Der Vermögensaufbau beginnt mit einem ETF-Depot


Von der nationalistischen Rechten vor allem in Bayern wurde der Abbruch des Ruhrwiderstands als Landesverrat gebrandmarkt. Elf Minderheitenkabinette waren von der Duldung durch Parteien abhängig, die nicht zur Regierungskoalition gehörten. Dann wird sich der Index automatisch anpassen. Ich habe auch stundenlang gegrübelt und mir Gedanken gemacht, welche Gewichtung ich wähle und mich dann so entschieden, wie ich mich letztlich einfach am wohlsten fühle.

ETFs sind ideal geeignet, um langfristig ein stabiles Kernvermögen aufzubauen


Als Autor fehlt einem ja - anders als dem Musiker oder Schauspieler - der direkte Kontakt zum Publikum. Manchmal ist es auch ein bisschen einsam und langweilig in der Schreibstube. Kommentare wie der Ihre motivieren zum Weitermachen. Was das Fachliche angeht: Ich denke, was aktiv gemanagte Fonds angeht, sind wir uns einig. Was die Einzelaktien angeht: Das Argument "Ich möchte die für mich persönlich wichtige Ausschlusskriterien umsetzen" kann ich nachvollziehen.

Auch von Warren Buffet halte ich eine Menge - nun gut, wer tut das nicht ;-. Hier ein paar Aktien, da eine Lebensversicherung, dort ein Bausparvertrag. Das Sammelsurium halt, das sich ansammelt, wenn man sich dem freundlichen Finanzprofi vom Strukturvertrieb oder der Bank anvertraut.

Er selbst hat ja eine Jahres-Wette http: Er hat also kein Problem, in Firmen gleichzeitig zu investieren. Genauso soll es auch sein. Man kauft den Markt, um die Durchschnittsperformance dieses Marktes zu erhalten. Der Markt ist in ständiger Bewegung und eine der am stärksten unterschätzen Kräfte ist "die Rückkehr zum Mittelwert". Kennen wir als das Sprichwort "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel", bzw.

Der Index sortiert Firmen, die wirklich auf dem absteigenden Ast sind automatisch aus und nimmt statt dessen die Aufsteiger auf. Vielleicht ist da ja die nächste Google-Story dabei. Ich als Privatanleger habe werde die Zeit, noch die Kompetenz, um alle guten Firmen aufzuspüren. Stockpicking und Markettiming haben langfristig noch nie funktioniert, da sind sich alle Quellen einig, inclusive Mr.

Das ist eine Wette darauf, dass diese Firmen die nächste Krise nicht nur überleben, sondern auch gestärkt aus ihr hervorgehen. Das mag sein, aber man muss Einzelinvestments immer im Blick behalten.

Das wäre mir zu aufwändig. Letztendlich setzen Sie darauf, dass beispielsweise Fielmann in der Krise weniger stark fällt als der Markt und sich danach dann schneller erholt als der Markt. Ich würde mir so eine Aussage nicht zutrauen.

ETFs schütten auch Dividenden aus. Mir persönlich sind diese Indizes zu eng. Keiner umfasst mehr als Firmen. Der Clou beim passiven Investieren ist ja gerade "den Markt zu kaufen". Das tut man mit diesen Segment-ETFs nicht. Ich finde, dass man hier das Schlechteste aus beiden Welten hat. Gebühren und keine breite Streuung. Hallo Mithrandir, danke für Deinen Kommentar.

Wenn Erstbesucher gleich kommentieren freut mich das natürlich besonders. Was Deine Frage angeht: Ein Euro-Index wäre sicherlich ebenfalls geeignet.

Dann wird sich der Index automatisch anpassen. Deshalb bevorzuge ich breit anlegende Indizes. Die "heilen" sich selbst. Etwaige Verschiebungen bildet der Index einfach nach und ist dann wieder fit für die Zukunft. Mit Firmen ist er deutlich breiter aufgestellt, als der Stoxx Mir persönlich sind Aktien-Indizes, die weniger als Firmen umfassen einfach zu schwachbrüstig. Was die Währungsabhängigkeit angeht: Wenn man sich die Firmen des EMU ansieht u.

Ein ETF für alles. Dazu kann ich mich aber noch nicht durchringen, obwohl ich glaube, dass das durchaus funktionieren könnte. Es ist wohl alles eine Frage der Betrachtungsweise. Langfristig sollten sich doch z. Die Zwei-Fonds-Lösung hat aber den Charme, dass diese auch steuereinfach umgesetzt werden kann. Für manchen mögen steuerlich einfachere Lösungen ebenfalls ein Kaufargument dafür oder dagegen sein. Dadurch würde man zwar minimal an Breite verlieren, aber das Gesamtrisiko etwas absenken, weil Schwellenländer nun mal insgesamt nicht so stabil und berechenbar sind.

Oder mache ich einen Denkfehler? Hallo Michael, klar kann man die Schwellenländer weglassen. Aber nicht aus den von Dir genannten Gründen ;- Die moderne Portfoliotheorie nach Markowitz besagt, dass eine Diverzifizierung des Depots das Risiko senkt und gleichzeitig die Rendite steigert. Das gleicht Schwankungen aus und führt im Mittel zu einem weniger stark schwankenden Portfolio-Wert. Mich würden eher taktisch-operative Gründe dazu bewegen die EM wegzulassen.

Wie viel Geld soll angelegt werden? Fressen die Gebühren da nicht alles auf? Wie "nervig" ist es kleine Beträge anzulegen? Weihnachten kannst Du dann auf 10 Monate zurückschauen und Dir überlegen: War das jetzt gut? Ups, vergessen zu erwähnen: Monatliches Plus jeden Monat: Ich mag es auf jeden Fall bequem kein manuelles Rebalancing , konservativ Risiko und steuereinfach Freibetrag fast auseschöpft. Hallo zusammen, finde den Blog erste sahne, insbesondere weil man hier keinen Duden braucht um euch zu folgen: Ich habe eine Frage zur Market Time?

Nach 10 Jahren habe ich nun nochmal verglichen was der Fond gebracht hat, und siehe da, statt plus hat er minus erwirtschaftet, daher der Grund meine Altersvorsorge eher auf ETF zu stützen. Die Frage die ich mir Stelle ist, jetzt einsteigen oder noch abwarten damit der er Crash nicht alles auffrisst? Wie wichtig ist also der Market Time wenn man auf einen Zeitraum von 35 Jahren schaut?

Als einmal Anlage dachte ich an Bin auf eure Meinung gespannt. Market Timing funktioniert nicht, das lässt sich statistisch belegen. Das Allzeithoch von heute kann die verpasste Einstiegsmöglichkeit von morgen sein, wenn der Markt in den nächsten Monaten noch weitere 30 Prozent zugelegt hat.

Und wenn dann der Crash kommt, bedeutet der vielleicht einen 30prozentigen Kurssturz, und du bist wieder bei Kaufpreisen von heute angelangt, die dir jetzt zu teuer erscheinen, nach diesem hypothetischen Crash aber als Einstiegsmöglichkeit. Wie man es dreht, es ist immer ein Risiko, sowohl zu kaufen als auch zu warten und damit womöglich den günstigen Einstieg verpasst zu haben. Auf dem Blog von Teilzeitinvestor gibt es hierzu diesen Artikel: Kaufen auf dem Allzeit-Hoch?

Last but not least, kämpfe mich gerade durch die unzähligen Blogs und Foren bzgl etf sparplan, macht es Sinn monatlich einen festen Betrag zu sparen z. Der cost average effect würde auf Dauer denke ich gleich sein, frage ist nur mit den Kosten? Hallo Johannes, was das Timing angeht: Geld anlegen ist wie Vater werden. Es gibt immer einen guten Grund gerade jetzt nicht anzufangen.

Ab da ist es dann auch sinnlos Alternativpfade zu verfolgen. Mit diesem ganzen "Was-wäre-wenn" macht man sich nur verrückt. Das stimmt so nicht. Momentan ist es politisch so gewollt, dass diese Art der Rente zum Auszahlungszeitpunkt steuerfrei ist.

Ich vermute aber, das wird in 20 bis 30 Jahren sein. Du wettest hier auf die zukünftige Steuerpolitik. Bedenke aber, das es sich dabei um zwei verschiedene Anlageklassen handelt, die man nur bedingt vergleichen kann. Im Sinne der Diversifikation ist es wichtig verschiedene Assetklassen zu besitzen. Die Rente könnte ein guter Baustein sein. Das kommt auf die Ausgestaltung des Vertrages an. Du wechselst hier die Anlageklasse. Ich würde hier nach operativen Gesichtspunkten entscheiden Gebührenminimierung und einfach umzusetzen.

Wenn Du zwei mal jährlich anlegst, kannst Du das gleich mit einem Rebalancing verbinden. Du musst das dann aber auch durchziehen und nicht rumzicken "Hach, die Kurse sind so hoch Operative und psychologische Gründe sind hier entscheidend, denn egal wann man investiert, den optimalen Zeitpunkt wird man eh nicht erwischen.

Hallo Finanzwesir, Danke für den Tipp. Cost average effect nehme ich an ist zu vernachlässigen richtig? Ob sparplan oder zwei mal im Jahr investieren ist nach meinem Gefühl auf Dauer gleich, oder? Welchen online broker kann man empfehlen? Soll man sich von den Aktionen leiten lassen? Danke für das Feedback für mich soweit nachvollziehbar. Was war für dich entscheidend bei deiner Wahl?

Meiner Meinung nach macht es erstmal Sinn Vermögen aufzubauen,also erstmal in ETFs welche die Dividenden automatisch reinvestieren zu setzen, um dann durch umschwenken auf ETFs die ausschütten passives Einkommen zu generieren? Hallo Johannes, es ist gerade umgekehrt: Alles Ausschütter ;- Gegen die von Dir vorgeschlagene Strategie ist nichts einzuwenden. Hier gibt es meiner Meinung nach kein Richtig oder Falsch, sondern es hängt von den Lebensumständen ab.

In dieser Phase kann man sich monate- oder sogar jahrelang aufhalten. Es gibt immer noch etwas zu bedenken. Es geht nicht darum, auf das letzte Prozent zu optimieren das klappt nie, weil die Zukunft ungewiss ist, siehe auch http: Ok also bist du auch ein Befürworter der sogenannten Dividenden-Aristokraten: Dann machen wir es doch ganz einfach Strategie o. Hallo Finanzmisere und vielen Dank für die informative Seite und guten Anregungen.

Ich bin gerade dabei mir ein Etf- Depot aufzubauen, welches ich mit monatlichen Zahlungen als Sparplan mind. Meine Strategie habe ich nach langem Hin und Her- und intensivem Lesen, vor allem des Strategieplaners justetf. Einmal im Jahr möchte ich ein Rebalancing u. China aus den EM ausscheiden. Ich habe ausschüttende u.

Steuerproblematik anlegen zu können. Der Anbieter der ETF war mehr eher egal. Ich habe auf TER u. Grösse Wirtschaftlichkeit geachtet und neben den Rating-Noten auch die Performance der vergangenen Jahre berücksichtigt. Auf den DAX habe ich erst einmal verzichtet. Auf dem Blog von Ulrich gibt es hierzu diesen Artikel: Danke für die Infos die ich hier gefunden habe! Den Meisten wird es langweilig vorkommen aber da ich gerade mein ETF Depot fertig bekommen habe, stell ich es auch vor: Somit entstehen ausschüttungsgleiche Erträge, die du im Rahmen deiner Einkommenssteuererklärung versteuern musst.

