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Dr. Hans-Werner Bertelsen ist ein kritischer Zahnmediziner aus Bremen, der sich intensiv mit pseudomedizinische Therapien in der Medizin und insbesondere in der Zahnheilkunde auseinandergesetzt hat.

Die Religionslehrerin hilft etwas nach: Alle Gläubigen sind eingeladen, gerade in diesem Monat privat oder gemeinschaftlich den Rosenkranz zu beten. Beatus ille, qui procul negotiis. Diesmal spielt es in der Mongolei; die Originalvorlage handelt m.

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Verpackung & Lieferumfang. Wenn man seine Bestellung aus China endlich entgegen nimmt, bekommt man nicht sonderlich viel geboten. Die Box, in der der Fitness Tracker/Smartwatch kommt, ist schneeweiß und man sieht nur das AMAZFIT-Logo in einem eingestanzten Silber.

Korinther 8, ; Vers Wer imstande ist fünf Talente zu nutzen, der bekommt auch fünf. Wer weniger tragen kann, bekommt weniger. Und wenn einer nur mit einem Talent sinnvoll umgehen kann, wird Er ihm auch nur eins geben.

So wie dieser Knecht mit dem einen Talent: Er hat es vergraben; er hat es vergeudet. Hätte dieser Mann mehr Talente erhalten, hätte er nicht anders gehandelt: Er hätte die Gaben des Himmels ungeachtet gelassen.

JaHuWaH freut sich über einen auch noch so kleinen Dienst, den wir mit unserem ganzen Herzen und mit Hingabe und Freude für Ihn und für andere leisten.

Korinther 12, ; Vers 7. Wenn wir unsere Gaben zum Segen für andere anwenden, erhalten wir immer mehr davon. Und wenn wir viele Gaben und Güter haben, dürfen wir nicht stolz werden. Und wenn sie uns in diesem Leben genommen werden, so sollten wir auch dann nicht mit dem Schicksal hadern, denn sie haben uns doch gar nicht gehört.

Wir sind nur die Verwalter aller Güter und Talente. Das trifft im Grunde auf alle Formen des Stolzes zu: In der Not offenbart sich der wahre Geist. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln. Im Grunde gibt es für niemanden einen Grund stolz zu sein.

Wenn jemand ein begnadeter Musiker, Schreiber oder Erfinder ist, von wem hat er das Talent? Für alles was wir haben, für alles was wir leisten, können wir nur Ihm die Ehre dafür geben und Ihm unseren Dank aussprechen. Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nicht vergeht, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt.

Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Auch diejenigen, die komplett leugnen, dass es überhaupt einen Gott gibt, der die Welt erschaffen hat und der einem jeden einzelnen Lebewesen Seinen Lebensodem gibt, tragen einen gewissen Stolz in sich. Man ist zu stolz, um zu glauben, was man nicht sieht, obwohl sich ein unendlich weiser und allmächtiger Schöpfer in jeder Blumenknospe, in jeder einzelnen noch so kleinen menschlichen Zelle oder in der unendlichen Weite des Weltalls mit seiner präzisen Ordnung förmlich aufdrängt.

Ja, man würde alles dafür geben, wenn man beweisen könnte, dass es Ihn nicht gibt. Zweifler können nicht an einen Schöpfergott glauben, weil sie diese unendliche Allmacht nicht verstehen können. Dabei muss ich aber von meinem Podest erst einmal heruntersteigen und mich etwas kleiner machen, damit Er mich auch erreichen kann. Während die Bibel für solche Menschen ein Märchenbuch ist, das es nicht einmal wert ist, darin zu lesen, wird jedoch vom sog. Spurgeon wusste, wie schwer es für einen gebildeten Mann von Welt ist, die erlösende Kraft des Erlösers anzunehmen:.

Und es wird auch tatsächlich das eintreffen, was er glaubt: Es gibt viele, die ehren den Allmächtigen nur mit den Lippen, Seine heiligende Kraft Seines Geistes durch Seinen Sohn lehnen sie jedoch bewusst oder unbewusst ab.

Sie wollen ebenfalls selbst gerecht werden, wollen die Dinge selbst in die Hand nehmen. Oder man will ständig irgendwelche Beweise bzw. Zeichen oder Wunder, damit man glauben kann Matthäus 12, Dies zeigen die anderen Formen des Stolzes, wie wir noch sehen werden. Sie werden überzeugt, dass es einen allmächtigen Schöpfergott gibt, der alles auf Erden und im Himmel lenkt und in Händen hält.

Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis. Der Physiker und Nobelpreisträger Max Planck bemerkte:. Werner von Siemens ; deutscher Physiker und Begründer der Elektrotechnik erkannte:.

Desto höher steigt unsere Bewunderung der unendlichen, ordnenden Weisheit, welche die ganze Schöpfung durchdringt. Alexis Carrel ; französischer Arzt, Naturforscher und Nobelpreisträger bekennt demütig:. Der Mensch braucht Gott, wie er das Wasser und den Sauerstoff braucht. Der Astronom Johann Heinrich Mädler schrieb:. Er weckt in ihm den Wunsch nach höherer Erkenntnis, als die, die der Schöpfer offenbart hat.

Er bot ihnen an, dass sie durch eine gewisse Frucht, eine tiefe Kenntnis von Gut und Böse erlangen werden, wenn sie davon essen. Es ist jedoch genau diese Frucht, die der Schöpfer den Menschen verboten hat, davon zu essen. Luzifer ging jedoch so geschickt vor, dass Eva dieser Lüge glaubte. Das einzige Ziel Satans ist es, die Menschen mit ihm ins Verderben zu stürzen.

Auch heute wird dieser Weg der Selbstverwirklichung gegangen. Und dies leider nicht nur von nicht-Bibelgläubigen, sondern auch immer mehr Gemeinden bieten in bestimmten Formen esoterische Lebensweg-Angebote für ihre Mitglieder an und dieses Gedankengut versteckt sich teilweise auch in Predigten.

Der Einfluss dieser modernen Glaubensbewegung hat sich in den verschiedensten freikirchlichen Gemeinden eingeschlichen. Es wird eine Botschaft des ganzheitlichen Wohlbefindens des Menschen als Teil des Erlösungswerkes des Messias gepredigt. Man führt die Menschen nicht mehr vorrangig hin zum Schöpfer, sondern zeigt ihnen Wege der Selbstverwirklichung auf. Heilung von psychischen Problemen wird nicht mehr vordergründig durch den Aufbau einer Beziehung zum Erlöser vermittelt, sondern man versucht, das im Menschen innewohnende Kraftpotenzial zu aktivieren.

Selbstverwirklichung ermöglicht es dem Menschen, seine eigenen Ziele, Sehnsüchte und Wünsche näher zu kommen; man will dabei stetig freier von irdischen Zwängen werden. Man kann sich aus eigener Kraft sogar soweit entwickeln, dass man selbst ewig lebt bzw. Jeder habe einen göttlichen Kern in sich, der nur geweckt werden muss, damit er sich entfalten kann.

Der Apostel Paulus hingegen sagt genau das Gegenteil:. ER ist es der uns dann zu seiner Zeit erhöht 1. Es ist das Streben nach menschlicher Selbstverwirklichung, das ursprünglich die Trennung zwischen dem Schöpfer und den Menschen verursachte. Deshalb kann gerade die Selbstverwirklichung diese Trennung nicht wieder aufheben. Einzig und alleine die Vergebung unserer Sünden, die alle aus dem Stolz der Selbstverwirklichung entspringen, kann diese Trennung beseitigen.

Niemand kann das selbst. Man kann nicht die Sünde mit der Sünde austilgen. Es ist der Weg der Selbsterlösung und führt unweigerlich in den Abgrund und zum ewigen Tod. Der Mensch kann sich selbst nicht heilen oder sich selbst erretten. Sie glauben nicht, dass es durch einen Schöpfergott bewirkt wird, sondern durch die, in ihnen selbst wohnende "göttliche" Kraft.

Sie erhöhen sich selbst. Von unserem Erlöser haben sie diese Lehre der Selbstverwirklichung nicht. Die Gefahren der verschiedenen Formen der Selbstverwirklichung bzw. Wie der Atheist als auch der Esoteriker, hat der Eigengesetzliche keinen Erlöser notwendig. Denn er kann alles aus eigener Kraft. Er glaubt entweder gar nicht an den stellvertretenden Opfertod des Messias z. Es ist eine Gabe, ein Geschenk, das wir annehmen müssen.

Es zeugt von Stolz, wenn wir dieses Geschenk ablehnen. Wir lehnen es ab, wenn wir ständig versuchen, aus eigener Kraft heraus Gesetze einzuhalten, worauf wir dann auch noch stolz sind.

Jahuschuah ist es, der es für und in uns bewirkt. Unsere Selbstdisziplin im Sinne der Eigengesetzlichkeit, mit der wir gerne vor anderen glänzen, ist eine verwerfliche Eigenschaft der Macht Satans über uns.

Und sie nimmt oft sehr eigenartige und böse Züge an. Weitere Formen des Stolzes, wie sie nachfolgend aufgezeigt werden, können der Eigengesetzlichkeit folgen: Vor allem treiben die Kritiksucht und die Streitsucht ihre Blüten aus. Er betonte vielmehr immer wieder die Notwendigkeit der Reinheit des Herzens.

Menschen, die aus eigener Kraft heraus das Heil erlangen wollen, betrügen sich selbst, denn der heiligende Geist JaHuWaHs ist nicht in ihnen. Sie haben den Messias nicht im Herzen, der sie grundlegend umwandeln kann. Sie sind irgendwann so sehr mit Blindheit geschlagen, dass sie Finsternis für Licht halten und Lüge für Wahrheit. Solche Menschen sind verblendet, sie haben die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen.

Die Juden waren sehr bemüht das Gesetz des Allmächtigen und ihre zusätzlich aufgestellten Gesetze bis auf den Buchstaben genau einzuhalten; sie wollten aus eigener Kraft vollkommen werden. Sie kannten Teile der alttestamentlichen Schriften auswendig. Er hatte ihnen immer wieder klar gemacht, dass sie in ihrer eigenen Gerechtigkeit nie das Königreich der Himmel erlangen würden.

Traditionen wurden gehegt und gepflegt und sie waren selbstgerecht. Sie hoben ihre eigenen Gesetze über die Schriften des Alten Bundes.

In ihrer Selbstherrlichkeit und ihrem Stolz verstanden sie auch nicht mehr den Inhalt dieser inspirierten Schriften. Der Geist des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs war nicht mehr mit ihnen, obwohl sie davon fest überzeugt waren.

Nachdem der Messias ihnen sagte, Er sei der Sohn des Himmlischen Vaters, behaupteten sie überheblich: Jahuschuah aber antwortete ihnen:. Nun aber sucht ihr Mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die Ich von Gott gehört habe ; das hat Abraham nicht getan. Weil ihr Mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm.

Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen , denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. In diesen Worten stecken tiefgründige Botschaften:. Und auch unser Erlöser spielte die Forderung des Gesetzes nicht herunter. Er zeigte unmissverständlich auf, dass Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Himmels die Grundvoraussetzung für das Ewige Leben ist Matthäus 19,17 ; Offenbarung 14, Durch seinen Glauben in die erlösende Macht der Gnade!

Durch diesen Glauben auf das zukünftige Opfer des Sohnes, und den damit einhergehenden heiligenden Geist des Himmlischen Vaters, war es ihm möglich, das Himmlische Gesetz zu halten. Denn was sagt die Schrift? Wir werden keinesfalls aufgrund unserer eigenen Verdienste belohnt — sondern aus Gnade. Das wusste auch David. David wusste, dass die Tieropfer nur ein Vorschatten auf das zukünftige Opfer des Messias waren, was es erst ermöglichen würde, dass niemand, der Ihm und an Ihn glaubt, den ewigen Tod sterben muss Hebräer 9, , Vers 23; Hebräer 10, , Vers 12; Epheser 5,2 ; Johannes 3, Derjenige ist völlig überzeugt, dass ihn der Geist des Allmächtigen führt, während in Wahrheit der Teufel ihn leitet.

Der Messias wiederholt bedauernd die Worte des Propheten Jesaja:. Ja, man will sich gar nicht heilen lassen. Man will sich selbst heilen. Sie sind trunken, aber nicht vom Wein, sie taumeln, aber nicht vom Rauschtrank. Jetzt soll aber nicht einer denken: Das geht doch nur die Juden und Pharisäer an!

Oh nein, ein Pharisäer steckt in jedem von uns! Auch der Messias sprach besonders Seine Jünger an: Auch sie waren nicht frei von diesem Stolz der Eigengesetzlichkeit und standen in Gefahr, das gar nicht zu erkennen. Sie mussten das erst lernen, aber sie waren willig. Erstaunlich ist, dass sie das Werk während der gesamten Wirkenszeit ihres Erlösers auf Erden nicht wirklich verstanden. Denn auch sie glaubten noch kurz vor Seiner Hinrichtung, Er würde sich selbst befreien und als irdischer König über Israel herrschen wie es die Juden und viele messianische Juden heute noch für die Zukunft glauben.

