Botschaft der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland


Dies ermöglichte Hitler Anfang September den geplanten Angriffskrieg gegen Polen, der mit einem sowjetischen Angriff gegen Ostpolen Mitte September abgestimmt war. In den Jahren bis stabilisierte sich die Lage etwas, die Einwohnerzahl stieg sogar leicht an und lag bei etwa ,5 Millionen. Bei der Demonstration am 2. In den letzten Jahren sind in Russland auch 85 Privatbahnunternehmen entstanden, die heute mehr als 25 Prozent der Güter transportieren und rund 30 Prozent etwa

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Für einen Teil dieser Organisationen ist es zu vorrangigen Aufgabe geworden, Finanzierung von einflussreichen ausländischen Stiftungen zu bekommen, für andere, zweifelhafte Gruppen und kommerzielle Interessen zu bedienen. Gleichzeitig interessieren sie die dringendsten Probleme des Landes und seiner Bürger nicht. Sich dagegen zu beschweren, ist in einer hoch korrupten Gesellschaft, wie der russischen, in der Beschwerde- und Berufungsinstanzen insbesondere gegen staatliches Handeln, etwa Gerichte, nur sehr eingeschränkt funktionieren mit hohem administrativen Aufwand verbunden.

Als ein Fall der Anwendung dieses Gesetzes wurde der Entzug des Abgeordnetenmandates des Jabloko -Politikers Lew Schlosberg bekannt, der von den Beisetzungen wohl in der Ukraine gefallener russischer Soldaten berichtet hatte.

In Russland gilt eine allgemeine Wehrpflicht für wehrfähige Männer ab 18 bis maximal 27 Jahren. Da die wehrpflichtigen Soldaten früher auch in Krisengebieten wie Tschetschenien eingesetzt wurden und es im Rahmen der Dedowschtschina nicht selten zu Misshandlungen von jungen Rekruten durch Vorgesetzte kommt, gibt es in der Bevölkerung, besonders durch die Mütter Wehrpflichtiger, immer wieder Kritik an der Wehrpflicht.

Die Stärke der Streitkräfte betrug 1. Die schon ab massiv gestiegenen [] Rüstungsausgaben Russlands hatten sich noch von bis verdoppelt [] und sollen ab rund ein Fünftel der gesamten Staatsausgaben betragen. Elemente dieser Militärreform waren: Vorrang der konventionellen vor der nuklearstrategischen Rüstung, personelle Verkleinerung der Armee auf Vorgesehen war, für die Modernisierung der Armee und die Instandsetzung von Waffen und Militärtechnik bis insgesamt ungefähr Mrd. Im Jahr wurden neue Raketen für die Nuklearstreitkräfte angekündigt.

Ihr Oberbefehlshaber, ein Armeegeneral, ist gleichzeitig Stellvertreter des Innenministers. Sie sind mit Schützenpanzern und eigener Artillerie ausgerüstet. Daneben gibt es die rund Mit der Unterschrift Präsident Putins trat am Der russische Föderalismus ist sehr asymmetrisch geprägt, da das föderale System eine Kombination aus ethnoföderalen Republiken und territorial-föderalen Gebieten darstellt.

Dass die Völkerrechtssubjekte Krim und Sewastopol zu Russland gehören, ist international nicht anerkannt. Die Republiken wurden nach den jeweils dominierenden nichtrussischen Volksgruppen definiert, wenngleich ihre Grenzen nicht immer mit den ethnischen übereinstimmen, während die Gebiete in den übrigen, mehrheitlich von Russen bewohnten Teilen des Landes nach rein administrativen Gesichtspunkten gebildet wurden. Territorien, in denen kleinere nichtrussische Minderheiten leben, erhalten den niedrigeren Rang eines Autonomen Gebietes, beziehungsweise Autonomen Kreises.

Bezogen auf Bevölkerung, Fläche und relativen Wohlstand unterscheiden sich die Föderationssubjekte mitunter erheblich. Obwohl alle Föderationsobjekte formal gleichgestellt sind, sind nur die Republiken berechtigt, eine eigene Verfassung zu erlassen.

Sie können zudem internationale Verträge unterzeichnen, solange sich diese an die russische Verfassung halten. Besonderheiten der Republiken bestehen zudem in der traditionellen Namensgebung, der Anzahl der Abgeordneten in Regionalparlamenten und spezifischen Gesetzgebungskompetenzen.

Sie verfügen nur über Statuten anstelle von Verfassungen. An der Spitze der Republiken steht meist ein Präsident. Die übrigen Föderationssubjekte werden von dem Leiter der Administration geführt, dem Gouverneur.

Die gesetzgebenden Körperschaften in den Republiken sind sowohl Einkammer- als auch Zweikammersysteme. In den Gebieten besteht die parlamentarische Vertretung nur aus einer Kammer. Seit werden die Republikpräsidenten und Gouverneure nicht mehr von der Bevölkerung, sondern vom regionalen Parlament gewählt. Die Kandidaten schlägt der Präsident vor. Ziel dieser Reform war die Stärkung der vertikalen Machtverteilung und eine Verschärfung der Kontrolle über die regionalen Machthaber.

Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung vom 9. Im Jahr wurde zudem der Föderationskreis Nordkaukasus , durch Ausgliederung aus dem Föderationskreis Südrussland , als achter Föderationskreis geschaffen. Die Krim bildete nach ihrem umstrittenen Beitritt zur Föderation ab dem März einen eigenen neunten Föderationskreis, der per Juli aufgelöst und dem Föderationskreis Südrussland angeschlossen wurde.

Neben den genannten zwei hierarchischen föderalen Ebenen 1. Föderationssubjekt gibt es noch eine dritte eigenständige Verwaltungsebene, die der kommunalen Selbstverwaltung Rajon.

Deren administrative Leiter werden von der Bevölkerung direkt gewählt. Die Regionen sind gegenüber den kommunalen Selbstverwaltungsorganen administrativ höherstehend und weisungsberechtigt.

Russland ist ein entwickeltes Industrie- und Agrarland. Das Land ist zudem Gründungsmitglied der seit dem 1. Januar existierenden Eurasischen Wirtschaftsunion. Die führenden Industriebranchen sind Maschinenbau sowie die Eisen- und Nichteisenmetallverarbeitung.

Gut entwickelt sind auch die chemische und petrolchemische Industrie sowie die Holz- , Leicht- und Nahrungsmittelindustrie. Das russische Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr ca. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr 8. Auf den industriellen Sekundärsektor entfallen rund 32,7 Prozent, auf den Agrarsektor Bauwirtschaft und Landwirtschaft 4,7 Prozent. Russland belegte Platz 19 in der Rangliste der Länder nach totalem Privatvermögen, einen Platz vor Indonesien und einen hinter Schweden.

