Donald Trump und Mexiko: Zittern vor dem bösen neuen Nachbarn

Mexiko startet in eine ungewisse Zukunft. Demokratie, Wirtschaft, Migration und Handelsbeziehungen mit den USA: Vor der Amtsübernahme von Präsident López Obrador sieht sich die mexikanische Öffentlichkeit mit großen Fragezeichen konfrontiert.

Auch über die Deutsch-Mexikanische Gesellschaft kann direkt gespendet werden: Gute Idee, finden viele Mexikanerinnen und Mexikaner, und stellen bald fest:

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Kennzahlen, Analysen, Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung der Handelsbeziehungen mit der Schweiz. Für Sie zusammengestellt: Nützliche Adressen für Schweizer Unternehmen im Verkehr mit Mexiko.

Das Abkommen soll 16 Jahre laufen und jeweils nach sechs Jahren überprüft werden. Die ursprüngliche Nafta-Vereinbarung stammt aus dem Jahr Die Verhandlungen über eine Reform des Vertragswerks haben sich über ein Jahr hingezogen. Das veranlasste Anleger wiederum zu Gewinnmitnahmen. Die Märkte mögen das, weil es die Unsicherheit bezüglich eines Handelskrieges beseitigt.

Volkswagen-Papiere verteuerten sich am Dienstag um rund zwei Prozent. Vertreter deutscher Wirtschaftsverbände zeigten sich ebenfalls erleichtert, setzten aber weiter auf eine Fortsetzung des Handelsbündnisses mit allen drei bisherigen Vertragsstaaten. Eine nachhaltige Einigung aller Nafta-Partner würde den deutschen Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit geben, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Martin Wansleben.

Denn diese haben dort in Milliardenhöhe investiert und über Jahre umfassende Lieferketten aufgebaut. So passierten Teile mehrfach die Grenzen, bis sie zu einem fertigen Fahrzeug montiert seien. Roberta Rampton , Jeff Mason. Am Mittwoch herrschte bei den Menschen mehr Ungläubigkeit als Entsetzen.

Aber eben nicht mehr als das. Am Nachmittag dann der Anruf bei Trump, die Glückwünsche und vor allem das Versprechen an seine Landsleute, sich mit "Herz und Seele für die Interessen der Mexikaner einzusetzen, wo auch immer sie sich befinden. Das dürfte vor allem an diejenigen in den USA gerichtet gewesen sein.

Elf Millionen besitzen nicht die erforderliche Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis. Ihnen hat Trump mit Abschiebung in die Heimat gedroht. Denn schon jetzt arbeitet ein beträchtlicher Teil der ökonomisch aktiven Bevölkerung im informellen Sektor oder ist unterbeschäftigt.

Es ist eine Art Export des sozialen Problems. Wenn diese Mexikaner nun zurückgeschickt werden, sind soziale Spannungen die Folge. Und die Heere der organisierten Kriminalität bekämen neue Rekruten. In Staaten wie Oaxaca, Guerrero und Chiapas sind die "Remesas" oft Überlebenshilfe und verhindern, dass noch mehr Mexikaner in die extreme Armut abrutschen.

Wenn das Geld ausbleibt oder zusammengestrichen wird, steigt die Armut und in der Folge der ökonomische und soziale Druck. Mit dem Geld, das Trump einbehalten will, soll die berüchtigte Mauer finanziert werden , mit der er die Migration stoppen will. Dabei ist Trumps Mauer-Idee vor allem ein politischer Marketinggag. Die Kilometer lange US-mexikanische Grenze zwischen Pazifik und Golf von Mexiko ist an vielen Stellen schon so gesichert wie es früher die innerdeutsche Grenze war.

Dazwischen sind Wüste, Fluss und hohe Blechwände.