Theorie und Empirie unvollständiger Arbeitsverträge


Kritiker dieser Theorie sehen dabei einen wichtigen Aspekt vernachlässigt. In diesem perfekten Markt herrscht nur freiwillige bzw. Durch Zahlung höherer Löhne ex-ante erwartet der Arbeitgeber, dass dieser Vertrauensvorschuss mit erhöhter Arbeitsanstrengung belohnt wird. Fragen mehr offen lässt und unter der Annahme des homo oeconomicus somit die first-.

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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Betrachtung klassischer sowie neuerer Ansätze zur Überwindung von Ineffizienzen, die aus unvollständigen Arbeitsverträgen resultieren. Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie geht von einem kompetitiven Umfeld aus, bei dem Arbeitsangebot und -nachfrage und somit Lohn und Beschäftigung langfristig zu einem stabilen, markträumenden Gleichgewicht finden. Jeder Arbeitnehmer, der bereit ist zu den vorherrschenden Konditionen Arbeit anzubieten, wird eine Beschäftigung finden.

Langfristig tendiert der Markt zur Vollbeschäftigung. Die unfreiwillige Arbeitslosigkeit wird nach dieser Theorie durch Staatseingriffe, hohem Gewerkschaftsgrad und Branchenumstrukturierungen bedingt.

Kritiker dieser Theorie sehen dabei einen wichtigen Aspekt vernachlässigt. Verträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind meist in hohem Grade unvollständig. Sie regeln die Entlohnung, Sozialleistungen, Arbeitszeit u. Der eigentliche Anlass für das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages, nämlich die Leistung des Arbeitnehmers, wird meist nur sehr ungenau spezifiziert. Der Arbeitnehmer hat innerhalb dieser Vertragsschranken häufig einen hohen diskretionären Entscheidungsspielraum. Hieraus ergibt sich unmittelbar die Prinzipal-Agenten-Problematik.

Der Arbeiter hat die Möglichkeit, seinen Freiraum sowohl zur Steigerung des Leistungsniveaus wie auch zur Bummelei zu nutzen. Zudem sind die Leistungen des Arbeitnehmers zwar häufig für beide Parteien beobachtbar, aber weder vertraglich bestimmbar noch gegenüber einer dritten Partei verifizierbar. Der Arbeitgeber versucht diese Unsicherheit der Leistungsimplementierung mit den ihm zur Verfügung stehenden, geeigneten Instrumenten zu überwinden.

Unter der Annahme dieses Menschentypen wurden diverse Modelle entwickelt, die anhand von Effizienzlöhnen den Arbeitnehmer zu einer effizienten Leistungserbringung disziplinieren sollen. In den letzten zwei Jahrzehnten kündigte sich in den Wirtschaftswissenschaften durch die Berücksichtung eines neuen Menschentyps ein Paradigmenwechsel an. Durch Zahlung höherer Löhne ex-ante erwartet der Arbeitgeber, dass dieser Vertrauensvorschuss mit erhöhter Arbeitsanstrengung belohnt wird.

Diese psychologischen Erwägungen sind unter dem homo oeconomicus irrelevant. Zahlreiche experimentelle Studien ergaben, dass die Annahme des rein egoistischen Menschenbildes in bilateralen Arbeitsbeziehungen oftmals nicht zutreffend ist bzw. Die Intention dieser Arbeit ist die Analyse, ob Instrumente, welche sich unter egoistischen Individuen theoretisch als effizient erweisen, bei der Modifikation des Menschenbildes weniger effizient oder sogar kontraproduktiv wirken können.

Dies könnte einen entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung des Arbeitsvertrages sowie auf weitere Komponenten der Vertragsbeziehung, wie etwa dem Lohnfindungsprozess, haben. Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit der individuellen Vertragsgestaltung.

Kollektive Verträge werden dabei nicht berücksichtigt. Im folgenden Kapitel werden die wesentlichen Vor- und Nachteile einer Unternehmensökonomie im Vergleich zu der Marktökonomie gegeneinander abgewogen. Dies soll dem Leser verdeutlichen, warum es effizienter sein kann, Transaktionen in einem Unternehmen anstatt am Markt zu vollziehen. Darauf aufbauend folgt in diesem Kapitel die ökonomische und rechtliche Begründung von Arbeitsverträgen innerhalb von Unternehmen.

Die von der klassischen Theorie propagierten Ineffizienzen, die sich aus der Existenz unvollständiger Arbeitsverträge ergeben, sind — wie im vierten Kapitel analysiert wird — stark von den Präferenzannahmen abhängig. Es wird theoretisch und empirisch gezeigt, dass sowohl die Wahl als auch die Wirkung der Instrumente stark von dem unterstellten Menschenbild abhängig sind.

Je realistischer das Verhalten der Individuen modelliert wird, desto wirkungsvollere Prognosen können getroffen werden. Dabei wird insbesondere auf die Durchsetzbarkeit der gewünschten Leistungen, das Investitionsverhalten und die Vertragsgestaltung eingegangen. Die neoklassische Theorie friktionsloser Märkte geht u.

Sie beschreibt, welche Ziele Unternehmen verfolgen und wie technische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind. Hingegen wird der Nutzen eines Unternehmens, wie in diesem Kapitel beschrieben wird, durch diese Theorie nicht erläutert. Offensichtliche Ineffizienzen in einem Unternehmen können durch diese Theorie ebenso wenig erklärt werden, wie ähnliche Probleme bspw.

Grundsätzlich kann die Theorie unter den gemachten Annahmen keine Begründung für die Existenz von Unternehmen und Arbeitsverträgen liefern, da ebenso alle Transaktionen auf dem Markt vollzogen werden könnten. In den 60er Jahren begannen die ersten Ökonomen Erklärungen für Marktineffizienzen aufgrund von Informationsproblemen zu suchen.

