Internationale Wirtschaftsbeziehungen


Der einzige Unterschied besteht darin, dass die relativen Löhne direkt anhand der relativen Nachfrage nach Arbeit bestimmt werden müssen. Obwohl Nachbar B in allen Beschäftigungen besser abschneidet, hat auch er einen Vorteil durch die Absprache bzw. Statt eines "niedrigen zweistelligen Millionenbetrags", den Gut einkalkuliert hatte, verlangte KS Plastic bis zu 40 Millionen Euro - zu viel für Balda.

Komparative Kostenvorteile


Die Theorie der komparativen Kostenvorteile gehört zu den ältesten Erklärungsansätzen für das Zustandekommen von internationaler Arbeitsteilung und internationalem Warenhandel. Sie zeigt, dass sich Arbeitsteilung zwischen zwei Ländern selbst dann als wohlfahrtsfördernd für beide Seiten erweisen kann, wenn das eine Land in allen Produktionsbereichen produktiver ist als das andere Land. Dennoch kann auch unter solchen Bedingungen internationale Arbeitsteilung sinnvoll sein und zwar dann, wenn die so genannten Opportunitätskosten zwischen den Ländern unterschiedlich sind.

Dennoch kann auch unter solchen Bedingungen internationale Arbeitsteilung sinnvoll sein, und zwar dann, wenn die so genannten Opportunitätskosten zwischen den Ländern unterschiedlich sind.

Ein Arbeiter, der seine verfügbare Arbeitszeit für die Produktion eines Gutes einsetzt verbraucht , kann diese, d. Entsprechendes gilt natürlich nicht nur für den Produktionsfaktor Arbeit, sondern auch für alle anderen Produktionsfaktoren Kapital, Boden, Rohstoffe usw. In dem Moment, wo diese Mittel für die Produktion eines Gutes verwendet werden, stehen sie nicht mehr für die Produktion anderer Güter zur Verfügung.

Die Opportunitätskosten der Produktion von z. Ein Land weist dann gegenüber einem anderen Land einen komparativen Kostenvorteil auf, wenn es niedrigere Opportunitätskosten bei der Produktion eines Gutes hat als das andere Land. Hat ein Land gegenüber einem anderen Land einen komparativen Kostenvorteil an einer Stelle z. Die in beiden Ländern bei gegebenem Einsatz an Produktionsfaktoren insgesamt erreichbaren Ausbringungsmengen können bei unterschiedlichen Opportunitätskosten dadurch erhöht werden, dass sich jedes Land auf die Produktion derjenigen Güter spezialisiert, bei denen es geringere Opportunitätskosten aufweist als das jeweils andere Land.

Infolgedessen kommt es notwendigerweise zu internationalem Warenhandel, weil nur hierdurch unter den Bedingungen der internationalen Arbeitsteilung bzw. Spezialisierung die angemessene Versorgung jeder hieran beteiligten Nation mit allen relevanten Gütern sichergestellt werden kann. Da der weltwirtschaftliche Output durch die Spezialisierung erhöht wird, kann über den freien Warenhandel die Güterversorgung aller an der Arbeitsteilung beteiligten Nationen verbessert werden. Das oben skizzierte Prinzip der komparativen Kostenvorteile sei an einem einfachen Beispiel verdeutlicht: In beiden Ländern herrscht Vollbeschäftigung, sodass die Erhöhung der Produktionsmenge eines der Güter im eigenen Land nur durch Umschichtung der eingesetzten Arbeitsmenge zwischen den Sektoren, d.

Die nachfolgende Tabelle gibt an, wie viele Arbeitsstunden die Länder jeweils für die Produktion eines Kilogramms Mehl bzw. Die Aufteilung der aus den Produktionszuwächsen der Spezialisierung herrührenden Wohlfahrtsgewinne zwischen den Ländern hängt davon ab, welche relativen Güterpreise Terms of Trade sich auf dem Weltmarkt einstellen werden. Im Grundsatz gilt jedoch, dass die Länder sich an der internationalen Arbeitsteilung nur beteiligen werden, wenn sich hieraus Vorteile für die eigene Nation gegenüber der wirtschaftlichen Abschottung Autarkie ergeben, sodass letztlich alle beteiligten Nationen einen Anteil an den aus der Spezialisierung erwachsenden Wohlfahrtsgewinnen haben werden jedoch nicht notwendigerweise den gleichen Anteil.

