Wirtschaft


Die Regierung stoppte den Bau. Politische und militärische Auseinandersetzungen haben auch immer wirtschaftliche Interessen als Auslöser oder Hintergrund. Barrel auf 4,5 Mio. Erdöl gilt als Lebenssaft der Industriegesellschaft: Ethanol aus Zuckerrüben oder Weizen liefert nur doppelt soviel Energie als für seine Erzeugung benötigt wird.

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Wenn man Reichtum einfach aus dem Boden pumpen kann, fördert das nicht unbedingt Erfindungsreichtum und Produktivität, wohl aber autokratische Herrschaftsformen und Korruption: Die andere Seite der Medaille ist die zunehmende Ölförderung in sensiblen Lebensräumen wie der Tiefsee oder der Arktis oder die Umweltbelastungen bei der Nutzung "unkonventioneller Ölquellen". Teersande , wie sie beispielsweise in Kanada abgebaut werden, erfordern den Abbau und die Verarbeitung von zwei Tonnen Sand, um ein Barrel Öl zu gewinnen.

Das in Teersanden enthalte Öl ist nämlich oxidiert und ähnelt eher Bitumen; bei seiner Aufbereitung werden enorme Mengen an Energie und Wasser verbraucht: Krebserregende Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle wie Arsen in diesen Abfällen, die aus undichten Becken immer wieder in Gewässer gelangen, werden für eine Häufung von Krebsfällen in der Region verantwortlich gemacht.

Die wirtschaftlich abbaubaren kanadischen Teersande werden aber auf - je nach Quelle 40 bis Milliarden Barrel Öl geschätzt; wenn wir die Umweltfolgen in Kauf nehmen, kann der Höhepunkt der Erdölförderung um ein bis einige Jahre verschoben werden. Auch das Fracking ist hoch umstritten: Ein Teil kommt nach dem Fracking als Rückfluss wieder an die Oberfläche und muss entsorgt werden, ein Teil verbleibt unter der Erde, wo es - etwa durch Lecks in der Verrohrung - möglicherweise nicht nur Tiefen-, sondern auch Grundwasser verschmutzen könnte.

Die Industrie hält allerdings dagegen, dass die Verrohrung aus mehreren ineinander steckenden Rohren mit überwachten Zwischenräumen bestehe, so dass dieses nicht geschehen könne. Erdgas scheint auf den ersten Blick die ideale Alternative zum Erdöl: Es verbrennt sauberer, kann Autos, Lastwagen und Busse antreiben und wird bereits zur Stromerzeugung sowie zum Kochen und Heizen verwendet, so dass eine Infrastruktur zu seiner Nutzung bereits besteht.

Die nachgewiesenen Reserven betragen laut BP Weltenergiestatistik Allerdings würde diese Reichweite drastisch sinken, wenn der Verbrauch stark ansteigen würde, um eine zurückgehende Ölproduktion zu ersetzen; und ähnlich wie beim Erdöl würde die Förderung nicht in 60 Jahren plötzlich zu Ende gehen, sondern lange vorher langsam sinken.

Die Entdeckung neuer konventioneller Gaslager hat längst - wie beim Erdöl - seinen Höhepunkt überschritten, so dass ein Peak Gas ebenfalls absehbar ist. Er dürfte allerdings später eintreten als beim Erdöl. Die norwegische Erdgasproduktion könnte aber schon bald ihren Höhepunkt erreichen, so dass wir in Deutschland noch abhängiger von unserem bisherigen Hauptlieferanten Russland oder Ländern wie Turkmenistan, Aserbaidschan oder Kasachstan werden, in denen die Lagerstätten am Kaspischen Meer liegen.

Auch beim Erdgas ist die Förderung dieser Vorkommen jedoch besonders umweltbelastend unter anderem werden krebserregende Chemikalien eingesetzt; siehe z. Für die bedeutende Rolle des Erdöls in der modernen Industriegesellschaft gibt es gute Gründe: Kaum ein anderer Energieträger ist so vielseitig, leicht zu transportieren und zu speichern.

