Das Nordseeöl und die britische Zahlungsbilanz : e. Unters. mit Hilfe e. Simulationsmodells


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Die Nordsee wird generell in die flache südliche Nordsee, die Zentralnordsee, die nördliche Nordsee und die Norwegische Rinne mit dem Übergang Skagerrak unterteilt. Das Flachwassergebiet der Doggerbank begrenzt die deutsche Bucht hin zur Zentralnordsee.

Das Wattenmeer zieht sich an der südlichen Küste von Den Helder in den Niederlanden nahezu die gesamte deutsche Nordseeküste entlang bis Esbjerg in Dänemark. Sie ist als Ort zum Fischfang berühmt, bei Stürmen brechen hier sogar häufiger die Wellen.

Die Norwegische Rinne ist durchschnittlich bis Meter tief, wird am Übergang zum Skagerrak bis zu Metern tief und spielt eine wichtige Rolle beim Wasseraustausch mit Ostsee und Atlantik. Die wenige Kilometer langen Gräben gehen in einer Umgebung, die etwa 90 Meter Wassertiefe hat, auf Meter hinunter.

Der Salzgehalt des Meerwassers ist orts- und jahreszeitenabhängig und liegt zwischen 15 und 25 Promille in der Nähe der Flussmündungen und bis zu 32 bis 35 Promille in der nördlichen Nordsee. Die Temperatur variiert dabei stark abhängig vom Einfluss des Atlantiks und der Wassertiefe, vor allem wegen der Meeresströmungen. Die Nordseeflüsse entwässern etwa Die Ostseeflüsse entwässern mit 1. Dieser bewegt sich vor allem in einer Wassertiefe von 50 bis Metern.

Das Brackwasser der Ostsee und aus Nordsee- und Fjorden stammendes Frischwasser sorgen für einen relativ niedrigen Salzgehalt des Stroms. In etwa ein bis zwei Jahren ist das Wasser im Meer komplett ausgetauscht.

Innerhalb des Meeres lassen sich anhand von Temperatur, Salzgehalt, Nährstoffen und Verschmutzung klare Wasserfronten erkennen, die im Sommer ausgeprägter sind als im Winter. Wasser aus Rhein und Elbe beispielsweise lässt sich noch bis zur nordwestlichen Küste Dänemarks klar vom Seewasser unterscheiden. Die Auswirkung von Stoffeinträgen aus Flüssen und der Atmosphäre auf die Wasserzirkulation lassen sich als komplexe Szenarien nur mit Hilfe von modernen numerischen Verfahren berechnen.

Die Gezeiten werden durch die Gezeitenwellen aus dem Nordatlantik ausgelöst, da die Nordsee selbst zu klein und zu flach ist, um eine nennenswerte Tide auszubilden. Sie umläuft dabei zwei oder drei amphidromische Punkte. Sie bildet sich durch die Gezeitenwelle, die über den Ärmelkanal einläuft, und beeinflusst die Gezeiten in dem schmalen Gebiet De Hoofden in der Southern Bight zwischen Südengland und Belgien und den Niederlanden.

Rechnet man diesen Punkt mit, so braucht die Gezeitenwelle von Nordschottland bis Borkum zwölf Stunden länger.

Sie bilden ein einziges Feld, um das die Gezeiten herumlaufen. Der Tidenhub liegt an der Küste Südnorwegens bei unter einem halben Meter, erhöht sich aber, je weiter eine Küste von der Amphidromie entfernt liegt.

Flache Küsten und trichterartige Verengungen erhöhen den Tidenhub. Durch Interferenzen mit den Tidenwellen aus dem Ärmelkanal gibt es an der niederländischen Küste bei Rotterdam [7] [8] gespaltene Niedrigwasser und bei Den Helder [9] periodisch zwei- bis dreigipflige Hochwasser. An der deutschen Nordseeküste beträgt der Tidenhub je nach Küstenform und -lage zwischen zwei und viereinhalb Metern.

Vor der jütländischen Küste lässt der Tidenhub nach und in Skagerrak und Kattegatt laufen die Gezeitenwellen aus. In Flachwasserbereichen, also nicht zuletzt in der Deutschen Bucht , wird der tatsächliche Tidenhub jedoch stark von weiteren Faktoren wie der Küstenlage und dem herrschenden Wind oder Sturm beeinflusst Sturmflut.

Die Nordsee bietet eine Reihe sehr verschiedener Lebensraumtypen, die von unterschiedlichen Biozönosen bewohnt sind. So unterscheidet man grundsätzlich in die Lebensräume der Küstengebiete, die verschiedene Küstentypen wie die Steilküsten , Felsküsten und Sandküsten beinhalten, von den tatsächlichen aquatischen Lebensräumen.