Informationen der Wirtschaftssubjekte gelten in der Informationsökonomik häufig als unvollständig und asymmetrisch verteilt. Durch die Organisation und Produktion von Gütern in Unternehmen können viele Ineffizienzen verursacht werden, die sich bspw. Im Gegensatz zum Unternehmen benötigt der Markt keine Person oder Institution, die das Marktgeschehen kontrolliert und bei Bedarf eingreift. Der Markt gilt als selbst regulierend. Von daher ist die Frage berechtigt, ob nicht der Markt ein effizienteres und die Wohlfahrt steigerndes Ergebnis liefern könnte, als es in Unternehmen möglich ist.

Coase hat bereits zur Beantwortung dieser Frage einen Artikel veröffentlicht, wofür er u. Er gilt als geistiger Vater der neuen Institutionenökonomik. Ein Unternehmen wird oftmals als eine Ökonomie an sich verstanden.

Daher liegt es nahe, diese Ökonomie mit der Marktökonomie zu vergleichen. Hierzu werden von Coase sechs Unterschiede hervorgehoben: Die Anzahl der Inputfaktoren, wie Arbeit und Rohstoffe, verändern sich nicht oder zumindest kurzfristig nicht aufgrund von Preisänderungen.

Eine freiberuflich agierende Person kann ihre Leistung zu den am Markt bestmöglichen Konditionen anbieten. Ein abhängiger Arbeitnehmer hingegen produziert seine Leistung für den Arbeitgeber zu den im Vertrag festgelegten Konditionen. Für ein Unternehmen ist es charakteristisch, dass der Preismechanismus ausgeschaltet ist und Transaktionen über hierarchische Anordnungen koordiniert werden. Dementsprechend wird die Lenkungsfunktion in einem Unternehmen durch den Arbeitgeber übernommen. Eine Produktion über einen dezentralen Preismechanismus zu steuern, ist mit erheblichen Transaktionskosten verbunden.

Zum einen müsste für jede Transaktion am Markt ein Preisvergleich angestrebt werden, um kostengünstiger als die Wettbewerber produzieren zu können und zudem wäre für jede Transaktion ein weiterer Vertrag notwendig. Man stelle sich vor, es würden zur Herstellung eines Gutes N Personen benötigt.

Auf dem Markt wäre zwischen jeder Person ein Vertrag notwendig, um letztendlich das Gut herstellen zu können. Demnach wären also Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Verträge nötig.

Diese Verträge stellen gleichzeitig für den Unternehmer die Schranken der Produktion dar, in deren der Arbeitgeber selbst die Produktion leiten kann. Ein Unternehmen wird daher auch als eine Ansammlung von vertraglichen Verhältnissen unter Einzelpersonen verstanden.

Eine besondere Vertragsform stellt im Unternehmen der Beschäftigungsvertrag dar. Durch ihn werden beiderseitige Rechte und Pflichten gesetzt. Der Arbeitnehmer hat innerhalb der durch den Vertrag festgelegten Schranken, seine ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Am Markt hat ein Anbieter einer Leistung weitaus mehr Freiheiten und kann selbst über die Vorgehensweise in der Herstellung entscheiden.

In Anbetracht der typischerweise unterstellten Risikoaversion von Arbeitnehmern führt ein Arbeitsvertrag, der über mehrere Perioden abgeschlossen werden kann, zu einer Pareto-Verbesserung. Dem Arbeitnehmer werden durch den Vertrag über mehrere Perioden Einkommen zugesichert und der Arbeitgeber kann eine höhere Kontrolle über den Inputfaktor Arbeit erlangen. Demnach wird hierdurch eine beiderseitige Risikoreduktion erlangt.

Transaktionen innerhalb einer Firma oder am Markt werden unterschiedlich durch Regeln des Staates behandelt. Coase führt dabei das Beispiel von Verkaufssteuern [9] an, die bei Transaktionen am Markt aber nicht im Unternehmen anfallen.

Diese Kosten können durch die Produktion im Unternehmen umgangen werden. Ein Unternehmen wird solange expandieren bis die Grenzkosten einer zusätzlichen Transaktion im Unternehmen den Grenzkosten der Transaktion am Markt entsprechen. Steigende Transaktionen innerhalb eines Unternehmens sind mit zunehmenden Kosten verbunden und ab einer bestimmten Menge kann es kostengünstiger sein, weitere Produktionen durch den Markt vorzunehmen. Werden zu viele Transaktionen in einem Unternehmen vorgenommen, kann dies zu einer ineffizienten Ressourcenallokation durch den Arbeitgeber führen.

Des Weiteren besteht die Gefahr, dass spezialisierte Unternehmen das Produkt kostengünstiger herstellen können. Im Gegensatz zu der Prämisse vieler volkswirtschaftlicher Modelle, dass Information, Kommunikation und Koordination kostenlos seien, ging Coase von der Existenz derartiger Informations- und Koordinationskosten aus. Diese Kosten der Vereinbarung und der Verwirklichung einer arbeitsteiligen Leistung bezeichnet er als Transaktionskosten.

Die Frage, ob nun Transaktionen über den Markt oder über das Unternehmen getätigt werden sollen, ist abhängig von den Alternativkosten. Solange sich die Transaktionen innerhalb des Unternehmens zu geringeren Kosten organisieren lassen, als wenn dieselben über den Markt abgewickelt werden, treten Unternehmen an die Stelle des Marktes.