Daher sind Erdölprodukte vor allem als Treibstoffe - Benzin, Diesel, Kerosin - unschlagbar bequem; Ersatzstoffe sind meist teurer und stehen auch nicht ausreichend zur Verfügung. Dann würde die Nachfrage nach Erdöl kurz vor ihren Höhepunkt erreichen, und danach stark zurückgehen. Diese Produktionsspitze wäre dann nicht durch mangelnde Reserven verursacht, sondern würde das bestätigen, was der ehemalige saudische Ölminister Scheich Yamani sagt, seitdem er diesen Posten verlassen hat: Saudi Arabien bremste zu seiner Zeit oft den Anstieg der Ölpreise, da Yamani nicht indirekt die Entwicklung von effizienterer Techniken und alternativer Energiequellen fördern wollte.

Er hatte den Westen richtig eingeschätzt — immer wenn die Preise sanken, wurden diese Programme wieder zurückgefahren. Zu steigenden Ölpreisen gibt es nur eine Alternative, und das ist: Damit könnte auch die Nutzung der hochgradig umweltschädlichen Teersande verringert werden, die in der Summe auch noch um 5 bis 15 Prozent höhere Kohlendioxid-Emissionen als konventionelles Rohöl verursachen, und das Klima daher doppelt belasten.

Wie die IEA schreibt: Die Jagd nach Geld, Öl und Macht. Gut geschriebene, umfassende Geschichte des Öls. Umfassende Darstellung der geologischen, historischen und ökologischen Hintergründe und Auswirkungen des Erdöls.

Die Zukunft der weltweiten Erdölversorgung. Webseite des deutschen ASPO e. Leider im Jahr eingestellte, aber nach wie vor zugängliche Seite mit News zu Peak Oil auf der Webseite des Institute für the Study of Energy and Our Future einer gemeinnützigen amerikanischen Organisation, die vor allem im Internet publiziert.

Mehr zum Thema Energie auf diesen Seiten: Strategien für die Zukunft: NGL wenn sie denn überhaupt unterschieden werden und Schwerstöle werden wie Teersande oft zu den "unkonventionellen Ölquellen" gezählt. Light , da es leicht siehe oben ist, tight , da es in dichtem Gestein vorkommt. Welche Rolle spielen Spekulanten? Der Ölverbrauch steigt weiter Nach den Theorien der Wirtschaftswissenschaftler hätten hohe Ölpreise eigentlich zu sinkenden Verbräuchen führen sollen - das war aber auch den Jahren bis nicht der Fall.

Wie viel Öl liegt noch in der Erde? Mit Typisches Förderschema einer Ölregion: Wie viel Öl fördern wir im Jahr ?

Internationale Energieagentur, World Energy Outlook Können neue Technologien oder Schieferöl Peak Oil verhindern? Steigende Umweltbelastungen Die andere Seite der Medaille ist die zunehmende Ölförderung in sensiblen Lebensräumen wie der Tiefsee oder der Arktis oder die Umweltbelastungen bei der Nutzung "unkonventioneller Ölquellen".

Kann Erdgas das schwindende Erdöl ersetzen? Zum Weiterlesen Daniel Yergin: Zudem setzen viele Länder im Gegensatz zu Deutschland weiterhin auf die atomare Energie, zumal bei der Produktion keine Treibhausgase entstehen. So wurden weltweit 72 Kernkraftwerke gebaut; weitere sind in Planung - auch in Ländern, in denen es noch keine AKWs gibt. Die Uranvorkommen sind jedoch begrenzt - und es gibt noch immer keine Lösung für das Problem der Atommüllentsorgung.

Aufgrund der steigenden Rohstoffpreise und höher werdender Löhne in den Schwellenländern könnte es in den kommenden Jahrzehnten zu einer Regionalisierung in der Wirtschaft kommen: Wenn die Herstellungskosten in fernen Ländern und die Transportkosten zu hoch werden, wird das Insourcing das Outsourcing ersetzen.

