herabstufung von Griechenland, Portugal und Spanien innerhalb von nur 7 Tagen wächst bei Kolbatz das Misstrauen bei amerikanische Ratdingagenturen.

Dieser Wert ist bis heute auf 60 Prozent gesunken, der Anteil des Euro stieg hingegen auf fast 30 Prozent. Damit ist der Euro die einzige ernsthafte Konkurrenz zum Dollar als Weltwährung. Kolbatz regt an rein vorsorglich nationale Ratingagenturen nicht weiter zu beauftragen und eine neutrale international besetzte Ratingagentur zu schaffen. Damit wurde offensichtlich der Vorschlag von Kolbatz aufgegriffen. Weiter mit " 50 Überflüssigsten Behörden! Wirtschaftswissenschaftler sollten prüfen, ob neben dem Euro eine nationale Währung, z.

DM nach dem Vorbild der seit Jahren erfolgreich praktizierten Chiemgau-Währung zur nationalen Stabilisierung und Schaffung von Arbeitsplätze beitragen könnte. Hiervon könnten insbesondere Billiglohnländer die bereits bei Eintritt in der EU hoch verschuldet waren profitieren. Kontakt zu Klaus-Peter Kolbatz Anrede: Herr Frau Firma Ihr Vorname: Andere Währungen müssten gleichzeitig stark abgewertet werden.

Jeder zweite Job in der deutschen Industrie hängt vom Export ab. Er erleichtert Handel und Reisen ungemein. Insgesamt 10 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Export ab!

Insgesamt rechnen unsere Firmen heute über 80 Prozent der Waren in Euro ab. Wenn unsere Firmen aber deutlich weniger ins Ausland verkaufen könnten, müssten sie massiv Stellen abbauen. Um Kosten zu sparen, würden viele Unternehmen Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlagern. Zur Zeit ist China als Billiglohnland u. Hierbei kann eine starke D-Markt gegenüber unseren europäischen Nachbarländern von Vorteil sein und Deutschland damit langfristig Markführer bleiben.

Hier können Sie die hilfreichsten Kundenrezensionen ansehen Sie sind Journalist und möchten über das Buch schreiben? Banken und Sparkassen verweigern im Westen Kredite. Banken drehen Mittelstand im Westen den Geldhahn zu. Dennoch hätte seine Hausbank den Vorzeigebetrieb fast in die Pleite geschickt.

Jürgen Hasler hatte reichlich Aufträge, konnte seinen Umsatz sogar verdoppeln. Sein einziges Problem war: Er brauchte einen höheren Kontokorrentkredit um Material vorzufinanzieren. Früher ging das immer glatt, jetzt drehte die Bank den Geldhahn zu. Es ist unsere Hauptbank. Wir haben uns gesagt: Mensch, jetzt haben wir endlich mal tüchtige Aufträge für ein ganzes Jahr. Dann wurden wir doch so enttäuscht von dieser Bank.

Landesbank Oldenburg verweigerte Kredit. Allgemein aber stellt sie fest: Die Bank setzt Hasler vor die Tür. Über zwanzig Jahre schon führt er das Familienunternehmen. Er und seine Frau Annegret wollen nicht einfach aufgeben. Jürgen Hasler gibt nicht auf. Ich persönlich wäre dann mittellos gewesen und hätte dann irgendwo vom Sozialamt oder anderswo Mittel beantragen müssen.

So wie den Haslers ergeht es landauf, landab vielen kleinen und mittleren Unternehmen. In einer Studie hat die KfW die Finanzierungsbedingungen für mittelständische Unternehmen untersucht. Die Situation ist im Augenblick sehr angespannt. Der Insolvenzverwalter Dirk Pfeil: Ich habe den Eindruck, dass mitunter ein Mitarbeiter, der eine neue Aufgabe übernimmt, Kreditverträge vorfindet, Geschäftsverträge sichtet und zu dem Punkt kommt: Das ist ein Gefühl, das ich auch nicht loswerde, es scheint mir bei allen Kreditinstituten so zu sein.