Einen weiteren komplementären Erklärungsansatz liefert die Theorie der Verfügungsrechte. In jener wird unterstellt, dass Unternehmen sich dort bilden, wo Verträge nur unvollständig abgeschlossen werden können und demnach die Allokation der Verfügungsrechte ein entscheidendes Kriterium ist.

Eigentum ist eine Art von Macht, wenn Verträge unvollständig sind, da nicht geregelte Eigentumsverhältnisse die Möglichkeit zu opportunistischem Verhalten eröffnen. Ferner wird das Unternehmen als ein soziales Gebilde heterogener Agenten verstanden, mit deren Hilfe die subjektiven Ziele und Interessen — in der Regel einkommens- bzw.

Daher wird ein Unternehmen auch als sog. Durch die Integration des Faktors Arbeit in einem Unternehmen kann das Verhalten der Arbeitnehmer leichter gesteuert und die Leistung besser durchgesetzt werden. Die Preise für den Faktor Arbeit können genauer vorhergesehen und bestimmt werden und zudem kann ein Unternehmen bilaterale Verhältnisse aufgrund der gegenseitigen Bindung besser als am Markt durchsetzen.

Dennoch haben Unternehmen meist ähnliche Probleme wie der Markt. Als Beispiele sind interne Transaktionskosten, unvollständige Interaktionsregelung Hold-up und Anreiz- bzw. Die Kontrakttheorie wurde gerade in den letzten 15 bis 20 Jahren in der Ökonomie immer weiter entwickelt. Die folgenden Unterabschnitte erläutern, warum Arbeitsverträge aus ökonomischer bzw. Aufgrund der hohen Anzahl möglicher Gründe für die Existenz von Arbeitsverträgen werden hier nur die wichtigsten Argumente erläutert.

Arbeitsverträge kommen zustande, wenn sich beide Vertragsparteien mit ihnen besser oder zumindest gleich gut stellen als ohne. Einkommensstabilität und Arbeitsplatzsicherheit sollen durch Verträge weitestgehend gewährleistet sein. Es findet hier im Vergleich zum Spotmarkt eine Umverteilung der Risiken zu Lasten des Arbeitgebers statt, da der Arbeitgeber implizit verspricht auch bei schlechter wirtschaftlicher Lage zunächst keine Lohnsenkung oder Entlassungen vorzunehmen, während der Arbeitnehmer sich dazu verpflichtet, nicht vor Ende der Laufzeit zu kündigen sog.

Arbeitgeber haben durch eine differenzierte Gestaltung von Arbeitsverträgen die Möglichkeit, die Arbeitnehmer einem groben Selektionsverfahren zu unterziehen. Analog zum Versicherungsmarkt, kann auch die Vertragsgestaltung im Arbeitsmarkt dazu führen, dass durch Offerten verschiedener Verträge, sich die hochproduktiven Arbeitnehmer für andere Verträge entscheiden als es die Geringproduktiven tun.

Screening -Verfahren bezeichnet und ist Gegenstand von Kapitel 4. Investitionen in eine Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung generieren Erträge. Die unzureichende und ineffiziente Verteilung von Eigentumsrechten kann zu ex-post opportunistischem Verhalten bei der Ertragsverteilung führen und somit bei Antizipation dieser Problematik, zu einer ex-anten ineffizienten Investitionshöhe.

Oftmals stimmen aber die Ziele zur privaten Nutzenmaximierung nicht mit den gruppen- bzw. Dies kann zu einer geringen Leistung des Arbeitnehmers und folglich einem geringeren Überschuss führen. Arbeitsverträge können in dieser Hinsicht gewährleisten, dass egoistisches Verhalten gemildert bzw. Längerfristige bilaterale Verhandlungen können die Loyalität und somit auch die Produktivität des Arbeitnehmers erhöhen.

Gerade in der neuen Institutionenökonomik wird dieser Problematik nachgegangen. Die auf die Anreizsetzung von Arbeitsverträgen abzielende Betrachtung ist bedeutender Gegenstand gegenwärtiger experimenteller Wirtschaftsforschung und wird im Laufe der Arbeit noch genauer analysiert werden. Schon vor dem Zustandekommen eines Arbeitsvertrages entstehen, sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite, Kosten.

Werbungs- und Entlassungskosten müssen sich für den Arbeitgeber ebenso wie für den Arbeitnehmer amortisieren. Sein abstrakter Inhalt ist gem.

In einem Arbeitsvertrag werden für den abhängigen Arbeitnehmer u. Ferner werden Regelungen über Urlaub und Vertragsdauer bestimmt. Das Gesetz schränkt hierbei die Vertragsgestaltung ein, bspw. Das den Vertragsparteien auferlegte Arbeitsvertragsrecht regelt die privatrechtlichen Beziehungen zwischen dem Arbeitgeber und dem einzelnen Arbeitnehmer Schutz- und Treupflichten des Arbeitnehmers sowie Schutz- und Fürsorgepflichten des Arbeitgebers.

Besonders kommt dabei dem Grundsatz von Treu und Glauben eine hohe Bedeutung zu. Grundsätzlich gilt, dass einzelne Vertragsbestandteile auch dann gerichtlich klagbar sind, wenn nicht alle Punkte in schriftlicher, sondern auch in mündlicher Form vereinbart worden sind, wobei der Kläger dann in der Praxis oft Beweisschwierigkeiten haben wird.

Im Rahmen des Arbeitsschutzrechtes hat der Gesetzgeber Verordnungen erlassen, deren Erfüllung sich der Arbeitgeber aufgrund dieser öffentlich-rechtlichen Pflichten dem Arbeitnehmer gegenüber verpflichtet hat bspw. In der Literatur ist keine eindeutige Definition zu finden, wodurch ein unvollständiger Vertrag genau gekennzeichnet ist. North argumentiert, dass die Unvollständigkeit von Verträgen ein Hauptgrund für ineffizientes ökonomisches Wachstum und Wohlfahrtsverluste ist.