Ganze Produktionszweige werden dann wieder an die Verbrauchsorte zurückgeholt werden; die ausgelagerten Jobs kehren zurück. Das gilt ebenfalls für Lebensmittel, die z. Auch sie werden in Zukunft vorwiegend aus der Region bezogen werden. Die Transportkosten für Lebensmittel könnten sogar gänzlich eingespart werden, indem in Städten "vertikale Bauernhöfe" gebaut werden: Despommier von der Columbia University schlägt vor, Nutzpflanzen in Hochhäusern mit durchsichtigen Wänden und Decken zu züchten.

Zudem würden die Pflanzen Sauerstoff liefern. Einige Zukunftsforscher wie z. John Michael Greer rechnen damit, dass Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran nur sehr bedingt durch andere Energieträger ersetzt werden können. Je mehr die Förderung in den kommenden Jahren zurückgehen wird - bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung -, umso mehr werde es zu einer De-Industrialisierung kommen, die zu einem kontinuierlich geringer werdenden Lebensstandard führen wird.

Es käme somit zu einer Zurückentwicklung zu wenig technisierten lokalen Kulturen. Aufgrund der guten Konjunktur wird die Zahl der Erwerbstätigen von 42,3 Millionen im Jahr auf 45,3 Millionen im Jahr zunehmen. Seit den er Jahren sind aber die Geburtenzahlen von mehr als 1,1 Millionen auf rund So rücken immer weniger junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt nach - bis wird es knapp 7 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter weniger geben als heute.

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland sähe es düster aus, wenn dann wie heute zwei Fünftel der Schüler mit Migrationshintergrund als "Risikoschüler" eingestuft würden. Diese wären für die meisten Arbeitsplätze nicht qualifiziert. Bis werde der ungedeckte Bedarf auf 3,3 Millionen anwachsen. Die Prognos AG empfiehlt deshalb den Unternehmen, ihre älteren Mitarbeiter gezielt fortzubilden und flexibler einzusetzen.

Laut Bundesagentur für Arbeit könnte dem Arbeitskräftemangel teilweise dadurch begegnet werden, dass Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeitvolumen von Frauen erhöht werden, die Lebensarbeitszeit verlängert und die Arbeitsmarktteilhabe hier lebender Menschen mit Migrationshintergrund verbessert wird.

Allerdings könnte der Fachkräftemangel durch die Digitalisierung verringert werden. Beispielsweise wird es immer mehr Fabriken geben, die weitgehend vollautomatisch funktionieren.

Aber auch bei Transportunternehmen, Versicherern, Finanzdienstleistern, Banken, Rechtsanwaltskanzleien, Kliniken und vielen anderen Branchen lassen sich Abläufe und Entscheidungsprozesse digitalisieren und automatisieren.

In der sich anbahnenden Wissensgesellschaft werden die Arbeitgeber vor allem höher qualifizierte Arbeitnehmer benötigen. So wird es laut dem Accenture-Deutschlandchef Stephan Scholtissek bald zu einem "Kampf" um qualifizierte Mitarbeiter kommen. Deshalb wird vermutlich die Zuwanderung für Ausländer erleichtert werden.

Allerdings sind höher qualifizierte Personen vor allem in Schwellenländern zu finden - beispielsweise erhalten jedes Jahr 7,5 Millionen Inder und Chinesen einen Universitätsabschluss. Diese finden aber auch in ihrer Heimat immer mehr attraktive Jobangebote vor, wollen also zumeist nicht in Deutschland erwerbstätig werden. Viele der in den letzten Jahrzehnten zugewanderten Migranten und deren Kinder weisen hingegen nicht die nötigen Qualifikationen auf: Wer in der Wissensgesellschaft den Anschluss verpasst hat, wird nur noch geringe berufliche Chancen haben.

Viele von ihnen erhalten keinen Ausbildungsplatz. Aber auch die 7,5 Millionen Deutschen, die nur mit Mühe lesen und schreiben können sog. Als Folge der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland werden die Belegschaften immer älter werden.

So wird die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bis voraussichtlich um rund 2,5 Millionen auf nur noch 7,5 Millionen zurückgehen. Ihnen werden voraussichtlich ca. Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer wird von derzeit 42 auf 48 Jahre im Jahr steigen. Die mittleren Jahrgänge werden dann weniger Aufstiegschancen vorfinden, da höhere Positionen immer länger von älteren Arbeitnehmern blockiert sein dürften.