Er musste miterleben, wie Kunden plötzlich zu lästigen Bittstellern wurden. Seinen Namen möchte er nicht nennen: Man hat die Daumenschrauben den Betreuern angelegt. Dann hat man von jungen unerfahrenen Leuten diese Intensivengagements, kleine Nicht betreuen lassen in dem Sinn, ihnen zu helfen, sondern ihn an die Wand zu fahren. Die Banken tragen Mitschuld, wollen davon aber nichts hören.

Wolfgang Arnold vom Bundesverband der Banken: Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass wir im letzten Jahr ja Aber das Problem des Mittelstandes ist nicht, Kredite zu bekommen, sondern das Problem des Mittelstandes besteht darin, dass die allgemeine wirtschaftliche Situation nicht gut ist.

Banken drehen Mittelstand den Geldhahn zu. Frontal21 besuchte ein Unternehmen, das jahrelang Gewinne machte. Die Geschäftsleitung bittet uns, den Namen nicht zu nennen. Neue Aufträge kommen, aber die müssen zwischenfinanziert werden. Zwischen dem Materialeinkauf und der Bezahlung einer Rechnung im heutigen Bereich des Objektgeschäftes vergehen circa drei bis vier Monate, und in dieser Zeit muss das gesamte Material und müssen Löhne vorfinanziert werden. Das hat mich sehr überrascht, dass man bereit ist, ein Unternehmen gegebenenfalls, wie man so schön sagt, über die Klinge springen zu lassen.

Die Möbelfertigung gilt ihr als Krisenbranche, und sie fragt nicht, wie es um das einzelne Unternehmen steht. Nur mit Mühe konnte die Geschäftsführung die drohende Insolvenz verhindern.

Ginge es nach der Hausbank, käme ein florierendes Unternehmen unter den Hammer. Bei den Opfern wächst die Wut. Sie wollen nur das Risiko loswerden und kündigen dann einfach. Zum Teil sind sie aber auch ausgesprochen dilettantisch, wenn es darum geht, zu verstehen, was in dem Unternehmen los ist. Sie machen sich häufig nicht mehr die Mühe, in das Unternehmen zu gehen, die Details zu erfragen. Das Familienunternehmen besteht weiter, obwohl die Bank alles tat, um das zu verhindern.

Das ist die neue Mittelstandspolitik nach Art der Banken. Überall, wo es kracht im Finanzsektor, finden sich ihre Spuren: Oft wirken ihre Entscheidungen abrupt und verwirrend.

Die Banker und Trader, die lachhaft riskante Kreditprodukte verkauften. Die US-Politiker, die die Farce lange tatenlos billigten. Weitgehend unbehelligt blieb bisher jedoch eine weitere, stillere Gruppe Beteiligter - obwohl sie ebenso tief in den fraglichen Deal verstrickt war: Die Untersuchungen laufen parallel zu ähnlichen Ermittlungen der US-Bundesbehörden, die sich jedoch um möglicherweise irreführende Informationen der Institute an ihre Kunden drehen.

Verlust für die Goldman-Investoren: Überall, wo es kracht im Finanzsektor, finden sich ihre Spuren. Sie sind graue Eminenzen, Schattenmänner und Strippenzieher zugleich. Doch hinterfragt werden sie selten - geschweige denn zur Rechenschaft gezogen. Dabei ist ihre Rolle alles andere als lupenrein. Heraus kam jetzt ein fetter Aktenberg mit Seiten, samt vernichtendem Urteil: Dennoch bleibt der Reflex bis heute bestehen: Das Quasi-Monopol der Agenturen geht bis zurück.

Später fügte er Industrie- und andere Firmen hinzu. Heute analysiert Moody's mehr als Fitch, gegründet und eine Tochter der französischen Finanzholding Fimalac, ist das kleinste Mitglied dieses Clubs. Ratings reichen von AAA bis D. Dieses traditionelle System erwies sich jedoch spätestens mit der Kreditkrise als wertlos.