Russland war das Land mit der fünfthöchsten Anzahl an Milliardären insgesamt Die sogenannten Oligarchen im Land sind teilweise zum Symbol für korrupte Strukturen und Ungleichheit geworden.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten beträgt 73,5 Millionen In der Landwirtschaft waren 10 Prozent, im Dienstleistungsbereich 22 Prozent und im öffentlichen Sektor nochmals 22 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt. Im Jahr sagte die russische Vize-Premierministerin Olga Golodez, nur 48 Millionen statt 86 Millionen Arbeitsfähige seien für die Regierung sichtbar [] , je nach Schätzung macht die Schattenwirtschaft die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus. Kleine und mittlere Betriebe leisteten ein Fünftel, wohingegen die staatlichen Konzerne 70 Prozent beitrugen.

Die Steuermoral lag angesichts der bekannten korrupten Ausschweifungen der Politiker darnieder. Allerdings werden der russischen Wirtschaft auch grundsätzliche strukturelle Probleme bescheinigt. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Russlands nach der Auflösung der Sowjetunion war zunächst von einem drastischen Einbruch der Produktion geprägt.

Dazu trug der Wegfall eingespielter Handelsbeziehungen im Verbund der Sowjetunion bei. Der Übergang von der Planwirtschaft zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung war schwierig und gelang nur in Teilbereichen. Insgesamt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt um gut 40 Prozent.

Russland musste die Bedienung seiner Staatsschulden einstellen und die Dollarbindung des Rubel aufgeben. Dies änderte sich unter der Präsidentschaft von Wladimir Putin. Um die politische Kontrolle im Staat wieder zu erlangen, stärkte er den Staatsapparat auf Kosten des Einflusses der Oligarchen.

Das Modell, das sich unter Putin bis in Russland entwickelte, trug Züge einer korporatistischen Wirtschaft unter Führung des Staates. Im Jahr waren per Gesetz sechs Institutionen eingeführt worden, welche in strategisch wichtigen Bereichen die Staatsaktivitäten bündeln.

Diese Staatsholdings unterstehen keiner Behörde, sondern allein dem Präsidenten. An diesen durch Gesetz geschaffenen Staatskonglomeraten wird auch kritisiert, dass Staatseigentum oder Staatsmittel zur Gründung verwendet worden waren und so zu einer versteckten Privatisierung führten. Dabei wurden Missbrauch und Ineffizienz festgestellt. In den ersten vier Jahren von Putins Präsidentschaft folgte die Einführung einer Flatrate bei der Einkommensteuer vgl.

Um von den Einnahmen des Energiesektors zu profitieren, wurden private Unternehmen aus diesem Bereich zurückgedrängt. So wurden beispielsweise im Bereich des Maschinen- und Automobilbaus private Unternehmen von Staatsbetrieben übernommen und durch Subventionen gestützt, um diesen für Russland wichtigen Branchen Zeit für eine Modernisierung zu geben. Dies brachte eine zweistellige Inflationsrate mit sich. Das von Präsident Putin gesetzte Ziel, das Bruttoinlandsprodukt innert zehn Jahren zu verdoppeln, sollte mittels staatlichem Ausgabenprogramm erreicht werden.

Dafür wurden Gehälter im öffentlichen Dienst sowie Renten , sonstige Sozialleistungen und Ausgaben für den Wohnungsbau erhöht. Möglich wurde das Sozialprogramm durch den Ölboom, der dem Staat hohe Mehreinnahmen bescherte. Durch die Mehreinnahmen konnte Putin die Auslandsverschuldung zurückfahren, die noch Mrd. Ein Teil der Öleinnahmen floss seit in einen nationalen Stabilisierungsfonds , der die Auswirkungen schwankender Rohstoffpreise auf Wirtschaft und Staatshaushalt mindern sollte und mögliche inflationäre Tendenzen auf Grund hereinströmender Petro-Gelder abschwächen sollte.

Der gegründete Stabilisierungsfonds wurde in den Reservefonds zur Abfederung evtl. Der Wohlstandsfonds betrug 68,4 Mrd. Euro, der Reservefonds 19,9 Mrd. Die russische Wirtschaft hatte sich vom Produktionseinbruch im Zuge der Finanzkrise des Jahres rasch erholt, da die eingetretene deutliche Abwertung des Rubels der russischen Wirtschaft Auftrieb verschaffte. Durch die Abwertung wurden ausländische Güter verteuert. In Russland hergestellte Produkte wurden auf dem Inlandsmarkt wettbewerbsfähiger.

Trotz kräftig gestiegener Investitionen wurde in Russland im internationalen Vergleich zu wenig investiert. Investoren kritisierten fehlende Rechtssicherheit, weit verbreitete Korruption , eine überbordende Bürokratie und die geringe Leistungsfähigkeit des russischen Bankensystems.

Aufgrund des drastischen Preisverfalls beim Erdöl und Erdgas sanken die Staatseinnahmen. Die weltweite Finanzkrise hatte Russland hart getroffen.

Die Pflichteinlagen bei der Zentralbank wurden hochgeschraubt, Banken bekamen staatliche Hilfen. Die Russische Zentralbank verwendete fast Milliarden Dollar an Reserven, um den als Folge des ausländischen Kapitalabzugs unter Abwertungsdruck gekommenen Rubel zu stützen. Durch diese Krise wurde sichtbar, dass die Fixierung auf den Rohstoffreichtum das Land in eine Sackgasse führt und die Abhängigkeit von den Weltmarktpreisen für Erdöl, Erdgas oder Metalle zu hoch ist.

Bereits zu Beginn des Jahrhunderts hatte in Russland eine intensive Diskussion über Sonderwirtschaftszonen eingesetzt. Unter Wladimir Putin wurde ein entsprechendes Gesetz über Sonderwirtschaftszonen in der Russischen Föderation verabschiedet. Bis Ende wurden 15 dieser Zonen konzipiert und bestätigt, darunter unter anderem zwei Industrie-Sonderwirtschaftszonen Jelabuga , Lipezk , vier technikorientierte Sonderwirtschaftszonen Moskau, St.

Zinsen wurden gesenkt, um Investitionen in die Produktion zu ermöglichen. Die Inflationsrate erreichte ihren niedrigsten Stand seit 20 Jahren.

Die Regierung war bemüht, preistreibende Faktoren wie die Verteuerung von Treibstoffen und Strom über Quartalsvereinbarungen mit den Anbietern unter Kontrolle zu halten. Der Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO erfolgte nach 18 Verhandlungsjahren, wodurch die Importzölle sanken und der Modernisierungsdruck der heimischen Wirtschaft stieg.

Gleichzeitig fehlten dem Arbeitsmarkt Arbeitskräfte. Durch die Sanktionen des Westens aufgrund der russischen Annexion der Krim sowie des von Russland gefütterten Krieges in der Ukraine seit stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit einem Einbruch des Erdölpreises.

Es akzentuierten sich die strukturellen Probleme der russischen Wirtschaft, welche über Jahre auf den Rohstoffexport ausgerichtet war. Die Jahresinflation betrug 12,9 Prozent. Während bei Präsidentensprecher Peskow bei der Einführung von einem absolut einmaligen, für ein Jahr gültigen Angebot die Rede war, wurde die Amnestie im Dezember bis Juni verlängert und Anfang nach neuen amerikanischen Sanktionen erneuert.