Da fast jeder dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein wird, empfiehlt die Arbeitsgruppe "Altern in Deutschland", der 23 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen angehören, dass Berufsarbeit bis ins fortgeschrittene Alter hinein die Regel sein sollte.

In Zukunft müssten auch über Jährige Geld verdienen - und sei es auch nur, um ihren Lebensstandard zu halten. Eine Frühverrentung wird aufgrund der hohen Abschlagszahlungen sowieso immer unattraktiver.

Allerdings sollte die Lohnpolitik so geändert werden, dass Arbeitnehmer nicht mehr automatisch mit jedem Berufsjahr mehr verdienen, denn schon jetzt sind ältere Arbeitnehmer vielen Unternehmen zu teuer.

Die Alterung des Erwerbspersonenpotenzials wird die Arbeitgeber zu einer Änderung ihrer bisher stark jugendzentrierten Personalpolitik zwingen und sie viel seltener von der Möglichkeit der in Deutschland - im Gegensatz z. Da diese häufiger unter Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, unter Herz-Kreislauf- und psychischen Erkrankungen leiden, wird das betriebliche Gesundheitsmanagement immer wichtiger werden.

Opaschowski glauben, dass Arbeitgeber von der doppelten Erfahrung hoch qualifizierter älterer Mitarbeiter - ihrer Lebens- und Berufserfahrung - profitieren werden. Auch sollten sie deren "kristalline Intelligenz" besser nutzen: Zudem könnten ältere Arbeitnehmer leichter die Wünsche von Senioren erkennen und sie besser beraten. Wenn ältere Mitarbeiter zusammen mit jungen Kollegen Produktions- Teams bilden, könnte dies durchaus zu einem neuen Erfolgsrezept für die deutsche Wirtschaft werden, da jede Seite von den Stärken der anderen profitieren würde.

Beispielsweise haben sich ältere Manager vor allem durch Kurse und das Lesen von Fachtexten weitergebildet und kommunizieren eher verbal, während jüngere Menschen zunehmend das informelle und handlungsorientierte Lernen bevorzugen sowie das Internet und ihr dortiges Netzwerk von Kontakten nutzen.

Auch kommunizieren sie mehr mit Hilfe visueller Informationen. Der Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung am Arbeitsplatz müssen deshalb in Zukunft aus einer Mischung von Veranstaltungen, Trainings, direkter Anleitung, Simulationen, Spielen, Konferenzen, Blogs und schriftlichen Informationen bestehen.

In den kommenden Jahren wird die Arbeitswelt zunehmend "feminisiert" werden: Spätestens im Jahr werden mehr Frauen als Männer erwerbstätig sein. So schrumpft die Zahl der Hausfrauen immer mehr - aber auch die Zeitdauer von geburtenbedingten Berufsunterbrechungen, da Kleinkinder früher und länger in Tagesbetreuung gegeben werden und Grund- Schulen immer häufiger ganztägig sind oder eine Nachmittagsbetreuung anbieten.

Zudem müssen mehr Frauen arbeiten, weil sie alleinstehend sind, weil ein Einkommen allein nicht ausreicht, weil sie bei generell sinkenden Rentenansprüchen eine eigene Altersversorgung aufbauen wollen oder weil sie als Geschiedene bzw.

Alleinerziehende nicht mehr wie früher Unterhalt für sich selbst erhalten. Und immer mehr Frauen wollen arbeiten, weil sie eine gute Berufsausbildung erworben oder ein Studium abgeschlossen haben, weil sie durch ein eigenes Einkommen unabhängig bleiben möchten oder weil sie Selbstverwirklichung und Anerkennung im Beruf suchen. Da junge Frauen inzwischen im Durchschnitt bessere Schul-, Berufs- und Hochschulabschlüsse erwerben als Männer, da sie häufig keine Kinder bekommen derzeit bleibt ein Fünftel aller Frauen kinderlos und da die Familiengründung seltener als früher ein Karrierehindernis ist wegen einer nur kurzen Elternzeit und der Ganztagsbetreuung von Kindern , werden sie zunehmend in Führungspositionen hinein rücken.