Hallo Markus, danke für den Hinweis. JustETF hat die Linkstruktur geändert. Ich habe das jetzt nachgezogen. Lieber Finanzwesir, Ersteinmal möchte ich mich für die Artikel und generell deinen Blog bedanken.

Ich bin jetzt aktuell 18 Jahre alt und würde diese als Altersvorsorge nutzen, allerdings würde ich noch sehr gerne was Ausschüttendes haben, jetzt stellt sich mir die Frage, was ist sinnvoller? Ein ausschüttenden ETF oder auf Div.

Der Kurs spielt ja hier eig. Hallo Marcel, mit 18 Jahren schon an die Altersvorsorge zu denken ist wirklich sehr vorausschauend. Als 18jähriger hast Du die Zeit voll auf Deiner Seite. Du kannst über Jahrzehnte den Zinseszins-Effekt nutzen. Deshalb ist es klug, früh anzufangen und die gesamten Erträge wieder anzulegen. Bis Du 38 bist, wird sich Deine Altersvorsorge nicht besonders doll entwickelt haben. Dann aber hast Du zwei sehr lukrative Jahrzehnte vor Dir und sitzt dann hoffentlich mit 68 auf einen ordentlichen Geldhaufen.

Damit kommen wir zu Punkt 2: Ausschüttende ETFs beziehungsweise dividendenstarke Aktien. Lohnst sich das für einen so jungen Menschen?

Um wie viel Geld geht es in absoluten Zahlen? Du musst aber die entsprechenden Freistellungsaufträge stellen und das in der Steuererklärung angeben. Es sei denn, Du siehst das als Experiment und möchtest es einfach mal ausprobieren. Oder, ein anderer Grund: Selbst wenn Du nur 5 Euro an Dividenden bekommst, motiviert Dich das weiterzumachen. Dann kauf, was immer Du magst.

Ich persönlich würde mit den beiden ETFs weitermachen, bis ich Das Wichtigste ist ja sowieso die Ausbildung gut zu beenden und dann einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden. Dagegen verblasst alles andere. Bitte gebt mir eine Hilfestellung bevor ich mich später ärgere. Was spricht gegen bzw für diesen ETF.

Hallo Reisender, den Arero hat der Finanzwesir schon mal diskutiert, schaust Du hier: Ich wollte den Kram nicht haben und bezweifele, dass es viele gibt, die das Konstrukt ausser dem Emittenten verstehen. Aber wie und was? Weil ich es so will. Es ist das Zweier-Depot mit einer leichten Europa-Übergewichtung. Ich glaube, dass Europa trotz der ganzen Krisen auf einem guten Weg ist und möchte deshalb meinen Heimatkontinent stärker gewichten. Servus Finanzwesir, erstmal Hut ab! Ich lege selber seit so ähnlich an und denke ebenfalls, dass das kein schlechter Weg ist.

Warum finden sich in deinem persönlichen Wunschdepot das Dreierdepot, dass Du in Zukunft wählen würdest keine Rohstoffe z. Was hältst Du davon? Wichtig ist das aber eh nicht, denn die Aufteilung ist sehr viel wichtiger als der konkrete Anbieter des Index. Kann man so machen. Hallo Finanzwesir, ich bin heute über deine Seite gestolpert und habe mit Interesse einige Artikel gelesen, da ich seit einiger Zeit dabei bin, mir etwas mehr Finanzwissen anzulesen, um mein Geld nicht nur auf dem Tagesgeldkonto zu parken Folgendes ist mir aufgefallen: Staatsanleihen, Unternehmensanleihen mit aufzunehmen als "Sicherheitskomponente".

Bei den Artikeln, die ich bislang auf deiner Seite gelesen habe, war davon keine Rede. Darf ich fragen, warum? Wenn Du nicht so viel Geld hast, dass du die Für den Sparplan zahle ich keine Depotgebühren und nach Auslaufen der Aktionen hat die Comdirect immer noch annehmbare Gebühren.

Daher habe ich mich auch dafür entschieden. Dort bin ich froh um jedes weitere Jahr kostenlose Einzahlungen, kräme mich aber nicht, wenn das Aktionsangebot dennoch ausläuft. Market Timing auf die Performance im vgl. Daher werde ich nach dem Auslaufen der Aktionen ebenfalls auch quartalsweise Sparen umsteigen. Es bleibt sowieso dabei: Änderungen, seien es die Ordergebühren, Replikationsmethode, Steuergesetze o. Auch wenn das Kontrahentenrisiko jetzt nicht verteilt ist Such Dir ein nettes Aktionsangebot, z.

Auch ich versuche mich am Vermögensaufbau u. Volumen recht gut befüllt ist und lt. Bundesanzeiger steuereinfach zu sein scheint. Dies kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, warum das so gemacht wurde keine nähere Infos. Schau Dir dazu mal folgenden link an: Fonds, die dort beheimatet sind, können sich aufgrund zahlreicher Doppelbesteuerungsabkommen eher Quellensteuer zurückholen. Vom Kontrahentenrisiko habe ich immer nur bei Swappern gelesen.

Der UBS ist aber Replizierer bzw. Das hört sich ja interessant an. Danke für den Hinweis, werde mich da nochmal in den Artikel einlesen!

Ich habe zu meiner Frage schon Dummerchen auf https: Ich habe mir jetzt gedacht, dass die Frage eigentlich auch gut hierhin passt und mich auch deine Meinung dazu interessiert. Grundsätzlich möchte ich mein ETF Portfolio möglichst simpel halten. Im Moment beschäftige ich mich damit, eine Soll-Gewichtung zu finden, welche ich für die nächsten Jahre: Aufgrund meiner bisherigen Lektüren, würde ich auch gerne einen Mittelweg zwischen Marktkapitalisierung und BIP nehmen. BIP-Gewichtung und Marktkapitalisierung sind für mich beides -ich nenn sie jetzt mal so- dynamische Ansätze.

Die Gewichtung verändert sich über die Jahre, je nachdem wie wie sich halt die Marktkapitalisierung bzw. Diese Dynamik der Gewichtung finde ich sinnvoll. Grundsätzlich sind ja Szenarien möglich, bei denen ich plötzlich eine Gewichtung habe, welche nicht mehr zwischen BIP und Marktcap liegt oder sogar weit entfernt von beiden sind, was mich irgendwann verunsichern würde.

Übertrieben gesagt zum Verdeutlichen , was mache ich jetzt aber, wenn in 30 Jahren bspw. Oder wenn sich die Marktkapitalisierungen plötzlich so verändern würden, dass mein USA Anteil schlussendlich tiefer ist, als ihre entsprechende Marktkapitalisierung und ihr BIP.

Um den Rebalancierungsvorteil zu nutzen, sollte man ja seine einmal gewählte Gewichtung über den ganzen Anlagehorizont beibehalten.

Darum meine Frage an dich, du hast dich ja auch für einen Mittelweg zw. Wie sieht dieser aus und hat er statische Komponenten? Oder siehst du meine Problematik gar nicht als Problem?

Ich sehe das Ganze nicht als Problem. Wenn sich die Welt verändert, dann darf sich dein Portfolio doch auch gerne ändern. Du musst es ja nicht jedes Jahr aufs Zehntel genau nachziehen. Ich gehe persönlich für mein Depot sowieso davon aus, dass es nicht mal 10 Jahre so bestehen bleibt.

Wer kannte denn vor 10 Jahren bitte schon ETF? Wie der Wesir selber immer sagt: ETF sind nicht die Goldrandlösung, sie sind nur im Moment!

Dann sind insgesamt Denn wir haben dann Euro, Euro und Euro. Hier der Link zur Ing-Diba. Das bestimmte Märkte zB. Regression zum Mittelwert halt dh. Ich beschäftige mich jetzt ca. Warum ist das eine "Unsicherheit" für dich?

Jetzt musst du dir selbst die Frage beantworten Es gibt Leute, die sind mit der Fondslösung schon am zufriedensten, und es gibt welche die lieber an zwei dutzend Positionen bis zur dritten Nachkommastelle herumtüfteln wollen. Da gibt es auch nicht wirklich ein allgemeines "richtig" oder "falsch", sondern jeder soll dass machen, womit er sich am wohlsten fühlt und vom Management-Aufwand noch vernünftig und wirtschaftlich umsetzen kann. Was, denkst du denn, "fehlt" dir noch in deiner Aufteilung, bzw.

Oder zusätzlich Smallcaps und Faktoren wie Value etc. Kann, wie gesagt, aber nicht muss - eben je nachdem, was jeder selbst davon hält. Oder meintest du eher Streuung über weitere verschiedene Anlageklassen? Anleihen, Rohstoffe, Immobilien unternehmen ;- , und so weiter? Kann man machen, klar - wie gesagt, das ist individuell jedem Anleger nach eigenen Ermessen selbst überlassen und es kann da kein allgemeines "das musst du machen!

Am besten ist es, du liest dir selbst die Argumente für und gegen diese Anlageklassen selbst durch und entscheidest am Ende, was dich davon überzeugt und was nicht. Warum dir niemand "von aussen" was zu deinem speziellen Fall vorsagen kann, wird auch klar, wenn man eigentlich mal überhaupt erst auf die Basics zu sprechen kommt, bevor es danach um die Anlageklassen und deren Verteilung geht: Viel wichtiger ist ja doch überhaupt dass du dir erst Gedanken machst, was für ein Anlageziel du hast, welchen Anlagehorizont, welche Risikotoleranz usw Deswegen also als erstes daraus zB.

Mit was für genauen ETFs du dann deinen Risikoanteil im einzelnen bevölkern willst, ist dann erst die Kür nach der Pflicht. Ein Tip, auch wenn das erstmal vllt blöd klingt - dann schau dir die Charts doch auch einfach nicht mehr an?

Wenn es dir zB. Ha, klappt meist doch eh nicht, denn wer schon vorher so vorsichtig rangeht, hat doch gerade im Crash wenn alle Schlagzeilen vom Weltuntergang schreien erst Recht nicht die Nerven, dann All-In zu gehen "was, wenn es noch weiter runter geht? Einfach immer eine bestimmte Summe in einem bestimmten Zeitintervall investieren egal wie die Kurse grad stehen und situationsbedingt rebalancen um die Allokation auf Kurs zu halten.

Das wird natürlich nie die im Rückblick ;- allerbeste Methode sein, aber eben auch nicht die allerschlechteste, und für die meisten Menschen wohl auch immer die entspannteste. Die Erfahrung zeigt ja auch, dass die Risikobereitschaft bei Privatleuten mit steigendem Vermögen oft tendenziell eher nachlässt, weil sich die Gedanken dann immer mehr zuerst mal um die Bewahrung der mühsam zusammengearbeiteten Lebensleistung drehen.

Deswegen, siehe Basics oben, Verlustgrenze und Verteilung der Risikoklassen definieren, Investitionsplan erstellen und dann einfach nur noch stur dran halten. Mit was für ETFs du dass am Ende umsetzt, ist eigentlich fast schon das unwichtigste in der ganzen Kette - aber falls du zu deinem speziellen Vorschlag zum Schluss noch einen Kommentar willst World, Europa, EM, klar kann man so machen, da wird dir hier sicher niemand prinzipiell wiedersprechen.

Ach, und im Ernst: Es gibt nicht den richtigen Einstiegszeitpunkt. Du kannst Dir viele tolle Vorgehensweisen überlegen und z. Deine Einzahlungen auf je 10 Monate zu je 10TE aufteilen. Wenn es dann am Ende des Schläfst Du hingegen besser, wenn Du eher in kleineren Tranchen anlegst, ist da auch ok. Du wirst es eh nicht perfekt machen - musst Du zum Glück aber auch nicht. Kleine Lektüre zum Thema: Oder hast Du im Vorfeld schon an der Börse investiert, jedoch nicht passiv?