Alle staatlichen Ausgaben mussten gekürzt werden, nur die Rüstung war nicht davon betroffen. Der Anteil der Staatswirtschaft stieg an, die Schattenwirtschaft blühte, die Realeinkommen waren zwischen und mehrmals gesunken.

Nach einem erneuten Gesetzesvorschlag von sollte diesen Kleinverdienern beim Auffliegen der Tätigkeit der gesamte Ertrag abgenommen werden, also eine härtere Strafe, als sie Gutverdienende zu befürchten hätten. Russische Unternehmen wie Gazprom , Rosneft oder Lukoil sind an der Erdöl- und Erdgasförderung beteiligt, welche hauptsächlich in den nördlichen und östlichen Landesteilen stattfindet. Mit seinen Goldvorräten belegt Russland den dritten Platz in der Welt.

Weltbekannt sind die Diamantenvorkommen im nordostsibirischen Jakutien. Lagerstätten von Steinkohle finden sich in einigen Vorsenken dieser Gebirge, vor allem am Ural u. Kohlelagerstätten von Workuta sowie im Donezbecken an der Grenze zur Ukraine.

Die Kohlenförderung litt an fehlenden Investitionen und hat im Vergleich zur Sowjetzeit an Bedeutung verloren. Die Holzindustrie ist hauptsächlich im Nordwesten des europäischen Teiles, im zentralen Uralgebirge, in Südsibirien und im Süden des fernöstlichen Russlands vertreten. Wichtigstes Laubholz für den Handel ist Birke.

Die Landwirtschaft ist nach wie vor eine wichtige Branche der russischen Wirtschaft. Einst die Kornkammer Europas, erlitt die russische Landwirtschaft in den er-Jahren einen drastischen Einbruch der Agrarproduktion, schon in den er-Jahren war Russland noch der weltweit bedeutendste Weizenimporteur.

Der Produktionswert der russischen Landwirtschaft lag wieder bei umgerechnet 38 Milliarden Euro. Für den Transport ist die staatliche Agrar-Transportbehörde Rusagrotrans zuständig. Davon sind Millionen Hektar Ackerfläche, was neun Prozent des weltweiten Ackerlandes entspricht []. Mehr als 80 Prozent der Saatflächen liegen an der Wolga, im Nordkaukasus, am Ural und in Westsibirien innerhalb des sogenannten Agrardreiecks.

Die Binnenfischerei liefert mit dem Stör den begehrten russischen Kaviar. In der Transformationsphase zwischen und gingen die Schweine- und Geflügelbestände fast um die Hälfte zurück.

Russland importierte seitdem einen Teil seiner Nahrungsmittel. Es war schon zuvor, aber insbesondere seit seinen Gegen-Sanktionen gegen den Westen nach der Annexion der Krim im Jahr das Ziel der russischen Regierung, die Fähigkeit zur Eigenversorgung zu steigern und die Importabhängigkeit zu reduzieren. Rinderzucht wird vorwiegend im Wolgagebiet, in Westsibirien und dem europäischen Zentrum betrieben, Schweinezucht findet sich ebenfalls im Wolgagebiet, aber auch in Nordkaukasien und im zentralen Schwarzerdegebiet.

Auf Wasserkraftwerke entfielen 21 Prozent, auf Kernkraftwerke 16 Prozent. Die russische Regierung plant, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung bis auf etwa ein Drittel zu verdoppeln, um noch mehr Erdöl und Erdgas exportieren zu können. Um von den Einnahmen des Energiesektors zu profitieren, war die russische Politik darauf ausgerichtet, die staatliche Kontrolle über die Energiewirtschaft wieder zu verstärken und private Unternehmen aus diesem Bereich zurückzudrängen.

Das wurde durch die Zerschlagung des Erdölkonzerns Yukos und die Übernahme des Ölkonzerns Sibneft durch die halbstaatliche Erdgasgesellschaft Gazprom erreicht. Die Schwerindustrie konzentriert sich im Ural um Jekaterinburg. Russland nimmt eine führende Rolle in der weltweiten Produktion von Stahl und Aluminium ein.

In den letzten Jahren haben sich in Russland weltbekannte Stahlkonzerne mit hoher Finanzkraft gebildet. An den alten Hauptindustriestandorten Moskau, dem Wolgagebiet, dem Nordwesten und dem Ural produzieren zahlreiche Maschinen- und Fahrzeugindustrien, aber auch Geräte- und Anlagenbauherstellung ist hier angesiedelt. Die Produktion ging stark zurück. In den er-Jahren ging es aber auch in der verarbeitenden Industrie wieder bergauf. Vor allem auf Märkten in der GUS konnten Marktanteile zurückgewonnen und neue Märkte in Asien gefunden werden, weil sich einige russische Erzeugnisse als einfacher und preiswerter als westliche Konkurrenzprodukte profilieren konnten.

Dazu gehörte die Gründung der Staatsholding Rostechnologii , in die Staatsanteile von fast Unternehmen Rüstungsbetriebe, Fluggesellschaften, Lkw- und Waggonhersteller und Maschinenbauer eingebracht wurden.

Der Flugzeugbau war eine der wichtigsten und technisch am höchsten entwickelten Branchen der russischen Industrie. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Produktionsketten zwischen den ehemaligen Unionsrepubliken unterbrochen. Das hatte tiefgreifende negative Auswirkungen auf den russischen Flugzeugbau. Inzwischen kooperieren die russischen Autohersteller mit ausländischen Konzernen. Darüber hinaus sind in Russland die Herstellung von Chemiefasern , Kunststoffen und Autoreifen stark entwickelt.

Die Wirtschaft Russlands wird auch durch die Herstellung von Baustoffen, die Leichtindustrie hauptsächlich Textilindustrie und die Nahrungsmittelindustrie geprägt. Allein die Sberbank, die frühere Werktätigensparkasse der Sowjetunion, hält etwa die Hälfte aller Spareinlagen. Über ein landesweites Filialnetz verfügt nur die Sberbank. Von der Lieferstruktur her wichtigster Handelspartner Russlands ist Deutschland, das vor allem industrielle Fertigerzeugnisse wie Maschinen, Anlagen und Spitzentechnik nach Russland liefert.

Das russisch-deutsche Handelsvolumen betrug 75 Mrd. Er beträgt zwei Prozent, knapp ein Drittel des Anteils Deutschlands. Russen zur Erholung ins Ausland reisten. So waren auch die Einreisezahlen von Urlaubs- und Geschäftsreisenden kontinuierlich gestiegen; waren es rund Allerdings waren davon nur Darüber hinaus sind Schifffahrten auf der Wolga sowie Besichtigungen von altrussischen Städten nordöstlich von Moskau, dem sogenannten Goldenen Ring , gefragt.