Damit werde die Wirtschaft laut dem Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski bis vom "patriarchalischen System" Abschied nehmen. Dann würde ein anderer Führungsstil an Bedeutung gewinnen: Frauen würden pragmatischer denken und effizienter arbeiten, Sitzungen straffer leiten, volatile Investitionen meiden, langfristig planen und besser mit Geld umgehen.

Gleichzeitig werden die Karrierechancen für Männer aufgrund der hohen Qualifikation vieler Frauen geringer werden. Hinzu kommt, dass in der Wissensgesellschaft traditionell männliche Eigenschaften wie körperliche Arbeitskraft, Aggressivität und Risikobereitschaft weniger gefragt sind als eher weibliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz, Informations- und Zeitmanagement.

In Fabriken werden in den kommenden Jahren immer mehr Arbeitsgänge von Robotern übernommen werden. So werden weniger Menschen als Arbeiter tätig sein. Der Dienstleistungssektor wird hingegen an Bedeutung gewinnen, wobei aber auch hier einfache Tätigkeiten zunehmend automatisiert werden.

Jedoch werden in den nächsten 10 bis 20 Jahren Computer keine Aufgaben übernehmen können, die höhere menschliche Fähigkeiten voraussetzen - wie kreatives Denken, Symbolverständnis, Hypothesenbildung, Fantasie, kommunikative Kompetenzen, Empathie, Menschenkenntnis, Führungsfähigkeiten, Verantwortungsbewusstsein usw. Aber schon bis könnten laut dem McKinsey Global Institute ein knappes Viertel und bis die Hälfte aller Arbeitsstunden durch Automatisierung wegfallen.

Zwischen 3 und 12 Millionen Beschäftigte müssten auf neue Stellen wechseln - sofern sie über entsprechende Kompetenzen verfügen bzw. Schon heute liegt das Lebenseinkommen eines Universitätsabsolventen laut einer ifo-Studie um Allerdings müssen hoch qualifizierte Personen auch eine hohe Arbeitsleistung erbringen und stehen zunehmend unter einem enormen Leistungsdruck.

Sie werden häufiger als Selbständige tätig sein, zum Teil mit erfolgsabhängiger Entlohnung. Ferner wird es immer mehr "Schein-Selbständige" geben, die nur für eine Firma arbeiten und entsprechend der erledigten Aufträge bezahlt werden.

Auch die Zahl der Selbständigen, die sich als Crowdworker um kleine Aufträge auf Online-Plattformen bewerben, wird zunehmen. Darunter fallen aber auch die Solo-Selbständigen, deren Anzahl von 1,7 auf 2 Millionen zunahm.

Ihr Einkommen ist oft relativ niedrig: Selbständige ohne Beschäftigte verdienten im Jahr im Mittel nur 1. Niedriger qualifizierte Stellen werden seltener werden, insbesondere wenn die damit verbundenen Aufgaben von Robotern oder anderen Maschinen übernommen werden können.

Laut einer Anfang veröffentlichten Umfrage des IT-Verbands Bitkom unter deutschen Unternehmen könnten bereits in den kommenden fünf Jahren etwa 3,4 Millionen Arbeitsplätze aufgrund von Digitalisierung und Automatisierung wegfallen. Die Gruppe der Festangestellten - mit Kündigungsschutz, Tarifgehalt und Extraleistungen wie Betriebsrente - wird kleiner werden. Immer mehr Arbeitnehmer werden Teilzeitjobs oder befristete Stellen annehmen müssen, zeitweise freiberuflich tätig sein bzw.

Unsichere, kurzzeitige oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, eine Abfolge mehrmonatiger Praktika, Werk- und Zeitarbeitsverträge, Leiharbeit und Zweitjobs werden häufiger werden und zu einer unsicheren Einkommenssituation führen. Dies wird keinesfalls nur für gering qualifizierte Arbeitnehmer gelten, sondern auch für viele Akademiker mit einem "falschen" Hochschulabschluss.