Ein unvollständiger Vertrag birgt Risiken, aber auch Chancen für die Parteien. Die Unvollständigkeit eines Vertrages hat demnach den Vorteil einer erhöhten Flexibilität. Ebenso kann der Arbeitgeber die Vertragsunvollkommenheit zur Verfolgung seiner Ziele ausnutzen. Folge davon können pareto-suboptiomale Gleichgewichte sein.

Nach herrschender Meinung ist ein vollständiger Vertrag dadurch charakterisiert, dass er zu jedem möglichen Zustand, der sich einstellen kann, alle Rechte, Pflichten sowie Handlungsanweisungen der jeweiligen Vertragsseite festlegt und für Dritte nachvollziehbar bzw. Die Aufteilung von Kosten und Erträgen sind in dem Kontrakt eindeutig festgelegt. Nachverhandlungen sind unter vollständigen Verträgen nicht relevant, da der Vertrag auch ex-post keine Fragen mehr offen lässt und unter der Annahme des homo oeconomicus somit die first-best Lösung implementiert wird.

In Bezug auf vollständige Arbeitsverträge spiegeln sich die Fähigkeiten des Arbeitnehmers in dem Vertrag wider. Hochproduktive Arbeiter erhalten eine Entlohnung entsprechend ihrer Grenzproduktivität und Geringproduktive entsprechend weniger.

Der Entscheidungsspielraum des Mitarbeiters ist vertraglich ex-ante so geregelt, dass seine Rechte und Pflichten in der Arbeitsbeziehung vollständig determiniert und durchsetzbar sind.

Es ergibt sich ein stabiles Marktgleichgewicht aus dem Schnittpunkt der Arbeitsangebots- und der Arbeitsnachfragefunktion.

Unfreiwillige Arbeitslosigkeit kann unter den oben gemachten Annahmen dieser neoklassischen Sichtweise nicht entstehen. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum in der Realität nur selten annähernd vollständige Verträge zu beobachten sind.

Es ist schlichtweg nicht möglich alle Obligationen zu jedem möglichen Zustand der Parteien vertraglich zu fixieren.

Arbeitsverträge legen meist nur Richtlinien und bestimmte Qualitätsstandards fest, nicht jedoch genaue Handlungsanweisungen, wie die Anforderungen eines sich dynamisch entwickelnden Arbeitsplatzes zu erfüllen sind.

Dieses Kapitel soll einen Überblick über die in der Literatur diskutierten Thesen und Erklärungen für unvollständige Arbeitsverträge geben. Zunächst werden die klassischen Argumente der beschränkten Rationalität und der Vertragsgestaltungskosten in den ersten beiden Unterabschnitten genauer erläutert und untersucht.

Sowohl beschränkte Rationalität als auch asymmetrische Information sind nach der klassischen Vertragstheorie die zwei Hauptargumente für unvollständige Arbeitsverträge. Der Markt gilt als selbst regulierend. Von daher ist die Frage berechtigt, ob nicht der Markt ein effizienteres und die Wohlfahrt steigerndes Ergebnis liefern könnte, als es in Unternehmen möglich ist. Coase hat bereits zur Beantwortung dieser Frage einen Artikel veröffentlicht, wofür er u. Er gilt als geistiger Vater der neuen Institutionenökonomik.

Daher liegt es nahe, diese Ökonomie mit der Marktökonomie zu vergleichen. Hierzu werden von Coase sechs Unterschiede hervorgehoben: Die Anzahl der Inputfaktoren, wie Arbeit und Rohstoffe, verän- dern sich nicht oder zumindest kurzfristig nicht aufgrund von Preisänderun- gen.

Eine freiberuflich agierende Person kann ihre Leistung zu den am Markt bestmöglichen Konditionen anbieten.

Ein abhängiger Arbeitnehmer hinge- gen produziert seine Leistung für den Arbeitgeber zu den im Vertrag festge- legten Konditionen. Für ein Unternehmen ist es charakteristisch, dass der Preismechanismus ausgeschaltet ist und Transaktionen über hierarchische Anordnungen koordi- niert werden.

Dementsprechend wird die Lenkungsfunktion in einem Unter- nehmen durch den Arbeitgeber übernommen. Eine Produktion über einen dezentralen Preismechanismus zu steuern, ist mit erheblichen Transaktionskosten verbunden.

Zum einen müsste für jede Transaktion am Markt ein Preisvergleich angestrebt werden, um kostengüns- tiger als die Wettbewerber produzieren zu können und zudem wäre für jede Transaktion ein weiterer Vertrag notwendig. Diese Kosten werden durch die 6 Vgl. Man stelle sich vor, es würden zur Herstellung eines Gutes N Personen benötigt. Auf dem Markt wäre zwischen jeder Person ein Vertrag notwendig, um letztendlich das Gut herstellen zu können.

Demnach wären also N N 1 2 - Verträge nötig. Diese Verträge stellen gleichzeitig für den Unternehmer die Schranken der Produktion dar, in deren der Arbeitgeber selbst die Produktion leiten kann. Ein Unternehmen wird daher auch als eine Ansammlung von vertraglichen Verhältnissen unter Einzelpersonen verstanden.

Eine besondere Vertragsform stellt im Unternehmen der Beschäftigungsver- trag dar. Durch ihn werden beiderseitige Rechte und Pflichten gesetzt. Der Arbeitnehmer hat innerhalb der durch den Vertrag festgelegten Schranken, seine ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen.