Der Goldene Ring besteht aus mehr als zwanzig Städten und stellt die beliebteste touristische Route durch die russische Provinz dar. Natururlaub ist vor allem in Karelien und dem Altai-Gebirge Weltnaturerbe möglich. Beliebt sind unter ausländischen Gästen die Reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn. Aber auch Kaliningrad , das frühere Königsberg , zieht immer mehr deutsche Besucher an. Im innerrussischen Fremdenverkehr sind die Badeorte der Schwarzmeerküste sowie eine Reihe von nordkaukasischen Thermalquellen-Kurorten wie Kislowodsk oder Pjatigorsk von Bedeutung.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der Skitourismus im Nordkaukasus. Vor allem im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurde hierfür die Infrastruktur ausgebaut. Nach der politischen Wende Russlands hatte sich das Verkehrsaufkommen zunächst aufgrund der wirtschaftlichen Abwärtsbewegung überwiegend nach unten entwickelt, erlebte dann aber ein starkes Wachstum.

Ein anderer Nachteil der russischen Verkehrsinfrastruktur liegt darin, dass die bestehenden Verkehrssysteme kaum Netzwerkeffekte erzeugen. Die Erweiterung und Modernisierung der Transport-Infrastruktur besitzt für die russische Regierung daher hohe Priorität. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Forcierung von Konzessionen und anderen öffentlich-privaten Partnerschaftsmodellen im Transportsektor, um auch in diesem Sektor Finanzierungsmittel privater Investoren zu mobilisieren.

Die Logistikinfrastruktur soll dazu vor allem an den Knotenpunkten Moskau und Sankt Petersburg ausgebaut werden. Darin soll eine logistische Strategie zu einem neuen Transportgerüst für Sibirien und den Fernen Osten Russlands ausgearbeitet werden. Im Logistics Performance Index , der von der Weltbank erstellt wird und die Qualität der Infrastruktur misst, belegte Russland den Platz unter Ländern. Als Massentransportmittel über lange Distanzen nimmt die Eisenbahn in Russland einen wichtigen Teil des Verkehrsmarktes ein.

Parallel dazu wurde Ende des Durch diese beiden und die abzweigenden Strecken wird das Land in west-östlicher Richtung erschlossen. Durch sie kann beispielsweise die Beförderung von Gütern zwischen Pusan und Helsinki von etwa 47 Tagen auf dem Seeweg auf ca. Im Mai beschloss die russische Regierung die Umsetzung der Bahnreform. In den letzten Jahren sind in Russland auch 85 Privatbahnunternehmen entstanden, die heute mehr als 25 Prozent der Güter transportieren und rund 30 Prozent etwa Insgesamt umfasst das gut entwickelte Eisenbahnnetz Breitspur mit Millimeter Spurweite rund Daneben gibt es zusätzlich Daher besitzt die Bahn in Russland mit 83 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Marktanteil am Güterverkehr.

Die Dichte des Netzes nimmt von West nach Ost stark ab: Dazu trägt auch der Spurweitenunterschied der Eisenbahnen bei. Im Jahr kamen in Russland insgesamt 18,9 Verkehrstote auf In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit Die Motorisierungsrate des Landes liegt weltweit im oberen Mittelfeld. In Sibirien sind Die Schiffbarkeit der Flüsse und Kanäle wird durch meteorologische Einflüsse Wasserstand und mangelhaften Ausbau stark beeinträchtigt.

Seit ist in Russland ein Abbau des Bestands der Binnenschiffsflotte zu beobachten. Die Zahl der Binnenschiffe betrug Davon waren Güterschiffe und Passagierschiffe. Die Seeschifffahrt gehört zu den stark wachsenden Verkehrsbranchen in Russland. Wesentlicher Grund dafür ist das steigende Exportaufkommen an Rohöl und Mineralölerzeugnissen.

Die wichtigsten Seehäfen befinden sich in St. Die Zahl von Flughäfen in Russland verringerte sich zwischen und von auf , wobei die Zahl internationaler Flughäfen von 19 auf 70 gestiegen war und 55 Flugplätze über eine befestigte Piste von mehr als Metern Länge verfügten. Die Flugzeugflotte Russlands umfasste im Jahr rund Flugzeuge, davon knapp Frachtflugzeuge. Zur Belebung der russischen Luftfahrtindustrie dienen staatliche Förderung und Regulierungen. Fast die Hälfte der Passagierbeförderung findet im Nahverkehr statt, vorwiegend über das Busnetz, das in Städten existiert.

In den er Jahren verfielen viele der guten Nahverkehrsnetze und wurden zunehmend durch private Bus- oder Linientaxibetriebe ergänzt oder ersetzt. Diese Domain wird von russischen Websites teilweise bis heute benutzt.

Websites unter dieser Domain machen heute einen beträchtlichen Teil des russischen Internets — oft kurz Runet genannt — aus. Inzwischen hat das Land auch eine kyrillische Top-Level-Domain.

Das russische Internet-Segment rangiert derzeit mit insgesamt mehr als 3,6 Millionen Domainnamen auf Platz vier weltweit. Und es wächst weiter, denn immer mehr Russen in abgelegenen Orten bekommen Zugriff auf das Internet.

In den er-Jahren stieg die Anzahl der Internetnutzer in ganz Russland kontinuierlich an: Besonders populär sind die in Russland entstandenen Plattformen Vkontakte. Auch LiveJournal wird in Russland im internationalen Vergleich überdurchschnittlich genutzt. Ab müssten sämtliche Kommunikationsinhalte gespeichert und dem Staat zur Verfügung gestellt werden, eine Verschiebung dieser Pflicht um 5 Jahre musste wegen des Aufwandes im Jahr erwogen werden.

Der überwiegende Teil des russischen Postwesens wird vom staatlichen Unternehmen Potschta Rossii abgewickelt. Dieses wurde aus dem zugleich aufgelösten föderalen Post- und Telekommunikationsministerium ausgegliedert, das auch zu Sowjetzeiten für den Postverkehr zuständig war. Heute bietet die Potschta Rossii ihre Dienstleistungen in insgesamt über Die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen beläuft sich russlandweit auf rund Jahrhunderts neben grundlegenden Postdienstleistungen — wie etwa dem Versenden und Empfangen von Briefen, Paketen und Telegrammen sowie dem Postgiro — auch ergänzende Dienste an, darunter öffentliche Computerarbeitsplätze mit Internetzugang.

Diese Branche erlebte in Russland ab dem Jahr einen rasanten Wachstum: März gut Millionen. Im Artikel 41 der Verfassung Russlands ist für alle Bürger das Recht auf kostenlose medizinische Grundversorgung verankert. Dieser seit den Sowjetzeiten bestehende Grundsatz ist zum Teil die Ursache dafür, dass Russland im internationalen Vergleich eine vergleichsweise hohe Anzahl der Ärzte und der Krankenhäuser pro Kopf der Bevölkerung aufweist.