Inzwischen ist klar, dass die Agenturen sie völlig überbewerteten - oft auf Wunsch der ausgebenden Firmen, die die Agenturen wiederum dafür bezahlt hatten. Doch Moody's sah sich erst im Sommer genötigt, sie abzuwerten. All das geschah unter den Augen der US-Regierung. Querbeet verliehen die Agenturen jahrelang ausgerechnet jenen Subprime-Hypotheken ihren AAA-Segen, die später zum Treibsand der Finanzkrise wurden - selbst, als die Risiken längst bekannt waren. Und Portugal die gleiche Bonitätsstufe wie Botswana und Malaysia?

Spanien liegt nach der Abstufung auf dem Niveau von Bermuda. Ein Moody's-Direktor beklagte diese Zustände bereits im September - anonym und intern: Der brachte sein Fachwissen prompt in jener Goldman-Abteilung zum Einsatz, die neue Kreditprodukte schmiedete und dafür sorgte, dass sie die besten Ratings bekamen.

Eine Reform dieses System ist jedoch in weiter Ferne. Deshalb versuchen es die Kritiker auf anderem Weg. Aufgeblähter Beamtenapparat Das sind die 50 überflüssigsten Behörden Deutschlands. Justus Haucap Deutschlands sinnloseste und teuerste Behörden auf. Das Ergebnis ist ernüchternd. Verschlanken, um Steuern zu sparen, Schulden abzubauen! Schützt ein Monopol, das abgeschafft wurde. Euro Plant staatlich, was Private besser und billiger können. Macht private Konkurrenz kaputt. Euro Plant und verwaltet 9,6 Mrd.

Euro Trödel auf Staatskosten: Versteigert ausrangiertes Bundeseigentum u. Panzer, Kriegsschiff Dienstwagen Fazit: Denn das können Private besser! Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus. Für seine Tätigkeit bekommt der Beauftragte monatlich zwischen bis Euro, zuzüglich zu Abgeordnetenentschädigung von jährlich 92 Euro sowie der steuerfreien Kostenpauschale in Höhe von 46 Euro. Die Behörde beaufsichtigt u.

Eine eigenständige Behörde mit nur 18 Mitarbeitern ist zu aufwändig. Bühnenservice der Stiftung Oper Berlin. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Das Institut produziert u. Geodaten, Landkarten, Schriften, Referenzsysteme und Informationsdienste.

Die Druckerei stellt u. Reisepässe, Dienstausweise für Bundesbehörden, Banknoten und Postwertzeichen her. Das Institut interpretiert demographische Trends und Analysen. Das BKGE soll das kulturelle Erbe im östlichen Europa erforschen und bewahren, die Bundesregierung in betreffenden Fragen beraten und wissenschaftlichen Austausch pflegen. Das Institut soll dazu betragen, dass Lebensmittel, Stoffe und Produkte sicherer werden, die Verbraucher geschützt sind.

Förderung des deutschen Jazz-Nachwuchses. Bundesmonopolverwaltung für Branntwein BfB. Das Amt kauft in kleinen und mittelständischen landwirtschaftlichen Brennereien hergestellten Agraralkohol auf, lässt ihn aufbereiten und verkauft ihn weiter.

Der Gesamtetat betrug ,2 Mio. Die Behörde unterstützt Auslandseinsätze der Bundeswehr, bildet aus, erstellt Lern- und Prüfungsunterlagen, übersetzt deutsche und fremdsprachliche Fachtexte.

Der Etat belief sich auf 53 Mio. Der Bundeszuschuss beläuft sich jährlich auf rund 2 Mio. Vermisstenschicksale, weist Kriegsgräber nach. Allein die Personalkosten betrugen 16,7 Mio. Euro, durchschnittlich also ca. Deutsche Energie-Agentur GmbH dena. Der Etat belief sich auf 8,8 Mio. Der Wetterdienst untersteht dem Bundesverkehrsministerium. Warnungen zu aktuellen Klimaerscheinungen heraus. Für war ein Etat von Mio. Euro bei einem Steuermittelbedarf von Mio. Im Jahr machte der Verband mit Mitarbeitern einen Verlust von ca.

Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Der Umsatz der Friedhöfe belief sich im Jahr auf 4,5 Mio. Euro, der Verlust auf Euro. Garten-, Friedhofs- und Forstamt Stuttgart. Planung, Pflege und Bau von Grünflächen. Germany Trade and Invest. Gehört zum Bundeswirtschaftsministerium und soll potentielle ausländische Investoren über Deutschland informieren. Etat von 22,1 Mio. Strukturelle Probleme sollen damit überwunden werden.

Die Künstlersozialkasse bezuschusst die Beiträge ihrer Mitglieder anerkannte Künstler und Journalisten zu einer Krankenversicherung ihrer Wahl und zur gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung mit bis zu 50 Prozent. Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft.

Das Kuratorium versorgt die Bauern mit Informationen über neue Technologien, gibt ihnen Tipps für die landwirtschaftliche Praxis, erarbeitet Planungsdaten für die Wirtschaft, schätzt neue Technologien ein und vermittelt bei Interessenkonflikten.

Landgestüte Warendorf, Neustadt und Marbach. Bereitstellung von genetisch interessanten Hengsten für die Züchtung.

Die Aufgabe der insgesamt 14 Landesmedienanstalten ist die Überwachung der privaten Hörfunkanbieter, Fernsehanstalten und Mediendienste, Vergabe von Sendelizenzen und Kabelkapazitäten, Sicherung der Meinungsvielfalt im Bereich des privaten Rundfunks.

Müritz Therme in Röbel. Förderung der Baukosten mit über zehn Millionen Euro. Jährliche Kosten Euro. Dennoch ist jede Karte mit durchschnittlich 75 Euro bezuschusst. Vier Millionen Euro jährlich.

Organisation von Dopingkontrollen, Prävention, Aufklärung sowie medizinische und juristische Beratung. Insgesamt Millionen Euro Baukostenzuschüsse, zwischen und ca. Ein definiertes Gebiet innerhalb einiger Bundesländer mit Regierungspräsidium oder Landesdirektion , das Bürgern lange Wege ersparen soll. Geschäftsreise- und Charterverkehr für Norddeutschland.

Es gibt keinen Flugplan, der Flughafen ist nicht ausgelastet. Konzessionierter Spielbetrieb in den Bundesländern als Ausnahme des Glückspielverbots. Anbau, Produktion und Verkauf von Wein. Städtischer Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart.

Entsorgung, Wiederverwertung von Abfall — und kurioses, wie etwa einen Fahnenverleih. Pfandhäuser — sie verleihen Bargeld gegen ein Pfandstück, in Deutschland gibt es noch vier städtisch betriebene Leihämter.

Verwertungsunternehmen des Bundes für bewegliche Güter aller Art. Jährlich werden Erlöse zwischen 70 und Mio. Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken. Etat von Euro jährlich. Studienplatzvergabe nach einheitlichen Auswahlkriterien für zulassungsbeschränkte Fächer Numerus Claus. Euro Kosten pro Jahr. Mai - So viele Schulden haben die Länder. Berliner Rede -. Die Rede im Wortlaut. Ich will Ihnen eine Geschichte meines Scheiterns berichten. Es war in Prag, im September Die Entwicklung auf den Finanzmärkten bereitete mir Sorgen.

Ich konnte die gigantischen Finanzierungsvolumen und überkomplexen Finanzprodukte nicht mehr einordnen. Ich begann, kapitalmarkt-politische Expertise im IWF aufzubauen. Das sahen nicht alle gern. Und ich wunderte mich, dass sich die G7-Staaten nur zögerlich einer Überprüfung ihrer Finanzsektoren unterziehen wollten; solche Überprüfungen waren von den Mitgliedstaaten des Internationalen Währungsfonds als Lehre aus der Asienkrise beschlossen worden.

