Sierra Leone


Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist die Landwirtschaft die Existenzgrundlage.

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Ein schwacher Anstieg wird für die Folgejahre erwartet, aber besonders der Bedarf an Erdgas wird steigen. Erdöltransportwege wie Nord Stream oder die Erdölleitung Freundschaft und deren Bewirtschaftung können Gegenstand zwischenstaatlicher Energiestreitigkeiten , aber auch Basis von weitreichenden Wirtschaftsentwicklungen sein. Die Ölpreise sind wichtige Indikatoren für die Wirtschaftsentwicklung. Unter dem Stichwort Globales Ölfördermaximum wird eine Erschöpfung der weltweiten wirtschaftlich ausbeutbaren Vorräte diskutiert.

Marion King Hubbert sagte in den er-Jahren den Höhepunkt der amerikanischen Erdölförderung korrekt für das Jahr voraus. Dieser Ausdruck deutet darauf hin, dass das Erdöl schon früh zu Beleuchtungszwecken diente. Dies ist die erste nachweisbare staatliche Regulierung von Erdöl. Das Wort Petroleum ist seit dem Angelehnt an Petroleum wurde Erdöl im Deutschen anfangs auch Berg- oder Steinöl genannt, bevor sich die heutige Bezeichnung im Erdöl ist bereits seit einigen Tausend Jahren bekannt.

Dort wandelt sich das normalerweise relativ dünnflüssige Öl durch die Reaktion mit Sauerstoff und den Verlust leicht flüchtiger Bestandteile in eine teerartige Substanz, sogenanntes Bitumen oder Asphalt , um. Diese Substanz war schon vor Die Menschen nutzten sie unter anderem im Schiffbau zum Kalfatern: Gesner in den USA erteilt wurde. Die Herstellung von Petroleum als Leuchtmittel blieb bis zum Aufstreben der Automobilindustrie in den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts der Hauptzweck der Erdölförderung.

Heute ist Erdöl einer der wichtigsten Rohstoffe der Industriegesellschaft. Es ist der bedeutendste Energieträger, insbesondere als Rohstoff für die Herstellung von Treibstoffen , sowie Ausgangsstoff für zahlreiche Produkte der chemischen Industrie, wie Düngemittel, Kunststoffe, Lacke und Farben oder auch Medikamente. Als Folge von Gesners Entdeckung begann in der zweiten Hälfte des Man wusste zwar bereits, dass bei einigen Tiefbohrungen nach Sole für die Salzgewinnung Erdöl in die Bohrlöcher eingesickert war, aber gezielt nach Erdöl gebohrt hatte bis dahin noch niemand.

In Wietze befindet sich heute das Deutsche Erdölmuseum. Weltberühmt wurde die Ölbohrung, die Edwin L. Drake bohrte im Auftrag des amerikanischen Industriellen George H. Daher gelten der August und Titusville als die historisch bedeutenderen Daten bzw. Wichtig ist hierbei, dass das Wasser nahe dem Meeresboden ruhig ist und sich nur sehr selten mit Wasser aus geringeren Meerestiefen mischt.

Dadurch können sich in der betreffenden Meeresbodenregion leicht sauerstoffarme oder -freie Bedingungen einstellen. Diese verhindern die vollständige Zersetzung der Algenbiomasse — ein Faulschlamm entsteht.

So bilden sich über einige Jahrmillionen hinweg mächtige Sedimentfolgen mit hohem Anteil an organischem Material. Im Laufe weiterer Jahrmillionen werden die biomassereichen Abfolgen, durch Überdeckung mit weiteren Sedimenten und der kontinuierlichen Absenkung der Sedimentstapel in etwas tiefere Bereiche der oberen Erdkruste Subsidenz , erhöhten Drücken und erhöhten Temperaturen ausgesetzt. Das meiste heute geförderte Erdöl ist stattdessen aus dem immer noch relativ lipidreichen Kerogentyp II Exinit hervorgegangen, der typisch für marine Ablagerungsräume ist.