Am Markt hat ein Anbieter einer Leistung weitaus mehr Freiheiten und kann selbst über die Vorgehens- weise in der Herstellung entscheiden. In Anbetracht der typischerweise un- terstellten Risikoaversion von Arbeitnehmern führt ein Arbeitsvertrag, der über mehrere Perioden abgeschlossen werden kann, zu einer Pareto- Verbesserung. Dem Arbeitnehmer werden durch den Vertrag über mehrere Perioden Einkommen zugesichert und der Arbeitgeber kann eine höhere Kontrolle über den Inputfaktor Arbeit erlangen.

Demnach wird hierdurch eine beiderseitige Risikoreduktion erlangt. Transaktionen innerhalb einer Firma oder am Markt werden unterschiedlich durch Regeln des Staates behandelt. Coase führt dabei das Beispiel von Ver- 8 Vgl.

Roberts , S. Diese Kosten können durch die Produktion im Unternehmen umgangen werden. Ein Unternehmen wird solange expandieren bis die Grenzkosten einer zusätzlichen Transaktion im Unternehmen den Grenzkosten der Transaktion am Markt entsprechen.

Steigende Transaktionen innerhalb eines Unterneh- mens sind mit zunehmenden Kosten verbunden und ab einer bestimmten Menge kann es kostengünstiger sein, weitere Produktionen durch den Markt vorzunehmen. Werden zu viele Transaktionen in einem Unternehmen vorge- nommen, kann dies zu einer ineffizienten Ressourcenallokation durch den Arbeitgeber führen.

Des Weiteren besteht die Gefahr, dass spezialisierte Un- ternehmen das Produkt kostengünstiger herstellen können. Im Gegensatz zu der Prämisse vieler volkswirtschaftlicher Modelle, dass Informati- on, Kommunikation und Koordination kostenlos seien, ging Coase von der Existenz derartiger Informations- und Koordinationskosten aus.

Diese Kosten der Vereinbarung und der Verwirklichung einer arbeitsteiligen Leistung bezeichnet er als Transaktions- kosten. Die Frage, ob nun Transaktionen über den Markt oder über das Unternehmen getätigt werden sollen, ist abhängig von den Alternativkosten. Solange sich die Transaktionen innerhalb des Unternehmens zu geringeren Kosten organisieren lassen, als wenn dieselben über den Markt abgewickelt werden, treten Unternehmen an die Stelle des Marktes.

Einen weiteren komplementären Erklärungsansatz liefert die Theorie der Verfü- gungsrechte. In jener wird unterstellt, dass Unternehmen sich dort bilden, wo Verträge nur unvollständig abgeschlossen werden können und demnach die Allokation der Verfügungsrechte ein entscheidendes Kriterium ist. Eigentum ist eine Art von Macht, wenn Verträge unvollständig sind, da nicht geregelte Eigentumsverhältnisse die Möglichkeit zu opportunistischem Verhalten eröffnen.

Daher wird ein Unternehmen auch als sog. Durch die Integration des Faktors Arbeit in einem Unternehmen kann das Verhalten der Arbeitnehmer leichter gesteuert und die Leistung besser durchgesetzt werden.

Die Preise für den Faktor Arbeit können genauer vorhergesehen und bestimmt werden und zudem kann ein Unternehmen bilaterale Verhältnisse aufgrund der gegenseitigen Bindung besser als am Markt durchsetzen. Als Beispiele sind interne Transaktionskosten, unvollständige Interaktionsregelung Hold-up und Anreiz- bzw.

Die folgenden Unterabschnitte erläutern, warum Arbeitsverträge aus ökonomischer bzw. Aufgrund der hohen Anzahl möglicher Gründe für die Existenz von Arbeitsverträgen werden hier nur die wichtigsten Argumente erläutert.

Meckling , S. Einkommensstabilität und Arbeitsplatzsicherheit sollen durch Verträge weitestgehend gewährleistet sein. Es findet hier im Vergleich zum Spotmarkt eine Umverteilung der Risiken zu Lasten des Arbeitgebers statt, da der Arbeitgeber implizit verspricht auch bei schlechter wirtschaftlicher Lage zunächst keine Lohnsenkung oder Entlassungen vorzunehmen, während der Arbeitnehmer sich dazu verpflichtet, nicht vor Ende der Laufzeit zu kündigen sog.

Analog zum Versicherungsmarkt, kann auch die Vertragsgestaltung im Arbeitsmarkt dazu führen, dass durch Offerten verschiedener Verträge, sich die hochproduktiven Arbeitnehmer für andere Verträge entscheiden als es die Geringproduktiven tun. Screening -Verfahren bezeichnet und ist Gegenstand von Kapitel 4. Die unzureichende und ineffiziente Verteilung von Eigentumsrechten kann zu ex-post opportunistischem Verhalten bei der Ertragsverteilung führen und somit bei Antizipation dieser Problematik, zu einer ex-anten ineffizienten Investitionshöhe.

Die Höhe des 13 Vgl. Ein impliziter Arbeitsvertrag ist im Unterschied zum juristischen, expliziten Vertrag ohne rechtlichen Status. Ein impliziter Vertrag gilt als selbstdurchsetzend, wenn sich beide Parteien aus eigenem Interesse an die Vereinbarungen halten.

Hierbei wird für einen gewissen Zeitraum die Entlohnung von der Produktivität abgekoppelt. Für eine ausführliche Erläuterung zu diesem Thema, vgl. Edin , S. Oftmals stimmen aber die Ziele zur privaten Nutzenmaximierung nicht mit den gruppen- bzw.