Wichtige Übergangsgebiete stellen im Fall der Nordsee zudem die Salzwiesen und die Wattflächen dar, die sich durch einen Wechsel der Lebensbedingungen abhängig von Ebbe und Flut auszeichnen. Die aquatischen Lebensräume lassen sich zudem in das Freiwasser, das sogenannte Pelagial , sowie den Gewässerboden, das Benthal , unterscheiden. Die benthischen Lebensräume wiederum unterscheiden sich durch ihre Tiefe sowie durch ihre Bodenbeschaffenheit.

Die Nordsee leidet durch direkte Einleitungen von Schadstoffen, durch die Schadstoffbelastungen, die die Flüsse mit sich führen, und vor allem in den Küstenregionen unter den Belastungen, die die menschliche Nutzung mit sich bringt. Der Küstenschutz hat an der gesamten südlichen Nordseeküste einen stark landschaftsverändernden Einfluss.

Wegen Überfischung schrumpfte in den er Jahren vor allem die Population des Nordseeherings. Zum Schutz der Nordsee trafen die Anliegerstaaten verschiedene Abkommen.

Für den Umweltschutz an den Küsten sind die Anliegerländer zuständig, die zu diesem Zweck verschiedene nationale Regelungen getroffen haben. Die Nordseeküste befindet sich derzeit in keinem Endzustand, sondern ist in stetiger Bewegung. In jüngerer Zeit trug neben singulären Naturereignissen, wie Sturmfluten , auch die in den letzten Jahren gezielt betriebene Landgewinnung durch den Menschen zur Änderung der Küstenlinie bei. Dadurch entstand eine stark gegliederte und zerklüftete Küstenlandschaft.

Die Fjorde entstanden durch Gletscher, welche aus dem Hochgebirge durch sie hindurchzogen und in den Untergrund tiefe Rinnen schnitten und schabten. Während des folgenden Anstiegs des Meeresspiegels füllten sich diese mit Wasser. Sie weisen oft steile Küstenlinien auf und sind für Nordseeverhältnisse sehr tief. Fjorde kommen insbesondere an der Küste Norwegens vor. Fjärde sind ähnlich wie die Fjorde aufgebaut, jedoch meist flacher mit breiteren Buchten, in denen sich auch oft kleinere Inseln befinden.

Fjärde finden sich vor allem an der schottischen und nordenglischen Nordseeküste. Die Fjärde gehen nach Süden in eine Kliffküste über, die vor allem aus Moränen der Eiszeitgletscher entstanden sind. Durch den horizontalen Aufprall der Nordseeküste entstehen hier Abbruchküsten; das Material, das dabei abbricht, ist wichtiger Sedimentlieferant für das Watt auf der anderen Seite der Nordsee.

Sowohl in Südnorwegen als auch an der schwedischen Küste des Skagerraks finden sich Schären. Strandflaten , die sich vor allem in Südnorwegen finden, sind Gesteinsplatten, die oft mehrere Kilometer Ausdehnung haben, fast vollkommen abgeschliffen wurden und heute oft wenige Meter unter der Meeresoberfläche liegen. Die Flachküste der südlichen und östlichen Küste bis hinauf nach Dänemark ist in ihren Grundzügen zwar ebenfalls eiszeitlich geformt, ihre Form wird jedoch vor allem durch das Meer und Sedimentablagerungen bestimmt.

Das Wasser lagert Sedimente ab. Im mikrotidalen Bereich bis 1,35 Meter Tidenhub , wie etwa an der niederländischen oder der dänischen Küste, bilden sich Strandwälle mit Dünen. Im mesotidalen Bereich 1,35 bis 2,90 Meter Tidenhub bilden sich Barriereinseln , im makrotidalen Bereich über 2,90 Meter , wie etwa in der Elbmündung, bilden sich unterseeische Sandbänke. Die niederländischen West- und die deutschen Ostfriesischen Inseln sind Barriereinseln.

Sie entstanden an den Brandungskanten des Meeres, an denen durch die Brandung Sedimente aufgeschüttet und hinter denen durch die brechenden Wellen Sedimente abgetragen wurden. Die ersten Pflanzen begannen auf den Sandbänken zu siedeln, das Land verfestigte sich.

Obwohl sie heute befestigte Inseln sind, befinden sich einige von ihnen auch weiterhin in Bewegung. Für die ostfriesische Insel Juist beispielsweise sind seit fünf verschiedene Kirchplätze nachweisbar, da der Ort des Kirchenbaus mit der sich verlagernden Insel Schritt halten musste. Zeitweise bestand Juist auch aus zwei Inseln, bevor es wieder zusammenwuchs. Die benachbarte Insel Wangerooge verschob sich in den letzten dreihundert Jahren einmal um ihre komplette Länge nach Osten.