Es entsteht zwar weiter Gas, aber kein Öl mehr, sondern ein fester Kohlenstoffrückstand. Bei der natürlichen Niedrigtemperatur-Reifung der Kerogene zu Kohlenwasserstoffen fungieren offenbar zudem die Tonminerale im Sediment als Katalysatoren. Dies entspricht im Regelfall einer Versenkungstiefe von bis Metern. Somit ist aus dem einstigen biomassereichen Sediment ein kohlenwasserstoffführender Tonstein oder, im Fall dass ein relativ hoher Anteil des Planktons aus Kalkalgen bestand, ein kohlenwasserstoffführender Mergel oder Mergelkalkstein geworden.

Solche feinkörnigen Gesteine, deren Kohlenwasserstoffgehalt auf einen ursprünglich hohen Gehalt an Biomasse zurückgeht, werden als Erdölmuttergesteine engl.: Die meisten Erdölmuttergesteine entstammen dem Zeitraum von bis Millionen Jahren vor heute Unterdevon bis Unterkreide. Letztgenannte werden als unkonventionelle Lagerstätten bezeichnet, weil die Ölförderung aus diesen Gesteinen mit althergebrachten konventionellen Methoden nicht rentabel ist.

Ab dem Austritt der Kohlenwasserstoffe in das Nebengestein, auch als primäre Migration bezeichnet, spricht man traditionell von Erdöl bzw. Innerhalb des Porenraumes des Nebengesteins wandern Öl und Gas dann aufgrund ihrer relativ geringen Dichte in Richtung der Erdoberfläche. Grundwasserströme sorgen hierbei auch für einen seitlichen lateralen Transport. Öl und Gas können auf ihrem Weg nach oben auf undurchlässige, weil geringporöse, Gesteinsschichten treffen.

Sind diese Teil einer geologischen Struktur, die aufgrund ihrer Form eine weitere Wanderung auch in seitlicher Richtung verhindert, reichern sich Öl und Gas unterhalb dieser abdichtenden Gesteinsschicht an. Die entsprechende Struktur wird als geologische Falle bezeichnet. Solche Fallen entstehen beispielsweise durch den Aufstieg von Salzstöcken. In den höchsten Bereichen der Lagerstätte befindet sich aufgrund der geringsten Dichte das Gas. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Gaskappe.

Unterhalb des ölgesättigten Bereiches der Lagerstätte wird der Porenraum des Speichergesteins von dem Grundwasser gefüllt, das ohnehin im Porenraum von Sedimentgesteinen stets vorhanden ist, und das von Öl und Gas aus dem Bereich der Lagerstätte verdrängt worden ist.

Ein geringer Wasseranteil ist jedoch auch im öl- und gasgesättigten Bereich der Lagerstätte noch vorhanden. Dieses wird als Lagerstättenwasser bezeichnet. Da das geringporöse Deckgestein engl.: Im Fall, dass Erdöl durch diese so genannte tertiäre Migration an oder bis dicht unter die Erdoberfläche gelangt, entstehen Ölsande sowie Asphalt - bzw.

Bei untermeerischen Gasaustritten kann sich bei geeigneten Bedingungen an diesen Stellen im Meeresboden Methanhydrat bilden. Nach Bildung einer Lagerstätte in einer Fallenstruktur kann das darin enthaltene Erdöl, z. Dabei wird das Öl in Gas vorwiegend Methan und Bitumen überführt. Alternative Hypothesen zur Entstehung von förderwürdigen Erdgas- und Erdölvorkommen verneinen, dass diese in geologischen Zeiträumen aus sedimentärer Biomasse hervorgegangen sind.

Die deshalb auch unter der Bezeichnung abiotische oder abiogenetische Hypothesen zusammengefassten Ansätze gehen überdies davon aus, dass es sich bei Erdöl und Erdgas nicht um fossile Energieträger handelt, sondern um juvenile und regenerative Energieträger. Frühe moderne abiogenetische Thesen wurden im Während Mendelejew annahm, dass das Erdinnere aus Eisencarbid bestehe, das mit Grundwasser zu Kohlenwasserstoffen reagiere, postulierten Humboldt und Gay-Lussac, dass Kohlenwasserstoffe aus vulkanischen Quellen stammten.

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts lassen sich zwei Schulen unterscheiden: Beiden Schulen gemein ist, dass sie den Ursprung der Kohlenwasserstoffe im oberen Erdmantel verorteten, von wo aus diese entlang tiefreichender Störungen , wie sie beispielsweise in Grabenbrüchen auftreten, in die oberen Bereiche der Erdkruste einwanderten.