Gerade beim wirtschaftlichen Niedergang der er Jahre in Russland wurde das Gesundheitswesen stark getroffen. So ist inzwischen jede dritte Klinik der Krankenhäuser im Land dringend renovierungsbedürftig. Schrittweise werden in letzter Zeit die Gehälter für das medizinische Personal angehoben sowie staatliche Mittel in die Einrichtung neuer und Modernisierung bestehender Kliniken investiert. In Russland ist der Gesundheitssektor dezentral organisiert.

Das Gesundheitsministerium ist auf föderaler Ebene für den gesamten Sektor zuständig, die Erbringung der konkreten medizinischen Leistungen inklusive die Bereitstellung von Krankenhäusern aber Aufgabe der Föderationssubjekte und Gemeinden.

Das russische Gesundheitssystem wird durch einen Mix aus Budgetmitteln und Mitteln aus der Sozialversicherung finanziert. Danach hatte sich die Lage spürbar gebessert. Offiziell lag dabei das Existenzminimum bei Euro für einen Menschen im arbeitsfähigen Alter; bei Kindern liegt der Wert unwesentlich niedriger, bei Rentnern beträgt er Euro.

Während besonders in Moskau und St. Dazu beigetragen hat das seit vervielfachte Pro-Kopf-Einkommen. Die Renten lagen das erste Mal seit vielen Jahren über dem Existenzminimum. Präsident Putin versprach im Wahlkampf eine Anhebung der Gehälter im öffentlichen Dienst sowie der Stipendien für Studenten, [] da etwa die Hälfte der Bevölkerung zwar nicht als offiziell arm zählt, aber zu der einkommensschwachen Schicht zu zählen ist, die nicht in der Lage ist, zentrale soziale Bedürfnisse wie Wohnraum oder zusätzliche Ausbildung zu finanzieren.

Seit wurden Gelder der zweiten, kapitalgedeckten Säule der Altersvorsorge zur Deckung des Finanzbedarfs herangezogen. Zweistellig steigende Verbraucherpreise bis erschwerten die Lebensbedingungen der ärmeren Bevölkerungsschichten. In Wachstumsregionen wie Moskau, Kaluga und St. Petersburg tendierte die Erwerbslosigkeit gegen Null.

Das Arbeitslosengeld beträgt zwischen 60 und 70 Euro im Monat. Zur Zeit der Sowjetunion wurde die russische Natur schwer belastet: Auch heute gibt es ernsthafte Umweltprobleme in Russland — aber auch ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Das Recht des Bürgers auf gesunde Umwelt und auf verlässliche Informationen über ihren Zustand ist im Artikel 42 der russischen Verfassung verankert. Allerdings hat der Umweltschutz in der russischen Politik eine vergleichsweise niedrige Priorität, was von internationalen Umweltorganisationen wie WWF oder Greenpeace immer wieder kritisiert wird.

Auch eine Vielzahl von Altlasten aus den Sowjetzeiten, darunter marode Fabriken, die die heutigen Umweltstandards nicht einhalten können, belasten die Umwelt in Teilen des Landes erheblich. Einige Städte mit solchen Fabriken, wie Norilsk oder Dserschinsk , gelten als ökologisches Notstandsgebiet.

Umso stärker die Lebensqualität steigen wird, desto wichtiger und dringlicher werden in Zukunft Umweltfragen in Russlands Öffentlichkeit und Politik diskutiert. Seit werden vereinzelte Bemühungen der russischen Staatsmacht zum Vorantreiben des Umwelt- und Klimaschutzes sichtbar. So wurde in Russland die Ratifizierung des Kyoto-Abkommens am 5. November mit der Zustimmung des Präsidenten zum Beschluss der Staatsduma abgeschlossen.

Die russische Kultur besteht aus einer europäischen Hochkultur und einer gewachsenen russischen Volkskultur. Zeitweise verstand sich Russland als das radikale Andere des Westens, auch weil die russische Kultur im Vergleich zu der westeuropäischen über lange Zeit eine andere Entwicklung nahm. Diese Entwicklung wurde durch ihren Standort und Ausgangspunkt an der Peripherie der westlichen Kulturentwicklung verursacht.

Weiterhin führte das Schisma von zu einem sich völlig anders entfaltenden orthodoxen Christentum mit einer wachsenden Ablehnung des Katholizismus. Die russische Staats- und Rechtsauffassung , die dem byzantinischen Cäsaropapismus entstammt, im Unterschied zur römischen Rechtstradition im Westen, trug ebenso zu der Abgrenzung der russischen Kultur zu der westeuropäischen bei vgl. Im Gegensatz zu der Entwicklung von Nationalstaaten in Westeuropa vollzog sich in Russland ab der Wandel zu einem Vielvölkerreich, der die kulturelle Entwicklung mitprägte.

Die russische Kultur ist weiterhin durch zeitlich verschiedene Entwicklungsphasen zur westeuropäischen Kultur geprägt. Dies lässt sich durch die geokulturelle Randlage und gleichzeitige Ausdehnung Russlands nach Osten erklären, die ein unterschiedliches Evolutionstempo im Wechselspiel verlangsamter und beschleunigter Nachhol- und Entwicklungsphasen hervorrufen, wodurch es in der russischen Geschichte wiederholt zu gesellschaftlichen Umbrüchen und politischen Radikalisierungen kam.

Demnach kann Russland als eine Übersetzungskultur angesehen werden, allerdings nicht in passiver Nachahmung, sondern aus dem Bedürfnis des Nachholens und Überbietens. Dies erzeugt produktive Wechselwirkungen, indem Eigenes nach dem imitierten Fremden modelliert wird und so Neues hervorbringt.

Gerade die Orthodoxie bedingte ein anderes, auf Beharrung und Traditionen basierendes Kulturverständnis. Die religiöse Weltanschauung und kirchliche Textauffassung bestimmte und verlangsamte im Moskauer Reich die kulturelle Entwicklung. Eine Erstarrung der russisch-orthodoxen Kultur setzte ab ein, nachdem der Impulsgeber Byzanz durch den Fall Konstantinopels nicht mehr vorhanden war.

Ablegung der Bärte und Annahme der europäischen Kleiderordnung — eine Änderung der inneren Einstellung erreichen. Die Europäisierung Russlands erreichte aber nur eine kleine Oberschicht. Russland fand im Jahrhundert den Anschluss an die europäische Kultur und gehörte um zu ihrer Avantgarde. In der Sowjetunion wurde dann unter Stalin der Sozialistische Realismus zur einzigen verbindlichen Kulturnorm erklärt.

Im Ergebnis nahmen die europäisierte und die Volkskultur einen Niedergang. Im neuen russischen Staat erlebte die russische Kultur in den er-Jahren eine erneute Krise. So mussten die russischen Kunstschaffenden mit den wegfallenden staatlichen Förderungen und der Konkurrenz in der kapitalistischen Massenkultur in den er-Jahren zuerst den daraus resultierenden Stillstand überwinden.

Die in Westeuropa üblichen und gültigen Ordnungsmuster der Poetik und Gattungslehre , wie auch literarische Epochenbezeichnungen werden aber in Russland anders, weil zeitversetzt und in anderer Funktion, verwendet.