Start Lernhelfer Schülerlexikon Shop Suche. Der Warenkorb ist leer. Komparative Kostenvorteile Die Theorie der komparativen Kostenvorteile gehört zu den ältesten Erklärungsansätzen für das Zustandekommen von internationaler Arbeitsteilung und internationalem Warenhandel.

Komparative Kostenvorteile Ein Land weist dann gegenüber einem anderen Land einen komparativen Kostenvorteil auf, wenn es niedrigere Opportunitätskosten bei der Produktion eines Gutes hat als das andere Land.

Ein Beispiel Das oben skizzierte Prinzip der komparativen Kostenvorteile sei an einem einfachen Beispiel verdeutlicht: Lernhelfer-App für dein Smartphone oder Tablet. Verwandte Lernkarten Verwandte Klausuren.

Regionale Integrationsgemeinschaften und Abkommen. Geht man weiterhin davon aus, dass der Preis der Güter nur durch ihre Kosten bestimmt ist, so lässt sich feststellen, dass allein bei Gleichheit des Preisverhältnisses vgl. Der Preis der Güter wird dann als der sog. Er berechnet sich zunächst als Produkt des Arbeitseinsatzes und des Lohnsatzes. Da der Lohnsatz konstant ist, lässt sich im Zwei-Güter-Fall sagen, dass das Preisverhältnis des einen Gutes den Opportunitätskosten des anderen entspricht, d.

Entscheidend ist hierbei folgende Annahme:. Dies bedeutet, dass das Verhältnis der Arbeitskoeffizienten bei der Produktion des einen Gutes im Inland kleiner ist als im Ausland, wobei das Ausland bei der Produktion des anderen Gutes produktiver ist. Die Transformationskurve des Auslandes nimmt daher einen anderen Verlauf. Nutzt nun ein Land seinen komparativen Vorteil und exportiert, so kann es einen Handelsgewinn erzielen. Aber auch das Ausland würde vom Handel profitieren, indem es den komparativen Vorteil des Inlandes in Form des Imports nutzt und sich somit auf die Produktion des Gutes beschränkt, bei dem es selbst einen komparativen Vorteil besitzt.

Zudem könnten die Länder so ihre Konsummöglichkeiten, auch über die Limitierung durch ihre jeweilige Budgetgerade hinaus, steigern. Der Schnittpunkt der beiden Kurven wird als allgemeines Weltmarktgleichgewicht bezeichnet 1. Unterhalb dieses Niveaus existiert kein Angebot an Gut X, da selbst das Inland, welches günstiger produzieren kann als das Ausland, dann nicht mehr kostendeckend arbeiten könnte.

Das Gleichgewicht auf dem Weltmarkt pegelt sich nun zwischen diesen beiden Preisen ein 1. Wäre die relative Nachfrage geringer RD' , so könnte sich auch ein Gleichgewicht bei 2 ergeben. Dies führt zu gesteigerten Konsummöglichkeiten. Der Wohlstand der Länder wächst folglich damit. Das Ricardo-Modell lässt sich auch auf mehrere Güter erweitern. Am Prinzip ändert sich dabei natürlich nichts. Jedes Land produziert die Güter, bei denen es einen komparativen Kostenvorteil hat.

Die vollkommene Spezialisierung eines Landes in der realen Weltwirtschaft ist aus den folgenden drei Gründen kaum realisierbar und deshalb stark eingeschränkt. In der Realität gibt es mehrere Produktionsfaktoren, die sich gegenseitig beeinflussen und der vollkommenen Spezialisierung entgegenwirken. David Ricardo verzichtet bei seinem Modell auf die Berücksichtigung jeglicher Transportkosten der gehandelten Güter. Die Einbeziehung der Transportkosten führt zur Herausbildung nicht handelbarer Güter.

Aufgrund fehlender, nennenswerter nationaler Kostenvorteile oder zu hoher Transportkosten werden diese Güter nicht gehandelt. So ist ein Handel, bei dem die Gewichtung der Güter im Verhältnis zu ihrem Wert sehr hoch ist, nicht lohnenswert. Deshalb ist ein Import von Zement etwa, auch wenn er im Ausland deutlich günstiger zu produzieren ist, in den meisten Fällen nicht zu empfehlen.

Die Handelsmöglichkeiten in der heutigen Zeit sind enorm, so kann ein Land von einem anderen etwas importieren ohne etwas exportieren zu müssen. Es entsteht ein Kreislauf, siehe hierzu Abb. Um bessere Resultate zu erzielen, braucht es viele verschiedene Handelsteilnehmer. Multilaterale Handelsabkommen sind in der heutigen Zeit unabdingbar um eine effiziente Nutzung der jeweiligen Ressourcen zu haben.