Denn das war auch die damals jüdische Sichtweise. Sie wollten und brauchten keinen Erlöser, der sie aus der Macht der Sünde loskaufte. Das empfanden sie als nicht notwendig, denn sie hielten ja das Gesetz akribisch genau ein. Wie heute, so dachten sie auch damals, ein Messias würde kommen und sich auf den irdischen Thron in Jerusalem setzen, damit sie wieder eine mächtige und eigenständige Nation mit einem eigenen König werden würden.

Sie haben die Schriften des Alten Bundes nicht verstanden! Dieses Denken war auch bei den Jüngern noch stark verwurzelt und sie wurden davon erst völlig frei, nachdem Jahuschuah zu Seinem Himmlischen Vater zurückgekehrt war und Seinen Geist zu Pfingsten auf sie in Fülle ausgoss.

Sie wurden vom Geist des Himmlischen Vaters durch den Sohn getrieben. Sie hatten nun den Messias buchstäblich in ihren Herzen. Dies war aber nur möglich, weil sie willig waren. Sie wollten von ihrem eigenen Stolz loskommen. Und trotzdem hat nie ein Apostel oder Prophet behauptete, sündlos zu sein.

Gerade die Menschen, die in enger Beziehung mit Jahuschuah lebten, die lieber ihr irdisches Leben aufgegeben hätten, als absichtlich etwas Unrechtes zu tun, haben sich immer wieder eingestanden, dass sie Sünder sind und von Natur aus zur Sünde neigten.

Gerade deshalb vertrauen sie nicht auf ihr eigenes menschliches Können und hielten sich nicht selbst für gerecht, sondern setzten ihre Hoffnung allein auf die Gerechtigkeit des Erlösers Jahuschuah.

Auf diese Weise kann sich der Himmlische Vater in dem Glaubenstreuen offenbaren und ihn reichlich belohnen. Mose 34, , nur preisen, loben und danken! Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest? Überheblichkeit und Selbstüberschätzung sind oft eine Folge der Eigengesetzlichkeit. Ein Mensch, der sich selbst überschätzt, hat ein übertriebenes Selbstvertrauen.

Er ist den Mächten Satans voll ausgesetzt und er merkt es nicht einmal. Warnungen werden in den Wind geschlagen. Es kann sein, dass ein solcher Mensch irgendwann einen gewissen Punkt des Werbens Jahuschuahs überschreitet.

Denn würde er sich rechtzeitig belehren lassen, solange sich der Geist JaHuWaHs noch nicht zurückgezogen hat, würde er vor dem zerstörerischen Einfluss Satans bewahrt werden. Der Selbstüberschätzung gehen oft der Wunsch nach Ansehen und das Erstreben hoher Positionen oder Ämter voraus, in denen wir uns die Ehre der Menschen erhoffen.

Diese selbst sind oft sehr hilfreich für andere, aber wenn sie aus der falschen Motivation heraus vollbracht werden, haben sie negative Auswirkungen auf uns selbst. Es kann sein, dass wir unsere Zeit und unser Geld für wohltätige Zwecke einsetzen, und handeln doch aus purem Stolz und Eigennutz.

Durch den Ruhm, den wir erhalten, überschätzen wir unsere Fähigkeiten immer mehr. So manch einer hat jedoch überhaupt nicht die Fähigkeiten, höhere Ämter einzunehmen oder Projekte durchzuführen.

Aber er glaubt sie zu haben. Er wird immer wieder scheitern und kompensiert es damit, dass er sich im Alltag seinen Mitmenschen gegenüber ständig in gewisser Weise überheblich präsentiert. Es ist ein Mensch, der sich sehr gerne selbst reden hört.

Er prahlt gerne von seinen Taten, die nicht wirklich vorhanden sind. Es geht oft um Nebensächlichkeiten, die es gar nicht wert sind, dass man darüber diskutiert, weil sie grundsätzlich von Menschen unterschiedlich gesehen werden und auch unterschiedlich gesehen werden können. Der Stolz kann auch bei Menschen, die eine führende Rolle im Missions- bzw.

Gemeindewerk innehaben, zu Überheblichkeit führen. Sie halten sich dann oft für sehr wichtig und unersetzlich. Er braucht mich dazu nicht. Braucht Er mich, um das Evangelium der ganzen Welt zu verkündigen? Nein, mich braucht Er dafür nicht. Wenn wir uns aber dabei überheben und stolz werden, uns Seinem Willen nicht beugen und unseren eigenen Weg durchsetzen, wird er diese Aufgabe von uns nehmen und einem Anderen geben.

Alles andere, was für die Verkündigung des Evangeliums notwendig ist, wird Er ihm geben. Wir alle stehen in der Gefahr uns zu überschätzen.

Wir müssen aufpassen, dass wir nicht glauben, wir selbst sind der Mittelpunkt unserer Umgebung; und nur wir selbst können bestimmte Dinge vollbringen; und nur wir selbst sind so intelligent, die Dinge richtig sehen und einschätzen zu können; und nur wir selbst besitzen die alleinige Wahrheit.

Wenn das der Fall ist und wir merken in unserem Stolz nicht mehr, wie überheblich wir sind, dann können wir nur noch auf die Gnade unseres Himmlischen Vaters hoffen: Es ist das Schrecklichste, was passieren kann.

Wenn wir endlich aufhören nach irdischen hohen Dingen zu streben. Er wird nicht auf andere herabsehen, ob sie ihm sympathisch sind oder nicht; er behandelt alle gleich, ob sie ihm freundlich gesinnt sind oder nicht.

Nennt auch niemand auf Erden euren Vater ; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen ; denn einer ist euer Meister, der Messias. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Die selbstherrliche Meinung sieht derjenige, der sie von sich hat, leider am wenigsten, und deshalb ist sie auch so schwer abzulegen. JaHuWaH kann aber zu einer Person, die nur sich selbst lebt und sich selbst immer an die erste Stelle setzt, keine Beziehung aufnehmen.

Die Selbstverherrlichung steht allem Glaubenswachstum im Weg. Denn wie kann sich jemand verändern, wenn er so sehr von sich überzeugt ist und sich bereits für vollkommen hält?

Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! Der Selbstzufriedene strebt nicht unbedingt nach hohen Ämtern und Aufgaben, denn er ist recht zufrieden, so wie er ist. Er überschätzt sich in dem Sinne, dass er sich völlig falsch einschätzt.

Er meint, er macht alles richtig und ist überzeugt, dass er alles hat, was er auf dem Weg zum Ewigen Leben braucht. Er schwimmt mit der Masse mit und fühlt sich wohl. Selbstzufrieden wird jede Warnung und jedes neue Licht, das ihm offenbart wird, in den Wind geschlagen. Ja, er will es auch gar nicht prüfen, weil er doch alles bereits hat.

Stolz und Egoismus verhindern, dass der Allmächtige mehr Licht schenken kann. Haben wir uns einmal in unser bequemes Nest der Selbstzufriedenheit eingenistet, erkennen wir auch unsere Charakterschwächen nicht mehr. Auch damit ist man recht zufrieden. Wir sind aber noch lange nicht an dem Punkt angekommen, wo wir sagen könnten, wir haben die Vollkommenheit erreicht. Auch Paulus bekennt, dass er sie längst noch nicht erreicht hat:.

Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung … [JaHuWaHs] in … [Jahuschuah, dem Messias].

Es ist ein Zustand des Reichtums. Reich an materiellen Dingen und ursprünglich auch reich an geistlicher Erkenntnis.

Nur leider ist ein Laodizeer sehr zufrieden mit diesem Reichtum und ruht sich nun darauf aus. Sind wir nicht alle recht sorglos und schon fast apathisch geworden? Petrus 2,21 , ganz egal, wohin sie auch führen mögen Offenbarung 14,4 , gar nicht mehr hören? Dem Zeugnis des treuen Zeugen bzw. Gegen unsere Selbstliebe hilft nur das Gold, das im Feuer gereinigt ist: Es ist der Geist der Demut und der Sanftmut. Petrus 1, ; Vers 7. Der Messias ist der Reiniger des menschlichen Herzens Maleachi 3, Korinther 5, ; Vers 3 , wenn der Messias wiederkommt.

Thessalonicher 2,13 durch unseren Erlöser Jahuschuah. Wir brauchen es, damit unsere Charaktere umgewandelt und wir tauglich für den Himmel gemacht werden können. Jahuschuah wird es uns mit Freuden umsonst geben. Siehe, Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme!

Sich selbst zu erkennen ist sehr wichtig. Echte Selbsterkenntnis führt zur Demut und das gibt Jahuschuah die Möglichkeit, unser Herz zu verändern und unseren Charakter zu formen. Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.

Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ja, woher kommen die Kämpfe und Streitigkeiten unter uns? Es ist unser Egoismus, unser Stolz. Wir wollen immer recht behalten, wir sind stur und unbelehrbar. Wir streiten, aber nicht um die Sache JaHuWaHs, sondern um unseren Willen durchzusetzen, damit wir immer recht behalten und unser Ego weiter pflegen können.

Wir streiten, wir kämpfen, wir wissen alles immer besser. Wir geben anderen die Schuld für unser eigenes Versagen und wir müssen uns ständig rechtfertigen, in jeder Situation. Dabei bleibt jedoch die Demut bzw. Ein demütiger Mensch strebt jedoch nach der Liebe, welche niemals zu solch hässlichen Streitigkeiten, Verleumdungen und manchmal sogar zu Hass führt: Die Liebe hört niemals auf.

Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan. Während die Liebe nie vergehen wird, werden aber unsere Sprachen, unsere Erkenntnisse und unsere Weissagungen vergehen. Weil sie nur Stückwerke sind. Es ist nicht falsch, Glaubenspunkte ausführlich zu diskutieren.

Wenn es jedoch den Anschein hat, dass die Diskussion nur dem Selbstzweck dient oder eine Partei oder auch beide, grundsätzlich nicht bereit sind, die Dinge aufrichtig zu prüfen, jeder vielmehr nur seinen Standpunkt verteidigen will, ist es klüger, die Debatte zu beenden.

Es gibt Menschen, die nur immer weiter argumentieren und diskutieren, damit sie nicht zugeben müssen, dass sie falsch liegen. Sie prüfen nicht ehrlich und aufrichtig die Beweislast für oder gegen eine bestimmte Ansicht. Am Ende können dabei sehr eigenartige und teilweise recht törichte Argumente herauskommen.

Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Lehren und Auslegungen auch immer wieder überprüft werden. Und wenn wir auf offensichtliche Fehlauslegungen hingewiesen werden, können wir das dankbar annehmen. Geduld ist so wichtig; aber wie schnell verlieren wir sie anderen gegenüber? Wir müssen auch immer bedenken, dass jeder Mensch auf einem anderen Erkenntnisstand ist. Jeder von uns hat sicherlich schon mal erfahren, dass er zu einer bestimmten Zeit, unter den damals herrschenden Umständen, eine bestimmte Lehre abgelehnt hatte, die er später plötzlich als richtig erkannte.

Man hegt eine gewisse Ansicht über einen längeren Zeitraum, obwohl bereits Hinweise gegeben werden, dass sie mit den biblischen Angaben nicht übereinstimmt; erst später werden uns plötzlich die Augen aufgetan. Unser Himmlischer Vater ist sehr geduldig mit uns. Auch wir sollten diese Geduld für Andere aufbringen. Wir können nie wissen, was im Inneren des Anderen vor sich geht, wir können nicht in die Herzen sehen.

Wir werden uns wohl einmal wundern, wie sehr wir den anderen falsch eingeschätzt haben. Es steht niemandem zu, den Anderen zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Aus Stolz wollen wir unsere eigenen Ideen, Erkenntnisse und unsere eigene Art und Weise, alltägliche Dinge zu erledigen, anderen aufdrücken. Dabei ist oft Streit und Trennung die Folge. Denn die Ansicht der Anderen möchte man gar nicht hören, weil man von der eigenen Handlungsweise so sehr überzeugt ist.

Wenn der andere meist entnervt aufgibt, kommt es zu unschönen Diskussionen und Streit, im schlimmsten Fall hat es die Trennung zur Folge. Ein solches Verhalten ist nicht weise. Es entbehrt völlig den Geist des Messias und ist luziferisch.

Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmütigkeit, die aus der Weisheit kommt! Wenn ihr aber bitteren Neid und Selbstsucht in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit!

Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische. Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig; sie lässt sich etwas sagen , ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften. Allerdings, wie wir in diesen Versen sehen können, erfordert Demut und Sanftmut auch geistliche Reinheit in der Lehre.