Es sei denn die TE sind für dich eher Peanuts, die Du in den nächsten Jahren immer wieder anlegen kannst. Dann ist das natürlich was anderes. Wenn dies wirklich Deine Erstinvestition in Aktien ist, würde ich entgegen meiner persönlichen Vorgehensweise eher zu einer schrittweisen Anlage raten. Dann bist Du nicht von heute auf morgen mit der vollen Investition den "Gezeiten" ausgesetzt.

Vielen Dank für deinen für mich sehr hilfreichen Kommentar und den Link, der der ja exakt auf meine Situation passt. Nach einer Nacht drüber schlafen, werde ich schrittweise investieren - nimmt mir jedenfalls etwas von dem Hin und Her im Kopf. Und ich werde hier einen Alarm setzen, wenn ich loslege.

Eine Auswahl meiner früheren Unbedarftheit um nicht zu sagen Dämlichkeit und meine Glücks:. Nicht zu vergessen, der an meine BU Versichung gebundene Fonds, der zehn Jahre brauchte, um die Verwaltungsgebühren wieder einzuspielen ist seit einigen Jahren auf Eis gelegt.

Ich bin ja eher Europa orientierter, wenn später noch mehr hinzu kommen sollte würde ich dann noch einen für den US-Markt hinzunehmen. Naja, es geht noch nichtmal ums rentieren an sich, sondern überhaupt erst ums möglich-sein.

Die Broker haben Mindestbeträge für ihre Sparpläne https: Also auch wenn natürlich alles besser als nichts ist, wäre es prinzipiell schon besser wenn du deine Sparrate erhöhen könntest. Ich würde den Leuten umso mehr noch, wenn sie ja Anfänger sind generell raten, lieber mehr als weniger zu streuen, und die Basis gleich mit einem ETF auf die ganze Welt zu legen. Das wird bei den kleinen Raten wohl eh nicht wirtschaftlich vernünftig umzusetzen sein, für den Sicherheitsanteil des Kapitals reicht erstmal schon eher ein Tagesgeldkonto.

Aber lieber jetzt beginnen als nie denke ich mir. Der Rest kommt eigentlich immer auf mein Tagesgeld Konto! Danke, dass ihr eingesprungen seid Stefan: Von meiner Seite ist da nichts mehr hinzuzufügen. Ich finde es sehr gut, dass Du anfängst. Heute mit 25 Euro anzufangen ist besser als in einem Jahr mit Euro zu starten. Du sammelst Erfahrungen, stellst fest, was geht und was nicht. Ganz oft habe ich festgestellt: Der Appetit kommt mit dem Essen. Es würde mich nicht wundern, wenn Du in einem Jahr Bilanz ziehst und sagst: Könnte aber mehr sein.

Basics oben, Verlustgrenze und Verteilung der Risikoklassen definieren, Investitionsplan erstellen. Hat sich in den letzten Jahren an dieser grundlegenden Einstellung etwas geändert, oder würdest du persönlich auch im Jahr ein ETF-Depot so strukturieren? Ich hatte mich nur etwas gewundert, da du letztens zwischen den Zeilen für den sogenannten risikofreien Teil Gold und Anleihen-ETFs als Ersatz für hohe Tagesgeldkonten in Betracht gezogen hattest, falls ich mich da richtig erinnere.

Daher hätte es ja auch sein können, dass du auch den rsikobehafteten Teil inzwischen anders strukturieren würdest. Aber falls es irgendwann soweit kommt, wirst du sicher einen neuen Artikel schreiben,. Halb richtig ;- Gold - niemals. Gold ist kein Ersatz für Tagesgeld, sondern für ganz schlimme Zeiten, wenn das Internet abgeschaltet ist und wir unsere Kartoffeln im Vorgarten ziehen. Ja, wenn Du mehr als Dann greift die Anlagensicherung nicht mehr so richtig.

Du bist dann in so einem blöden "Dazwischen". Es geht dann nicht mehr darum Zinsen zu erhalten, sondern im Falle eines Falles das Geld nicht zu verlieren. Die Bundesrepublik Deutschland als solche ist hoffenlich pleiterobuster, als die Banken der Republik. Diese Überlegung steckt dahinter.

Moin Felix, da gehen die Geschmäcker immer auseinander. Ich persönlich finde, dass solche "Quality", high dividend, low volaitility etc. Varianten der Indices nur wieder das verwässern, was ich eigentlich will: Diese Rosinenpickerei hat dagegen wieder den heimlichen Hintergedanken den "breiten Markt" durch irgendwelche Tricks doch noch zu schlagen.

Das kostet aber Gebühren und es leidet natürlich die Marktbreite Titel statt ca. Ich hatte mal eine Artikelserie zu den ganzen neumodischen aufkommenden "Smart Beta"-ETFs geschrieben, unter anderem auch in einem Kapitel den Quality-Faktor genauer vorgestellt. Link unten mitgeliefert, kannst ja mal lesen wenns dich interessiert.

Womit ich persönlich noch Probleme hätte, ist dass du meinst in Quality zu investieren, weil du es irgendwo bei einer Autoritätsperson oder was man dafür hält mal "gehört" hast. Das reicht eigentlich nicht. Wurden denn auch verständliche und überzeugende Argumente mitgeliefert, warum Quality besser sein soll?

Wenn nicht, hätte sich die Sache entweder a gleich erledigt oder b sollte wenigstens zum Anlass genommen werden eigene Nachforschungen zum Sinn und Zweck dahinter anzustellen. Gut, du fragst wenigstens hier nach und hast damit schonmal die Hälfte der Recherchearbeit delegiert, aber trotzdem solltest du dir immer noch verschiedene unabhängige Argumente von Dritten pro UND contra besorgen. Hier ist soweit alles im Rahmen. Die dabei verwendeten Kriterien sind Eigenkapitalrendite, Schwankung des Gewinnwachstums und Verschuldungsgrad.

Prinzipiell ist mir das ja alles recht sympathisch, denn ich würde mich ja auch nicht freiwillig gern bei unprofitablen und hochverschuldeten Firmen engagieren - aber in der Praxis gibt es auch bei jedem noch so gut klingenden System mehr oder weniger immer gewisse Einschränkungen, die man vorher wissen muss um damit umgehen und es richtig einsetzen zu können. Das dazu investierbare Produkt von iShares https: Das wichtigste aber, was man verstehen muss, ist dass es dieses historische langfrist-Renditepremium inwieweit du dran glaubst, dass das auch in Zukunft bestehen bleibt, ist wieder die nächste Frage nicht einfach so "umsonst" gab, sondern quasi nur als "Belohnung" dafür, dass man mittelfristig auch mal Phasen der Unterperformance also schlechtere Renditen als der Standardindex aushält und durchsteht.

Smart Beta ist kein "heiliger Gral" und die klassischen Tugenden der Kapitalanlage, besonders die langfristige und geduldige Herangehensweise, werden auch hier wieder, vielleicht mehr denn je, benötigt. Aber das kann dir wohl auch keiner "von aussen" mal einfach so für dich sagen weder Frau Schwarzer noch Herr Kommentator-Chris. Am Ende ist es dein Geld, und nur du musst ja mit den Konsequenzen deiner Entscheidungen leben.

Damit du die Entscheidung dann auch wirklich souverän triffst und dich auch lange daran halten kannst , ist es eben essentiell, durch eigene Bildung ein wirklich informiertes Abwägen der Pro- und Contra-Argumente zu erreichen. Auf dem Blog von ChrisS gibt es hierzu diesen Artikel: Das war ja auch so beabsichtigt. Der will Aufmerksamkeit und sein Buch verkaufen. Klappern gehört zum Handwerk. Nicht als Widerspruch, aber vielleicht als Ergänzung zu deiner Ergänzung: Das ist ja schon trivial-definitorisch so: Eine Auswahl kann immer nur kleiner sein als die Gesamtmenge, aus der sie genommen wurde.

Das allein wäre für mich noch kein Problem an sich, denn im Prinzip geht es ja nur darum, was man mit der Auswählerei überhaupt beabsichtigt zB. Dass das nicht leicht ist, zeigen ja die aktiven Fonds, die im Prinzip alle das gleiche Streben nach Überrendite durch "Rosinenpickerei" der vermeintlich besten Aktien versuchen und in der Masse den Index langfristig auch nur unterperformen.

Dass es dabei in der Praxis immer zu Kompromissen kommen muss, die auch zu optimistische Zukunftserwartungen dämpfen sollten, ist hoffentlich jedem Benutzer klar, ansonsten werden sie eben auch nur wieder bald von der Realität enttäuscht. Diversifikation generell ist sinnvoll, aber ab einem gewissen Punkt spielt auch die reine Anzahl der Einfluss einzelner Titel verwässert sich also ins unmerkbare weniger eine Rolle als die Art und Charakteristika der wichtigsten Aktien an sich.

Ein Index mit Unternehmen, die alle der selben Branche angehören ist so auch weniger diversifiziert als ein Index mit vielleicht "nur" 20 Firmen, die aber alle aus unterschiedlichen Bereichen sind. Die vermeintlichen Rosinen entpuppen sich dann als verschimmelte Trauben. Wenn man einfach nur eine populistische Definition von "krisensicher" verwenden will, also "macht in Börsenkrisen weniger Verluste als andere", kann man sich schon auf die Suche nach verschiedenen Konzepten machen indem man historische Börsenkrisen untersucht und schaut ob es gemeinsame Merkmale von Aktien gibt, die sich dort besser als der Marktdurchschnitt geschlagen haben.

Denn auch das stimmt: Meist treffen sie unterschiedliche Branchen eben unterschiedlich besonders ja auch wenn die Krise gerade mit einer bestimmten Branche ursächlich zu tun hat. Sowas bezeichnet man dann gern als "defensiven" Sektor. Auch das "Quality"-Konzept an sich muss nicht weniger krisensicher sein, nur weil es "Rosinenpickerei" mit weniger Aktien betreibt. Im Gegenteil, schaut man sich die langfristige Performance an, hat er sich in Jahren, wo der normale World negativ war, stets ein paar Prozentpunkte besser geschlagen als der Standardindex, und auch die langfristige Standartabweichung ist immer etwas geringer gewesen.

Macht ja auch ganz intuitiv schon Sinn - wo möchte ich denn auch in einer Krise eher investiert sein, lieber in Firmen mit hohen Profitmargen, stabilen Gewinnen und niedriger Verschuldung, oder in unprofitablen Schrottfirmen die kurz vor der Pleite stehen? Man muss sich nur mal die Performance des DivDax anschauen, dann weiss man was dieser Versuch einer Dividendenstrategie gebracht hat. Das der DivDax kein gutes Konzept ist, können dir sogar auch ausgewiesene Anhänger von Dividendenstrategien schon sagen.

Das liegt noch nichtmal daran, weil er "zuwenig" Unternehmen enthält, sondern weil die Auswahlkriterien zu "stumpf" sind. Erfolgreiche Dividendeninvestoren schauen eben nicht nur auf die reine Höhe der Dividende allein im Gegenteil, oft ist dann eine zu hohe Dividende schon eher "suspekt" , sondern bezieht eine ganzheitliche Unternehmensbetrachtung mit ein.