Viele, die sich auskannten, warnten vor dem wachsenden Risiko einer Systemkrise. Doch in den Hauptstädten der Industriestaaten wurden die Warnungen nicht aufgegriffen: Es fehlte der Wille, das Primat der Politik über die Finanzmärkte durchzusetzen. Noch aber entfaltet die Rezession sich weiter.

Jeder Kontinent ist erfasst. Die Finanzkrise hat blitzschnell durchgeschlagen auf die reale Wirtschaft. Gestern war Deutschland noch Exportweltmeister. Aufträge brechen weg, mit nie dagewesener Geschwindigkeit.

Es ist ein gutes Zeichen, dass die meisten Unternehmen in Deutschland versuchen, Entlassungen zu vermeiden. Sie wissen, dass sie ihre hoch motivierten und gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend brauchen, wenn sie die Krise überwinden wollen.

Wir müssen aber auch ehrlich sein: Viele Unternehmen werden ihr Überleben und damit zugleich Arbeitsplätze nur sichern können, wenn sie sich auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen. Wir müssen uns darauf einstellen: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird sich wieder deutlich erhöhen. Können wir nicht einfach aussteigen aus der Globalisierung?

Aber eine Volkswirtschaft, in der vom Brot bis zum Hemd, vom Computer bis zum Auto alles im eigenen Land hergestellt werden müsste, ist nicht mehr denkbar. Der Ausstieg aus den Weltmärkten würde unseren Wohlstand in kürzester Zeit vernichten.

Stellen wir uns also der Verantwortung. Sie deckt sich mit unserem Interesse. Wir verkaufen die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung ins Ausland. Die Weltwirtschaft ist unser Schicksal. Deshalb müssen wir unser Gewicht jetzt aktiv und konstruktiv in die internationale Zusammenarbeit zur Überwindung der Krise einbringen. Keiner kann mehr dauerhaft Vorteil nur für sich schaffen. Die Menschheit sitzt in einem Boot.

Und die in einem Boot sitzen, sollen sich helfen. Vor allem wir im Norden müssen umdenken. Nur rund 15 Prozent von ihnen leben in Umständen wie wir. Weit über zwei Milliarden Menschen müssen mit zwei Dollar pro Tag auskommen, eine Milliarde sogar nur mit einem Dollar. Wir sollten uns nicht länger einreden, das sei gerecht so. Sicherheit, Wohlstand und Frieden wird es auch in den Industrieländern dauerhaft nur geben, wenn mehr Gerechtigkeit in die Welt kommt. Wir brauchen eine Entwicklungspolitik für den ganzen Planeten.

Die Industrieländer - auch Deutschland - müssen sich fragen, was sich auch bei ihnen verändern muss, um der Welt eine gute Zukunft zu sichern. Bundesregierung und Bundestag haben in den vergangenen Monaten Handlungsfähigkeit bewiesen und kurzatmigen Aktionismus vermieden. Ihr Wort hat Gewicht auch im europäischen und internationalen Krisenmanagement.

In Deutschland steht unsere Regierung vor schwierigsten Abwägungen und Entscheidungen. Sie betreffen das Wohl und Wehe vieler Menschen. Niemand hat fertige Rezepte. Aber wir können darauf vertrauen: Die eingeschlagene Richtung stimmt. Jeder ernsthafte Vorschlag muss ernsthaft gewogen werden. Das Ringen um die beste Lösung gehört zur Demokratie. Auch im Vorfeld einer Bundestagswahl gibt es aber keine Beurlaubung von der Regierungsverantwortung.

Die Bevölkerung hat gerade in der Krise den Anspruch darauf, dass ihre Regierung geschlossen handelt und Lösungen entwickelt, die auch übermorgen noch tragfähig sind. Die Krise ist keine Kulisse für Schaukämpfe. Sie ist eine Bewährungsprobe für die Demokratie insgesamt. Viele Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert. Sie fragen, was uns bevorsteht und was nun getan werden soll. Und viele beginnen, am Wert und am Fortbestand des marktwirtschaftlichen Systems zu zweifeln.