Die Einheit und der Friede dürfen niemals auf Kosten der Wahrheit gehen! Das würde dann Einheit in Sünde bedeuten. Er versucht uns so oft die Wahrheit zu vermitteln und uns aus unserer Misere herauszuhelfen. Aber aus lauter Ichsucht und Sturheit lassen wir es nicht zu. Diesen Weg ging z. Er wollte davon aber nichts hören und sein Herz verhärtete sich immer mehr. Er wurde allen Beweisen gegenüber taub und blind.

Ein weiser, demütiger Mensch hat kein Bedürfnis, sich selbst dauernd als richtig beweisen zu müssen und die anderen als falsch. Ein Demütiger kann seine Schuld eingestehen und sich entschuldigen, wenn er etwas Falsches getan oder gesagt hat. Ein stolzer und rechthaberischer Mensch hingegen kann nicht demütig seinen Irrtum zugeben und die Schuld für seine Sünde und seine Fehler auf sich nehmen, weil er von Stolz geblendet ist und deshalb denkt, er sei im Recht.

Ein Beispiel dafür ist Adam. Er schob sein Fehlverhalten sofort auf Eva und sogar auf Seinen Schöpfer! Adam aber beschuldigte erst einmal seine Frau, weil sie ihm die Frucht gegeben hatte, und dann beschuldigte er seinen Schöpfer, weil Er ihm diese Frau gegeben hatte 1. Ein Beispiel für ein demütiges Schuldbekenntnis ist hingegen der Schächer am Kreuz.

Er gestand sofort ein, dass er schuldig war und die Strafe verdiente. Weiter oben haben wir die Rebellion unmittelbar gegen den Schöpfer selbst betrachtet. Es gibt jedoch auch die indirekte Rebellion gegen Seine eingesetzten Ordnungen auf Erden.

Dieser rebellische Stolz betrifft die gesamte Lebensstruktur von der Familie über die Gemeinde, bis hin zu den staatlichen Ordnungen. Der rebellische Stolz ist oft bereits in der Familie vorherrschend. Mose 20,12 ; 1. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern Fehler in der Erziehung machen; kein Mensch ist vollkommen, das gilt auch für Eltern.

Demütige Kinder werden vielmehr daraus lernen und es mit der Hilfe Jahuschuahs mit ihren eigenen Kindern besser machen. Fürsorgliche Eltern werden nichts tun, was ihre Kinder zum Bösen reizt Epheser 6,4. Rebellion gegen die Eltern bedeutet ebenso Rebellion gegen den Schöpfer. Es kann aber auch sein, dass der Mann seine Stellung missbraucht. Warum Eva nach dem Sündenfall dem Adam unterstellt wurde, hat einen einfachen Grund.

Wären beide im Gehorsam zu ihrem Schöpfer geblieben, hätten sie in glücklicher Harmonie unter dem Gesetz der Liebe leben können. Eva hat als erste die Anordnung des Schöpfers missachtet. Sie hat es getan, weil sie etwas Höheres anstrebte, als das, was JaHuWaH für sie bestimmt hatte; und das trotz ihres glücklichen Lebens an der Seite ihres Partners in einer paradiesischen Umgebung. Es handelt sich bei dieser Sünde um eine direkte Rebellion gegen den Schöpfer.

Eva wollte sich über die, ihr vorgesehene Position erheben, und fiel tief. Auch Adam sündigte, nachdem sie ihn überredete, auch davon zu essen. Seine Motive waren wohl eher anderer Natur, aber auch nicht zu entschuldigen. Zukünftig konnten beide nur in Frieden miteinander leben, wenn einer dem anderen untergeordnet war. Aus den genannten Gründen wurde sie nun dem Adam unterstellt 1. Leider missbrauchte der Mann, diese ihm gegebene Vorrangstellung ziemlich schnell, was der Frau allzu oft das Leben sehr schwer gemacht hat.

Wenn sich der Mann auch tatsächlich diesem Haupt unterstellt, und sich von Seinem Geist leiten lässt, kann die Frau als ebenbürtige Partnerin dem Mann zur Seite stehen und die Verantwortung des täglichen Lebens mit ihm teilen.

Nur wenn er sie liebt, wie sein eigenes Fleisch und Blut Epheser 5,28 , wird es eine gesegnete Ehe sein und die Partnerin hat dann keinen Grund sich aufzulehnen und eigene Wege zu gehen. Solange sich der Mann nicht völlig unter die Herrschaft des Erlösers gestellt hat, kann er nicht Haupt der Frau sein.

Wenn der Ehemann unvernünftig ist und seinen Willen gegen den des Schöpfers durchsetzen will, ist es die Pflicht einer jeden Frau, ein solches Verhalten nicht mitzutragen. Denn das Haupt ist immer Jahuschuah selbst. Unter Umständen ist es angemessen, wenn eine Ehefrau unabhängig und eigenverantwortlich von ihrem Mann handelt, und das tut, was sie als vor JaHuWaH richtig erkannt hat. Nachdem David vor Saul geflohen war, hatte er sein Lager in der Nähe der Besitztümer Nabals aufgeschlagen, wo er dessen Herden und Hirten diese ganze Zeit, in der er dort war, vor Plünderungen beschützte Verse Nabals Frau Abigail erfuhr jedoch von der Hartherzigkeit ihres Mannes gegenüber David durch einen seiner Knechte, der sie bat, etwas dagegen zu unternehmen, denn er befürchtete, dass es schlimme Folgen für Nabal haben könnte Vers Abigail erkannte, dass sie etwas tun und die Verantwortung übernehmen musste.

Und sie tat es, ohne sich vorher mit ihrem Mann zu besprechen Vers 19 , denn auch sie wusste, dass er sich nichts sagen lassen würde Vers Er hätte ihr wohl auch nur entgegnet, dass er der Mann und Herr des Hauses sei und sie als Frau das zu tun habe, was er ihr sagte. Abigail ging dieses Risiko nicht ein, sondern packte Vorräte ein, um sie David zu bringen, denn sie wusste, dass er sich an Nabal für sein Verhalten rächen würde Verse Er sicherte ihr zu, dass er keinem etwas zuleide tun würde Verse Abigail, im Gegensatz zu ihrem Mann, wusste, dass der Allmächtige durch David wirkte.

Sie entschuldigte die Unverschämtheit ihres Mannes nicht, bat aber trotzdem um sein Leben. Er sicherte ihr zu, dass er auch später, wenn er über Israel herrschen würde, sich nicht an Nabal rächen werde. Nabal hingegen gab während dessen zu Hause ein Festessen und betrank sich besinnungslos mit seinen Freunden: Zehn Tage später starb er Verse Es steht weder dem Mann noch der Frau zu, über den anderen willkürlich zu herrschen.

Jeder, ob Mann oder Frau, ist grundsätzlich immer dem Schöpfer gegenüber für sein Tun verantwortlich. Keiner sollte dem anderen seinen Willen aufzwingen. Mit Liebe hätte das nichts zu tun. Keiner muss seine Persönlichkeit in die des anderen verschwinden lassen, im Gegenteil:. Diese Liebe kann nur mit echter Demut erreicht werden. Sie hat grundsätzlich das Wohlergehen des anderen im Blick und sieht grundsätzlich seine oder ihre guten Eigenschaften.

Diese Liebe ist es, die auch in Ewigkeit noch herrschen wird 1. Seine Liebe ist der Antrieb für alles Gute. Es gibt keinen kostbareren Schatz als diese Liebe zu besitzen. Deshalb sollten wir sie alle unbedingt anstreben. Rebellion gegen die eheliche Ordnung, ist Rebellion gegen den Schöpfer. Alle demütigen Nachfolger Jahuschuahs werden sich grundsätzlich einander unterordnen Epheser 5,21 , so werden sich jedoch auch die Jüngere den Älteren unterordnen, weil JaHuWaH den Hochmütigen widersteht 1.

Keiner wird etwas aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen tun, sondern einer achtet den anderen höher als sich selbst Philipper 2, Denn nur so kann Einigkeit trotz aller Unterschiedlichkeit des Einzelnen erreicht werden und so kann jeder sein Talent bzw.

Gabe voll zum wohl aller einbringen. Rebellion gegen diese gemeinschaftliche Ordnung ist Rebellion gegen den Schöpfer. Dann ist da noch der Stolz, der sich darin bemerkbar macht, dass Regeln und Gesetze verabscheut werden. Der Messias und auch die Apostel zeigen sehr deutlich auf, dass es nicht uns zusteht, über Obrigkeiten und Regierungen zu urteilen und zu richten oder gar den Gehorsam den regierenden Gewalten und Behörden zu verweigern.

Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.

Diese Aussagen dürfen jedoch nicht falsch verstanden werden. Und wenn eine weltliche Macht Menschen aufgrund ihrer ethnischen Abstammung oder Religion verfolgt und gar umbringt, dann dürfen wir selbstverständlich nicht schweigen.

Generell aber ist es nicht unsere Aufgabe, uns gegen die derzeitige Staatsform, Behörden oder Beamte aufzulehnen. Wie wollen Messias-Nachfolger, die sich heute bezüglich weltlicher Angelegenheiten mit den Behörden und dem Staat anlegen, noch die Botschaft der Liebe Jahuschuahs verkündigen?

Wer will ihnen diesbezüglich noch glauben, wenn sie sich ständig gegen die eingesetzten Obrigkeiten auflehnen und streiten? Es werden Zeiten kommen, in der der Glaubenstreue sich tatsächlich gegen die Gesetze der Regierungen stellen muss, und zwar dann, wenn Gesetze erlassen werden, die offensichtlich im Gegensatz zum Gesetz JaHuWaHs stehen.

Wie aber will man dann Zeugnis für unseren Erlöser ablegen siehe Matthäus 10,18 , wenn man schon vor dieser Zeit als streitsüchtig, lieblos, feindselig, besserwisserisch und rebellisch, oder gar als Gesetzesbrecher und Vorbestrafter in weltlichen Angelegenheiten bekannt ist? Was ist unsere Aufgabe als glaubenstreue Jahuschuah-Nachfolger: Diese Welt einen besseren Ort im politischen und wirtschaftlichen Sinne zu gestalten, gegen die derzeitige Politik und Wirtschaftsform zu demonstrieren und weltliche Gesetze zu boykottieren?

Oder doch eher möglichst vielen Menschen das Evangelium zu verkünden, damit sie von dieser, dem Untergang geweihten, sündigen Welt gerettet werden können? Können wir dieser Aufgabe nachkommen, wenn wir uns ständig mit den weltlich-politischen Angelegenheiten beschäftigen und unsere ganze Kraft aufwenden, um gegen die Regierung und Behörden zu kämpfen?

Regierende, der sein Amt missbraucht, wird sich einmal vor seinem Schöpfer verantworten müssen. Der heidnisch-römische Statthalter Pilatus traf deshalb auch weniger Schuld an der Verurteilung des Messias, als die Juden Sein vorgebliches Volk , die Ihn auslieferten. Jahuschuah sprach zu Pilatus:. Dieser Messias kritisierte sie jedoch als Heuchler und stellte klar, dass Er keineswegs ein irdisches Königreich errichten würde.

Er vermittelte ihnen vielmehr, wie sie das ewige Himmlische Königreich einnehmen können, es jedoch nicht erreichen werden Matthäus 8, , weil sie Ihn nicht annehmen. Dann stellten sie Ihm die Frage:. Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Sie gaben Ihm einen Denar. Er fragte sie daraufhin, wen sie auf dieser Münze sehen würden.

Sie antworteten, dass es der Kaiser sei. Er gab ihnen nun die kluge Antwort:. Er hielt ihnen vor Augen, dass sie durch den Gebrauch der Münze des Kaisers auch dessen Regierung anerkannten. Auch damit zeigt er ihnen, dass Seine Mission keinesfalls bedeutete, irgendeine weltliche Regierungsform oder ein irdisches Königreich aufzustellen und damit den römischen Kaiser zu ersetzen.

Auch als Ihn einer aus dem Volk bat, ihm bei Erbschaftsangelegenheiten zu helfen, erwiderte Er: Die Erben stritten sich um das Erbe aus Habgier und der Messias wollte ihnen klar machen, dass es nicht Seine Aufgabe war, solche weltlichen Streitigkeiten zu schlichten.

Dafür waren die weltlichen Behörden zuständig. Regierungen stellen gewisse Dienstleistungen für die Bevölkerung zur Verfügung und gewährleisten auch durch Gesetze Schutz und Vergeltung bei Straftaten.