Hinzu kam, dass aus der Präsenz organischer Verbindungen in Chondriten und dem Nachweis geringer Mengen von kurzkettigen n-Alkanen Methan, Ethan, Propan, Butan in ultramafischen Gesteinen geschlossen wurde, dass im Erdinneren ein stark reduzierendes chemisches Milieu herrsche, das die Bildung von Kohlenwasserstoffen generell erlaube. Jahrhunderts wurde von der nächsten Generation der Verfechter der russisch-ukrainischen Hypothese Jack F.

Kenney, Wladimir Kutscherow zudem ins Feld geführt, dass einerseits die Umwandlung von Methan in längerkettige n-Alkane nach den Gesetzen der Thermodynamik nur unter den Druck- und Temperaturbedingungen des oberen Mantels günstig sei, andererseits die Umwandlung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen, wie Kohlenhydrate , die Hauptbestandteile pflanzlicher Biomasse, in längerkettige n-Alkane nach den Gesetzen der Thermodynamik generell ungünstig sei.

Einer Arbeitsgruppe um Kutscherow gelang zudem der experimentelle Nachweis, dass Methan unter den Druck- und Temperaturbedingungen des oberen Mantels teilweise zumindest in kurzkettige höhere n-Alkane überführt wird. Das vermutlich wichtigste Argument gegen die abiogenetischen Thesen ist, dass der obere Mantel sehr wahrscheinlich kein reduzierendes, sondern ein schwach oxydierendes chemisches Milieu aufweist. Das Mengenverhältnis der verschiedenen Kohlenstoffverbindungen in Fluideinschlüssen in Mantelgesteinen zeigt, dass Kohlenstoff im oberen Mantel, wenn nicht in Reinform als Diamant , dann weit überwiegend in Form von Kohlendioxid bzw.

Karbonat vorliegt, und dass er auch in dieser Form in die obere Kruste und an die Erdoberfläche gelangt. Überdies erfolgt der Transport des Kohlendioxids nicht als reines Gas bzw.

Fluid, sondern stets gelöst in aufdringendem Magma. Die Präsenz wirtschaftlich förderbarer Kohlenwasserstoffvorkommen in Kristallingesteinen lässt sich mit modernen, erst in den er Jahren entwickelten Modellen zur Migration von Fluiden in Krustengesteinen erklären. Hierbei spielt die Permeabilität der Kristallingesteine eine entscheidende Rolle. Ausreichend geklüftetes, relativ oberflächennah liegendes Kristallin im Randbereich eines Sedimentbeckens kann demnach sehr wohl als Speichergestein geeignet sein für biogenetisch entstandene Kohlenwasserstoffe, die aus tief versenkten Muttergesteinen in zentraleren Beckenbereichen stammen.

Auch besagt die biogenetische Hypothese, dass sich Erdöl und Erdgas nicht aus frischer, sondern aus bereits teilweise biotisch, teilweise diagenetisch veränderter Biomasse bilden, sogenannten Kerogenen. Insbesondere in diagenetisch veränderten, ursprünglich biomassereichen marinen Sedimenten , den wahrscheinlichsten Kandidaten für Erdölmuttergesteine, ist das Verhältnis von Sauerstoff zu Kohlenstoff wesentlich kleiner als das Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff, sodass in diesen Sedimenten durchaus thermodynamisch günstige Bedingungen für die Entstehung von Kohlenwasserstoffen herrschen.

Nicht zuletzt sprechen auch Isotopenverhältnisse für die biogenetische These. Die von Kenney, Kutscherow und einigen wenigen weiteren Wissenschaftlern vertretene Ansicht, dass Erdöl- und Erdgaslagerstätten primär das Resultat der vertikalen Migration dynamic fluid injection juveniler Kohlenwasserstoffe aus dem Erdmantel in die obere Kruste seien, und den daraus folgenden Schluss, dass Erdöl und Erdgas keine endlichen Ressourcen seien, dass sich weitgehend ausgeförderte Lagerstätten sogar wieder auffüllten, entbehrt somit einer seriösen wissenschaftlichen Grundlage.