Nachstehende Tabelle zeigt, dass diese Entwicklungen schon seit Jahren den Arbeitsmarkt prägen - derzeit ist ein Fünftel aller Erwerbstätigen atypisch beschäftigt. In den letzten Jahren waren vor allem jüngere Menschen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen betroffen - Frauen etwas häufiger als Männer.

Oft wurden sie eingegangen, als Auszubildende nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wurden. Die unsichere berufliche Situation und das geringe Einkommen erschweren die Lebens- und Familienplanung und sind oft mit einem gewissen Zukunftspessimismus verbunden. Bei zunehmendem Wirtschaftswachstum und abnehmender Zahl junger Menschen dürften aber atypische Beschäftigungsverhältnisse in den kommenden Jahren seltener werden.

Menschen, die wenig verdient haben und häufiger arbeitslos waren, werden im Alter nur geringe Rentenansprüche haben. Viele Schein- Selbständige - insbesondere solche mit einem Einkommen unter 1. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes der Selbständigen legt jeder Zehnte keinen einzigen Cent zurück, ein weiteres Fünftel weniger als 1.

Als Folge drohen im Alter Armut bzw. Abhängigkeit von der Sozialhilfe. Trotz Bevölkerungsrückgang und Fachkräftemangel wird es auch in absehbarer Zeit eine hohe Arbeitslosenquote geben. Unabhängigkeit - danach sehnen sich viele Katalanen. Doch die Zentralregierung in Madrid sträubt sich dagegen, ihnen diesen Wunsch zu erfüllen. Warum lässt aber Spanien die Region nicht einfach los? Sebastian Kisters erklärt, was dagegen spricht. Bei der zweiten Runde der Metall-Tarifverhandlungen, die heute beginnt, geht es auch um die Stunden-Woche auf Zeit.

Denn für viele, die arbeiten, ist es schwierig, nebenbei Kinder zu betreuen oder Eltern zu pflegen. Wie passen Arbeitszeit und Privatleben zusammen? Die Zahl der Menschen, die weltweit an Aids sterben, sinkt. Auch stecken sich immer weniger Menschen mit dem HI-Virus an. Besiegt sind HIV und Aids aber noch lange nicht. Wenn das Tanken mal wieder besonders teuer ist, liegt das auch am Versuch erdöl-exportierender Staaten, den Ölpreis zu stützen.

Sie bringen weniger Öl auf den Markt, um dieses zu höheren Preisen zu verkaufen. Heute entscheidet die Opec, ob es bei dieser Strategie bleibt. Doch der gute Ruf hat inzwischen einige Kratzer. Das Ziel, die Treibhausgase bis um 40 Prozent zu reduzieren, scheint kaum erreichbar.

Nur woran liegt das? Deshalb haben sich viele Staaten verpflichtet, ihre Emissionen zu begrenzen. Ist der Klimawandel noch zu stoppen? Vo n Stephan Lenhardt. Welche Stimme ist bei der Bundestagswahl die entscheidende? Wie wird eine Stimme ungültig? Wer steht zur Wahl? Und was hat es mit den Überhang- und Ausgleichsmandaten auf sich? Nele Pasch beantwortet die wichtigsten Fragen zum Wahlrecht. Ein Wahlkampf ohne Steuerversprechen?

Den kann es anscheinend nicht geben. Auch kommen in allen Wahlprogrammen wieder Steuerentlastungen vor. Doch wer zahlt im Moment eigentlich wie viel - und wie gerecht ist unser Steuersystem? Die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland ist laut Statistik in den vergangenen Jahren nicht weiter auseinander gegangen. Sie hat sich aber auch nicht weiter geschlossen. Martin Schmidt mit Zahlen und Fakten. Ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt: Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche.

Kristin Joachim mit Fakten und Zahlen. Viele Euro-Gegner wollen daher zurück zur "guten alten Mark". Was wären die Folgen, sollte dies wirklich geschehen? Ein Szenario von Sebastian Kisters. Mieten steigen und steigen. Die Mietpreisbremse funktioniert nicht. Bei dieser Diagnose sind sich alle Parteien einig. Völlig uneins sind sie über Konsequenzen: Druck auf Vermieter erhöhen oder Mietpreisbremse abschaffen? Teilzeit, Befristung, Leiharbeit, Mini-Jobs: Dabei boomt die Wirtschaft und laut Statistik gibt es auch immer mehr Jobs.