Und das ist die Lehre des Paulus, der selbst von der römischen Regierung aufgrund seines Glaubens hinter Gitter gebracht wurde und dem man sogar nach dem Leben trachtete Apostelgeschichte 21, Und trotzdem stellte er die römische Regierung nicht infrage. Das ist nicht seine Aufgabe als treuer Messias-Nachfolger. Seine Aufgabe war es einzig und alleine das Evangelium zu verkündigen, dass er dabei von römischen Beamten festgenommen wurde, nahm er demütig in Kauf.

Auch die anderen Apostel lehnten sich nicht auf, als der römische Statthalter sie gefangen nehmen wollte; sie stellten seinen Regierungsauftrag nicht infrage. Sie sprachen sich jedoch keinesfalls negativ gegen die Beamten des Hohen Rates des Statthalters aus. Paulus betonte vielmehr vor Gericht, dass er sich vor den jüdischen als auch vor den kaiserlichen Gesetzen nichts habe zuschulden kommen lassen Apostelgeschichte 25, Die Apostel als auch der Messias stellten sich niemals gegen das politische Programm oder System der Römischen Staatsmacht.

Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes. Daniel am Hofe Babylons ist dafür ein wichtiges Beispiel.

Er bemühte sich mit jedem am Königshof in Frieden zu leben und verhielt sich bei allen Angelegenheiten, die nicht im Widerspruch mit dem heiligen Gesetz seines Schöpfers standen, seinen irdischen Vorgesetzten und dem König gegenüber ehrerbietig und gehorsam. Und so bat auch Paulus diesbezüglich den Titus:. Ein weiteres Symptom des Stolzes sind Kritiksucht und Lästerei. Wir sind uns leider oft überhaupt nicht bewusst, welche schrecklichen Folgen das mit sich bringt. Man be- und verurteilt den anderen damit nicht nur, sondern stellt ihn vor unseren Mitmenschen in ein schlechtes Licht.

Es kann soweit gehen, dass der Ruf eines Menschen völlig zerstört wird. Negatives über die Mitmenschen zu reden bzw. Kritiksucht und Lästerei fangen bereits im Elternhaus an. Eltern sollten zum einen darauf achten, dass sie ihre Kinder nicht ständig unnötig kritisieren, denn das entmutigt sie nur, ohne dass Veränderungen eintreten. Verletzende Worte können für Kinder verheerende Folgen haben und dazu führen, dass sie selbst anfangen, andere zu verletzen. Es ist viel wertvoller und zielführender, sie für das Gute zu ermutigen.

Zum anderen sollten sich die Eltern hüten, einander oder Dritte ständig zu kritisieren oder über Andere zu lästern. Ständige Kritik und Nörgelei am Partner kann eine Beziehung vergiften, wirkt lähmend und ist lieblos.

Man fängt an, sich gegenseitig zu beobachten, und schon mit den Blicken wird das Opfer verurteilt. Das ständige Suchen nach den Fehlern der Anderen, auch der Glaubensgeschwister, ist teuflisch. Es gibt immer wieder Leute, die ihre eigenen eigenwilligen Anschauungen über bestimmte Dinge zu einem allgemeingültigen Gebot machen.

Oft wird dann Nebensächliches zu einer Frage auf Leben und Tod erhoben und diejenigen, die sich nicht daran halten, werden kritisiert. Leider fallen gerade solche Menschen in einer Gruppe am meisten auf, sie selbst merken es jedoch nicht. Gerade das Suchen nach dem Bösen im Anderen bewirkt Böses in einem selbst. Sie haben Schwächen und Fehler, die sie zudecken wollen, indem sie die Fehler der anderen aufdecken.

Einige sitzen stolz und selbstgerecht auf einem so hohen Ross, dass sie selbst den Balken in ihrem eigenen Auge gar nicht mehr sehen können. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. Ja, die Zunge, wenn wir nicht lernen, sie im Zaum zu halten, wird uns einmal verurteilen.

Andere Menschen für ihre Verfehlungen anzuklagen, ist eine schreckliche Sünde. Wie reagierte unser Erlöser auf die Anklage der Pharisäer über die Ehebrecherin? Jahuschuah war selbstverständlich gegen Ehebruch, denn es war eine schwerwiegende Sünde.

Aber die noch schlimmere Sünde ist der richtende und anklagende Geist des Menschen. Dieser Geist ist der Geist Satans, des Anklägers. Jeder, der diesen Geist hat, schadet sich damit selbst massiv. So finster wie die Nacht, so finster war es in seinem Herzen.

Wer seinen Bruder verleumdet und seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz; wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter, sondern ein Richter des Gesetzes. Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat, zu retten und zu verderben; wer bist du, dass du den anderen richtest?

Ja, wer sind wir, dass wir einen anderen richten? Wir sind alle lausige Sünder. Und derjenige, der den anderen richtet, noch viel mehr. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?

Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!

Oft, wenn über einen Anderen etwas Negatives weitergetratscht wird, sind die Hintergründe und Fakten gar nicht bekannt. Es führt zu Uneinigkeit und Streit, wo Friede herrschen sollte.

Der Messias segnet deshalb diejenigen, die Frieden stiften Matthäus 5,9. Negative Kritik und Lästerei verhindern Friede und Liebe. Es kommt auch vor, dass einem Mitmenschen seinen Fehler, den er einmal begangen hat, immer wieder vorgehalten wird, obwohl ihm der Allmächtige längst vergeben hat.

Als David Uriah ermorden lies, um seinen Ehebruch mit dessen Frau zu verheimlichen, wurde er von den Anderen für den Rest seines Lebens verurteilt Psalm 13, Dabei war ihm von Seinem Schöpfer längst durch das zukünftige Blut Seines Sohnes vergeben, denn David hatte aufrichtig seine schwere Sünde bereut Psalm Denn wenn uns unsere eigene Sündhaftigkeit bewusst wird, werden wir aufhören auf die Verfehlungen Anderer zu schauen.

Wir werden vielmehr unsere Eigenen genauer unter die Lupe nehmen und dafür um Vergebung bitten. Jedes schlechte und falsche Wort, das wir über unsere Mitmenschen sprechen, wird im Himmel aufgezeichnet. Am Gerichtstag werden wir dafür verantwortlich gemacht Matthäus 12,36 ; 2. Korinther 5,10 ; Römer 14, Sind wir bereits unseren Schöpfer am Gerichtstag zu begegnen? Oder sind wir immer noch dabei, über andere zu tratschen, zu lästern und zu urteilen?

Es gibt natürlich auch eine konstruktive Kritik, die nichts mit Kritiksucht oder Lästerei zu tun hat. Eine solche Kritik ist für jeden wichtig, der sie empfängt. Eine solche Rückmeldung zum eigenen Verhalten ist segensreich, denn oft erkennt man selber seine Fehler gar nicht und konstruktive Kritik gibt uns die Chance, etwas in unserem Leben zu verändern.

Anstelle über unseren Nächsten schlecht zu reden und ihn negativ zu kritisieren, sollten wir versuchen, ihn zu ermutigen. Ermutigung zeigt nicht Verachtung für den Anderen, wie bei der Kritiksucht, sondern Wertschätzung. Wir sollten immer die guten Eigenschaften im Anderen sehen und hervorheben und ihn ermutigen die Schlechten abzulegen, weil wir ihn lieben.

Eifersucht, Geiz und Habsucht gehen Hand in Hand: Ich will nichts von meinem Besitz und Eigentum abgeben, denn es ist meins. Zudem möchte ich auch noch das, was mein Nachbar hat. Warum habe ich nicht so eine gute Ausbildung, so viel Geld, eine solche Begabung, eine so gute Stellung? Während der Neid mehr der Groll ist, den man in sich hineinfrisst, weil andere mehr haben als man selbst, wie Ansehen, Status, den Besitz oder Reichtum, ist die Eifersucht mehr das Gefühl der Konkurrenz mit der Person, von der man denkt, sie ist erfolgreicher, und man müsse das nun aufholen oder irgendwie kompensieren.

Er wollte das haben, was er nicht hatte und ihm vom Schöpfer auch nicht zugedacht war. Jeder Krieg auf Erden beginnt mit dem Neid und der Habsucht. Neid erregt Hass, der so weit gehen kann, eine Straftat zu begehen. Wenn man dem Neid und der Eifersucht nicht Einhalt gebietet, kann es schlimme Folgen mit sich bringen, wie viele Überlieferungen in der Bibel zeigen.

Kains Werke waren hingegen so verkehrt, dass der Allmächtige ihm dafür Seinen Segen verweigerte. Sein Opfer, die Früchte des Feldes, waren grundsätzlich annehmbar vgl. Mose 34,26 , aber es fehlte etwas Entscheidendes: Das Blut eines geschlachteten Lammes, welches das zukünftige Opfer des Messias vorschattete 1.

Korinther 5,7 , machte die Opfer überhaupt erst notwendig. Kain fehlte der Glaube auf die zukünftigen Erlösung Jahuschuahs aus der Sündenknechtschaft. Anstelle zu bereuen und ein annehmbares Opfer im Glauben zu bringen, wurde er eifersüchtig auf Abel. Ein weiteres Beispiel ist Ahab, ein König Israels. Leider war er zu allem Übel auch noch mit einer Frau verheiratet, die noch schlimmer war, als er selbst. Er war sehr reich, wollte aber mehr. Als er eines Tages den Weinberg Nabots sah, wollte er diesen unbedingt haben, weil er sich in der Nähe seines Palastes befand.

Er bot Nabot an, dass er ihm dafür einen bessern Weinberg geben würde oder ihm diesen bezahlen würde 1. Nabot wollte den Weinberg jedoch nicht verkaufen, weil JaHuWaH angeordnet hatte, dass die jeweiligen Ländereien, die bei Besitznahme eingenommen wurden, für immer in der jeweiligen Familie bleiben sollten.

Er reagierte auf die Absage völlig dumm und trotzig wie ein kleines Kind. Kann es sein, dass wir auch manchmal so reagieren, wenn wir etwas nicht bekommen, was wir aber gerne hätten? Als sie erfuhr, warum ihr Gatte so missgelaunt war, schmiedete sie den Plan, Nabot einfach umbringen zu lassen, und ihr Plan ging auch auf. Habsucht hat zum Mord eines unschuldigen Mannes geführt. JaHuWaH aber hat alles gesehen.

Ahab und Isebel hatten bereits viele schreckliche Sünden angehäuft, aber diese brutale Tat an Naboth hat das Fass zum Überlaufen gebracht Verse , allerdings hat Ahab seine Tat bereut, im Gegensatz zu Isebel. Auch der Messias wurde aus Neid den Römern ausgeliefert:. Welchen wollt ihr, dass ich euch freilasse, Barabbas oder … [Jahuschuah], den man … [den Messias] nennt? Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten.

Und auch die Apostel wurden aufgrund des Neides der Juden verfolgt. Solange wir die Qualität unseres Lebens an unserem Besitz, unseren tollen Fähigkeiten, unserer guten Ausbildung, unserer Arbeit, unseres Bankkontos, usw.

Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? Zum Teil werden diese Massenveranstaltungen auch über TV übertragen.

Oft wird dabei ein ständiger Appetit nach mehr Wohlstand und Reichtum geweckt, was die TV-Prediger selbst bereits erreicht haben.

Keinesfalls will man auf etwas verzichten oder gar Schmach oder Leid ertragen müssen. Es ist eine Freiheit, welche die echte Beziehung zu unserem Schöpfer offenbart. Der Stolze ist neidisch auf den Anderen, wenn er etwas erreicht hat oder wenn er Ehre bekommt. Der Demütige wird alles geben, und zwar immer zum Besten für die ganze Gruppe oder Gemeinde; ihm ist es gleichgültig, wer die Ehre bekommt, solange das Gute und Richtige getan wird.

Seid gleich gesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug! Ein stolzer Mensch hat zuweilen auch Probleme, sich mit anderen zu freuen, wenn ihnen Gutes wiederfahren ist oder sie Anerkennung bekommen.

Er hätte es gerne für sich selbst. Andererseits kann er nicht mit Anderen in ihrem Leid mitfühlen, weil er denkt, dass sie es verdient hätten. Von dem spanischen Missionar und Philosophen Raimundus Lullus ist uns der weise Spruch überliefert: Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen. So ist das Ohr zum Hören da, aber der Mund zum Sprechen.

Welches Organ ist wertvoller? Vielmehr tut sich das eine schwer ohne das andere. Deshalb muss niemand neidisch sein auf das, was der Andere hat. Ein Hausherr ging jeden Morgen los, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. Der Hausherr wirbt zu verschiedenen Tageszeiten Arbeiter an. Die Ersten, die er früh morgens einstellt, gibt er einen bestimmten Lohn, den sie zuvor vereinbart hatten. Andere, die später kommen, überlassen die Höhe des Lohnes ihrem Arbeitgeber, sie vertrauten ihm, dass er sie gerecht bezahlen würde.