Dividendenbeständigkeit und -Wachstumsrate, Ausschüttungsquote sowie allerhand weitere Bewertungszahlen, Umfeld und Entwicklung spielen da noch eine Rolle. Gerade die gering gewichteten Unternehmen werden dann vernachlässigt. Hast du eine Vorstellung, wie viele von den ca. Wo wird die sinnvolle Grenze gezogen? Ehrer bei oder eher bei Unternehmen?

Ich glaube wir sind in unserer Ansicht nicht weit auseinander, aber in einem Punkt sehr wohl: Ich glaube man kann den Markt nich schlagen und daher ist marktbreit für mich eben doch das Nonplusultra. Alle klugen Bewertungsmethoden scheitern daran, dass sie a nur die Vergangenheit betrachten können b auch in der Statistik gerne Rosinienpickerei betreiben.

Heute sind es die Underperformer überhaupt. Auch Eisenbahngesellschaften haben fast Jahre gute Gewinne gemacht. Bis es mit dem Aufkommen des Automobils eben vorbei war damit. Und natürlich kann man das auch mit Zahlen belegen. Aber das sagt ja nix über die reale Rendite aus. Denn in den Blütejahren steigen sie natürlich auch nie so hoch wie die grade angesagten Branchen.

Schönes Beispiel ist zB. Zurückgerechnet hat der laut Eigenwerbung seit jedes Jahr alle anderen Indices der Welt outperformt. Das klingt beeindruckend und zumindest der Rechenaufwand der notwendig sowas überhaupt auszurechnen ist es vermutlich auch.

Aber dennoch ist das ein rein rückwärtsgewandets Rechnen, das sind reine Fingerübungen. Aber was sagt mir das über die Börsenentwicklung bis ? IMO absolut gar nix. Puh, wenn sich da also "unsere Ansichten unterscheiden", impliziert das ja das Ich daran glauben würde. Grad nochmal meinen Text überflogen, ob das irgendwo so stehen würde, nee da liegt wohl mehr Unterstellung vor. Mit einem Streitgespräch kann ich leider auch nicht dienen, wenn es um Positionen geht die ich garnicht habe.

Warum ist das wichtig? Nun, nehmen wir bsp einfach mal den Begriff "Value". Was ist das überhaupt? Was macht eine Aktie zu einer Value-Aktie und andere nicht? Welche Unternehmenskennzahlen nehme ich, um Value zu "beschreiben" und zu messen? Kann ich mit den jeweiligen Kennzahlen überhaupt den Faktor effektiv "einfangen"?

Ob zB ein Low Volatility -Subindex auch tatsächlich eine langfristig dauerhaft niedrigere Volatilität als sein Mutterindex hat, kann nicht einfach so trivial als gegeben angenommen werden, sondern muss auch immer noch hinterher überprüft werden. Dass ein Faktorkonzept dann auch erst "erweisen" muss, ob damit der Markt langfristig und nachhaltig geschlagen werden kann, ist selbstverständlich. Ohne Beweis müsste man ja tatsächlich nur dran "glauben", anstatt historisch belegbare Fakten zur realistischen Orientierung seiner Annahmen zu haben.

Andersherum gesagt, was würdest du denn auch als Beweis, dass der Markt "langfristig geschlagen" werden kann, überhaupt akzeptieren? Was ist langfristig, was ist geschlagen? Wenn du dich wirklich offen damit auseinandersetzen willst, wirst du auch in der akademischen Literatur hunderte Studien zu den genannten Aktien-Faktoren finden, die sie in einer Vielzahl von Marktsituationen und Zeitperioden untersucht haben, alles nur ein paar Googleklicks entfernt.

Wenn du nichts davon akzeptierst, kannst du auch eine eigene Studie betreiben, um sie zu widerlegen. So kommt ja durch ständiges gegenseitiges Überprüfen die Wissenschaft als ganzes voran, nicht mit Dogmatik. Zu studieren, "was gewesen war" ist absolut nützlich, denn das gibt uns eine realitätsbasierte Orientierung, um unsere Annahmen über die Zukunft entsprechend zu verbessern die denn auch woher sonst informiert sein sollen, einfach aus der Luft gegriffen?

Nicht, weil man das einfach so naiv fortschreiben kann, sondern um Zusammenhänge und Prozesse zu erkennen, daraus Modelle zu formulieren, und diese dann in der weiteren Zukunft auf die Probe zu stellen.

Niemand sagt, dass dabei alles absolut und ohne Einschränkungen ist, aber über das Wesen und die Grenzen der Empirie haben sich schon seit einigen Jahrhunderten vor uns viele nicht allzu dumme Leute Gedanken gemacht. Das ist jedenfalls kein besonderer "Denkfehler", der dir als einziger aufgefallen wäre. Wenn du beispielsweise glaubst, dass der Markt nicht zu schlagen ist, woher nimmst du dann auch diese Überzeugung? Puh, also damit ich dich richtig verstehe, wie glaubst du dass beispielsweise der Quality-Index überhaupt funktioniert?

Dass er sich etwa nur einmal vor hundert Jahren seine Aktien ausgewählt hatte, und seitdem nicht wieder angeschaut hat? Verständnis ist Vorraussetzung zur qualifizierten Kritik am Konzept, zum Beispiel mit einem Blick in die frei verfügbaren Methodologies https: Nach einem halben Jahr wird das Ganze wieder getan, und Firmen, die im Peervergleich unprofitabler oder verschuldeter geworden sind werden entfernt zugunsten neuer Aufsteiger.

Du hast doch zuerst die "Krisensicherheit" infrage gestellt, nicht Rendite ;- Und so schlecht haben sich CS dort auch langfristig nicht geschlagen, sondern den SP insgesamt outperformt. Wenn der CS-Sektor in Krisen weniger fällt als andere Branchen, hat er ja auch danach einen viel geringeren Renditeverlust wieder aufzuholen, sondern kann sich einfach gemütlich weiterentwickeln und trotzdem oder gerade deshalb insgesamt vorne liegen.

Muss man auch nicht wissen. Es ging eigentlich nur darum, wie "krisensicher" der CS-Sektor generell ist oder allgemein, dass es überhaupt Beispiele für "krisensicherere" Aktien als der Gesamtmarkt gibt. Wieviele Krisen es in Zukunft noch geben mag ist dabei bolle, sondern eher dass sich aus der Vergangenheitskrisenperformance des CS-Sektors die Annahme nicht Garantie, falls man gleich wieder ins Extrem überspringt berechtigen lässt, dass er die eventuellen zukünftigen Krisen wahrscheinlich er, also relativ auch wieder weniger Verlust erleidet als der Gesamtmarkt.

Naja, wenn ich so mal schnell die Methodology des BDCI überfliege, finde ich da auch keine allzu megakomplizierte Rechenarbeit dass es da schon einen Supercomputer bräuchte, prinzipiell ist das für jeden noch in der heimischen Tbk mit ein paar Skripten machbar. Obs was taugt, kann ich nicht sagen, aber Zertifikate interessieren mich langfristig generell eh nicht, ebensowenig das penetrante Privatanleger-Marketing, und ob die bei ihren Backtests doch mit Lookahead-Hindsight Bias geschummelt haben, wird sich schon zeigen wenn das Papier ein paar mehr Jährchen Praxistest hinter sich hat.

Auch fehlen rigorose akademische Studien, wie es sie eben für die bekannten Faktoren gibt, um das Konzept dazu auch von unabhängigen Dritten zu replizieren und eben auf "Stringenz und Validität" in vielen verschiedenen Märkten und Zeiträumen zu untersuchen, was mir ja lieber ist ;-. So da hätten wir also wieder den Kreis zum Anfang geschlossen, und ich beende das ganze mal mit einer Rest-Synthese:.

Dass der marktkapitalisierte Standardindex beim Investieren das "Nonplusultra" wäre, würde ich nicht behaupten, aber einfach nur weil es für mich generell keine Nonplusultras gibt, sondern immer nur ausreichend gute Kompromisse um seine jeweiligen individuellen Ziele zu erreichen davon ist der MK also einer, aber nicht unbedingt nur der einzige.

Nach gut einer Stunde uff! Durch eure Beiträge und den Artikel haben sich schon viele Fragen geklärt - erste Sahne!

Hier also nun meine Fragen:. Anlagehorizont Jahre oder länger. Ich habe auch stundenlang gegrübelt und mir Gedanken gemacht, welche Gewichtung ich wähle und mich dann so entschieden, wie ich mich letztlich einfach am wohlsten fühle. Anstatt noch viele weitere Monate zu grübeln und immer wieder nicht zu investieren, sollte man am besten einfach mal "mutig" mit einem breit gestreuten Depot loslegen und spüren, wie sich die möglichen hohen Schwankungen anfühlen!

Die Theorie ist das eine, mit echtem Geld bekommt man bestimmt noch ein ganz anderes Gefühl. Von daher vielen Dank für den Blog und die Ratschläge der ganzen Vorposter sowie gutes Gelingen bei den jeweiligen Depot-Entscheidungen!

Aber menschlich ist eben jeder unterschiedlich in seiner Situation und Veranlagung, wichtiger ist also dass der Betrag zu dir "passt" und du ihn langfristig diszipliziniert genug durchhalten kannst. Am Ende ist das langfristige Besparen von ein paar Welt-ETFs sogar eine ziemlich "langweilige" Angelegenheit, sobald die anfängliche Aufregung verflogen ist, und so soll es ja auch sein.

Man schickt dort eben sein Geld hin und gut is', und der Depotstand muss dann auch nicht mehr zwanghaft aller paar Tage gecheckt werden. Vielen Dank für deine tollen und interessante Texte die man wirklich sehr gut versteht! Ich interessiere mich sehr für Aktien und habe sehr lange und intensiv nach ETF's geschaut.

Hallo Alex, was ich davon halte? Wenn Du nicht mindestens 3. Der Zinseszinseffekt besser gesagt geometrisches - dh. Auch ist "Diversifikation" was anderes. Sparpläne können nicht "diversifiziert" sein, sondern nur die Assets selbst an sich, die man damit bespart. Klingt pedantisch, aber saubere Begrifflichkeiten sorgen für eine saubere Anwendung. Was spricht dagegen, mehrere ETF-Sparpläne anzulegen? Danach wieder von vorne, d.

Geht das nicht Ich kenne mich mit den Möglichkeiten der Banken nicht so gut aus? Der Zinseszins ist überhaupt nicht davon betroffen. Solange du nichts verkaufst oder Ausschüttungen vergisst wieder anzulegen, gibt es einen Zinseszinseffekt. Auch die Diversifikation ist nicht davon abhängig, wie genau du die Einzahlungen vornimmst. Die von Dir genannten Indizes sind breit streuend und somit in Ordnung.

Wichtig ist nur, dass du einen wachsamen Blick auf die Kaufkosten hast. Bei Euro Beträgen hängt es stark mit den Sparplankonditionen deines Brokers ab. Zunächst einmal wäre ich auch bereit eine höhere Sparrate von max ,- zu zahlen und des weiteren habe ich vor einen höheren Betrag als Einmal-Investition zu zahlen.

Da die thesaurierenden etfs den Gewinn ja quasi re-investieren habe ich ja schon einen zinseszinseffekt, oder täusche ich mich da?

Wenn der Betrag aber nun auf zwei oder drei Sparpläne verteilt werden muss, dann verringert sich doch auch der Zinseszinseffekt oder nicht? Meine eigentliche Frage ist ob es Kosten erst einmal beiseite gelassen einen Unterschied bei der Rendite macht ob ich ETFs in einem Sparplan ausführe oder ob ich ETFs auf Sparpläne verteile und somit nicht monatlich einen Betrag in einen Sparplan investiere sondern die monatliche Rate aufgeteilt wird. Einen Zinseszinseffekt hast du bei allen Anlagen generell schon, bei dem die Zuwachsfunktion geometrisch ist.