Doch wie gut geht es Arbeitnehmern eigentlich? Aber ist das genug? Oder ist Deutschland immer noch ein "digitales Entwicklungsland"? Stephan Ebmeyer geht den Fragen nach. Trotzdem hungern viele Menschen im Land und es gibt fast keine Medikamente mehr. Wie aber sind Muslime in Deutschland organisiert?

Gibt es einen zentralen Ansprechpartner? Und was unterscheidet den Islam von den christlichen Kirchen? Nicht nur im Internet verbreiten sich Hetze und Hassbotschaften gegen Juden - das zeigen israelfeindliche Proteste mit brennenden Flaggen oder wüste Beschimpfungen gegen den Gastwirt eines israelischen Lokals in Berlin.

Wie antisemitisch ist Deutschland heute? Doch wie gefährlich ist Plastikmüll, und welche Dimension hat die Verschmutzung mittlerweile erreicht? Aber was sagt die Wissenschaft dazu? Worüber streiten Klimaforscher und -skeptiker? Die Griechen müssten ein Jahr und zehn Monate umsonst arbeiten, um die Schulden des Landes zu begleichen. Und das trotz der Griechenlandhilfen. Warum kommt das Land nicht auf die Beine? Ist der Dieselmotor damit am Ende? Die Bundesregierung zuckt mit den Schultern: Am Exportüberschuss könne sie nichts ändern - deutsche Waren und Güter seien nun einmal spitze.

Doch das satte Handelsplus schafft nicht nur Arbeitsplätze, es hat auch seinen Preis. Zu hohe Feinstaubwerte in Stuttgart und Fahrverbot - das gibt es auch in diesen Tagen wieder. Doch wie gefährlich ist Feinstaub? Husten und Asthma sind zwei Folgen. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Doch was bedeutet das für die deutschen Autofahrer? Und wie viel müssen die ausländischen Nutzer deutscher Autobahnen zahlen? Was soll mit den Einnahmen geschehen? Werden Frauen also beim Verdienst benachteiligt?

Es gibt Gründe, warum Frauen weniger Gehalt bekommen - und es gibt tatsächlich eine Lohnungleichheit. Egal ob man synthetische Fleecekleidung wäscht oder Auto fährt: Es entstehen winzige Plastikteilchen, die ins Wasser gelangen. Das war ein Thema auf dem Treffen des Militärbündnisses. Doch wozu gibt es die NATO? Demian von Osten erklärt, wie das Militärbündnis im Krisenfall agiert und wieso es auch zur Friedenssicherung wichtig ist. Je mehr Stimmen eine Partei erhält, desto mehr Geld kriegt sie vom Staat.

Denn noch sind alle Parteien vor dem Grundgesetz gleich. Selbst die, die genau dieses Grundgesetz ablehnen, erläutert Stephan Lenhardt. Viele Experten spielen seit langem die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens durch.

Jeder bekommt gleich viel, zum Beispiel knapp Euro - aber ohne dafür zu arbeiten. Kann das wirklich funktionieren? Marokko, Algerien, Tunesien - die Bundesregierung will die drei Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer einstufen. Und welche Folgen hätte diese Einstufung für Asylbewerber aus diesen Ländern?

Alexander Westermann liefert Antworten. Die Bundesagentur für Arbeit legt jeden Monat ihre Statistik zum Arbeitsmarkt vor - allerdings tauchen viele Menschen in den Zahlen gar nicht auf, obwohl sie ohne Job sind.

Wie viele Arbeitslose gibt es also tatsächlich? Sich eine eigene Meinung bilden kann nur, wer vorher verschiedene Meinungen gehört hat - und das geht nur mit einer freien Presse. Selbstverständlich ist das in vielen Ländern nicht. Demian von Osten erklärt die Gründe.