Als er alle am Abend entlohnte, gab er denjenigen, mit denen er frühmorgens den Lohn aushandelte, den vereinbarten Silbergroschen. Aber auch den anderen, die später kamen, gibt er einen Silbergroschen. Diejenigen, die länger arbeiteten, beschwerten sich, weil sie es ungerecht empfanden, dass nun die anderen genauso viel bekamen, wie sie selbst. Das Ergebnis ist oft ganz anders, als wir Menschen es erwarten. Es geht nicht darum, wie lange wir schon in Seinem Dienst sind und wie viel wir geleistet haben, sondern für JaHuWaH zählt die innere Herzenshaltung.

Sie waren verbittert, als sie erfuhren, dass den Heiden dieselben Segnungen zuteil werden sollten, obwohl sie schon so viele Jahrhunderte in Seinem Dienst standen. Wer anderen die Belohnung missgönnt, vergisst, dass er selbst nur aus Gnade gerettet ist. Unser Erlöser will, dass wir uns vollständig auf Ihn verlassen, ohne ständig nach dem Lohn zu fragen.

Der Beweggrund der Jahuschuah-Nachfolge sollte nicht die Belohnung sein, sondern die Liebe zu unserem Schöpfer und unseren Mitmenschen. Allerdings ist dieses Gleichnis keinesfalls eine Entschuldigung für die, denen zuerst Arbeit angeboten wurde, die es aber ablehnten, in den Weinberg JaHuWaHs zu gehen. Die Arbeiter hatten ihre Arbeitskraft angeboten, wurden aber nicht eingestellt Verse Das Gleichnis will vielmehr aufzeigen, wie schlecht Eifersucht und Neid sind. Wer eine wahrhaftige Liebe für seine Mitmenschen hat, stellt keine neidischen Vergleiche an.

Er kann lediglich die Vollkommenheit des Messias mit seiner eigenen Unvollkommenheit vergleichen. Wer einmal begriffen hat, worum es hier auf Erden tatsächlich geht, wird nicht mehr an den irdischen Dingen hängen. Er wird nicht mehr eifersüchtig oder neidisch auf das sein, was sein Nächster hat. Er wird nicht mehr danach streben, immer mehr zu wollen und immer mehr an Besitz oder eigener Ehre anzuhäufen. Jedem wahren Nachfolger des Messias wird bewusst sein, dass er hier auf Erden als Fremdling lebt.

Das wusste bereits Abraham, Isaak und Jakob Hebräer 11, Wieso hattest du denn nichts gesagt? Als du in deinem Ge- mäuer Hirt auf Herd zu reimen dachtest. Und es nicht fassen könnend, immer weiter ziehen zu müssen und dabei nicht im Geringsten fremd zu sein. Und mit dieser Farbe wollen Sie da reingehen? Hast du gesehen, den Schmerz vorbeigegangen? Ja, ich hab den Schmerz vorbeigehen sehen. Er zog vor meinen Augen vorüber, mit wohltuender Musik, Bestiales begleitend. Musik ist kein Träger von Moral.

Und damit bist jetzt nicht du gemeint. Ich liebe den Garten des Glücks. Die Sprache hat gar nichts angerichtet. Fast in eine Negierung des eigenen Körpers. Ist das hinein oder hinaus? Seine Sprachirritationen und kleinen Sinnverstörungen entwickelt er aus Überschneidungen und der Kontamination von Fremdem, aus dem plötzlichen Abbruch von scheinbar konsistenten Argumentationslinien, die ihren Anfang nicht selten in und aus der Sprachlogik nehmen und sich dann unerwartet gegen diese kehren.

Damit steht Traxler in einer anregenden Auseinandersetzung mit Texten von August Stramm bis hin zu Oswald Egger, ohne dass es epigonal wirkt. Jetzt sind wir aber doch sehr fachlich geworden. Vielleicht ist er aber auch alles das, was ein Gedichtband ist oder sein könnte. Da dieses Buch alle Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Dichtung eröffnet, jede Tür aufkickt oder zuknallt, sich für die Ankunft oder den Anruf bedankt Es sind Wanderzeichen oder Symposien, Zusammenkünfte und Weiterentwickeltes.

Traxler kennt die Bergpfade und Rutengänger. Das ist selten genug und hoch beachtlich. Zuerst kaum ansprechbar, dann ganz zart.

Du hast nie wirklich deine Verlangen gestillt und schützt dich noch gegen den Regen. Ein bootsförmiger Hut als umgedrehtes Kentern. Die Sehnsuchtszeit ist das, was nicht mehr geschehen würde, steht in dem Gedicht Hebräische Sprache von Jacek Gutorow.

Du musst mir also nur sagen, was du nicht mehr willst, dann kannst du diesen Tisch einfach verlassen. Und singend laut in Fröhlichkeit: Je kleiner der Gedanke, umso grösser muss das Kunststück sein.

Trugst das weisse T-Shirt, damit die Flecken, wenn du getroffen würdest, drauf sichtbar sein könnten. Aber das Blut nahm dann einen ganz unerwarteten Verlauf. Zurück auf den Hügel. Authentisch kommst du nie als der Falsche rüber. Losen wir dem Geschirr zu die Gefässe. Konnte mal erkennen, wohin das Heimatgefühl kann.

Woher das Heisshungergefühl kam. Wie immer unvorsichtig verzeihen. So ausgeschlossen kann man dich nicht einschliessen. Jahrhundert in Frankreich entwickelte. Von einem Tag auf den anderen in eine unverständliche Klangwelt versetzt, durchlief das Kind zum zweiten Mal den Prozess der Sprachaneignung. Wie formen Fiktionen meinen Alltag, indem sie in ihm anwesend sind, in Denk- und Sprachpraxis, mein Handeln mit- gestalten?

Und mit welchen, auch künstlerischen, sprachlichen Strategien lässt sich dem entgegenwirken? Elastische Fährten, die von Ohren aus expandieren. Schmirgeln, Schlürfen, Knarzen und Quietschen.

Unwuchten, wo Erosion sichtbar wird. Wo jemand überempfindlich ist, etwas nicht schon versteht. Der Wille des Ichs ist nicht mehr Garant seines Könnens, sondern flimmernder Grund der Architekturen und Ich-Territorien, der Begriffe und vom Ich aufgerichteten Wahrheiten, aus denen es selbst nun lugen und lügen will.

Eine klanglich-anorganische Paronomasie, um auch die strenge Sprache der Lyrikanalyse zu bemühen, beziehungsweise eine Anomalie deutsch-französischer Freundschaft ist ausschlaggebend für die vielleicht schönste Zeile des Bandes: Es ist eine weiche und sanfte, wirklichkeitstaugliche und im Überfluss der Verknüpfungen lebende Tonalität, die nicht nur aufrüttelt, sondern auch denkerisch überzeugt und wieder einmal zeigt, wie sehr Sprache und Denken strukturell bis in die Einzelheiten der Syntax zusammengehören.

In einem Gedicht wird notiert: Warum gelingt das Daniela Seel so gut? Es ist der Eigensinn, der betört, die Art, wie sie die Ablagerungen in den Wörtern ausforscht, wie sie Gefühle darstellt, Bilder auf ihre Glaubwürdigkeit abklopft, das eigene Erinnern seziert.

Dann diese, die blattförmige Störung. Ja reiten sie denn, die alten Weisen? Gewöhnungen vorgelagert, schlägt Welle an und erbt einen Strand. Es rauscht wie aus Projektoren. Ich meine es ernst bis genau zu dem Punkt, wo Sie mir entgegenkommen. Aber die Nebengeräusche, die Zähnchen. Ihr schreckliches Keckern über rostroten, verwirbelten Feldern. Ein Tagesmarsch noch ins Basislager. Funken Widerstand über Grenzen des Datenempfangs. Dass niemand die Passage allein durchsteige.

Ich weinte, versuchsweise bei. Soll Liebe derart beschaffen sein, oder zubereitet? Ein Satz wie ein Seil. Woran Fremde mikroskopisch zerstiebt, schüttelt von Schultern Prärie, rippenlicht. Denk an frühe Nächte im Park. Nicht innehalten angesichts solcher Landschaft. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Falbs Gedichtzyklus sprengt alle traditionellen Erwartungen an Lyrik. Statt Metrum, Reim und Strophe regiert das mehrbezügliche assoziative Verknüpfen von prägnanten Bildern und Redeteilen.

Das Gedicht als ein Ort reiner Möglichkeiten. In strömenden, tauchenden und steigenden Sprachbewegungen treibt Falb seinen Text Richtung Erkenntnisgewinn voran.

Hier wird Scholastik mit Wissenschaftsdisziplinen wie Historischer Geologie enggeführt und für die Kunst fruchtbar gemacht. Die Hand derjenigen, die die rites de passage der Lesung nicht durchstehen will die auf sich zeigende Hand der Immanenzebene der Dichtung nicht loslassen, die aus dem goldgestickten Sammetmantel heraussteht. Ortszeit des Texts ad Sprevum. In dieser Lage hilft nicht mehr viel weiter, eines aber hilft immer: Zur Nachtschicht aller Zöglinge der Augenblickskunde.

Es sind altmodische Chansons, also kein Pop in dem Sinn. Die Krypto-Diva steht am Rand und tonlos lacht sie. Dann lacht sie wieder laut, doch tanzen tut sie nicht. Ein Rabe hebt sich in die Lüfte. Neben ihm stürzt ein Wunsch, der keine Flügel hat, in die letzte Tiefe.

Kommt sogleich wieder herauf, stemmt sich über die Kante und singt mit der Diva ein schwieriges und liebes Duett. Die CD wurde kongenial von Andreas Töpfer gestaltet. Lied vom Stiegenhaus Freunde, kommt mit in das Stiegenhaus.

Wir steigen lässig Schritt für Schritt hinauf, bis wir ganz oben unterm Dachfirst stehn, jetzt kann es nur noch in die Wolken gehn, für den Absturz ist später noch Zeit. Der Herbst bei kookbooks. Zum Anschauen hier lang. Wird da, wo abstruse Zwänge wirken, das Konzept von Zwang selbst karnevalisiert?

Dichter, Leser und Idiot haben sich aufgemacht, die brennendsten poetologischen Fragen der letzten Jahre zu beantworten. Das Kirmespony, das jahrelang Nacht für Nacht alles noch einmal durchgemacht hat, ist losgeschirrt. Der Sonntag des Metaphernmenschen dämmert, die Trommel rollt ins Bergwerk zurück.

Es geht um die Dialektik von Schutz und Schutzlosigkeit und darum, was nach der Poesie kommt. Denn wenn das Salz dumm wird, womit wollen wir es salzen? Woher die Konjunktur der Figur des Idioten? Wann wurde die Peepshow endgültig zum Sarg? Und was ist eigentlich mit der Diva passiert? Erfahren Sie, warum Sie wirklich unglücklich sind und woran diese Gesellschaft eigentlich krankt. Lesen Sie Witze, die so unfassbar gut sind, dass der Verlag dazu rät, bei der Lektüre einen Helm zu tragen und finden Sie Türen, wo vorher keinen waren.

Der Essay als Literatur zweiten Grades oder auch: Der Essay aber auch als geistiges Hinterland der Lyrik. Das alles ist ungeheuer turbulent, atemberaubend klug, auch mal überkandidelt, dabei immer anregend, gebildet, stolz, überschwänglich und traurig.

Bleibt nur, dem Idioten, der Diva und der Dichterin ein schönes Fest zu wünschen. Sie werden es nicht bereuen. Indem man sich überfordert, sagt Monika Rinck. Erst einmal streiten diese Essays für etwas, nämlich für das Gedicht und seine Relevanz in der gegenwärtigen Gesellschaft.

Monika Rinck wagt eine Bestandsaufnahme, was die Lyrik heute überhaupt noch will und kann. Und dann streitet dieser Band wider die Ignoranz gegenüber dem Gedicht. Und sie streitet wider den Usus, die Lyrik als geschätztes Kulturgut zu hätscheln und zu tätscheln, ohne sich mit ihrer Gegenwart auseinanderzusetzen.

Auf die selbstgestellte Frage, ob die Autorin gerne schwierig sei, findet sie, wie zu erwarten, keine schnelle Antwort. Doch der direkte Angriff ist die Sache des Idioten nicht. Zunächst muss er parieren, und Rinck pariert im Stile einer Aikido-Kämpferin, die die Energie des Angreifers aufnimmt und gegen ihn selbst wendet.

Der Idiot steht einer Allgemeinheit gegenüber, die ihn nicht versteht, oder zumindest nicht verstehen will. Das letzte aber, was Rinck will, ist, diesem Umstand mit Larmoyanz zu begegnen. Zentrale Begriffe sind Albernheit und Humor. Fühlt sich die verständliche Sprache eigentlich herausgefordert, da es die poetische Sprache gibt? So wie sich die poetische Sprache herausgefordert sieht, von der Tristesse der Verwaltungssprache und dem Einerlei der Mediensprache und dieser Misere etwas entgegensetzen will.