Also irgendwie verstehe ich dich auch nicht so ganz richtig: Wenn das gleich ist, wird auch das Ergebnis gleich sein. ETF-Sparplan bei meinem aktuellen broker: Unabhängig von der schlechteren Diversifikation erziele ich hier doch auch nur eine Rendite pro Sparplan und nicht eine Gesamtrendite wie im ersten Beispiel.

Somit werden dann auch nur die niedrigeren Raten verzinst? Darüber hinaus habe ich so auch kein "Weltportfolio" sondern nur einzelne von einander unabhängige ETFs die sich gegenseitig nicht ergänzen Deine Diversifikation ist in beiden Fällen gleich hoch: Du streust Dein Geld über drei verschiedene Anlageklassen. Da ist nichts schlechter oder besser - ChrisS wies Dich ja schon darauf hin, dass man bei den Begriffen etwas aufpassen muss: Heute kann niemand vorhersehen, welche deiner beiden Kombinationen besser sein wird.

Da Deine Variante 1 eine höhere Aktienquote hat, sind die Chancen hiermit in 35 Jahren besser abzuschneiden sicherlich höher. Eine Garantie gibt es hierauf aber nicht. Deine Unterscheidung zwischen Rendite pro Sparplan und Gesamtrendite ist mir leider nicht ganz klar. Ob dazu jetzt ein Sparplan angelegt wird, der dann drei Buchungen vornimmt oder drei Sparpläne, die jeweils eine Buchung vornehmen, ist im Endeffekt exakt identisch.

Du hast also in 35 Jahren drei Töpfe in die Geld geflossen ist. Jeder Topf wird dabei eine andere Rendite erwirtschaftet haben. Hast Du also 35 Jahre lang zum Beispiel monatlich. MircoR, schau Dir am besten einfach mal die verlinkten Berechnungen an und versuche diese nachzuvollziehen. Du kannst dort auch sehr schön den Zinseszinseffekt erkennen - die erwirtschafteten Gewinne des ersten Jahres werden im zweiten Jahr wieder "verzinst".

Das alleine ist der Zinseszinseffekt. Das die genannten Renditen nur dem Beispiel dienen, ist hoffentlich klar. Ich habe irgendwelche Werte gewählt. Das bedeutet in Deinem Fall: Auf welchen Konten sich das Geld ansammelt ist egal. Du bist immer gleich gut diversifiziert und bekommt immer die gleiche Rendite Genühren mal aussen vor gelassen. Das Weltportfolio besteht aus voneinander unabhängigen ETFs. Das ist doch gerade der Clou daran. Diversifikation durch möglichst geringe Korrelation.

Egal ob sie in einem Sparplan stecken, bei verschiedenen Banken gehalten werden oder sogar von verschiedenen Menschen Ehepaare, die gemeinsam veranlagt werden. Zusammengeführt wird alles in Excel. Wo das Zeug lagert ist belanglos. Warum sollte das bei "Variante 2" denn auch anders sein? Es kommt in bei beiden in etwa das selbe Geld monatlich in den selben ETFs an, die werden sich also langfristig ähnlich entwickeln.

Selbst wenn man noch extra pedantisch sein wollen würde, und sagt dass aufgrund der minimal höheren Aktienteil-Gewichtung die langfristige Rendite vielleicht ein paar Zehntelprozentpunkte besser sein könnte mit entsprechender Volatilität , aber das wäre schon relativ akademisch.

Zumal sich ja der Effekt deiner "Gewichtung durch Einzahlung" mit der Zeit von selbst verschiebt. Die Rendite wird doch nicht "pro Sparplan" betrachtet, sondern auf Gesamtdepotstand-Ebene. Warum soll das zweite Depot auch "schlechter diversifiziert" sein, es sind die selben ETFs in etwa der selben Aufteilung die du ja auch später noch weiter anpassen kannst, wenn du's unbedingt genau haben willst enthalten? Solange du dasselbe Kapital reinsteckst, "verzinst" sich das auch ganz genauso.

Und natürlich hast du ein Weltportfolio mit ETFs die sich gegenseitig ergänzen gerade WEIL sie etwas unabhängig voneinander sind, nur so funktioniert Diversifikation ja überhaupt, mit Anlagen die nicht im Gleichschritt korreliert laufen. Nochmal, ob du mit "einem Sparplan" gleich in mehrere ETFs investieren kannst, oder "mehrere Sparpläne" also für jeden ETF einzeln anlegen musst, ist nur ein brokerabhängige Art die jeweiligen Buchungsvorgänge zu behandeln der eine Broker bündelt die Orders so, der andere hat ein Eins-für-Einen Prinzip , aber macht praktisch bei dem was damit am Ende "hinten rauskommt" keinen Unterschied.

Lass dich davon nicht verrückt machen, und haja probier's doch einfach aus und fang einfach an: Bei Comdirect und Onvista, also bei beiden, kann man beliebig viele Sparpläne einstellen. Um nun auf deine Zahlen zurückzukommen: Ich denke, dass wir dem Missverständnis, dem du unterliegst, am einfachsten auf die Spur kommen, wenn wir bei beiden Brokern mit den gleichen ETFs und den gleichen Anlagebeträgen arbeiten.

Deshalb tue ich jetzt so, als wäre die Variante, die du eigentlich nicht bevorzugst, deine Wunschvariante:. Diese hier dargestellte ETF-Kombination kannst du bei der Comdirect innerhalb eines einzigen Sparplans für Euro realisieren, in dem du bei der Sparplananlage genau diese Werte einträgst:.

Und jetzt kommt das Entscheidende: Die Diversifikation "Weltportfolio" ergibt sich aus deinem Depotbestand. Ich habe mein Verständnisproblem nun glaube ich erkannt.

Daher kann ich auch mehrere Sparpläne ausführen. Ich werde nun schauen dass ich mit drei Sparplänen in drei ETFs investieren werde, dann sollte ich erstmal meine Ruhe haben ;.

Zur Geburt möchte ich unserem Sohn ein Einstandgeschenk machen: Ich glaube zwar, dass ich auch darüber schon mal - hier? Meinst du damit nationale deutsche? Ob das "Sinn" macht ist eigentlich eine relativ sinnfreie Frage: Sinn für Wen, und Sinn Wozu? Der Historie und akademischen Theorie nach haben Smallcaps langfristig etwas Überrendite ggü Standardwerten gebracht mit den üblichen Disclaimern, die ich schon öfter wiederholt hab: Höhere Rendite gibts auch nur aufkosten von höherer Volatilität, phasenweise gibts auch Unterperformance, und ob das alles für die Zukunft genauso gilt, sei jedem selbst überlassen.

Das wird in dieser Dosis deine Gesamtportfoliorendite vllt nur um ein paar hundertstel oder zehntelprozentpunkte aufpimpen, aber haja wenn du sie willst brauchst du dich von niemanden hier abhalten zu lassen. International also richtig Global-Smallcaps ist eigentlich immer der "kleindeutschen" Lösung vorzuziehen, weil diversifizierter. Nö, du scheinst ziemlich davon überzeugt zu sein und willst es durchziehen, darauf kommt es an, nicht das sich jeder um ein paar unwichtige Details streitet.

Nimm deine Motivation und halte damit auch lange genug deine Allokation durch, damit du nach einiger Zeit die Früchte davon siehst.

Na solange der Broker das mitmacht und die Gebühren im Rahmen bleiben, mach was dich glücklich macht: Naja, es geht weniger um konkrete Produktempfehlungen ist ja auch immer so ne Sache ;- , sondern ums allgemeine Prinzip.

Hier mal ein Beitrag zum Thema Investieren fürs Kind: Nur mal so ein paar grundlegende Gedanken dazu: Du kannst für dein Kind eigentlich maximales Renditepotential fahren - es wird ja wohl noch mindestens 18 Ansparjahre geben also Zeit für Wertaufbau , auf Krisensicherheit die nur Rendite kostet muss da eher weniger Wert gelegt werden, da ja im Ggs zur eigenen Altersvorsorge zum Beispiel dein Kind ja anderweitig also durch dich konkret abgesichert ist und nicht das Depot schon zum Leben braucht.

Schick da einfach jeden Monat stur das Geld zB Kindergeld drauf und du brauchst eigentlich überhaupt nicht mehr draufschauen. Zu den ganzen Artikeln freue ich mich auch immer besonders auf Kommentare von euch, da diese immer sehr ausführlich und verständlich geschrieben sind. Vielen Dank also dafür! ThomasG Den hast du gesucht: Breit streuen, Kosten niedrig halten. Hallo MirkoR, In einem nicht genannten Forum würdest du bei dieser Frage mehr oder weniger freundlich auf die Suchfunktion verwiesen.

Es ist eine Art Standardfrage. Die Massenkultur wies in Richtung Demokratisierung, was man von konservativer Seite als geistige Verflachung und Wertverfall auslegte. Gleichwohl wurden die Klassenfronten durch die Massenkultur allmählich aufgelockert: Der romantischen Hinwendung zu Naturerlebnissen entsprach jedoch nicht notwendig eine reaktionäre Gesinnung.

Als Reichspräsident Ebert Anfang als Jähriger infolge einer verschleppten Blinddarmentzündung verstarb, [25] unterlag in der Reichspräsidentenwahl der Kandidat der die Republik tragenden Parteien Wilhelm Marx gegen den Kandidaten der nationalistischen Rechten Paul von Hindenburg. Nur drei von sieben Regierungen in den Jahren bis hatten eine Mehrheit im Reichstag. Das begünstigte jenes staatsautoritäre und republikfeindliche Denken, das von parlamentarischer Demokratie ohnehin nichts hielt und entweder im Geiste einer Konservativen Revolution obrigkeitsstaatliche Lösungen anstrebte oder das Weimarer System durch eine Proletarische Revolution zu beseitigen trachtete.

Als wichtigste paramilitärische Formation dieser Art entwickelte sich der Stahlhelm , neben dem in den späteren Jahren die nationalsozialistische SA an Bedeutung zunahm. Die in der Verfassung vorgesehenen plebiszitären Elemente Volksbegehren und Volksentscheid kamen nur gelegentlich zur Anwendung.

Den Gegnern der Fürstenenteignung verhalf bereits ein Boykott der Abstimmung zum allerdings wenig überzeugenden Erfolg, indem das Quorum Teilnahme der Mehrheit aller Stimmberechtigten an der Abstimmung nicht erreicht wurde.

Es waren letztlich die von der hereinbrechenden Weltwirtschaftskrise hervorgerufenen Finanzierungsprobleme des sozialen Sicherungssystems, bei denen die Gegensätze unüberbrückbar wurden. Indem er die Initiative zu den Locarno-Verträgen ergriff, die Verständigung mit Frankreich erreichte und Deutschland eine gleichberechtigte Stellung im Völkerbund sicherte, führte er die Weimarer Republik aus der Isolation.

Mit dem Berliner Vertrag wurde aber auch für ein weiterhin unbelastetes Verhältnis zur Sowjetunion gesorgt. Bereits seit gab es eine geheime und illegale Kooperation zwischen der Reichswehr und der Roten Armee , bei der in der Sowjetunion Waffen erprobt wurden, die Deutschland vom Versailler Vertrag verboten worden waren: Flugzeuge, Panzer und Giftgas. Die von der Locarno-Politik deutscherseits erwarteten günstigen Auswirkungen kamen immerhin teilweise auch zustande: In dem daraus entstandenen Young-Plan wurde die Frage einer möglichen Erleichterung verbunden mit dem Vorhaben einer endgültigen Regelung der Reparationsfrage.