Dies kann zu einer geringen Leistung des Arbeitnehmers und folglich einem geringeren Überschuss führen. Arbeitsverträge können in dieser Hinsicht gewährleisten, dass egoistisches Verhalten gemildert bzw. Längerfristige bilaterale Verhandlungen können die Loyalität und somit auch die Produktivität des Arbeitnehmers erhöhen. Gerade in der neuen Institutionenökonomik wird dieser Problematik nachgegangen. Die auf die Anreizsetzung von Arbeitsverträgen abzielende Betrachtung ist bedeutender Gegenstand gegenwärtiger experimenteller Wirtschaftsfor- schung und wird im Laufe der Arbeit noch genauer analysiert werden.

Schon vor dem Zustandekommen eines Arbeitsvertrages entstehen, sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite, Kosten. Werbungs- und Entlassungskos- ten müssen sich für den Arbeitgeber ebenso wie für den Arbeitnehmer amortisieren. Sein abstrakter Inhalt ist gem. In einem Arbeitsvertrag werden für den abhängigen Arbeitnehmer u.

Ferner werden Regelungen über Urlaub und Vertragsdauer bestimmt. Das Gesetz schränkt hierbei die Vertragsgestaltung ein, bspw. Das den Vertragsparteien auferlegte Arbeitsvertragsrecht regelt die privatrechtlichen Beziehungen zwischen dem Arbeitgeber und dem einzelnen Arbeitnehmer Schutz- und Treupflichten des Arbeitnehmers sowie Schutz- und Fürsorgepflichten des Arbeitgebers. Besonders kommt dabei dem Grundsatz von Treu und Glauben eine hohe Bedeutung zu.

Grundsätzlich gilt, dass einzelne Vertragsbestandteile auch dann gerichtlich klagbar sind, wenn nicht alle Punkte in schriftlicher, sondern auch in mündlicher Form vereinbart worden sind, wobei der Kläger dann in der Praxis oft Beweisschwierigkeiten haben wird. Im Rahmen des Arbeitsschutzrechtes hat der Gesetzgeber Verordnungen erlassen, deren Erfüllung sich der Arbeitgeber aufgrund dieser öffentlich- rechtlichen Pflichten dem Arbeitnehmer gegenüber verpflichtet hat bspw.

Gewohnheitsrecht in Vertragsbeziehungen sog. Definitionen und Erklärungsansätze In der Literatur ist keine eindeutige Definition zu finden, wodurch ein unvollständi- ger Vertrag genau gekennzeichnet ist. North argumentiert, dass die Unvollständigkeit von Verträgen ein Hauptgrund für ineffizientes ökonomisches Wachstum und Wohlfahrtsverluste ist.

Ein unvollständiger Vertrag birgt Risiken, aber auch Chancen für die Parteien. Die Unvollständigkeit eines Vertrages hat demnach den Vorteil einer erhöhten Flexibilität. Ebenso kann der Arbeitgeber die Vertragsunvollkommenheit zur Verfolgung seiner Ziele ausnutzen. Folge davon können pareto-suboptiomale Gleichgewichte sein.

Nach herrschender Meinung ist ein vollständiger Vertrag dadurch charakterisiert, dass er zu jedem möglichen Zustand, der sich einstellen kann, alle Rechte, Pflichten sowie Handlungsanweisungen der jeweiligen Vertragsseite festlegt und für Dritte nachvollziehbar bzw. Die Aufteilung von Kosten und Erträgen sind in dem Kontrakt eindeutig festgelegt.

Nachverhandlungen sind unter vollständigen Verträgen nicht relevant, da der Vertrag auch ex-post keine Fragen mehr offen lässt und unter der Annahme des homo oeconomicus somit die first- best Lösung implementiert wird.

In der Arbeitswelt, ,,[ In Bezug auf vollständige Arbeitsverträge spiegeln sich die Fähigkeiten des Arbeitnehmers in dem Vertrag wider. Hochproduktive Arbeiter erhalten eine Entlohnung entsprechend ihrer Grenzproduktivität und Geringproduktive 23 Vgl. Der Entscheidungsspielraum des Mitarbeiters ist vertraglich ex- ante so geregelt, dass seine Rechte und Pflichten in der Arbeitsbeziehung vollständig determiniert und durchsetzbar sind.

Es ergibt sich ein stabiles Marktgleichgewicht aus dem Schnittpunkt der Arbeitsangebots- und der Arbeitsnachfragefunktion. Unfreiwillige Arbeitslosigkeit kann unter den oben gemachten Annahmen dieser neoklassischen Sichtweise nicht entstehen. Es ist schlichtweg nicht möglich alle Obligationen zu jedem möglichen Zustand der Parteien vertraglich zu fixieren. Arbeitsverträ- ge legen meist nur Richtlinien und bestimmte Qualitätsstandards fest, nicht jedoch genaue Handlungsanweisungen, wie die Anforderungen eines sich dynamisch entwickelnden Arbeitsplatzes zu erfüllen sind.

Dieses Kapitel soll einen Überblick über die in der Literatur diskutierten Thesen und Erklärungen für unvollständige Arbeitsverträge geben.

Zunächst werden die klassischen Argumente der beschränkten Rationalität und der Vertragsgestaltungskosten in den ersten beiden Unterabschnitten genauer erläutert und untersucht. Diese Aspekte sind mitunter auch der Grund dafür, dass sich in der Arbeitswelt die 25 Als freiwillig arbeitslos gilt derjenige, der nicht bereit ist zu den vorherrschenden Marktbedingungen positive Leistungseinheiten anzubieten.

Whinston , S. Eine Auflistung der zu erbringenden Leistungen des Arbeitnehmers wird unbewusst oder auch bewusst im Vertrag meist nicht explizit aufgeführt, da wie oben erwähnt sich zum einen die Arbeitsplatzanforderungen dynamisch entwickeln und zum anderen ex- ante nicht vorhersehbare wirtschaftliche Ereignisse eine stetige Anpassung des komplexen Produktionsprozesses erfordern.