Erst für das Jahrhundert gelang der Nachweis barocker Stilverfahren und der verspätete Gleichklang mit dem westeuropäischen Zeitstil. Der aus der byzantinischen Geschichtsschreibung übernommene Grundbestand an geistlichen Texten und Gattungen legte die Grundlage der kirchenslawische Tradition fest, was im slawischen Mittelalter als Literatur und als literarischer Text galt. Es herrschte die Dominanz eines geistlich-kirchlichen Literaturbegriffs d.

Lesen und Schreiben — ähnlich wie in der Ikonenmalerei — zum Nutzen der Seele. Andererseits fehlten die ästhetische Funktion, Individualstil, Fiktionalität Trennung von Wahrheit und Dichtung , literarische Gattungen im neuzeitlichen Sinn und ein moderner Autorenbegriff.

Literatur mit nicht vorherrschend geistlicher Funktion im alten Russland vor ist vergleichsweise wenig vertreten. Zu Beginn des Jahrhunderts erfüllte die Literatur vorrangig Erziehungs- und Repräsentationsfunktionen für den Staat. Erst gegen emanzipierte sich die literarische Kommunikation von den Ansprüchen des Hofes, der Bildungsinstitute sowie des Mäzenatentums.

Russische Autoren erreichten erstmals eine gewisse Eigenständigkeit, auch bedingt durch die Anfänge eines eigenen Buchmarkts. Für Jahrzehnte dominierte nun das Genre des realistischen Gesellschaftsromans, der die Leser in Europa nachhaltig beeindruckte. Der russische realistische Roman entwickelte seine eigenen Verfahren zur Abbildung der Wirklichkeit und bildete Metastandpunkte bezüglich der destabilisierenden Wirkung westlicher Modernisierung auf traditionelle Lebensformen und gesellschaftliche Strukturen heraus.

Zu den russischen Schriftstellern von Weltrang gehören: Der russische Buchhändler-Verband beklagte im Jahr die gestiegenen Preise sowohl für die Produktion als auch für den Verkauf durch kleine Buchhändler mit Handelsgebühren. So gebe es in Moskau nur noch eine Buchhandlung pro Die russische Musik reicht weit zurück. Ihre Ursprünge liegen im heidnischen Brauchtum der Ostslawen. Nach der Annahme des Christentums entwickelte sich zuerst die kirchliche Musik.

Ursprünglich aus Byzanz gekommen, gewann sie schnell nationale russische Merkmale. Jahrhundert bildete sich ein besonderer Typ des orthodoxen Kirchengesangs, der sogenannte Snamenny raspew heraus. Jahrhundert verbreitete sich das lyrische Volkslied.

Einige Lieder sind weltberühmt, wie z. Die Anfänge der russischen Kunstmusik begannen sich im Der wichtigste Komponist dieser Zeit war Dmytro Bortnjanskyj , in dessen Schaffen sowohl Kunstmusik wie auch die typisch russisch anzusehenen A-cappella-Gesänge der orthodoxen Kirchenmusik vertreten sind. Jewstignei Ipatowitsch Fomin , der bedeutendste Opernkomponist Russlands des späten Jahrhunderts, war immer noch westlich geprägt.

Wendungen aus der russischen Volksmusik tauchen erstmals verstärkt in den Opern und Orchesterstücken Michail Glinkas und Alexander Dargomyschskis auf, wodurch sie den Weg zu einer nationalrussischen Komponistenschule ebneten. In Kontrast dazu entwickelte sich eine eher an westlicher Musik besonders der deutschen Romantik orientierte Gegenströmung, die durch Anton Rubinstein begründet wurde.

Ihr gehörte auch der bedeutendste russische Komponist des Die nachfolgenden Komponisten wie Anatoli Ljadow , Sergei Tanejew , Anton Arenski , Alexander Gretschaninow , Alexander Glasunow und Wassili Kalinnikow setzten in ihren Kompositionen vor allem auf eine aussöhnende Vereinigung des westlich-internationalen und des russisch-nationalen Stiles.

Während Sergei Rachmaninow in seinen Klavierkonzerten und Symphonien den Stil Tschaikowskis eigenständig weiterentwickelte, hielt mit Alexander Skrjabin , Schöpfer eines eigenwilligen harmonischen Systems, erstmals die musikalische Moderne in Russland Einzug. Dabei präsentieren Opponenten der legitimen syrischen Behörden es so, als ob das einzige Hindernis dabei die Position von Damaskus ist, das bislang keine Zustimmung für den Konvoi der Vereinten Nationen mit humanitären Frachten gab.

Sie fordern weiterhin, dass die Sicherheit des Konvois in der Zone at-Tanfa von den dort befindlichen illegalen bewaffneten Gruppierungen kontrolliert wird. Das bedeutet de facto, dass Extremisten eine sehr gute Möglichkeit bekommen, sich einen Teil der humanitären Hilfe anzueignen. Gerade so gingen sie während des ersten Konvois in Rukban im November dieses Jahres vor.

Wir verstehen die Position von Damaskus, das dagegen ist, dass die internationale Gemeinschaft vertreten durch die UNO Extremisten unterstützt und die amerikanische Besatzung de facto legalisiert. Extremisten auf Kosten davon ernähren und behandeln, dass die Zivilbevölkerung blutet, ist natürlich ebenfalls inakzeptabel. Das scheidende Jahr verlief unter dem Zeichen des ununterbrochenen Stroms der Vorwürfe gegen uns wegen berüchtigter Einmischung. Seit langem interessieren niemanden schon konkrete Sachen.

Das Hauptziel ist, ein nachhaltiges Klischee zu bilden — an allen globalen Missglücken, ob das Wachstum der sozialen Spannung bzw.

Verstärkung der Fluchttendenzen in den Integrationsvereinigungen, Ausgang der Abstimmungen bzw. Referenden — an allem ist Russland schuld. Unbegründete Vorwürfe aus Washington und London wegen der angeblichen Einmischung in Wahlprozesse sind seit langem ein ständiger Hintergrund geworden.

Es soll sogar nicht darüber gesprochen werden, dass es weder Argumente, noch Beweise zu solchen Vorwürfen gab. Diese Geschichte hat übrigens ihre Logik.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die US-Aufklärung angeblich festgestellt hat, dass Russland, China und der Iran sich in die Wahlen einmischten. Falls US-Generalstaatsanwalt das bestätigen wird, werden neue Sanktionen eingeführt. Die Idee bestand darin, den demokratischen Kandidaten bei der Mobilmachung der Wähler via Verbreitung der Gerüchte über die Unterstützung des republikanischen Kandidaten durch den Kreml zu unterstützen.

Was die Autoren dieser Berichte betrifft, ist es natürlich ein würdiger Vertreter. Nach der Entlarvung in Alabama forderten die Republikaner sogar eine strafrechtliche Untersuchung.