Aufgrund der herrschenden Umweltbedingungen wird auf den Ostfriesischen Inseln an den Westküsten Land abgetragen, während sich an den Ostküsten Sedimente ablagern.

Die Westküsten werden deshalb heutzutage verstärkt von den Menschen geschützt. Die Nordfriesischen Inseln sind hingegen aus den Resten alter Geestkerninseln entstanden, die durch Sturmfluten und Wassereinwirkungen teilweise abgetragen und vom Hinterland getrennt wurden.

Sie sind deshalb oft höher und in ihrem Kern weniger stark Veränderungen ausgesetzt als die südlich liegenden Inseln.

Die Halligen sind Reste des in mittelalterlichen Sturmfluten untergegangenen Marschlandes. Von einmal über hundert Halligen existieren heute nur noch zehn, die übrigen sind entweder abgetragen oder ans Festland angedeicht worden. Noch bis in das Zum Schutz der Inseln wurden kleinere Wälder angelegt. Dies ist eine von Ebbe und Flut geprägte Landschaft, von der wichtige Teile mittlerweile zum Nationalpark erklärt wurden.

Die Insel Helgoland bildet einen Ausnahmefall, da sie nicht durch das auflaufende Watt entstand, sondern erheblich älter ist und aus Buntsandstein besteht. Diese sind relativ flach, so dass bereits eine relativ geringe Erhöhung des Wasserstandes ausreicht, um weite Landstriche unter Wasser zu setzen. Zudem sind Stürme aus westlichen Richtungen an der Nordsee besonders heftig, so dass die gefährdetsten Stellen die südöstlichen Küsten sind.

Winde aus Nordwest treffen dabei vor allem die Niederlande und die niedersächsische Küste, Winde aus West- bis Südwest die schleswig-holsteinische Küste.

Bis in die frühe Neuzeit hinein lagen die Opferzahlen oft bei mehreren zehntausend oder gar hunderttausend Opfern pro Flut. Inwieweit diese Zahlen zuverlässig sind, kann aber nach heutigem Wissen nur schwer eingeschätzt werden. Die erste aufgezeichnete Flut war die Julianenflut in den Niederlanden, deren Datumsangabe Februar allerdings heute bezweifelt wird. Bei der Sturmflut von überliefern die Chroniken Dabei versank auch die heute sagenumwobene Stadt Rungholt. Die Insel Strand entstand.

Übrig blieben die Halligen. Bei der Neujahrsflut wurde die Düne von Helgoland getrennt. Jahrhundert trafen schwerwiegende Sturmfluten die Niederlande mit der Hollandsturmflut , die am 1. Februar für über 2. Februar , bei der Hamburger starben. Da nach der Hamburger Flut jedoch der Deichbau und der Küstenschutz erheblich verbessert worden war, kam es hier nur zu Sachschäden. Februar wurden innerhalb von drei Tagen fünf Fluten vom Sturm auf maximale Höhen getrieben.

Aufgrund des verbesserten Küstenschutzes kam es jedoch nur zu einigen Sachschäden. Der Übergangsbereich zwischen Land und Meer an den Gegenden mit flacher Küste war ursprünglich stark amphibisch geprägt. In den besonders durch Sturmfluten bedrohten Gegenden siedelten die Menschen zuerst auf natürlichen Erhebungen wie Geestzungen , Dünen oder Uferwällen. Letztere boten aber nur in Phasen sinkender Meeresspiegel hinreichend Schutz. So wurden schon im 1. Jahrhundert Siedlungen auf Warften errichtet — künstlichen Hügeln von teilweise mehreren Metern Höhe.

Jahrhundert und hielt bis ins Die ersten Deiche waren kleine Ringdeiche um einzelne Felder, die im Sommerhalbjahr ausreichten, die Feldfrüchte, vor allem Hafer und Pferdebohnen , bis zur Ernte zu schützen, aber von den schweren Sturmfluten des Winterhalbjahrs überflutet wurden. Zwar war man schon im Zudem lag bei örtlicher Selbsthilfe die Last der Reparatur von Deichbrüchen bei denjenigen, die am stärksten von einem Meereseinbruch geschädigt worden waren. Erst staatliche Koordination und wirtschaftliche Potenz wie die der Grafschaft Oldenburg konnte die Dienste der Marschbauern und kommerzieller Unternehmer zu effektiven Deichbauten zusammenfassen.

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