Beschränkte Rationalität bezieht sich auf die Unmöglichkeit alle Eventualitäten, die sich im Laufe der Vertragsbeziehung ergeben, ex-ante zu antizipieren und im Vertrag festzuschreiben. Dies hat zur Folge, dass festgelegte Ziele auch ohne opportunistische Absichtsweisen mit dem festgeschriebenen Vertrag nicht in optimaler Weise verfolgt werden können.

Dies hat wiederum zur Folge, dass insbesondere bei hoher Unsicherheit bezüglich der möglichen zukünftigen Ereignisse die Vertragsdauer sinkt. Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden. Zum einen besteht der sog. Darunter kann man sich private Informationen wie die wahre Arbeitsbereitschaft hidden action 31 , die Qualifikation oder die Kenntnis über den Gesundheitszustand des Arbeitnehmers vorstellen, der Arbeitgeber hingegen kann anstehende Solvenz oder Standortverlagerungspläne verschweigen.

Zum Zweiten ist der nachvertragliche Opportunismus zu nennen, der dadurch entsteht, dass während der Vertragsbeziehung neue Informationen hinzukommen, diese aber ebenso verschwiegen werden. So ist meist nur schwer feststellbar, ob eine Qualitätsminderung auf Bummelei durch den Arbeitnehmer zurückzuführen ist oder ob die Qualität der Inputfaktoren abgenommen hat moral hazard -Problem.

Im Hinblick auf die Verbesserung von Arbeitsprozessen, die evtl. Campo , S. Führungspersonen wissen meist mehr über den wirtschaftlichen Zustand eines Unternehmens, Arbeiter in der Konstruktion haben hingegen leichteren Zugang zu Informationen, die den Produktionsprozess betreffen.

Diese Informationen werden oft aus unternehmenspolitischen Aspekten nicht weitergeleitet, da hierdurch wiederum Freiraum zu opportunistischen Verhaltensweisen geschaffen werden kann. Daher sind insbesondere langfristige Verträge meist durch einen hohen Grad an Unvollständigkeit gekennzeichnet.

Jede Partei erlangt durch den Vertrag bestimmte Rechte, aber seine Unvollständigkeit beinhaltet auch, dass sog. Residualrechte verbleiben, die im Vertrag nicht festgeschrieben werden können. Dieses Thema wird in Kapitel 4. Parent , S.

Ein sehr intuitives Beispiel für hohe Vertragskosten bietet der Vertrag zwischen der Bundesregierung und dem Betreiberkonsortium Toll Collect. Der Vertrag umfasst Es gibt k verschiedene Aufgaben, die jeweils n Produktivitätslevels bzw. Die Produktivitätslevels können als die vom Arbeitnehmer implementierte Produktivität aufgefasst werden, die Kostenlevels hingegen als Opportunitätskosten, da andere Aufgaben zu diesem Zeitpunkt nicht bearbeitet werden können.

Demnach sind die vollständigen Vertragskosten gegeben durch: Die optimale Vertragslänge ergibt sich damit aus dem Schnittpunkt der marginalen Vertragskostenkurve und dem marginalen Zugewinn aus der Festlegung eines weiteren Vertragspunktes. Je höher die Kosten der Vertragsgestal- 36 Vgl.

Daher wird aufgrund der Vertragskosten oftmals ein unvollständiger Vertrag gewählt und die Strategie wait and see von den Parteien verfolgt. Dieser Typ Mensch trifft Entscheidungen, indem er rational und emotionslos zwischen den erwarteten Kosten und Nutzen von verschiedenen Alternativen abwägt und sich dann für jene entscheidet, welche ihm selbst den höchsten Nutzen stiftet.

Gerade in den letzten Jahren gelang der Einzug von sozialen Präferenzen in wirtschaftstheoretische Modelle. Beispiele für soziale Präferenzen sind Fairness, Altruismus, also Freundlichkeit und Hilfe ohne jede Bedingung, aber ebenso gehören auch Neid und Eifersucht dazu.

Eine Person weist soziale Präferenzen auf, wenn auch der Nutzen anderer für sie von Belang ist. Das Verhalten reziproker Individuen ist nach der Definition von Rabin dadurch gekennzeichnet, dass sie faires Verhalten belohnen und Unfaires bestrafen, auch wenn dies mit materiellen Kosten für sie verbunden ist und sie im Gegensatz zur Kooperation, keine zukünftigen Erträge erwarten.

Dieses Verhalten wurde zuvor unter dem Begriff der Geschenkaustauschtheorie von Akerlof modelliert. Dabei wird angenommen, dass eine Lohnzahlung über dem markträumenden Lohnsatz an die Arbeitnehmer von diesen als Geschenk aufgefasst und mit einer erhöhten Leistungsanstrengung erwidert wird.

Benz , S. Politik - Sonstige Themen. VWL - Makroökonomie, allgemein. BWL - Investition und Finanzierung. BWL - Handel und Distribution. Psychologie - Allgemeine Psychologie. Fordern Sie ein neues Passwort per Email an. Veröffentlichen auch Sie Ihre Arbeiten - es ist ganz einfach!

Theorie und Empirie unvollständiger Arbeitsverträge. Universität Mannheim, Diplomarbeit, Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte,. Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der. Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen,.

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Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie geht von einem kompetitiven Umfeld aus, bei. Jeder Arbeitnehmer, der bereit. Arbeitslosigkeit wird nach dieser Theorie durch Staatseingriffe, hohem Gewerkschafts-.