Etwas, das nicht mehr aufgeht in Information und nur unter Verlust von Schönheitssinn und Schuppenmosaik referierbar ist. Ja, sicher, das ist das Mindeste, was ich tun kann, nach allem was geschehen ist. Flammarions Greyout Stirn aushebeln, Gaumen quer, Brille putzen, und los Die Reflexion etwa auf das Sprachmaterial von der poetischen Bewegung zu lösen, sie ins Verhältnis zu setzen, bedeutet, einen Teil ihrer Dynamik anzuwenden: Jeder Ansatz ist im Voraus überformt Wie die Pfeile ins Öde gehen, triftig oder sediert.

Und der Schreck vor der Erstreckung bei gleichzeitiger Beschränktheit jetzt. Die Gedichte holen die Sprache der digitalen Welt, der Ökonomie und der Politik in ihren Rhythmus und spielen sie neu durch.

Dieser Eindruck des Unaufdringlichen und zugleich Reflektierenden verdankt sich der Form, die sie für ihre Texte gefunden hat. Es ist ein Verfahren der Überblendung, das die Texte bestimmt. Das beginnt bei den Wörtern selbst, die kleinen lautlichen Variationen unterzogen werden, auf dass sich Verschiebungen in der Bedeutung zeigen: Rotiere, axial, öffne die Lavapümpchen, hinten, über den Gruben, wo einst die Fittiche, ja.

Voll hehrer abendländischer Referenzfallen ist das ständig überraschende Vokabular dieser Verse und voll ekstatischem Spott über allen hehren Glauben an die reine Tradition. Als würde höchstes Bildungsgut lustvoll mit Autotune-Stimmverzerrer vorgetragen, ergibt sich immer wieder die Frage nach der synthetischen Gemachtheit aller Erfahrungen, die aus dem künstlich spiegelnden Venice-Venedig dieses Bandes heraus auch eine nach der Gemachtheit der Geschlechter ist.

Echtes Begehren, gibt es sowas? Mir wurden Bohnen versprochen. Ich setze die 3 D-Brille ab und bemerke, wie flach der Kopf meines Vorsitzers ist. Überhaupt scheint Verwunderung und Verstörung so etwas wie der Grundantrieb der lyrischen Produktion vom Brockes zu sein.

Und auch ihre Nähe zur bildenden Kunst. Im Zyklus Gemäldegalerie zum Beispiel nimmt sie das in anderen Texten tastende der Spracharbeit zurück zugunsten des Beschriebenen, dessen Tasten wiederum auf die Beschreibung und sein Subjekt zurückwirkt. Vielleicht bin ich es, die sich an ihnen vergeht, wie leblos, die sich einklinkt, um eine Seele zu finden? Diese Vorsicht bedeutet jedoch nicht, dass die Autorin auf Verwegenheit verzichtet.

Behutsam mischt sie Bedeutungsebenen und verwegen zersetzt sie begriffliche Grenzen. Diese Kombination mag paradox klingen, entwickelt in den Texten aber einen ganz eigenen erkenntnisfördernden Reiz.

Anrede Auszug Dass Sie mir fortbleiben, ist wichtig für unsere Leiber, die, Sie werden es zügig bemerken, sich nur durch Pusten kurzzeitig runden, denn sie sind perforiert. Dieses Pusten ist das eigentlich Lächerliche, und dennoch ist es zu würdigen. Es fehlen die Techniker, die herausheben aus dem Humus. Oder doch keine Fanta? Je mehr Menschen Ihnen gestorben sind, desto mehr Augen schauen auf Sie und baden selbst sich als Wasser. Ob aus Ihnen, abgespiegelt und strahlend im blinden Kopfhinterfeld, oder aus dem schrägen ziehenden Ort, durch den sie geschluckt sind.

Und ihre Augen geöffnet, als trüge das Schaudern kein Umriss, wie nur bei Augen, die für immer geschlossen sind. Zum ersten Mal kann ich das sagen. Und nach Jahrzehnten noch gäbe es keine Kartoffelchips im Ausschnitt. Zum ersten Mal kann ich das sagen, weil das Lieben nicht in der Spitze seiner spitz zulaufenden Tüte erstickt; ich liebe Sie. Sie sind mir flimmernd, Sie kennen das, und zwischen uns saust das Sein.

Kunde Das Doktorphantom auf der Terrasse. Wenn du jetzt deine Slipper ausziehst beschützt dich die Schlange oder greift sie dich an? Nein du hast keine Ahnung. Zahlst die Pommes und taumelst bläst in den Pan-Hals, knackst und denkst an Gregor, Saskia oder Ev mit dem dicken, sichtlich erschöpfenden Haar. Sie trägt ihr Kind wie angeboren, dazu ein Broschenaccessoire. Während du reinkriechst, mal wieder die Brüste verspielst beheben und zur Büste versteinst.

Jetzt beschützt dich die Schlange oder greift sie dich an? Jahrhunderts in seiner Missionstätigkeit bis nach Amerika gelangte. Auch der Sektenselbstmord in Jonestown und säkulare Heilsbewegungen wie die Chicago Boys schwingen hinein; zudem gibt es Anklänge an Rockkonzerte und Hausbesetzerszenen. Alles ist erfunden und doch aufs Köstlichste wahr. Denn hier entfaltet der Autor seine Geschichte pietistischer Renitenz in weiten erzählerischen Bögen, ohne diese narrativen Elemente sprachkritisch zu relativieren.

Seine poetische Kraft bezieht der Band aus der Erfindung skurriler Figuren und einer überbordenden Fabulierlust. Das Prosagedicht lässt sich als zugespitzte Mentalitätsgeschichte des heutigen Berlins lesen, die bis ins Jahr zurückreicht.. Am Ende jedoch begeht ihre radikalisierte Sekte Selbstmord. Das Frühjahr bei kookbooks. Ein Vogel im Flug: Ich versuche ihm beizukommen, indem ich seine reale Bewegung durch eine Bewegung des Textes ersetze.

Ich muss das nicht tun. Das Flügelflattern wird als Wort synchron, im Satz beginnt es wieder zu flattern wir sagen: Die Überformung des alltäglichen Lebens durch die konformistische Ökonomie des Kapitalismus muss aufgelöst werden, will man hinter die Kulissen blicken.

Diesen Blick gewährt der in vielerlei Hinsicht erstaunliche und kühne Band tatsächlich, für einen kurzen Moment. Dabei wird die Sprache, ihre Wortmaterialität, ihr fluktuierender Klang, nicht nur Malmittel für die Imagination, sondern zugleich zum zweiten Gegenstand der Wahrnehmung..

In ihren englischen Versen, in der fremden Sprache, erklingt ein lockerer, alltagsnaher, erzählender Ton. Das Gewicht der Welt offenbart sich an den kleinen Dingen. Wie wäre es, wenn man wirklich alles hinter sich lässt? Rike Scheffler verleiht diesen Phantasien durch ihr musikalisches Gespür einen Drive, der eine hypnotische Wirkung entfaltet: Das gefällt den schwarzen Bienen, sie sammeln seit der Steinzeit.

Ein Picknick mit Bienen ist immer auch ein Potluck: Friedlich ist das Summen der Bienen nicht. Ein Therapeut reicht beim Picknick Bestechungsgläser mit Pfefferminzbonbons rum. Darüber die Bienen, eigensinnige Mobiles, die den Wind korrigieren.

Welche geheimnisvollen Botenstoffe treiben sie an? Welche Schwarmbindungen gehen sie ein? Wenn seine Einschätzung zutrifft, dann vermittelt uns Karla Reimert eine Form von Wahrheit, weil es existenzielle Fragen sind, die unser Leben als Schatten wirft und die in diesem Band poetisch in den Blick des Lesers gerückt werden. Das tröstet insofern, da der Abschied von ihren Gedichten ein Abschied auf Zeit ist, weil man diesen Band gern wieder zur Hand nehmen wird.

Geradezu meisterhaft um diesen etwas angestaubten Begriff zu benutzen spielt Reimert auf dieser dialektischen Klaviatur im für mich zentralen Kapitel des Buches: Der Titel kündigt es an. Hier wird religionswissenschaftliches Vokabular mit gedanklicher Reiseerfahrung verknüpft. Das ist einzigartig und in seiner Verknüpfung von Aufklärung und Mystik ein politischer Kommentar zu den Verwerfungen unserer Zeit.

Das macht diesen Text so aktuell wie kaum einen anderen. Und so endet er: Weder dass die Krängung nur ein Buchstabe von der Kränkung trennt, noch das Picknick, oder das es mit schwarzen Bienen stattfindet. Karla Reimert hat ihren ganzen Gedichtband bewundernswert dicht und doch durchlässig gewoben..

Wie kann man den Faden benennen, der alles durchläuft? Dieses Verhältnis von Ehrgeiz und Schmerz, dass sich nur mit grimmigem Humor auflösen lässt? Und so wird dieser Gedichtband wohl noch lange ein Buch bleiben, mit dem ich nicht fertig werde. Das Manuskript zurück mit neunzig Kommentaren. Nicht klar genug die Zusammenhänge zwischen Marienerscheinungen bei Kindern und Verflachung mystischer Erfahrung durch Demokratisierungsprozesse.

Schwankende Haltung, schwer vermittelbare Ambivalenz. Dazu Nebenwirkungen des Heiligen: Ressentiments, Haarausfall und eine schmerzhafte Wundrose im Gesicht.

Bespiegelt, wo genau sich Geschichte mischt mit Humanismus und Theologie. Fehlender Trost von Haustieren. Feiere ein Picknick mit Wein. Lade Kinder zu Besuchen bei Toten. Notizen auf dem Schreibtisch: Gott als Ausweg aus der Sprache ist so gut wie jeder andere auch. Verlängerung der Abgabefrist um weitere drei Monate. Denn in der Arbeit steckt ein stark narratives Element, ich möchte eine Geschichte oder die Geschichte zu einer Geschichte erzählen.

Fotografie kann sich glücklicherweise heute von dem Zwang befreien, sich einordnen lassen zu müssen. Ich arbeite eher phänomenologisch.

Ich versuche, mich Dingen aus verschiedenen Perspektiven anzunähern. Es kann sein, dass ich mit dieser Herangehensweise auch einmal scheitere, aber ich bin auch der Überzeugung, dass ich nicht zwangsläufig zu einem wie auch immer gearteten Ergebnis gelangen muss. Es sind die sinnlichen Wahrnehmungen, die eine Grundlage für die Darstellung bilden. Insofern geht es um Farben, Formen, Geräusche, Gerüche. Es spricht eine rhetorisch versierte globale Playerin, ein Ich zwischen Chart-Analyse und Spekulation, betrieben dank Herdendynamo, müde im Labor.

Man kann daher diese Gedichte durchaus gesellschaftskritisch lesen. Sie sind aber nie so verkniffen oder simpel wie es politischer Dichtung manchmal unterläuft. Nein, Katharina Schultens hat Humor, und ihre Gedichte knistern erotisch Die Börsensprache arbeite ja mit Mystifizierungen, meint Schultens im Gespräch.

Da habe eine Vereinnahmung stattgefunden, die wolle sie rückgängig machen. Gerade die Chartanalyse verwende faszinierende Metaphern: Und dann gebe es Worte, die ganze Heldengeschichten transportieren, oder Fabelwesen, den Bären und den Bullen zum Beispiel Medusa, die für die Entweihung ihres Tempels von Pallas Athene in ein Monster verwandelt worden ist, sei eine Leitfigur ihrer Gedichte, weil sich an ihr die Frage stellen lasse, ab wann ein Verhalten oder eine Formulierung eigentlich monströs werde, erklärt Schultens und wird gleich konkret: Sie interessiere sich für die Prozesse, die ablaufen, wenn das Berufliche ins Private einwandere, wenn Freunde beispielsweise auf einmal auf To-do-Listen landen.

Zum einen schafft sie es als einzige deutschsprachige Dichterin hinter die Fassaden unserer hauptsächlich durch die Finanzwirtschaft hervorgerufenen Krisen zu schauen, zum anderen präsentiert sie damit ein Netz aus Mythen und surrealen Zusammenhängen.

Selbst da, wo ihre Bildkombinationen noch so schrill sind, bringt sie das mit einer fast unheimlichen Selbstverständlichkeit rüber und stellt damit eine glaubwürdige, hochfiktive Realität her. Aber schliesslich produziert die Beobachtung der Beobachtung selbst nur subjektive Realitäten, denen oft der ontologische Verweis verloren geht, so dass sich dieses Konstrukt in reiner Fiktion auflöst.