Statt der im Dawes-Plan vorgesehenen Annuität von 2,5 Milliarden Reichsmark sollten nun in den folgenden 59 Jahren durchschnittlich 2 Milliarden gezahlt werden, zu Anfang 1,7 Milliarden. Mit der Aussicht auf einen, wie man meinte, endgültigen Reparationsplan und angesichts der deutschen Bereitschaft, eine Dauerbelastung bis zu akzeptieren, gestand Frankreich in Parallelverhandlungen einen gegenüber dem Versailler Vertrag um fünf Jahre vorverlegten Truppenabzug aus dem besetzten Rheinland zu.

Für die nationalistische Rechte in Deutschland war vor allem die über Generationen sich erstreckende Dauerbelastung propagandistischer Zündstoff in ihrer Agitation gegen die Weimarer Republik. DNVP und NSDAP führten ein knapp erfolgreiches Volksbegehren und einen an der Abstimmungsbeteiligung überdeutlich scheiternden Volksentscheid gegen den Young-Plan durch, mit dem die Nationalsozialisten sich allerdings propagandistisch landesweit in Szene setzen und am rechten Rand des politischen Parteienspektrums profilieren konnten.

Mitentscheidend war die zunehmende Blockade des parlamentarischen Systems, das ab den 30er Jahren von sich gegenseitig bekämpfenden verfassungsfeindlichen Parteien dominiert wurde. Die Kernkompetenzen des Reichstags — Regierungsbildung und Gesetzgebung — wurden überlagert und ersetzt durch Befugnisse des Reichspräsidenten. Die amerikanischen Kapitalanleger, die zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Weimarer Republik auf der Grundlage des Dawes-Plans wesentlich beigetragen hatten, hatten sich bereits seit bei der Kreditvergabe nach Deutschland zurückgehalten, da die FED im Börsenboom von , der dem Krach vorausging, die Zinsen deutlich angehoben hatte.

Die Investitionstätigkeit kam praktisch zum Erliegen. Zugleich wurde die anschwellende Massenarbeitslosigkeit zur wachsenden Belastung und finanziellen Überforderung des sozialen Sicherungssystems, das eben erst um die Arbeitslosenversicherung erweitert worden war.

Jeweils bezogen auf den Monat Januar stieg die Anzahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen von 2,85 Millionen über mehr als 3,2 Millionen und annähernd 4,9 Millionen bis auf über 6 Millionen Juli konnte durch die Gründung einer Garantiebank und durch eine per Notverordnung durchgesetzte Bankenhaftungsgemeinschaft die Lage mit Hilfe einer verstärkten staatlichen Aufsicht über das Kreditwesen vorläufig stabilisiert werden. Die Zuspitzung war eingetreten, nachdem der Plan einer deutsch-österreichischen Zollunion bekannt geworden war, mit der das im Vertrag von Saint-Germain festgelegte Anschlussverbot Deutschösterreichs an das Deutsche Reich unterlaufen werden sollte.

So bewirkte die Pleite der österreichischen Creditanstalt , dass als Reaktion darauf auch in Deutschland eine neue Rückrufwelle ausländischen Kapitals die ohnehin gebeutelte Republik heimsuchte. Denn parallel zur Krise um die österreichische Creditanstalt wurde bekannt, dass Karstadt in Geldnöten steckte, ebenso die Nordstern-Versicherung. Binnen weniger Tage konnte die Bank dem Ansturm ihrer Anleger nicht mehr standhalten und schloss am Die Dresdner Bank , die ebenfalls mit Krediten für die Nordwolle schwer belastet war, behauptete am Juli , nicht in Gefahr zu sein — und war drei Tage später gleichfalls am Ende.

Nach den beiden allgemeinen Bankfeiertagen vom Juli wurden Abhebungen zunächst nur für dringlichste Geschäfte zugelassen, etwa für die Zahlung von Gehältern. Unterdessen wurden die am meisten gefährdeten Banken mit Geld versorgt. Kredite für die Wirtschaft wurden von Staats wegen verbilligt und die Verzinsung laufender Anleihen reduziert. Die fortschreitende Verunsicherung und politische Vertrauenskrise in der Bevölkerung war damit aber nicht zu beheben. Die damit einhergehende Schwächung des Parlaments war für sie kein Hinderungsgrund, sondern eher ein Ziel.

Bevor Brüning am Dass Brüning jedoch von Anbeginn als Regierungschef in einem zunächst noch verdeckten Präsidialregime fungierte, [35] zeigte sich im Juli , als seine Regierung mit Beitragserhöhungen zur Arbeitslosenversicherung und Steuererhöhungen zur Deckung des Haushalts eine Reichstagsmehrheit suchte. Da diese wegen gespaltenen Abstimmungsverhaltens in der DNVP verfehlt wurde, kam die Regierungsvorlage danach noch einmal als Notverordnung des Reichspräsidenten vor den Reichstag.

Als dieser ebenfalls auf der Grundlage von Art. Bis zu den Neuwahlen am September konnte sich das Notverordnungsregime daraufhin ungehindert entfalten. Parallel dazu wurde eine rigide Sparpolitik der öffentlichen Hand verordnet mit der Folge, dass sie auch in Ländern und Gemeinden als Abnehmer von Gütern und Dienstleistungen weitgehend ausfiel: Seit Oktober durften keine öffentlichen Gebäude mehr errichtet werden; Mittel für Reparaturen und Anschaffungen wurden nur freigegeben, wenn Menschenleben unmittelbar gefährdet waren.

Die weiter ansteigende Massenarbeitslosigkeit verursachte — trotz geminderter Unterstützungsdauer und in der Höhe abgesenkter Leistungsansprüche bei der Arbeitslosenversicherung sowie ständiger Kürzungen bei der nachgelagerten Sozialfürsorge — fortlaufende Deckungslücken im Staatshaushalt, die auch durch eine radikale Zurückführung der Staatsausgaben nicht geschlossen werden konnten.

Dennoch ging Brüning von seinem Kurs nicht ab, den er einerseits wegen der zurückliegenden Inflationserfahrung als alternativlos darstellte und den er andererseits für allein geeignet hielt, das Ausland davon zu überzeugen, dass Deutschland die Reparationen unter solchen Umständen nicht mehr zu leisten in der Lage sei und dass sie folglich ganz erlassen werden müssten. So brachte auch das Hoover-Moratorium zur Stundung der internationalen Zahlungsverpflichtungen, das im Sommer parallel zur deutschen Bankenkrise in Kraft trat und die Aussetzung der Reparationszahlungen sowie der interalliierten Kriegsschulden auf ein Jahr gewährte, keine Wende in Brünings Deflationspolitik.

Mit der Möglichkeit eines endgültigen Verzichts auf Reparationen rechnete er erst Anfang , nach der nächsten US-Präsidentschaftswahl. Je länger der wirtschaftliche Abschwung anhielt, ohne dass die Regierung Brüning trotz aller verordneten Härten Erfolge erzielte, desto weniger Rückhalt hatte sie in gesellschaftlichen Interessengruppen und Parteien. Umso mehr war der Reichskanzler aber auf Hindenburgs Gunst angewiesen und musste sich ihm gefällig erweisen, [41] etwa im Zuge einer Kabinettsumbildung im Oktober , mit der eine deutlichere Orientierung ins rechte Spektrum signalisiert werden sollte, ohne dass aber die Tolerierung durch die SPD, zu der Hindenburg ein gespanntes Verhältnis hatte, verspielt werden durfte.

Insgesamt Notverordnungen in Brünings Regierungszeit standen lediglich 29 vom Reichstag ordentlich verabschiedete Gesetze gegenüber. Auch die Kontrollfunktion des Reichstags wurde drastisch beschnitten, indem er durch häufige Vertagungen zu immer weniger Sitzungen zusammenkam.

Wiederum gemeinsam verweigerten sie Brüning die Zustimmung zu dem Plan, Hindenburgs Amtszeit per Zweidrittelmehrheitsbeschluss des Reichstags um zwei Jahre zu verlängern ein Verfahren, das zu Eberts Gunsten funktioniert hatte. Als Hindenburg knapp die absolute Stimmenmehrheit verfehlte und sich in einem zweiten Wahlgang wieder nur mit Unterstützung der ungeliebten Sozialdemokraten gegen Hitler behauptete, machte er dafür Brüning verantwortlich. Die Weichen für den Nachfolger Brünings als Reichskanzler wurden vornehmlich durch den als engen Mitarbeiter von Reichswehrminister Wilhelm Groener zu Einfluss gelangten General Kurt von Schleicher gestellt, der seit Ende der er Jahre zu einem wichtigen Berater Hindenburgs geworden war.

Er hatte sich seinerzeit bereits für Brüning als Kanzler verwendet, schlug nun den als hochkonservativ geltenden Zentrumspolitiker Franz von Papen als Reichskanzler vor und traf eine Ministervorauswahl für die Kabinettsbildung, wobei er selbst als Wehrminister in von Papens Regierung eintrat.

Die Ersetzung Brünings als Reichskanzler durch von Papen wird in der Forschung auch als Übergang von einer Präsidialregierung zur Präsidialdiktatur gesehen, die der Hitler-Diktatur ein halbes Jahr vorausging. Hier waren seit den Landtagswahlen im April die Nationalsozialisten zur mit Abstand stärksten politischen Kraft geworden, hätten eine Mehrheitsregierung aber nur mit dem Zentrum bilden können, das sich weigerte, einen nationalsozialistischen Ministerpräsidenten zu wählen.

Danach erweiterte die Regierung den Finanzierungsrahmen für die betriebliche Arbeitsbeschaffung und erlaubte eine drastische Unterschreitung der Tariflöhne in Unternehmen, die Arbeitskräfte einstellten. Sehr oft konnten Arbeitslose die Wohnungskosten nicht mehr aufbringen; und in vielen Familien wurde auch das Ernährungsminimum deutlich unterschritten. Dezember , obwohl diese zweite Reichstagswahl des Jahres , die Reichstagswahl vom 6. So hatte Hitler nach wie vor mit den Kommunisten eine Sperrminorität und stellte sich als Vizekanzler weiterhin nicht zur Verfügung.

Doch von Papens Plänen, den Staatsnotstand auszurufen und vorerst zwecks ungestörter Durchführung einer autoritären Umgestaltung der Verhältnisse erneute Reichstagswahlen unter Bruch der Verfassung nicht anzusetzen, verweigerte sich Hindenburg am 3. Als die Reichstagswahl vom 6. November der NSDAP zwar Verluste statt neuerlicher Zuwächse brachte, an der bisherigen Konstellation aber nichts grundlegend änderte — Hitler stand nach wie vor als Vizekanzler nicht zur Verfügung —, bot sich der bis dahin im Hintergrund die Fäden ziehende Reichswehrminister Schleicher mit einem neuen Konzept zur populären Verankerung der Präsidialregierung dem Reichspräsidenten selbst als Kanzler an.