Kritiker dieser Theorie sehen dabei einen wichtigen Aspekt vernachlässigt. Der eigentliche Anlass für das. Zustandekommen eines Arbeitsvertrages, nämlich die Leistung des Arbeitnehmers, wird. Der Arbeitnehmer hat innerhalb dieser. Vertragsschranken häufig einen hohen diskretionären Entscheidungsspielraum. Der Arbeiter hat die. Möglichkeit, seinen Freiraum sowohl zur Steigerung des Leistungsniveaus wie auch zur.

Zudem sind die Leistungen des Arbeitnehmers zwar häufig für. Der Arbeitgeber versucht diese Unsicherheit der. Leistungsimplementierung mit den ihm zur Verfügung stehenden, geeigneten. Wesen, das ständig bemüht ist, seinen eigenen Nutzen durch optimale Wahl seiner.

Unter der Annahme dieses Menschentypen. In den letzten zwei Jahrzehnten kündigte sich in den Wirtschaftswissenschaften. Kooperatives und loyales Verhalten des Arbeitnehmers lassen sich weder erzwingen. Durch Zahlung höherer Löhne ex-ante erwartet der. Arbeitgeber, dass dieser Vertrauensvorschuss mit erhöhter Arbeitsanstrengung belohnt. Zahlreiche experimentelle Studien ergaben, dass die Annahme des rein egoistischen. Menschenbildes in bilateralen Arbeitsbeziehungen oftmals nicht zutreffend ist bzw.

Angebot und Nachfrage, sondern auch aufgrund psychologischer Überlegungen. Die Intention dieser Arbeit ist die Analyse, ob Instrumente, welche sich unter. Menschenbildes weniger effizient oder sogar kontraproduktiv wirken können. Unternehmen individuelle Lohnvereinbarungen über Einzelverträge getroffen. Einfluss der Variation der Präferenzannahmen sowie die Ineffizienzen aus. Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit der individuellen.

Im folgenden Kapitel werden die wesentlichen Vor- und Nachteile einer Unterneh-. Unternehmen anstatt am Markt zu vollziehen. Darauf aufbauend folgt in diesem Kapitel. Im dritten Kapitel werden zunächst die traditionellen Begründungen und anschlie-.

Die von der klassischen Theorie propagierten Ineffizienzen, die sich aus der Existenz. Es wird theoretisch und empirisch gezeigt,. Je realistischer das Verhalten der Individuen modelliert. Würdigung der Ergebnisse dieser Arbeit. Gründe für die Existenz von Unternehmen und Arbeitsverträgen. Die neoklassische Theorie friktionsloser Märkte geht u.

Information und Voraussicht, dem Fehlen von Transaktionskosten, einer kostenlosen. Vertragsfestsetzung sowie einer schnellen und effizienten Allokation aus. Hingegen wird der Nutzen eines Unternehmens, wie in. Konsum durch dynamische Prozesse zu einem stabilen Marktgleichgewicht finden.

Durch diese Theorie kann unter den gemachten Annahmen die optimal zu. Offensichtliche Ineffizienzen in einem Unternehmen können durch diese Theorie. Grundsätzlich kann die Theorie unter den gemachten Annahmen. In den 60er Jahren begannen die ersten Ökonomen Erklärungen für Marktineffizienzen. Durch die Organisation und Produktion von Gütern in Unternehmen können viele.

Ineffizienzen verursacht werden, die sich bspw. Transaktionskosten und Verteilung von Eigentumsrechten ergeben. Unternehmen benötigt der Markt keine Person oder Institution, die das Marktgeschehen. Ergebnis liefern könnte, als es in Unternehmen möglich ist. Coase hat bereits zur Beantwortung dieser Frage einen Artikel veröffentlicht,.

Ein Unternehmen wird oftmals als eine Ökonomie an sich verstanden. Coase sechs Unterschiede hervorgehoben: Im Gegensatz zur Marktökonomie hat der Preismechanismus im Unterneh-. Die Anzahl der Inputfaktoren, wie Arbeit und Rohstoffe, verän-. Eine freiberuflich agierende Person kann ihre Leistung zu den am Markt. Ein abhängiger Arbeitnehmer hinge-. Für ein Unternehmen ist es charakteristisch, dass der Preismechanismus. Dementsprechend wird die Lenkungsfunktion in einem Unter-.

Eine Produktion über einen dezentralen Preismechanismus zu steuern, ist mit. Zum einen müsste für jede. Transaktion am Markt ein Preisvergleich angestrebt werden, um kostengüns-. Transaktion ein weiterer Vertrag notwendig. Diese Kosten werden durch die. Ein Unternehmer muss nicht für jede Faktorverwendung einen. Auf dem Markt wäre zwischen jeder Person ein Vertrag notwendig, um.

Ein Unternehmen hat daher gegen-. Unsicherheiten abgemildert sowie eine höhere Flexibilität gewährleistet. Diese Verträge stellen gleichzeitig für den Unternehmer die Schranken der. Produktion dar, in deren der Arbeitgeber selbst die Produktion leiten kann. Ein Unternehmen wird daher auch als eine Ansammlung von vertraglichen. Verhältnissen unter Einzelpersonen verstanden.

Eine besondere Vertragsform stellt im Unternehmen der Beschäftigungsver-. Arbeitnehmer hat innerhalb der durch den Vertrag festgelegten Schranken,. Am Markt hat ein Anbieter. In Anbetracht der typischerweise un-. Dem Arbeitnehmer werden durch den Vertrag über mehrere. Perioden Einkommen zugesichert und der Arbeitgeber kann eine höhere. Kontrolle über den Inputfaktor Arbeit erlangen.

Transaktionen innerhalb einer Firma oder am Markt werden unterschiedlich. Coase führt dabei das Beispiel von Ver-.