Da aber ein Beobachter auch immer ein Ausgeschlossener bleibt, hängt man als Leser, also als Beobachter dritter Ordnung, oft ein bisschen in der Luft und bleibt theoretisch nur an der Oberfläche des Textes. Obwohl das mitnichten wenig ist, fallen die Texte tendenziell wieder in die Autoreferenzialität und die Dekonstruktion zurück. Doch das ist jetzt ein Problem der praktischen Theorie. Vergesst sie und geniesst das Buch! Eine gesichtslose Medusa, schlangenumrankt, modisch und mondän gekleidet.

Weil sie mit bedenklicher Leichtigkeit aufzeigen, wie weit die Verquickung von Leben und Kapitalismus fortgeschritten ist. Dass Schultens stellenweise einerseits plakativ wird und andererseits sehr intime Themen aufgreift, verstärkt das noch: Unkommentiert steht die lautstarke Wut auf das System neben der Hilflosigkeit und Verlorenheit der zum Normalzustand geronnenen Entfremdung. Das reibt sich zwar aneinander, schlägt aber deswegen umso mehr Funken..

Oder auch Scheinheiligkeit, Heuchelei. Der Kapitalismus hat kein Gesicht, dafür aber viele Masken, unter denen die Krisen schwelen. Es ändert jedoch zuerst nichts, noch nicht. Denn der Kapitalismus steckt in uns, so wir auch in ihm stecken.

Wir kalkulieren die Menschen um uns, ganz so wie und eben weil sie uns taxieren. Das wirklich Schlimme, das Grauen erregende ist daran, dass wir das nicht mehr realisieren, geschweige denn reflektieren.

Das tut weh, sicherlich. Es mag an ihrer Widerständigkeit liegen. Wer gute Gedichte will, muss sie auch aushalten können. Daneben bin ich froh, so wenig zu wissen. Und das, was ich gerade geschrieben habe, überholt sich doch gleich wieder selbst. Na ja, wenn du mich vielleicht etwas früher gefragt hättest. Und es gibt vielleicht auch ein politisches Moment in diesen Texten, das Anderssprechen, als eine Art Befreiung vom Zugriff, von lähmenden Sinntiraden.

Und nichts gegen Herkömmliches. Mir gefällt einfach nur das Zulassen. Aber jetzt komme ich ins Schwatzen, reime auch schon. Reime mir was zusammen. Über die Landschaften östlich von Isfahan und im Berblinger Weitmoos hätte ich vielleicht noch etwas sagen können. Und über den Garten. Ein Spiel mit der Wahrnehmung von etwas, das so alltäglich ist, dass man es kaum wahrnimmt, es sei denn, man misst ihm Bedeutung bei.

Und bei Showghi hat alles Bedeutung, vor allem das vermeintlich Unbedeutende, das, was man zu übersehen neigt, was die selektive Wahrnehmung aus dem Grundrauschen des Alltags zuverlässig rausfiltert. Assonanzen, Alliterationen, Rhythmus, all das wird behutsam und sicher eingesetzt.

Man kann sie als Vermessung der Zeit, als Orientierung im Raum und Vergewisserung des sich auf diesen Achsen bewegenden Ich und seiner Körpergrenzen lesen. Doch die Suche selbst gerät in Fluss. Liegt Zauber erst einmal auf der Hand, dann schon woanders, lässt sich dieser Vorsprung leicht mit Flurlicht verwechseln und gleich verlieren vor lauter Luft.

Sehen rechts oben einige Fadenwolken, wie uns hier, in der entstandenen Situation. Wir bewegen Tee und Obst und was dazu passt: Zucker als einzelnes Wort mitten im Garten.

Der helle Schein kommt jetzt von der Sonne links oben. Und findet das Kind, das meine Hände, eine Weile auch mit einer Reichweite hat. Hin zur vergehenden Zeit. In dieser entstandenen Situation. Jeder bescheuerte Spiegel fragt: Wer ist die Schönste im ganzen Land? Alle Gesten sind schon da. Das Thesenartige, Essayistische drängt sich hier in den Vordergrund, Szenen und Figuren werden mit nur wenigen Sätzen skizziert.

Das verleiht dem gesamten Text etwas Glasklares, eine erfrischende Kühle des Denkens, die sich oft in faszinierend ungewöhnlichen Bildern niederschlägt.. Dennoch ist es vielleicht symptomatisch, dass dieser Roman abseits der Saison im kleinen und extrem feinen Berliner kookbooks-Verlag erscheint und von einem Autor stammt, der.. Das Buch hat bei aller amüsanter Schrägheit etwas Herbes, Ungeschliffenes; es kommt ohne das Bling-Bling vieler anderer zeitgenössischer Romane aus. Genau darin aber, in seiner Überwindung des Popromans, zeigt sich sein zukunftsweisender Wert.

Es gibt keinen Ausweg aus dem Verbrauch, und die Dinge lachen sich tot darüber. Und dann geht es los, ich kann nichts dafür: Meine Schuhe vibrieren von einem Muhen, eine Kuh fordert ihre Haut zurück, sie will das Leder schrittweise wiederhaben. Dazu ist sie nur kurz in der Lage, mein Blick bohrt ihr ein Vergessen ins Bild. Bisher ist es meistens glimpflich ausgegangen, nur einmal musste ich ein obszön sich aufweichendes, sich nach und nach in alle Einzelteile auflösendes Automobil beobachten.

Doch ich kann den Gedanken nicht loswerden, dass wenigstens die Anorganischen in den Bilderfallen bleiben sollten. Paul ist ein kritischer Mensch, einer derjenigen, die ihre Stimme am Denken schulen wollen, eine selten gewordene Spezies.

Ihr könnt zusehen bei eurem Zerfall, keine Chance. Es gibt die tollsten Apparate, die all das aufnehmen, ihr seht es in Überschärfe am Bildschirm, in irgendeiner Casting-Show, ihr könnt es mit Grafikprogrammen aufbrezeln, falls gewünscht. Die pure Vorbereitung aufs Marketingleben, das Profil- und Exzellenzleben, ein ununterbrochenes Bewerbungsleben, das erbrochene Kontrollleben, ein komfortables Auto- und Handyleben, ein beglaubigtes Vertrags- und Medizinleben und vermutlich auch ein Pluto- und Saturnleben.

Schrei in den Hörer und melde dich mit einem tief empfundenen Hallo, das dir das Trommelfell verdreht, denn du bist mittendrin in diesem einen Leben, wenn du etwas sagen kannst.

Du bist dein eigener Berater, es kommt auf dich an und auf dich zu, denn auch du bist Europa, kannst Europa sein, ganz allein. Dein Gehirn, dein Land, dein Reich komme. Ihre Gestaltung spiegelt das Selbstverständnis einer Gesellschaft, die ihren Platz in der Evolution immer neu definiert.

Der absolutistischen Herrschaftsidee entsprechend, richtete er diese konzentrisch zum Betrachterstandpunkt des Sonnenkönigs aus. Gerechte Hege erbaut uns heute mehr als gebaute Hegemonie. Nicht positivistischer Bildungshunger treibt uns, eher schon suchen wir in den Landschaftskulissen nach Reservaten der Sehnsucht. So hat sich das Projekt Zoo gleichsam invertiert: Kulisse einer Menschensehnsucht, eingebettet in eine Urbanität, die er vergessen machen soll, obgleich sie ihn erst ermöglicht. Letztlich konkurriert er schon heute mit den Freigeländerevieren an den Rändern der Ballungsgebiete, die wiederum längst mit den angestammten Lebensräumen der letzten noch wild lebenden Tiere konkurrieren.

Welche Menschen bauen was für Tiergehege und warum? Mögen die Kamele, wie sie wohnen? Und wie fasst man das in Worte? Schos schmaler Band wiegt auf seine Weise eine Menge staubiger Studien auf und gibt der Erkenntnis etwas zurück, was sie im akademischen Aufklärungs- und Postaufklärungsbetrieb verloren hat: Ihre sinnliche und witzige Komponente, ohne dass dadurch ihr ernstes Anliegen gestört würde, vielmehr wird es dadurch in seiner Ernsthaftigkeit noch bestärkt.

Wollen wir von einem Wunder sprechen? Kein zweiter Pelz so dicht und heute kaum mehr zu bezahlen. Hier in den Speiskübel verladen. Oder einfach zwei Otter, die sich nun eingefunden haben zu einem stillen Komplott und dann zusammen eingeschlafen waren über den Plänen von regennasseren Tagen, einer Idee von Spülung, Unterhöhlung, Strömung und fortgetragen werden. Zu viele endeten hier als Wrack, vor den Küsten ebenso wie in der Stadt. Zwei Ozeane zum Sinken. Lasst mich zum Schlafen hier im herben Liebesrausche.

Blauweinflecken auf den Lippen. Die Freiheit, den Rausch zu verkosten oder an ihm zu nippen wie an einem kostbaren Gift, das Hugenotten herbrachten als Shiraz.

Man kann alles mischen, nicht allein den Wein verschneiden. Warum alles meiden, wozu die ganzen Verbote? Wo bleibt die Zeit? Hat sich nicht gestern erst alles verschoben? Ich kenn den Sog der Strudel und den Strom der Nacht. Ich schiebe mich leise über die Klippen, ein Shark Spotter hisst eine schwarze Fahne: Man ist blind für verwunschene Orte, die durch Verstrichenes in die Zukunft sehen. Nass in nass gleich invertierten chinesischen Zeichen schwimmen wir in tuschschwarzen Teichen, Otter aus Grasschrift, wie Chinesen kalligrafische Schnellschriften bezeichnen, die kaum noch Lesbarkeit erreichen und ganz im Bild aufgehen.

Wir schreiben den Text in die Tiefe eines durchlässigen Elements und verwischen beim Schreiben bereits jede Spur, womit lässt sich das noch vergleichen? Mit der Tanzsprache der Insekten? Oder den Händen eines Präfekten, die er in Unschuld wäscht? Den Anfang von etwas wiederfinden, das man nicht selbst begann, gibt es nicht aussichtsreichere Fron?

Sich an irgendetwas halten, das bleibt ein Traum von zwei Ottern im Eimer, vermahlen zu samtweichem Opus caementitium. Warum pfeifen nicht längst alle Spatzen vom Dach, dass Uljana Wolf wieder ein Meisterwerk veröffentlicht hat? Dass ihre Gedichte schön und voller Erkenntnisse, und ja, auch voller Witze und Kalauer sind? Nicht nur indem Wolf Gesetzestexte und Vorschriften in ihre Gedichte webt, verknüpft sie das Alltägliche und das Poltische mit der Poesie.

Ich glaube, es liegt eher daran, dass sie so präzise ist, dass sie neben der Fantasie, neben der Fähigkeit Verknüpfungen herzustellen, über eine Genauigkeit verfügt, die ihre Gedichte so besonders, und so besonders wertvoll machen. Und dann lässt sie die Details explodieren, in einem Gedicht. Aber vorher hat sie ein Netz aus Poesie gesponnen, aus dem sich der Leser weder befreien kann noch will.

Und dieses Netz ist gemacht aus dem, was ist. Pure Gegenwart in einer verwirrenden Klarheit. Produkte, die in Deutschland verkauft werden, müssen auch deutsch beschriftet sein. Was tun Gedichte im Raum einer Kommunikation, die schnelllebig ist und kaum Pausen zulässt? Wohin trägt eine Sprache, die sich über ihre Tragweite nicht sicher ist? Das amortisiert sich nicht. Wenn es dunkel ist, trägt ein Schatten auf die Schicht Licht, die eine Lampe auf die Dunkelheit gelegt hat, eine weitere Schicht Dunkelheit auf.

Wenn es dunkel ist, hebt ein Schatten unter der Schicht Licht, die eine Lampe auf die Dunkelheit gelegt hat, die Dunkelheit wieder hervor. Betritt man sein Zimmer über eine Ru? So greifen Marquardts Texte konstruierend in das ein, was längst schon konstruiert und vorhanden ist und woran doch immer weiter noch gearbeitet wird. Was sich nicht aufrechnen lässt.

Ein Handbuch vom Gehen und Stehen in Gedichtform? Ist etwa Sitzen eine typische Haltung des Denkens? Oder doch lieber liegen, nein hüpfen und springen? Wie ändert Bewegung mein Reden? Zwinkere aus meiner streunenden Form. So überschatte ich den Nebenmann, quetsche Zartheit in seine Taschen. Vom Gehen und Stehen.

Professor Gnu gibt sich optimistisch: Helm aus Phlox, S. Der Fragehorizont, der sich beim genauen Lesen freisetzt, weist der Vorstellungskraft viele Wege. Das erzeugt einen regelrechten Sog, man möchte sich, von diesen Versen geführt, gerne immer weiter aufregend verirren. Mit Lust probiert sich hier die Sprache semantisch, rhythmisch, metrisch aus. Und oft geht es lustig zu in diesen Gedichten, die um ihre Leuchtkraft wissen, auch wenn sie im Zustand der Ruhe liegen: Seine Poesie hat ihre redegewandte, ebenso anmutige wie raffinierte Lebensform gefunden.

Ihr Titel sollte sie bewusst irreführend als Übersetzung ausweisen, um den persönlichen Hintergrund zu verschleiern. Sie wecken sozusagen jene Gedichte, die noch unter der Vorlage schlummerten.

Dadurch gelingt es den Beiden gleichzeitig aufzuzeigen, dass sowohl die AutorInnen als auch LeserInnen jeden Text stets aktualisieren, erweitern, verändern können bzw. Uljana Wolf , Christian Hawkey: Needless to say this never happened. We've been talking about Jackson, ever since the fire went. Vom experimentellen Prosagedicht bis zum guten, alten Endreim scheint für jeden Geschmack etwas dabei zu sein. Das ist nicht ansatzweise so abwertend gemeint wie es möglicherweise klingt.

Welcher Art von lyrischer Prophezeiung man auch seinen Glauben schenken will, Jackson zeigt die Vielfalt ihrer Erscheinungsformen auf. Die griechischen Götter und Giganten waren die Superhelden der Antike. Wie ein monumentaler 3D-Comic erzählt der berühmte Pergamonfries ihre Geschichten. In Marmor gebannte Energie. Defragmentierung der alten Platten. Pulsierende Reappropriation statt Antikenkitsch. Zu den Clips online geht es hier , eine Leseprobe findet sich hier. Falkner will die Konfrontation mit den Idealen vergangener Kunstepochen nicht ironisierend abfedern, sondern die Widersprüche gestalten.

Diesen hochgesteckten Anspruch löst Falkner ein, wenn er lyrisches Pathos, manipulierte Idiome und IT- oder Werbejargon kollidieren lässt. Dazu gehört auch der Mut zu sagen: Warum haben wir nun für die erste umfassende deutsche Ausgabe der Gedichte von Michael Palmer den Titel Gegenschein gewählt?

Es meint den schwachen Schimmer, der durch die Anstrahlung kosmischen Staubs entsteht und in Opposition zur Sonne in dunklen Nächten und fernab aller künstlichen Lichtquellen zu beobachten ist. Alexander von Humboldt hat den Begriff in dieser Weise geprägt. Er bezeichnet im Deutschen auch einfach die Oppositionsstellung zur Sonne.

Der Übersetzer mag es auf seine Arbeit gegenüber dem Original beziehen. Bei Palmer klingt es an seine Vorstellung von der counter-tradition an in der er sich sieht , und bei Celan gibt es Gegenwort und Gegenlicht. In Gegenschein sind vielleicht die vielfältigen Brechungen und Oszillationen angesprochen, die im Werk von Michael Palmer aufschimmern.

Ein wesentliches Paradox dieses Werkes ist es, dass es gerade vermittels seiner vielen Anleihen völlig originär und einzigartig wirkt, dass sich seine vielen Mosaiksteine und Partikeln zu einer neuen unvergleichlichen Sprachmusik fügen, die absolut nichts Epigonales hat oder als Pastiche erscheint.

Der Abglanz wird so zu einem ganz eigenen Leuchten, zu dessen Wahrnehmung verfeinerte Instrumente vonnöten sind. Kosmischer Staub, der auf den Flügeln von Nachtfaltern wiedererscheint. Durch diese Texte werden wir in subtile Welten entführt und erfahren das Glück einer andauernden leichten Erschütterung, sowohl im Sprachlichen als auch im Körperlichen. Genug ist genug ist genug von. Komisch dass deine Hand sich warm anfühlt Schnee fällt sorgsam. Komisch dass die Seite genau zerrissen wurde wo der Schnee anfing.

Es gab nie sehr viel. Es gibt mehr weniger als es gab. Heute ist es 84, 74 und 12 und hell und dunkel. Wir sind nirgendwo sonst. Sein Lächeln fiel auf eine Seite. Hier und da war es sehr hell und dunkel. Das Buch gegen Verstehen. Aus dem amerikanischen Englisch von Rainer G. Das erste Buch von Dagmara Kraus!

Sie schillern und stieben, oszillieren zwischen Sprechweisen, staffeln und streuen Bedeutung; sie sind existenziell, verspielt, polyglott und voller prosodischem Eigensinn. Ehrlich, so haben wir das noch nie gelesen. Aber die Lawine bleibt ja. Die Bedrohung geht nicht weg. Ich glaube, Dagmara Kraus muss so leise sprechen, wie sie spricht, um neben dem ganzen Glanz die Lawinen aushalten zu können.

Deshalb ist sie Dagmara Kraus und nicht Dagmar Krause. Sie schreit nichts heraus, sie spricht ganz leise, und trägt trotzdem alle Lawinen in sich.

Die Lawinen sind nur einen Buchstaben weit entfernt. Im ursprünglichen Wortsinn des Protokolls gibt es einen klebrigen Kern: Ein zusammengeleimtes Buch ist gemeint oder, spezieller: Das steht am Anfang des Buches, wird ihm aber zuletzt eingeklebt. Es gibt die Klebrigkeit der inneren Fixierung, die auf immer wieder erneutes Durchdenken dringt, und es gibt den unvergesslichen Honig an den Schuhen, in der Tasche, an den Fingern, der an den unachtsamen Moment seines Verschüttens erinnert.

Auch dies kann als ein Protokoll gesehen, wenn auch nicht gelesen werden. Oder nehmen wir den Körper als Protokoll unseres Lebens, für den Verlauf der Zeit, dem wir unterliegen. Nehmen wir den Honig als Protokoll des Bienenflugs und als Auskunft über die von ihnen gerade noch erreichbaren Blüten. Die Honigprotokolle sind beinahe quadratisch und ineinander verfugt wie Kacheln. Sie bilden ein Raster, das ihre Ordnung offenbart. Sinne, Affekte, Materialien oder eine Angst, die gestern noch in die Zukunft ging.

Auch davon berichtet das Protokoll. Es wendet sich an Konzepte, die es nicht abstreifen kann: Die Arbeitsteilung erfolgt via Reizschwellen, die eine Folge der Vielfachpaarung sind.

So wird eine hohe Bandbreite von Empfindlichkeiten garantiert. Und wahr reden sie. ION Doch es ist wie beim Bienentanz: Am Ende wird nur noch für die beste Höhle getanzt. Manche Sätze würde man am liebsten auswendig lernen: Innerhalb des einzelnen Texts suchen die beiden menschlichen Hälften einander häufig in Form einer semantischen Rahmenstruktur, die ein zu Beginn gesetztes Thema verändert wieder aufnimmt.

Häufig erinnert die Lautstruktur an gleichsam umarmende Binnenreime, eine in dieser Art innerhalb prosanaher, dezent rhythmisierter Langzeilen überraschend neu wirkende Technik Das Hier und Jetzt und das Gestern. Das ganze Leben, oder besser: Die brauchbare und, ja, die unbrauchbare Sprache, denn eine muss es doch sagen: Viele Anspielungen werden einem entgehen. Ein wiederkehrendes Thema des Bandes ist denn auch die Liebe, und zwar in individueller wie in kollektiver Hinsicht.

Es ist ein zweifelndes, bisweilen verzweifeltes, vor allem ein weibliches Ich, das hier spricht: Es ist schon spät, es wird schon kalt. Vielleicht sollte man sagen: Monika Rinck summt sich durch das Dickicht der Liebesgefühle, nervös, aber willig der Schönheit. Und tatsächlich stehen dann wunderschöne Gedichte neben todtraurigen. So weint einmal die verlassene Geliebte allein und sucht Trost bei ihrem alten Stofftier, ach, wenn es trösten könnte!

Schläuche, Keilriemen, zuckige Teile. Es stürzten die Nadeln, Pfeile, zierlich und keck, fast ohne Kontrolle. Oder Sonja mit der Silberbüchse? Untertriebig hebt die Nase von der Fährte ein gefällter Oktaeder. Ach, verschonet doch die Wälder, statt sie mit Kaputtem vollzustellen. Denn dieser alte Zuber flutet zeitig die Genüsse. Soeben noch munter, in zärtlicher Vereinigung mit den Resten des Blechdachs Schuppen!

Es hatte ein federndes Deck, worauf sie lagerten, drei Masten, und ja, die Masten lüpften und kippten das Ding über die Ecken, und nein, die beiden gingen nicht über Bord. Als Erstes sah ich das alles von unten, da war ich Alge. Dann sah ich es schraffiert von der Seite, da war ich Schilf. Später, als ich Himmel war, sah ich die beiden von oben.

Sie segelten stochernd und zügig, schienen ein Thema zu haben. Dann aber sah ich, wie sie kippten und sanken! Der See nahm sich das Trampolin zu Herzen. Als das geschah, war ich das Ufer gewesen.

Ich schwöre, der See war ich nie! Was sollte ich tun? Ich wurde Grund und wühlte mich hinein. Dann schnellte ich zurück, ja beinah wie ein Trampolin, und spuckte die beiden in hohem Bogen auf die Promenade. Der See kam zu sich, lief wieder in mir zusammen. Nur das Schilf, sonst nichts, bewegte sich. Der Himmel ruhte darüber. Hier kommen sie zusammen: Zusammengebracht hat sie der Wind, der sich zwischen allen Liedern regt.

Er pfeift, er wirbelt, säuselt und klingt, ist heiter und grollt, und am Abend legt er sich und singt uns und alle andern in den Schlaf. Der eigensinnige Wind verbindet die Lieder entlang des Tagesverlaufs zu einer Suite, in der die Kinderwelt des Jahrhunderts Kontakt zu der unsrigen aufnimmt und zu einem rauschenden Fest einlädt. Wilhelm Taubert , Monika Rinck: Man will man ohne ihre blitzschnelle Gegenwärtigkeit, ihr reges Zweifeln nicht mehr weiterlesen.

Seit über zehn Jahren gehören Daniela Seels Gedichte zu den Geheimtipps der jüngeren Lyrik, die sie als Verlegerin mit bekannt gemacht hat. Jetzt ist neben der Verlegerin endlich auch die Dichterin zu entdecken. Daniela Seels Lyrik verfährt kompromisslos auf höchstem ästhetischem Niveau, vermeidet jede falsche Feierlichkeit und spielt das komplizierte poetische Spiel mit der Sprache viel lieber mit ernster Leichtigkeit und aller Lust zum Experiment.

Die Verlegerin von kookbooks hat diesen Verlag nicht nur binnen weniger Jahre zur feinsten Adresse für deutsche Dichter gemacht, sondern erweist sich nun selbst als grandiose Lyrikerin. Nie spürt man intellektuelle Überheblichkeit bei Daniela Seel, nein, nichts ist trocken hier, alles lebt, vibriert, erfüllt und fühlt sich richtig an, schwebt und ist geerdet zugleich. Seels eindringliche Sentenzen könnten zum Bannerzeichen dieser jungen Dichtergeneration werden, die sich nicht im Negieren des Vorgefundenen erschöpft.

Und schon sind es zwei. Und keiner, keiner ist mehr so wirklich alleine. Was meinen wir eigentlich, wenn wir Poesie sagen? Und wo findet das statt, wozwischen, woran? Ihre Sprechweisen sind brüchig, hybrid. Sie unterlaufen, was wir uns unter Gedichten vorstellen, von ihnen erwarten. Über unkonventionelle Grammatik, verrenkte Bilder oder eine Interpunktion, die keiner Norm folgt, vielmehr eine mögliche Lesebewegung strukturiert.

Und beim Stolpern geraten wir in Bewegung, werden als Leser zu Akteuren. Weiss nicht, ob er ein Platz ist. So gesehen sind sie Waffen.

Bücher sind Sammlungen für mich, was gesagt werden kann. Wo treffen sich Hirne. Ich muss das immer im Auge haben. Ich suche nach Klingeltönen. Ich möchte wahnsinnig werden. Und deshalb gibt es auch keine Zustimmung und keine Poesie, sondern nur Kompatibilität und Verneinung. Wenn wir nur unser Zerreissen anerkennen würden.

Wenn du nur dein Zerreissen anerkennen würdest. Zu unserer Zeit ich explodiere vor Sympathie. Und dann hat noch jemand ein Bild von mir gemacht. Aber ehrlich, ich habe keine. Weil das ganze Haus so voll war, der ganze Fahrstuhl, war, wir, wollten.

Ein körperlicher und willentlicher Prozess, der hauptsächlich mit Sog und Verlangen zu tun hat. Zu Schwester Paolina zweite Strophe: Ich fühle mich nicht glücklich, aber bin sehr an das Leben, das ich will, angeschlossen.

Blauer Plastik Grüne Pflanze in grüner Vase. Das ist der Tisch. Steckst du in meinen Füssen. Rote Blüte unter blauem Plastikdach.