Allerdings werden diese Informationen kaum in den US-Medien und anderen westlichen Ländern breit verbreitet. Der Trend sieht anders aus. November in Moskau. Telephone conversation with German Chancellor Angela Merkel bit. Wir sind den Rettungskräften für ihren selbstlosen Dienst innerhalb un… twitter. Ivanovo region, Russia https: Oper, Jungtalente und Kultur: Er legte dem Parlament ein Gesetz zur Errichtung einer zweiten Kammer, des Senats Kach-e Madschles-e Sena , vor, die zwar in der Verfassung von vorgesehen, aber bis dato noch nicht konstituiert worden war.

Februar stimmte das Parlament der Gesetzesvorlage zu, und bereits am April wurde der Senat vom Schah eröffnet. Mit der Errichtung des Senats konnte Pahlavi seine Machtbasis gegenüber dem Parlament erweitern, da die Senatoren je zur Hälfte von ihm ernannt und von der Bevölkerung direkt gewählt wurden. Die erste Sitzung des Senats fand am 9. Das zweite Attentat am April um 9. Mit einer Maschinenpistole bewaffnet, feuerte der Attentäter in die Eingangshalle, tötete zwei Leibwächter und verwundete einen weiteren, bevor er von Kugeln getroffen zusammenbrach.

Die Todesstrafe für die beiden Hauptangeklagten wurde nach einem direkten Gespräch zwischen Ahmed Mansuri und Pahlavi per Erlass in lebenslange Haft umgewandelt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Irans war und ist an die Öleinnahmen pule naft gebunden.

März von Chalil Tahmasebi, einem Mitglied der radikalislamischen Fedajin-e Islam , erschossen worden war. Der Streit um die Verstaatlichung der Ölindustrie wurde im Iran als politische Grundsatzdiskussion geführt. Für die kommunistische Tudeh-Partei war die Verstaatlichung ein wichtiger Schritt in Richtung eines sozialistischen Irans. Die islamische Rechte verfolgte eine Politik gegen die Verwestlichung gharbsadegi des Iran, Razmara hob eher auf die technische Machbarkeit ab.

Er wies darauf hin, dass das Öl wie alle Bodenschätze aufgrund eines Verfassungsartikels bereits dem iranischen Staat gehörten, dass es also letztlich nur um die Verstaatlichung der Raffinerien und Anlagen der Ölindustrie gehe. Razmara erklärte vor dem Parlament:. Es führt kein Weg an der Verstaatlichung des Öls vorbei.

Eine Woche nach der Ermordung Razmaras verabschiedete das Parlament am März das Gesetz zur Verstaatlichung der Ölindustrie und beauftragte die parlamentarische Ölkommission, die Ausführungsbestimmungen auszuarbeiten.

Der Senat stimmte dem Gesetz am März zu, Pahlavi unterzeichnete es noch am selben Tag und setzte es damit in Kraft. Hossein Ala , der neue Premierminister, sollte die anstehenden Verhandlungen zur praktischen Umsetzung der Verstaatlichung mit der Geschäftsführung der AIOC führen, die dem britischen Staat indirekt unterstellt war. Allerdings legte Mossadegh, der zu diesem Zeitpunkt Abgeordneter des Parlaments und Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für Ölfragen war, am April einen 9-Punkte-Plan als Ausführungsbestimmungen des Verstaatlichungsgesetzes vor, ohne Premierminister Ala zu konsultieren, woraufhin Ala seinen Rücktritt einreichte.

April ernannte der Schah Mossadegh zum neuen Premierminister. Inzwischen hatte das Parlament Mossadeghs 9-Punkte-Plan angenommen. April wurde der 9-Punkte-Plan vom Senat bestätigt und am 1.

Mai von Pahlavi in Kraft gesetzt. März an die iranische Staatskasse zu überweisen seien. Der Gerichtshof erklärte sich für nicht zuständig, da er nur Konflikte zwischen Staaten regele und es sich hier um einen Konflikt zwischen einem Konzern und einem Staat handele.

Auch der Sicherheitsrat lehnte eine Einmischung in diesen Streit ab. Nachdem sich die innenpolitische Lage im Iran krisenhaft zugespitzt hatte, verlangte Mossadegh vom iranischen Parlament eine umfassende Vollmacht, um persönlich und ohne Einschaltung des Parlaments Gesetze erlassen zu können. Mohammad Mossadegh für sechs Monate. Wie die in den folgenden Monaten im Parlament geführte Diskussion zeigt, hielt sich Mossadegh nicht an das im Ermächtigungsgesetz vorgesehene Verfahren, die von ihm unterschriebenen vorläufig gültigen Gesetze zur Diskussion und Beschlussfassung dem Parlament vorzulegen.

Da die Dauer der Vollmachten auf sechs Monate begrenzt war, verlagerte sich die parlamentarische Diskussion hin zu der Frage einer möglichen Verlängerung des Ermächtigungsgesetzes. Eine Mehrheit der Abgeordneten einigte sich darauf, die Vollmacht unter der Bedingung zu verlängern, dass umgehend alle von Mossadegh unterschriebenen Gesetzesvorlagen dem Parlament zur Diskussion und Beschlussfassung vorzulegen seien.

Doch Mossadegh hielt sich nicht an die Auflagen des Gesetzes und regierte weiter ohne das Parlament. Als sich die Mehrheit der Abgeordneten gegen Mossadegh wandte, organisierte Mossadegh am 3. August ein Referendum zur Auflösung des Parlaments. August floh der Schah zunächst nach Bagdad und später nach Rom. Mit seiner kompromisslosen Politik in der Ölfrage und der Nähe zur kommunistischen Tudeh-Partei hatte Mossadegh den Iran in eine schwere wirtschaftliche und politische Krise geführt.

August wurde im Rahmen der us-amerikanisch geführten Operation Ajax Premierminister Mossadegh entmachtet und verhaftet. Nach der Rückkehr des Schahs am Mit der iranischen Regierung wurde zwischen einem Konsortium internationaler Ölgesellschaften ein Konsortialvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren ausgehandelt.

Der Betrieb der Ölanlagen in Abadan und die Ausbeutung der wichtigen Ölfelder im Süden des Irans wurden weiter von den internationalen Ölgesellschaften kontrolliert.

Januar beschuldigte Pahlavi die internationalen Ölgesellschaften, dem Iran mit ihrer Förderpolitik zu schaden:. Ohne Details zu nennen, möchte ich die allgemeine Verhandlungslinie für Sie klar darlegen. Als wir den Konsortialvertrag unterschrieben, konnten wir keine besseren Konditionen erhalten, als wir sie damals aushandelten. Einer der Vertragspunkte war, dass die Ölunternehmen das zukünftige Wohlergehen des Irans respektieren. Wir haben Beweise, dass sie das nicht getan haben.

Im Vertrag von ist eine mögliche dreimalige Vertragsverlängerung um jeweils 5 Jahre vorgesehen. Im Abschnitt über die Vertragsverlängerung wurde wiederum darauf Bezug genommen, dass das zukünftige Wohlergehen des Irans beachtet werden muss. Wir haben ausreichend Beweise, dass diese Vertragsklausel des Vertrages von nicht respektiert wurde.