Die Menschen brauchen mehr Information und Erklärung über das, was abläuft. Sie wollen wissen, wie sie sich selbst einbringen können, mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen. Es geht darum, gemeinsam neue Wege zu finden. Am Anfang steht die Frage: Wie konnte es zu dieser Krise kommen? Noch kennen wir nicht alle Ursachen. Aber vieles ist inzwischen klar. Zu viele Leute mit viel zu wenig eigenem Geld konnten riesige Finanzhebel in Bewegung setzen.

Viele Jahre lang gelang es, den Menschen weiszumachen, Schulden seien schon für sich genommen ein Wert; man müsse sie nur handelbar machen. Die Banken kauften und verkauften immer mehr Papiere, deren Wirkung sie selbst nicht mehr verstanden.

Im Vordergrund stand die kurzfristige Maximierung der Rendite. Auch angesehene deutsche Bankinstitute haben beim Umgang mit Risiko zunehmend Durchblick und Weitsicht verloren.

Das konnte nur geschehen, weil sie den Bezug zu ihrer eigenen Kultur aufgaben: Auch Banken können nur dauerhaft Wertschöpfung erbringen, wenn sie sich als Teil der ganzen Gesellschaft sehen und von ihr getragen werden. Wenn sie den Grundsatz unserer Verfassung achten: Sein Gebrauch soll auch dem Allgemeinwohl dienen. Doch das Auftürmen von Finanzpyramiden wurde für viele zum Selbstzweck, insbesondere für sogenannte Investmentbanken.

Damit haben sie sich nicht nur von der Realwirtschaft abgekoppelt, sondern von der Gesellschaft insgesamt. Dabei geht es auch um Fragen der Verantwortung und des Anstands. Was vielen abhanden gekommen ist, das ist die Haltung: So etwas tut man nicht. Bis heute warten wir auf eine angemessene Selbstkritik der Verantwortlichen.

Von einer angemessenen Selbstbeteiligung für den angerichteten Schaden ganz zu schweigen. Derweil stockt das Blut in den Adern des internationalen Finanzwesens. Das hat überall Folgen, auch bei uns: Für Investitionen brauchen Unternehmen Kredite, und dafür müssen die Banken zusammenarbeiten. Aber sie misstrauen einander immer noch. Sie halten ihr restliches Geld fest. Die Finanzkrise stiftet Unsicherheit und lähmt weltweit den Unternehmungsgeist.

Wir erleben das Ergebnis fehlender Transparenz, Laxheit, unzureichender Aufsicht und von Risikoentscheidungen ohne persönliche Haftung. Wir erleben das Ergebnis von Freiheit ohne Verantwortung. Aber Schuldzuweisungen und kurzfristige Reparaturen reichen nicht aus, wenn wir die tiefere Lehre aus der Krise ziehen wollen. Denn es gibt einen Punkt, der geht uns alle an.

Obwohl der Wohlstand in der westlichen Welt, in Europa und auch in Deutschland seit den 70er Jahren beständig zunahm, ist auch die Staatsverschuldung kontinuierlich angestiegen. Man stellte Wechsel auf die Zukunft aus und versprach, sie einzulösen. Das ist bis heute nicht geschehen. Denn wir scheuten uns vor den Anstrengungen, die mit jedem Schuldenabbau verbunden sind. Wir haben die Wechsel an unsere Kinder und Enkel weitergereicht und uns damit beruhigt, das Wirtschaftswachstum werde ihnen die Einlösung dieser Wechsel erleichtern.

Jetzt führt uns die Krise vor Augen: Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt. Die Krise ging von den Industriestaaten aus - von denen, die sich bislang am stärksten fühlten. Und sie wirft ein Schlaglicht auf die Widersprüche, in die sich die industrialisierte Welt in den vergangenen Jahrzehnten verstrickt hat.

Wir haben diese Welt selbst mitgestaltet. Aber wir finden uns immer weniger darin zurecht.