Hindenburg ging angesichts der allseits mangelnden Unterstützung für Papen darauf ein. Trotzdem fügte er sich der Direktive Hitlers, als der sich seinen Vorstellungen energisch widersetzte, nahm Urlaub und legte alle Parteiämter nieder Strasser-Krise. Denn den Sozialdemokraten galt der wendige General als nicht vertrauenswürdig und die Industrieverbände beobachteten argwöhnisch seine Öffnung hin zu den Gewerkschaften. Papen, den er als Botschafter nach Paris hatte wegloben wollen, war Hindenburgs Wunsch folgend in Berlin geblieben und nahm neuerlich Kontakt zu Hitler auf, um Möglichkeiten einer gemeinsamen Regierungsübernahme auszuloten.

Schleicher suchte nun seinerseits mit Unterstützung des Kabinetts Hindenburg davon zu überzeugen, dass nur die Ausrufung des Staatsnotstands, die Auflösung des Reichstags und der Aufschub von Reichstagsneuwahlen bis zum Herbst die Krise der Präsidialregierungen zu beenden geeignet sei. Dies verweigerte ihm Hindenburg aber ebenso, wie er es auf Schleichers Betreiben vordem Papen verweigert hatte. Für diesen Versuch sprach aber aus Sicht Hindenburgs nach allem auch die formale Verfassungskonformität der nunmehrigen Berufung Hitlers zum Reichskanzler.

Die Annahme allerdings, Hitler und die Nationalsozialisten in dieser Regierungskonstellation in Schach halten zu können, sollte sich als folgenschwere Fehleinschätzung erweisen. Denn die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am Verglichen mit dem Kaiserreich bis zum Jahre regierten die Kabinette in der Weimarer Zeit eher kurz; die wenigsten verfügten über eine parlamentarische Mehrheit. Nach den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung Konstituante am Januar trat die Weimarer Nationalversammlung am 6.

Februar im Nationaltheater in Weimar zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Hauptaufgabe der Nationalversammlung war die Schaffung einer Verfassung mit demokratischer Grundordnung. Dieser hatte schon während des Krieges einen Vorschlag für eine demokratisch überarbeitete Verfassung des Deutschen Reiches vorgelegt und war deshalb als Gegner des Obrigkeitsstaates und überzeugter Demokrat bekannt.

In der Begründung seines Entwurfs sagte er: Der Entwurf löste heftig geführte Diskussionen zwischen den verschiedenen politischen Lagern aus, da er eine tiefe Zäsur gegenüber der politischen Ordnung des Kaiserreichs darstellte. Durch die Weimarer Verfassung wurde das Deutsche Reich erstmals eine parlamentarische Demokratie mit in der Verfassung verankerten liberalen und sozialen Grundrechten.

Auf der Ebene des Gesamtstaates wurden die Reichsgesetze vom auf vier Jahre gewählten Reichstag beschlossen, bei dem auch das Budgetrecht lag und der den Reichskanzler und jeden Minister durch ein destruktives Misstrauensvotum absetzen konnte. Selbst der mögliche Widerstand des Reichstags dagegen konnte ggf. Die Verfassung basierte auf dem Rechtspositivismus , was bedeutet, dass sie der Verfassungsrevision Art.

August in Schwarzburg ausgefertigt. Entgegen einer weitverbreiteten Irrmeinung ist die Zahl der im Parlament vertretenen Parteien ungefähr gleich geblieben: Unter dem absoluten Mehrheitswahlrecht der Kaiserzeit waren es durchschnittlich 13,8 Parteien, in der Weimarer Republik 14,4.

Zwar gab es beispielsweise im Reichstag keine Parteien von Polen, Dänen und Elsässern mehr, aber weiterhin eine hannoversche, zusätzlich eine oder zwei bayerische Parteien sowie Splitterparteien des Mittelstands wie die Wirtschaftspartei. Aber in der Weimarer Zeit mussten sie zusätzlich in der Lage sein, Koalitionsregierungen zu bilden und Kandidaten für die Reichspräsidentschaft zu stellen ; das wäre ihnen bereits im Kaiserreich schwergefallen und hat tatsächlich die Durchsetzung des parlamentarischen Regierungssystems vor verhindert.

Anders als in vielen nach entstandenen Verfassungen gab es damals noch keinen verfassungspolitischen Auftrag der Parteien und auch kein Parteiengesetz. Parteien waren rechtlich gesehen Vereine.

Geht man im Parteienspektrum von links nach rechts, gab es in der Weimarer Zeit folgende Parteien von Bedeutung:. Der erste Reichspräsident , Friedrich Ebert , amtierte von bis Er war zunächst von der Nationalversammlung eingesetzt worden, danach wurde sein Mandat mehrmals verlängert. Die Reichskanzler im Kaiserreich hatten noch keiner Partei angehört; erstmals wurde ein Vertreter der Zentrumspartei Reichskanzler.

Von bis stellte das Zentrum fast alle Reichskanzler, mit Ausnahme eines Sozialdemokraten, eines Liberalen und zweier Parteiloser. Januar ; seine Ernennung markiert das Ende der Weimarer Republik. Wie bei der Reichswehr fanden auch in der Verwaltung und in der Rechtspflege keine demokratischen Reformen statt. Zur Zeit des Kaiserreichs war bei Beamten und Richtern während der Ausbildung und bei der Einstellung auf eine monarchistisch-patriotische Gesinnung geachtet worden, mit der Folge einer rechtskonservativen Ausrichtung im Gros der Beamten- und Richterschaft.

Speziell die Linken, deren Anhänger zur Kaiserzeit keine wichtigen Posten übernehmen konnten, setzten sich nunmehr besonders für die Freiheit der politischen Gesinnung ein. Eine von den linken Parteien gewollte Wahl der Richter durch das Volk kam nicht zustande, da man die Justiz nicht in die Politik hineinziehen wollte. Der wichtigste Hinderungsgrund für Reformen bei den Beamten war die Notwendigkeit einer funktionierenden Verwaltung am Ende des Krieges, um beispielsweise die Soldaten zurück nach Deutschland zu holen.

Auch kam eine rechts eingestellte Beamtenschaft den bürgerlichen Parteien nicht ungelegen zur Verhinderung einer weitergehenden sozialistischen Revolution.

Den Eid auf die Verfassung, den die Beamten leisten mussten, bezogen viele auf den Staat, nicht aber auf die Republik. Während linke Straftäter mit enormer Härte behandelt wurden, kam es bei rechten Straftätern sehr selten überhaupt zu Anklagen oder Strafen , die auch sehr viel milder ausfielen — die Weimarer Justiz war auf dem rechten Auge blind. Die Blindheit betraf nicht nur die Richter, sondern auch die Strafverfolgungsbehörden.

Der Kriegsgerichtsrat und spätere Reichsanwalt bzw. Oberreichsanwalt am Volksgerichtshof Paul Jorns hatte unter anderem wichtige Spuren des Mordes an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nicht aufgenommen und die Ermittlungen auch anderweitig behindert.

Die Einseitigkeit der Justiz wurde bereits von Emil Julius Gumbel belegt, aber es kam zu keinen wirksamen Reformen. Die Gerichte fühlten sich oft nicht dem Gesetz, sondern dem Staat und dem Kampf gegen den Kommunismus verpflichtet.

Die Blindheit galt auch für die massenwirksame Propaganda , die nicht nur von den Rechtsextremen selbst ausging, sondern auch von Medien der Mitte geteilt und mitgetragen wurde.

Justizorgane spielten im Hinblick auf das Ende der Republik eine wichtige Rolle. Die Verhandlungen im Hochverratsprozess gegen Hitler konnten ungehindert zur Hetze und zur Verbreitung von Propaganda missbraucht werden.

Reichspräsident Friedrich Ebert starb im Februar an einer verschleppten Blinddarmentzündung , die er aufgrund einer Anklage wegen Landesverrats [61] nicht rechtzeitig hatte behandeln lassen. Zugleich wurde die Auflösung von Generalstab , Kriegsakademien und Militärschulen verfügt. Die Soldaten der Reichswehr wurden auf die Weimarer Verfassung vereidigt.

Oberbefehlshaber war der Reichspräsident, während der Reichswehrminister die Befehlsgewalt ausübte. Die militärische Kommandogewalt befand sich jedoch in den Händen des Chefs der Heeresleitung bzw. Daraus entwickelte sich ein Dualismus zwischen Zivilgewalt und militärischer Kommandogewalt, der zu einer schweren Belastung der Republik werden sollte. Sie fühlte sich eher einer abstrakten Staatsidee als der Verfassung verpflichtet und stand der politischen Linken mit ausgeprägtem Misstrauen gegenüber.

Zugleich wurden neue militärische Strategien etwa zum Zusammenwirken moderner Waffen entwickelt. In diesem Zusammenhang entwickelte sich eine weitreichende Kooperation mit der Roten Armee , die beispielsweise zur geheimen Schulung deutscher Militärflieger in Lipezk führte. Mit dem Sturz Seeckts nahm die Reichswehr einen Kurswechsel vor, für den vor allem Kurt von Schleicher verantwortlich zeichnete.

Ziel war es, breite gesellschaftliche Unterstützung für das Projekt der Wiederaufrüstung zu wecken und die Gesellschaft selbst zum Zwecke künftiger Kriegsführung zu militarisieren. Die sieben Thüringer Staaten schlossen sich mit Wirkung vom 1. Mai zum Land Thüringen zusammen wobei erst am 1. In ihrer Kernzeit umfasste die Republik somit folgende 18 Länder Angaben von Die Gesellschaft der Weimarer Republik startete mit erheblichen, kriegsbedingten Lücken in der männlichen Bevölkerung: Gebiets- und Bevölkerungsverluste als Konsequenzen des Versailler Vertrags bewirkten eine zusätzliche Schrumpfung um mehr als 5,7 Millionen Menschen.

Frauen blieben aber auch in den zwanziger Jahren in allen Parteien weiterhin unterrepräsentiert und waren kaum in hohen Parteiämtern vertreten. Durch den langfristigen Strukturwandel im Wirtschaftsleben bedingt, war das Arbeitsplatzangebot im landwirtschaftlichen Sektor weiter rückläufig, während es im Dienstleistungsbereich zunahm und auf ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse anstieg.

Mehr als ein Drittel der Frauen war erwerbstätig. In der Privatwirtschaft fanden viele Frauen als Verkäuferinnen oder Stenotypistinnen einen Arbeitsplatz. Das kriegsbedingt vaterlose Aufwachsen vieler Kinder und Jugendlicher wie auch inflationsbedingte materielle und Statusverluste in den sozialen Mittelschichten hatten Folgen.

Sie schlugen sich nieder in einem fortgesetzten Autoritätsverlust der Elternhäuser und der von ihnen vermittelten sozialmoralischen Normen. In der Weltwirtschaftskrise wurden Jugendliche häufig als erste entlassen und waren deshalb von der Massenarbeitslosigkeit besonders stark betroffen. Auch Jungakademiker sahen sich in ihren beruflichen Ambitionen enttäuscht.

Der von Kaiser Wilhelm II. Zwar ebbte die Welle bald wieder ab und es kam während der Jahre relativer Stabilität zu einer merklichen Beruhigung. Mit der Weltwirtschaftskrise aber formierten sich die vielfältig aufgeladenen antisemitischen Strömungen in der Gesellschaft erneut.

Im Jahre stellten die Vom Bevölkerungsdurchschnitt stark abweichend war historisch-traditionsbedingt die berufliche Orientierung der Juden, die zur Hälfte als Selbständige tätig waren sonst 16 Prozent und vor allem in Handel, Bankwesen und einigen freien Berufen dominierten oder stark vertreten waren, jedoch wenig in der Industrie und nur ganz selten in der Landwirtschaft. Das Verhältnis der Juden zur Weimarer Republik war nicht einseitig von Furcht und Abwehr bestimmt; denn die formellen und informellen Schranken, die noch im Kaiserreich Juden die Karriere im Staatsdienst oder im akademischen Bereich verstellt hatten, waren durch die Weimarer Verfassung beseitigt.