Aus diesem Grund werden wir den Vertrag von auf keinen Fall über das Jahr verlängern. Im Juli kam es dann zu einer neuen Vereinbarung, mit der rückwirkend zum März die Betreibergesellschaften des Konsortiums für die Förderung und den Verkauf des iranischen Öls aufgelöst wurden.

Auf Anregung von Abol Hassan Ebtehadsch hatte das iranische Parlament bereits im Februar ein Gesetz zur Einrichtung einer unabhängigen Planungsbehörde verabschiedet. Die Weltbank lehnte ab. Die Finanzierung der in diesem Plan vorgesehenen Entwicklungsprojekte musste daher vollständig aus den Öleinnahmen erfolgen.

Die Krise, die unter dem Namen Abadan-Krise in die Geschichte einging, führte zum vollständigen Zusammenbruch der iranischen Ölexporte.

Die Wirtschaftskrise löste eine politische Krise aus, die durch Streiks und Massendemonstrationen noch verschärft wurde. Die in dem ersten Wirtschaftsplan begonnenen Vorhaben wurden eingestellt. Nie wieder sollten Fremde und hier vor allem die Briten und die Russen über das Schicksal des Irans bestimmen.

Noch bevor das neue Ölabkommen im Jahre unterzeichnet war, bestimmte er Abol Hassan Ebtehadsch zu dem Mann, der die Wirtschaft des Irans entwickeln sollte. Ebtehadsch betrachtete Wirtschaftsplanung als ein Mittel zur Überwindung des Stillstands der iranischen Wirtschaft, was ihm in den folgenden Jahren auch gelang.

Der zweite Entwicklungsplan , der sich über den Zeitraum von bis erstreckte, konzentrierte sich vor allem auf die regionale Entwicklung von Chuzestan als einer Modellregion. Juni verabschiedeten ersten Gesetzes zur Landreform zu keiner grundlegenden Neuverteilung des Landbesitzes im Iran kam. November erklärte Amini, dass der Schah ihn mit Sondervollmachten zur Umsetzung des Reformprogramms ausgestattet habe. Im Januar wies er seinen Landwirtschaftsminister Hassan Arsandschani an, das Gesetz zur Landreform aus dem Jahr zu überarbeiten.

Den Rest ihres Landbesitzes mussten sie an den Staat verkaufen, der es wiederum zu einem erheblich niedrigeren Preis an die landlosen Bauern abgeben sollte. Ferner räumte der Staat den Bauern günstige Kredite ein, wenn sie sich zu landwirtschaftlichen Kooperativen zusammenschlossen.

Das Kabinett von Asadollah Alam , der nach dem Rücktritt von Premierminister Amini zum neuen Premierminister gewählt worden war, hatte den Auftrag, die Reformen in entsprechende Gesetze zu fassen. Aus diesem Grund sollten die iranischen Bürger in einem Referendum darüber abstimmen, ob sie die Reformvorhaben des Schahs befürworteten oder ablehnten.

Obwohl Chomeini das Referendum als ein gegen Gott gerichtetes Vorhaben brandmarkte und alle Gläubigen aufrief, nicht an der Abstimmung teilzunehmen, sprachen sich am Februar erklärte der Schah bei der Eröffnung eines Wirtschaftskongresses zum aktiven und passiven Frauenwahlrecht an die Frauen des Irans gerichtet: Drei Männer steuerten die nun einsetzende wirtschaftliche Entwicklung des Irans: Safi Asfia entwickelte die einen Zeitraum von fünf Jahren umfassenden Wirtschaftspläne, Wirtschaftsminister Alikhani setzte die von Safi Asfia entwickelten Pläne im Rahmen einer reformorientierten Wirtschaftspolitik um, und Mehdi Samii entwickelte das Finanz- und Bankenwesen des Irans.

Der verabschiedete 3. Wirtschaftsplan sah Investitionshilfe für die Wirtschaft in Höhe von 2,7 Mrd. Im verabschiedeten 4. Wirtschaftsplan hatten sich die Investitionshilfen bereits auf 6,7 Mrd. Nur Südkorea und Singapur wuchsen schneller. Fünfjahresplan ein die nächsten 20 Jahre umfassender Perspektivplan für die Jahre bis und ein Nationaler Raumentwicklungsplan erstellt.

Im Rahmen des Nationalen Raumentwicklungsplans sollten vor allem die weniger entwickelten Gebiete des Irans stärker gefördert werden, um der Abwanderung in die Städte entgegenzuwirken. Im Rahmen des 6. Wirtschaftsplans sollte die Abhängigkeit von den Öleinnahmen durch den weiteren Ausbau der Industrieproduktion und des Bergbaus gemildert werden. Der Iran hatte es als eines der wenigen Länder der Dritten Welt geschafft, sich aus dem Zustand der Unterentwicklung zu befreien.

Der Iran hatte das Geld, die natürlichen Ressourcen, die Führungskräfte und die Arbeitskräfte, um ein moderner Industriestaat zu werden. Um dies zu erreichen, mussten sich die Iraner an die gesellschaftlichen Normen einer modernen Industriegesellschaft anpassen: Ordnung und Disziplin, Regeln und Vorschriften, Achtsamkeit und Hingabe, und sie mussten bereit sein, neue Standards und Verfahrensweisen zu akzeptieren.

Nach dem Perspektivplan sollte der Iran den wirtschaftlichen Stand vom Europa des Jahres erreicht haben, und bis zum Jahr wollte man mit den Ländern Europas wirtschaftlich und gesellschaftlich auf einer Stufe stehen. Ziel des Abkommens war eine Stärkung des Handels zwischen den Partnerländern, um ihr chronisches Zahlungsbilanzdefizit gegenüber dem Westen abzubauen.

Langfristig wurde eine Währungsunion angestrebt. Der gemeinsame Markt der Länder umfasste Millionen Menschen. Damit war die wirtschaftliche Grundlage für eine Steigerung der Industrieproduktion bis hin zur Massenproduktion von Konsumgütern gegeben. Konkret wurden die Gebühren für Briefe, Telegramme und Telefongespräche zwischen den Ländern gesenkt und der zwischenstaatliche Handel verstärkt. Um das kulturelle Band zwischen den Ländern zu stärken, wurden Schulbücher überarbeitet, Lehrstühle für den akademischen Austausch zwischen den RCD-Ländern eingerichtet und die Curricula überarbeitet, um die Ausbildung in Sprache und Kultur der drei Länder wechselseitig zu fördern.

Ministerrat und Planungskommission verfügten über ein eigenständiges Sekretariat mit einem Generalsekretär im Range eines Botschafters. Diese Staaten begannen entsprechende Projekte in ihre Entwicklungspläne einzuarbeiten, in der Annahme, dass die Finanzierung der Projekte weitgehend vom Iran übernommen würden.