Im Kern besagt die Theorie, dass sich der Warenaustausch zwischen zwei Ländern für beide lohnt, selbst wenn ein Land alle Güter mit geringerem Aufwand herstellen kann als das andere. Sofern zwischen beiden Ländern kein Handel stattfindet, stellt jedes Land beide Produkte — Tuch und Wein — selbst her.

Portugal hingegen benötigt für die Produktion der gleichen Menge Tuch lediglich 90 Arbeiter und für die Herstellung der gleichen Menge Wein 80 Arbeiter. In Ricardos Beispiel spezialisiert sich Portugal auf die Herstellung von Wein, da das Land bei der Weinherstellung weniger Arbeitskräfte als bei der Tuchproduktion benötigt.

Geht man davon aus, dass Rollen Tuch äquivalent zu Fässern Wein sind und dass die 90 Arbeiter aus der Tuchproduktion über die gleiche Produktivität wie die bereits eingesetzten Weinarbeiter verfügen, kann Portugal Fässer Wein zusätzlich herstellen.

Die einstigen Weinarbeiter können bei gleicher Produktivität wie die schon beschäftigten Arbeiter zusätzlich Rollen Tuch produzieren. Der Handel mit dem jeweils anderen Land sichert die Versorgung mit dem selbst nicht mehr produzierten Gut und ist Grundlage für steigenden Wohlstand. Der Kerngedanke des Ricardo-Modells — dass Länder in erster Linie die Waren exportieren, bei denen ihre Produktivität relativ hoch ist — lässt sich empirisch bestätigen.

Die Amerikaner hatten also überall einen absoluten Vorteil. Dennoch war das Gesamtvolumen der britischen Exporte nur geringfügig kleiner als das der Amerikaner. Folgerichtig übertrafen die amerikanischen Exporte die britischen nur in denjenigen Branchen spürbar, in denen die USA über einen hohen relativen Produktivitätsvorteil verfügten. Die nebenstehende Abbildung veranschaulicht Ricardos Theorie, dass der Handel nicht von absoluten, sondern von relativen Vorteilen anhängt.

So geht aus der Abbildung hervor, dass amerikanische Unternehmen in einer Branche umso mehr exportieren, je höher dort ihr relativer Produktivitätsvorteil ist. Darüber hinaus bildet das Modell der komparativen Vorteile auch heute noch eine bedeutende Argumentationsgrundlage für die Liberalisierung des Welthandelssystems durch die Welthandelsorganisation.

Bei genauerer Betrachtungsweise hält das Ricardo-Modell einen Abgleich mit der Realität nur bedingt stand. So unterstellt das Modell die menschliche Arbeit als einzigen Produktionsfaktor. Kapital als Produktionsfaktor lässt Ricardo in seiner Theorie unberücksichtigt. Somit bezieht Ricardo die unterschiedliche Ressourcenausstattung der Länder, die in der Praxis ebenfalls zu Handel zwischen den Nationen führt, in sein Modell nicht ein.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft Ricardos Annahme, dass die Produktionsfaktoren zwischen den Sektoren frei beweglich sind und somit sämtliche Güter von allen Arbeitern hergestellt werden können. Dies betrifft auch die Unterstellung Ricardos, dass es sich bei den von unterschiedlichen Produzenten herstellten Gütern, um homogene Güter handelt. Zudem muss Ricardos Annahme der Vollbeschäftigung kritisch gesehen werden. In real existierenden Volkswirtschaften existiert stets ein gewisser Personenkreis, der einer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen kann bzw.

Entgegen Ricardos Annahme wird in der Realität das vorhandene Arbeitskräftepotenzial nicht voll ausgeschöpft. Darüber hinaus vernachlässigt Ricardo in seinem Modell der komparativen Vorteile die Transaktionskosten.

Insbesondere das Fehlen der Transportkosten wird in der Fachliteratur vielfach kritisiert. Ricardo geht in seinem Modell von konstanten Skalenerträgen aus, d. In der Praxis machen sich insbesondere in Industrieunternehmen mit einer zunehmenden Ausbringungsmenge Massenproduktionsvorteile bemerkbar, die zu steigenden Skalenerträgen führen. In der Landwirtschaft hingegen ist aufgrund des nur begrenzt nutzbaren Bodens zumeist von abnehmenden Skalenerträgen auszugehen.