Grundlage für die Erdölsuche ist genaues Kartenmaterial. In bestimmten Gebieten z. Iran kann man Lagerformationen bereits an der Erdoberfläche mittels Luftbildkartierung erkennen. In Gebieten mit mächtiger Überdeckung der tieferen Schichten durch junge Formationen oder im Offshore-Bereich genügt dies nicht. Auch lassen sich aus Luftfotos alleine keine genauen Gesteinstypen oder deren Alter bestimmen.

Interessant sind Stellen, an welchen für darunterliegende Erdölvorkommen typisches Gestein an die Erdoberfläche tritt. Dort werden kleine Gesteinsstücke abgeschlagen und mit einer Lupe bestimmt. Die gezielte Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen bezeichnet man als geophysikalische Prospektion. Das sichere Aufspüren im Untergrund verborgener Strukturen, in denen sich Öl und oder Erdgas angesammelt haben können, ist in den letzten Jahrzehnten zur wichtigsten Voraussetzung einer erfolgreichen Suche nach Kohlenwasserstoffen Sammelbegriff für Erdöl und Erdgas geworden.

So tritt aus seicht liegenden Lagerstätten ständig Erdöl in geringen Mengen aus. Ein Beispiel dafür ist die seit dem Jahrhundert bekannte, aber mittlerweile versiegte St. Die Suche nach tief liegenden Ölvorkommen erfolgte früher durch eine eingehende Analyse der geologischen Verhältnisse eines Landstrichs. In der Folge wurden dann an ausgewählten Orten Probebohrungen niedergebracht, von denen ca.

Am Beginn der Erkundung steht das Auffinden von Sedimentbecken. Das geschieht häufig durch gravimetrische oder geomagnetische Messungen. Im nächsten Schritt kommt die Reflexionsseismik zum Einsatz. Dabei werden an der Erdoberfläche akustische Wellen erzeugt, die an den unterschiedlichen Bodenschichten reflektiert werden.

Je nach Einsatz an Land oder im Wasser werden unterschiedliche Verfahren verwendet. In der marinen Seismik werden die seismischen Wellen mit Airguns erzeugt. Die Aufzeichnung der Wellen erfolgt mit Hydrophonen , die entweder am Meeresboden ausgelegt oder hinter einem Schiff an der Meeresoberfläche im Schlepp gezogen werden.

Aus den Laufzeiten und Charakteristiken der reflektierten Signale lassen sich Schichtenprofile errechnen. In der frühen Phase der Prospektion werden 2-D-Messungen durchgeführt, in deren Ergebnis man Schichtenprofile entlang von sich kreuzenden Messlinien erhält.

Basierend auf den seismischen Daten werden nun auch erste Erkundungsbohrungen getätigt. Im nächsten Schritt werden in ausgewählten Gebieten seismisch 3-D-Messungen durchgeführt. Hierbei werden die Punkte zum Erzeugen und Messen seismischer Wellen so ausgelegt, dass man ein dreidimensionales Bild der Gesteinsschichten erhält.

In Kombination mit bohrlochgeophysikalischen Messdaten kann nun ein quantitatives Modell der Erdöl- oder Erdgasreserven sowie ein Plan für weitere Bohrungen und zur Förderung erstellt werden. Befindet sich eine Erdöllagerstätte nahe der Erdoberfläche, so kann das darin enthaltene, zu Bitumen verarmte Öl im Tagebau gewonnen werden. Aus tieferen Lagerstätten wird Erdöl durch Sonden gefördert, die durch Bohrungen bis zur Lagerstätte eingebracht werden.

September als Präsident vereidigt. Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Staatspräsident, der auf 5 Jahre direkt gewählt wird. Falls er im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von 55 Prozent verfehlt, ist ein zweiter Wahlgang mit Stichwahl erforderlich.

Das Parlament von Sierra Leone besteht aus einer Kammer und hat Sitze, von denen Abgeordnete gleichzeitig mit dem Präsidenten alle 5 Jahre direkt gewählt werden und 12 für Stammeshäuptlinge die sogenannten Paramount Chiefs reserviert werden.

In ländlichen Gebieten mit muslimischer Mehrheit gilt teilweise auf lokaler Ebene noch die Scharia. Gleichgeschlechtliche Liebe und gleichgeschlechtlicher Geschlechtsverkehr werden strafrechtlich verfolgt. Die Richter für die drei höchsten Gerichte werden vom Präsidenten ernannt, müssen aber vom Parlament bestätigt werden. Die Gerichte der Chiefdoms sind mit Laienrichtern besetzt.

Der Mangel an Richtern führt immer wieder zur Ausübung von Selbstjustiz. Allerdings kommt dort Korruption häufig vor. Die Sicherheitslage nach den Kommunalwahlen in Sierra Leone wird von Amnesty International als stabil beschrieben und auch gibt es Erfolge bei der Bekämpfung der Korruption im Lande zu verzeichnen.

Bei gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den politischen Gruppen kommt es jedoch immer wieder zu schweren sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International von gibt es in Sierra Leone nach wie vor sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen.

Gefährliche traditionelle Praktiken wie die weibliche Genitalverstümmelung finden weiter Anwendung. Obwohl sich einige traditionelle Führungspersönlichkeiten für die Abschaffung der Genitalverstümmelung bei Frauen aussprachen, ist sie weiterhin noch sehr weit verbreitet.

Homosexuelle werden in Sierra Leone verfolgt, gedemütigt und mit Haftstrafen bis zu lebenslanger Dauer bestraft siehe Homosexualität in Sierra Leone. Sie wurde in erster Linie gegründet, um Entwicklungsprojekte durchzuführen und die regionale wirtschaftlichen Integration zwischen den vier Ländern zu fördern. Die Bundesrepublik Deutschland hat Sierra Leone unmittelbar nach Erlangung seiner Unabhängigkeit völkerrechtlich anerkannt und eine Botschaft in Freetown eröffnet.

Die Flagge besteht aus horizontalen Streifen: Der Löwe ist das Wappentier Sierra Leones. Oben auf dem Schild sind drei Fackeln zu sehen, die die Freiheit symbolisieren. Die zwei Löwen, die als Schildhalter fungieren, halten einen Ölpalmbaum mit vier Früchten in ihren Händen. Die Provinzen sind wiederum in insgesamt 16 Distrikte bis Mitte 14 und diese in bis Mitte Kommunalvolksgebiete Chiefdoms aufgeteilt. Die Chiefdoms besitzen eigene Zuständigkeiten hinsichtlich Polizeigewalt und Rechtsprechung.

Nur 2, Millionen Menschen, etwa ein Drittel der Bevölkerung, sind erwerbstätig. Die Währung in Sierra Leone ist der Leone. Diese gibt Münzen zu und Leones und Banknoten zu , , , und Die Nutzung von Kreditkarten ist begrenzt, auch wenn sie in einigen Hotels und Restaurants verwendet wird. Die Arbeitslosigkeit betrug 8,6 Prozent. Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist die Landwirtschaft die Existenzgrundlage.

Man wendet dabei Brandrodung und Wanderhackbau an. Allerdings werden nur etwa 6 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Hauptsächlich wird dabei Reis , Hirse und Maniok produziert, meist für den Eigenbedarf. Für den Export sind Kaffee , Palmkerne und Kakao bestimmt. Der Fischfang nimmt wegen der noch fischreichen Küste ebenfalls eine wichtige Rolle in Sierra Leone ein. Der Fisch, vor allem Hering und Thunfisch , wird frisch oder getrocknet, beziehungsweise geräuchert, verkauft.

Knapp 1,3 Millionen Hektar wurden für die Landwirtschaft genutzt Stand Mit dem Beginn der Rebellenübergriffe aus Liberia im Jahre kam die formelle Diamantenförderung praktisch zum Stillstand. Eisenerz wird seit wegen mangelnder Auslandsnachfrage nicht mehr gefördert. Der Export von Gold und Diamanten wird durch die hohe Schmuggeltätigkeit sehr stark beschränkt.

Exporte von mineralischen Rohstoffen machten etwa 80 Prozent der Ausfuhren aus. Offiziell wurden jedoch Verkäufe im Wert von nur 5 Mio. Der illegale Export wird auf nur noch etwa 2 Prozent dieses Wertes geschätzt. Weiterhin wird wieder verstärkt Rutil und Gold exportiert. Bei Ölbohrungen vor der Küste von Sierra Leone wurde ein sehr viel versprechendes neues Ölfeld entdeckt. Der Staatshaushalt umfasste im Jahr Ausgaben von umgerechnet Mio. US-Dollar , dem standen Einnahmen von umgerechnet Mio.

In Sierra Leone besteht Rechtsverkehr. Aufgrund minderwertiger Sicherheitsstandards stehen die Fluggesellschaften aus Sierra Leone in der Liste der Luftfahrtunternehmen, denen der Betrieb in der EU untersagt ist. Der öffentliche Schienenverkehr in Sierra Leone wurde eingestellt und beschränkt sich derweil auf ein privates Schienennetz von Kilometer Länge. Die Energie stammt zur Gänze aus Wärmekraftwerken. Die Regierung sucht momentan Möglichkeiten, die Infrastruktur mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft wieder aufzubauen; [88] eine durchgängige öffentliche Stromversorgung ist, nach jahrelanger Elektrizitätskrise, erst seit Weihnachten offiziell in Freetown sichergestellt, wird jedoch praktisch maximal 4 Stunden am Tag zur Verfügung gestellt.

Bis Ende soll etwa ein Viertel des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Solarenergie, stammen. In den er Jahren wurde ein fast landesweites Fernsehnetz durch die europäische Entwicklungshilfe aufgebaut.

Das Studio hierfür befand sich in Freetown, die Verteilung erfolgte über Relaisstellen. Das Fernsehnetz konnte sich jedoch nicht lange halten und wurde bereits wenige Jahre darauf wieder abgeschaltet.

Ein weiteres wichtiges Medium, das sowohl in den Städten als auch in den Dörfern eine essentielle Rolle spielt, ist das Radio, welches speziell nach dem Bürgerkrieg an Bedeutung gewann. Sie ist eine Mischung aus traditionellen und hybriden afrikanischen und westlichen Stilen. Es gibt eine reiche Tradition an Gedichten und Erzählungen, die meisten sind in lokalen Sprachen oder Krio geschrieben.

In Bars sind immer wieder Auftritte von bekannten Musikern zu sehen. So wurden in den Jahren nach dem Krieg in den Radios überwiegend sierra-leonische Musik gespielt. Mittlerweile wird wieder mehr internationale Popmusik gespielt, was auch auf die neuen sierra-leonischen Copyright -Gesetze zurückzuführen ist.

Es gibt sehr viele Theatergruppen im ganzen Land verteilt. Neben Unterhaltung und traditionellen Inhalten beschäftigen sich die Texte auch mit der Vermittlung von Wissen, Gesundheitsaufklärung und mit der Friedenssicherung. Besonders bekannt sind die Freetong Players.

Reis ist das Grundnahrungsmittel in Sierra Leone und wird dort praktisch jeden Tag gegessen. Eintöpfe sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil und werden auch als Nationalgericht bezeichnet. Alternativ können in den Eintopf Cassava -Blätter, [] die zunächst gewaschen und vor dem Kochen fein zerkleinert werden, hineingetan werden. Um dem Ganzen einen exquisiten Geschmack zu verleihen, wird Kokosöl anstelle von Palmöl verwendet.

Ingwerbier ist in Sierra Leone ein typisches Getränk. Gelegentlich werden Nelken oder Limetten für den Geschmack hinzugefügt. Die Gesamttruppenstärke beläuft sich auf etwa Helena, Ascension und Tristan da Cunha. International nicht anerkannte Mitglieder: Demokratische Arabische Republik Sahara.

Liste der Städte in Sierra Leone. Unwetter in Sierra Leone Wildtierbestand in Sierra Leone. Volksgruppen in Sierra Leone. Religion in Sierra Leone. Bürgerkrieg in Sierra Leone.

Feiertage in Sierra Leone. Liste der Häfen in Sierra Leone. Liste der Nationalen Monumente Sierra Leones. Liste der höchsten Bauwerke in Sierra Leone. Liste der Stadien in Sierra Leone. Sierra Leone Armed Forces. Sierra Leone State House, Ankenbauer , S. Statistics Sierra Leone, , S. Population Division, United Nations, abgerufen am Land Tenure in Sierra Leone: Juli amerikanisches Englisch. UN, abgerufen am Archiviert vom Original am Education in Sierra Leone: Present Challenges, Future Opportunities.

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