Der seit dem Unter den neun deutschen Nobelpreisträgern waren fünf jüdische Naturwissenschaftler: Das vor allem von armen Ostjuden bewohnte Scheunenviertel wurde zum Ort pogromartiger Gewaltexzesse von Antisemiten, die erst durch einen massiven Polizeieinsatz gestoppt wurden.

Auch ohne die Reichskanzlerschaft Hitlers wäre die Republik mit dem Antisemitismus nicht leicht fertiggeworden. Sie war Teil einer klassischen Moderne , die sich vom Ende des Jahrhunderts bis in die er Jahre erstreckte, und fiel in deren Ausgestaltungsphase. Dabei weisen politische und kulturelle Entwicklungen der Jahre bis erkennbare Parallelen auf: Für sie bezeichnend war die Suche nach einem Standort in der wirklichen Welt.

Die Gruppe war jedoch hinsichtlich der individuellen gesellschaftspolitischen Vorstellungen und künstlerischen Programme zu heterogen zusammengesetzt, um tatsächlich bedeutende Wirkung entfalten zu können. Ähnlich erging es dem Arbeitsrat für Kunst , der den Zusammenschluss aller Künstler zu einer wirklichen Arbeitsgemeinschaft anstrebte. Neben dem quer durch die Kunstgattungen fortwirkenden Expressionismus war die Frühphase der Republik Entfaltungsraum für eine Reihe weiterer avantgardistischer Stilrichtungen wie Kubismus , Futurismus , Purismus , Verismus und Konstruktivismus.

Schockierende Wirkung entfaltete in der Frühzeit der Weimarer Republik der in Zürich entstandene Dadaismus , der nun von Berlin aus alle bisherige Kunst radikal in Frage stellte. Anstelle einer neuen Kunstrichtung ging es vornehmlich um Foto, Maschine und politisches Happening.

Es lebe die neue Maschinenkunst Tatlins. Die paar guten Geister der Revolution seien totgeschlagen, die Gerichte ungerecht, die Beamten gleichgültig und das Volk infantil.

Mit Einführung des Achtstundentags und ersten tariflichen Urlaubsregelungen wurde Freizeitgestaltung für die Masse der Lohnabhängigen in der Weimarer Republik überhaupt erst Alltagsbestandteil.

Ein facettenreiches Angebot spiegelte die neuen Möglichkeiten: Mitglieder- und Zuschauerzahlen sowie die Anzahl der Sportzeitungen und -zeitschriften nahmen um ein Vielfaches zu. Als Josephine Baker mit ihrer Charleston Jazzband in Berlin auftrat, hatte sich Jazz als Teil der Vergnügungsindustrie jedoch bereits etabliert und galt seinen Anhängern als schick und modisch.

In ihrer Anonymität, von nachbarschaftlicher Kontrolle kaum beeinträchtigt, gab es viel Raum zur freien persönlichen Entfaltung sowie ein reichhaltiges Medien- und Warenangebot.

Berlin verfügte über die schnellste Stadtbahn und war mit annähernd einer halben Million Anschlüssen auch die telefonierfreudigste Stadt der Welt. Künstler und bürgerliche Intellektuelle hatten vielfach die kleinen und mittleren Vermögen verloren, aus denen sie ihren Lebensunterhalt hauptsächlich bestritten hatten.

Eine allgemeine Versachlichung der ästhetischen Ausdrucksformen setzte sich nun als neue Stilrichtung gattungsübergreifend durch. In der Architektur, die mehr als jeder andere Aspekt der Weimarer Kultur einen dauerhaften internationalen Einfluss ausübte, war vor allem das in Weimar gegründete und nach Dessau verlegte Bauhaus ausstrahlend wirksam. Konstruktion und Einrichtung von Häusern basierten in der Folge auf der Entwicklung von Prototypen für Handwerk und industrielle Serienfertigung.

Die Ausführung sollte präzis, praktisch-funktionell und frei von überflüssiger Ornamentierung sein, in der Wirkungsabsicht auf die kubische Komposition gerichtet. Nicht versklavende Fülle, sondern eine befreiende Leere galt es zu erzeugen, beispielsweise durch einen Wohnungstyp ohne Tapeten, Vorhänge und Tischtücher.

Meist handelt es sich um Schleiflackmöbel mit Metallteilen, die auch im Behandlungszimmer eines Zahnarztes stehen könnten. Überhaupt dominiert das Lackierte, Verchromte, Stählerne, Synthetische, während warme Holztöne fast völlig fehlen.

Doch auch in den Reihen der Architektur-Avantgarde war die reine Wohnmaschine umstritten. Manche von ihnen setzten sich für einen Siedlungsbau mit niedrigen Häusern und möglichst vielen Grünflächen ein. Eine Uraufführung diskutierte man eingehender als einen neuen Roman, […] und die Theaterkritiken wurden mit gespannter Aufmerksamkeit verschlungen. In Sprechchorbewegung , Gruppenlehrtheater und im agitatorischen Theater wurden politische und gesellschaftliche Erfahrungen mit dem Theaterspiel öffentlich artikuliert.

Seit Mitte der er Jahre war auch der Kinofilm als Kunstform allgemein akzeptiert. Nicht jeder Erwachsene ging ins Kino, manche aber wesentlich häufiger. Caligari , Fritz Lang Dr. Pabst Die freudlose Gasse einen Namen. Teilweise um ein Vielfaches höhere Auflagenstärken erreichte jedoch Literatur antimodernen Zuschnitts. Die höchsten Auflagen aber erzielte Hedwig Courths-Mahler.

Es hätte geschehen können, aber es sollte nicht sein. Dessen Anhänger, so die Lesart, akzeptierten moderne technologische Entwicklungen als an sich neutral und als mögliche Mittel auf dem Weg zu Macht, lehnten aber die kulturellen, sozialen und politischen Entwicklungen der Moderne ab.

Schulze selbst wie auch die jüngere Forschungsliteratur ziehen dagegen eine Vielfalt bzw. Vielmehr wird zumeist betont, die Weimarer Republik habe bis zu diesem Zeitpunkt [] eine Chance zu überdauern gehabt. Heinrich August Winkler schreibt: März begonnen und sich seit der Entlassung Brünings am Mai dramatisch zugespitzt hatte. Derartige Interessen waren allerdings nicht erst im Januar wirksam, sondern fügen sich ein in das Bündel jener längerfristig angelegten und fortwirkenden Ursachen, die zum Untergang dieser ersten Demokratie in Deutschland beitrugen.

Ihre Bürger waren weit überwiegend im Kaiserreich aufgewachsen und hatten den Ersten Weltkrieg durchlebt. Die in diesen Zeiten erhaltenen Prägungen, ihre gesellschaftlichen Bindungen und politischen Vorstellungen brachten sie mit in die nun demokratisch verfasste neue Ordnung.

Ausschlaggebend für den Untergang der Republik waren sie laut Hagen Schulze aber nicht, weil sich diese Tendenzen etwa anlässlich des Kapp-Putsches als beherrschbar erwiesen hätten, abhängig allerdings vom Machtbewusstsein in Parteien und Regierung.

Die politische Orientierung der verschiedenen Sozialmilieus in der Weimarer Republik lässt sich vier groben Richtungen zuordnen: Diese Spaltung in Sozialdemokraten, die auf Erhaltung der Republik setzten, und Kommunisten, die ihre Zerschlagung betrieben, gehört zu den von Anbeginn wirksamen schweren Belastungsfaktoren des Weimarer Staatswesens. In den gesellschaftlichen Mittelschichten löste der sich fortsetzende industriegesellschaftliche Wandel teilweise Verunsicherung und soziale Statussorgen aus, die sich in wirtschaftlichen Krisenzeiten potenzierten.

Zwischen und fiel der Anteil der Selbständigen von 19, 6 Prozent auf 15, 6 Prozent, während der Anteil der Angestellten und Beamten von 10,3 auf 17,3 Prozent anstieg. Auch die Revolutionsergebnisse, das politische Agieren der Parteien und die Merkmale der Weimarer Verfassung wurden und werden in der historischen Forschung im Hinblick auf ihren möglichen Beitrag zum Scheitern der Weimarer Demokratie erörtert.

Nichteinberufung der Nationalversammlung und gewaltsame Sozialisierung der Wirtschaft hätten laut Hagen Schulze Bürgerkrieg bedeutet und die parlamentarisch-demokratische Entwicklung bereits im Ansatz zunichtegemacht.

Nicht möglich war jener radikale Bruch mit der Vergangenheit, dessen es bedurft hätte, um die gesamte Erblast des kaiserlichen Obrigkeitsstaates abzuschütteln. Die Kompetenzen des Reichspräsidenten laut Weimarer Verfassung, die es ihm ermöglichten, einen Reichskanzler nach eigenem Gutdünken zu ernennen und zu entlassen Art.

Hatten sie unter Reichspräsident Ebert zur Krisenbewältigung nicht unerheblich beigetragen, so führten sie unter Reichspräsident Hindenburg ab zur massiven Schwächung und zunehmenden Aushöhlung des parlamentarischen Systems. Als Konstruktionsfehler in der Verfassung ist mitunter auch das Verhältniswahlrecht angesprochen worden, das der Zersplitterung Vorschub geleistet und die Bildung funktionsfähiger Koalitionen im Reichstag erschwert habe.

Mangels Gegenprobe bleiben derartige Überlegungen allerdings hypothetisch, etwa auch die, dass durch ein Mehrheitswahlrecht der Aufstieg der NSDAP hätte verhindert werden können. Ohnehin war die Einführung der Verhältniswahl nach den Erfahrung mit dem Wahlrecht im Kaiserreich für die Sozialdemokraten eine Kernforderung, die aber auch von den bürgerlichen Parteien befürwortet wurde. Als ein Mangel, der Konsequenzen im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland gezeitigt hat, gilt die fehlende Wertbindung der Weimarer Verfassung, die infolgedessen mit qualifizierter Mehrheit beliebig verändert werden konnte.

Verteidiger der Weimarer Verfassung hatten hinsichtlich der Werte, die sie ihrem Handeln zugrunde legten, verfassungsseitig keinen Vorteil gegenüber Republikfeinden. In nichts anderem war man politisch so einig wie in der Weigerung, diese Konsequenzen der Niederlage zu akzeptieren.

Die Beurteilung des Inflationsgeschehens der Nachkriegszeit ist in der heutigen Forschung nicht mehr einhellig negativ. Die mit der Hyperinflation einhergehende Enteignung betraf die Mittelschichten zwar nicht im Ganzen, wurde aber doch für viele zu einer sozialpolitisch hochbrisanten Katastrophenerfahrung, in der sie proletarisiert, politisch haltlos und für den Nationalsozialismus anfällig wurden. Gegenüber der Vorkriegszeit ging Deutschland wirtschaftlich erheblich geschwächt aus Krieg und Inflation hervor.

Der konjunkturelle Aufschwung zur Zeit der relativen Stabilisierung glich einer Scheinblüte und ging einher mit relativer Stagnation. Zu Beginn der Weltwirtschaftskrise war der Legitimationsverlust der Republik laut Peukert schon erschreckend weit fortgeschritten.

Der Zerfall in Weltanschauungs - und Interessenparteien war demnach Ausdruck einer tiefgreifenden Zersplitterung der Gesellschaft: