Entwicklung und Entwicklungspolitik


Colberts Versuche eine einheitliche Zollbarriere für das ganze Königreich zu erwirken, scheiterten jedoch an lokalen Handelsprivilegien. Die bisher vorliegenden Untersuchungen zeigen z. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz hat die Funktion, den Sehvorgang ohne Beeinträchtigung der Gesundheit zu ermöglichen und optimal zu unterstützen. Was dort geschieht, hat mit einem Friedensprozess nichts zu tun. Diese Summe, etwa Euro, war dem Mann versprochen worden, der sie ermorden sollte.

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Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Streitigkeiten bei Investitionen beigelegt werden können. Befürchtungen von Verbraucherschützern, dass das Freihandelsabkommen über eine weitreichende Marktliberalisierung zu höheren Trinkwasserpreisen und Zusatzkosten für Entsorgungsdienstleistungen führen könnte, bezeichnen Ökonomen wie auch die EU als unbegründet.

Ebenso widerspricht die EU Warnungen, dass über Jefta - so die inoffizielle Abkürzung - europäische Standards ausgehebelt werden könnten. Danach beschleunigte die EU ihre Verhandlungen mit Japan. Tragischer Zwischenfall am Sonntag am Passauer Bahnhof: Am Hauptbahnhof Passau sind am Sonntagvormittag zwei herrenlose Koffer aufgefunden worden Die Botschaft ist mehr als deutlich: In einem Ausschlussvermerk auf seiner Internetseite weist ein Ein schwerer Unfall hat sich am frühen Samstagabend im Landkreis Passau ereignet Es war ein besonderer Akt der Hilfsbereitschaft in der Nacht auf Freitag: Januar, ist ein erneuter Abschiebeflug nach Afghanistan geplant Migranten in Bayern sollen besser informiert werden, wie das deutsche Gesundheitssystem funktioniert Aber die Internationale der Helfer entdeckte die Frauen Afrikas erst in den achtziger Jahren - als bessere Partner innen in der Entwicklungsarbeit.

Im Laufe der Zeit hat es sich sogar bis zur Weltbank herumgesprochen: Frauen haben das Gemeinwohl im Sinn, sie sind zuverlässiger, kooperativer und weniger bestechungsanfällig. Heute gilt ihre Förderung als Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklungshilfe. Ohne sie bleiben die schönsten Familienplanungen utopische Entwürfe. Der Kampf gegen Epidemien wäre schon verloren, ehe er begonnen hat.

Und wer würde die Ressourcen zu schützen versuchen, wenn nicht die Frauen aus Fürsorge für die Kinder und Kindeskinder? Land besitzen sie in der Regel nicht, es wird von Vater zu Sohn vererbt. Vielerorts können sie nicht einmal mitreden, an wen und wann sie verehelicht werden. Alle Machtmittel, alle Ressourcen sind in der Hand der Männer. Und allerorten leiden die Frauen unter ihrer Brutalität.

Südafrika verzeichnet die höchsten Vergewaltigungsraten der Welt. Im Sudan werden junge Frauen verschleppt und als Sexsklavinnen missbraucht, in Uganda rekrutieren Rebellen kleine Mädchen als Kindersoldaten. Auch die verheerende Aids-Pandemie trägt immer weiblichere Züge; mehr Frauen als Männer sind infiziert, mehr Frauen sterben an der Immunschwächekrankheit. Dennoch beharren die Männer auf ihren Sexualpraktiken, fast alle lehnen Kondome ab, manche erzwingen den Beischlaf mit Jungfrauen - imIrrglauben, das schütze vor dem Virus.

Aber es gibt immer mehr Frauen, die sich das nicht mehr gefallen lassen. Sie kämpfen an allen Fronten, für die Abschaffung der patriarchalischen Eigentumsrechte, für den Zugang zu Investitionskrediten, für eine bessere Schulbildung ihrer Kinder, für ein Gesundheitssystem, das den Namen verdient, für Mitspracherechte in der Politik. In Südafrika ist die Hälfte des Kabinetts weiblich, vier von neun Regierungschefs der Bundesländer sind Regierungschefinnen; [ Mehr Führungsämter bedeuten allerdings keineswegs automatisch mehr Macht für die Frauen - oft ist ihre Ernennung ein politisch korrektes Mäntelchen für die alte Männerherrschaft.

Überdies sollten sich naive Feministinnen in Europa davor hüten, ihre Schwestern in Afrika zu idealisieren. Auch solche Frauen finden sich zwischen Khartoum und Kapstadt. Aber ihr Anteil an den Grausamkeiten, der Habgier und Selbstzerstörung Afrikas ist so gering wie der Prozentsatz weiblicher Straftäter in den Kriminalstatistiken des Kontinents.

Sind also die Probleme Afrikas männlich und die Lösungen weiblich? Man muss nicht so weit gehen wie radikale Entwicklungshelferinnen. Aber die Frauen tragen die Hoffnungen Afrikas. Quellentext Nigerianisches Paradoxon Heute leben rund zwei Drittel der Nigerianer unter der Armutsgrenze; die Infrastruktur ist zerfallen, Korruption ist allgegenwärtig, immer wieder brechen gewaltsame Konflikte in verschiedenen Landesteilen auf.

Nigeria steht mit diesen Problemen nicht allein. Der Grund dafür, so der inzwischen breite Konsenz unter Entwicklungsökonomen und Sozialwissenschaftlern, liegt im Charakter der Öleinnahmen. Lizenzgebühren, Steuern und andere Einnahmen, die Regierungen aus der Förderung von Rohstoffen beziehen, sind im ökonomischen Sinn "Renten": Einnahmen, die ein Staat aus Besitz oder Kontrolle von Gütern erzielt, ohne dass ihm Kosten für deren Bereitstellung entstehen.

Die Erdölförderung in Afrika - kapitalintensiv durch internationale Konzerne betrieben und mit geringen inländischen Beschäftigungs- und Vernetzungseffekten - hat krasse Beispiele regelrechter "Rentenstaaten" hervorgebracht.

Das Vorhandensein von Rohstoffrenten stellt eine Einladung zur wirtschaftspolitischen Verantwortungslosigkeit dar. Sie bauen langfristig nicht zu unterhaltende Infrastrukturen auf und erweitern die Staatsapparate - und sei es nur zur Ruhigstellung der Bevölkerung.

Politik im Rentenstaat rotiert um die Verteilung des neuen Reichtums. Weil Regierungen einen bequemen zentralen Zugriff auf Rohstoffrenten besitzen, stärken Öleinnahmen autoritäre Regimes - ein Zusammenhang, den Ökonomen inzwischen empirisch nachgewiesen haben. Zugleich fördern Rohstoffrenten die Korruption innerhalb der Staatsapparate selbst, stellen sie doch die einzige Quelle von Wohlstand im Rentenstaat dar.

Öleinnahmen in Afrika, so das Fazit, korrodieren staatliche Institutionen und gefährden die Demokratie. Nigeria belegt seit Jahren Spitzenplätze in der von Transparency International erstellten Liste der korruptesten Länder der Welt, und dies trotz der erklärten Antikorruptionspolitik der Zivilregierung. Wie die Wahlen im Frühjahr erneut zeigten, bedeutet Politik in Nigeria vor allem Wettbewerb um die Aufteilung des zu 80 Prozent aus Öleinnahmen gespeisten "nationalen Kuchens". In diesem Verteilungskampf investieren "politische Unternehmer" hohe Einsätze; im Erfolgsfall refinanzieren sie sich und ihre Unterstützer aus Staatsgeldern.

Korruption, obwohl vielfach beklagt, gilt als unvermeidbarer Bestandteil des Lebens - als "nigerianischer Faktor". Louis de Bourbon wurde am 5. September auf Schloss Saint-Germain-en-Laye geboren. Nach mehreren Fehlgeburten hatte sich das Paar entfremdet und die streng gläubige Anna führte die Geburt des lang ersehnten Kronprinzen Dauphin auf das Wirken des Hl. Doch die Ehe zwischen Ludwig und Anna blieb unglücklich, da der König Zweifel an der Abstammung seiner Kinder hegte und seiner Frau vorwarf, den Thronfolger gegen ihn einzunehmen.

Für den minderjährigen Nachfolger übernahm ein Regentschaftsrat unter Anna von Österreich die Regierung, die eigentliche Entscheidungsgewalt lag bei Kardinal Jules Mazarin. Dieser hatte bereits unter dem Vater als Leitender Minister die Staatsgeschäfte geführt und war Taufpate des jungen Königs. Dem Zeitgeist entsprechend wurden die beiden Prinzen als Kleinkinder wie Mädchen gekleidet und erst ab dem sechsten Lebensjahr begann eine geschlechtsspezifische Erziehung.

Kardinal Mazarin achtete auf eine umfassende Ausbildung des jungen Monarchen und bestimmte den Offizier Nicolas de Neufville, duc de Villeroy zum Erzieher. Reiten und Fechten erweiterten das Ausbildungsprogramm, das durch künstlerische Inhalte Malerei , Zeichnen , Architektur , Tanz und Musik vervollständigt wurde. In die Kunst des Regierens und die Lenkung der Staatsgeschäfte wurde Ludwig durch Mazarin persönlich eingeführt und lernte von diesem die Macht der Symbolik.

Seine Mutter vermittelte ihm das Bewusstsein von Gott zum Herrscher auserwählt worden zu sein Gottesgnadentum , woraus sich der unumschränkte Machtanspruch des französischen Monarchen ableite. Frankreichs Armeen kämpften nun sowohl gegen den römisch-deutschen Kaiser und dessen Verbündete im Reich als auch gegen den spanischen König. Die französischen Armeen waren militärisch erfolgreich; gleichwohl belastete der Konflikt die Staatsfinanzen erheblich.

Innenpolitisch sah sich Anna einer heftigen Opposition gegenüber, denn die städtischen Gerichtshöfe und Prinzen misstrauten ihrer Regierung. Dem stellte sich Kardinal Mazarin entgegen. Anna entpuppte sich jedoch als völlig anders als erwartet. Die Königin, als spanische Habsburgerin am französischen Hof zunächst verschmäht, wurde selbst zu einer überzeugten Französin. Sie duldete weder Favoriten noch die Schmälerung der königlichen Autorität im Staate. Ihre Generäle wies sie an, die Kämpfe mit unverminderter Härte voranzutreiben.

Mazarin leitete die Staatsgeschäfte und führte die absolutistische Politik Kardinal Richelieus fort, indem er die Zentralisierung der Staatsgewalt in der Person des Königs mit aller Macht betrieb. Erhebliche Truppenteile konnten gegen Spanien eingesetzt werden.

Doch nun brach in Frankreich die Fronde — aus, ein offener Bürgerkrieg des Pariser Parlaments und der Prinzen gegen die Politik des königlichen Absolutismus. Als Möglichkeit zur Revolte diente die Minderjährigkeit Ludwigs. Dieser wurde als Italiener allgemein wenig geschätzt; insbesondere die königlichen Prinzen nahmen ihm übel, dass er sie konsequent von jeder politischen Macht ausschloss.

Die Parlamente Oberste Gerichtshöfe hingegen wurden vom Englischen Bürgerkrieg beeinflusst und sahen eine Chance, ihre Privilegien gegenüber der Krone auszubauen. Die Fronde scheiterte Die Unruhen sollten jedoch noch bis anhalten. Juni [5] erfolgte die Krönung und Salbung des Königs in der Kathedrale von Reims , womit die Ordnung im Königreich, für jeden ersichtlich, wiederhergestellt war.

Nachdem wieder innerer Friede herrschte, konnte Frankreich seine Kräfte gegen Spanien bündeln und erzielte Erfolge durch Angriffe auf die Spanische Niederlande und die Invasion Spaniens, welche zur erneuten Besetzung Kataloniens führte. Spanien sah sich gezwungen, den Frieden zu suchen.

Frankreich erwarb das Roussillon in den Pyrenäen und bekam von den Spanischen Niederlanden das Artois und einige Nebenländer. Die Infantin verzichtete auf ihr Erbrecht an der spanischen Krone gegen eine Mitgift von Dadurch blieb Maria Teresa älteste erbberechtigte Tochter des spanischen Königshauses. Juni in Saint-Jean-de-Luz statt. November wurde Dauphin Louis geboren. Als Mazarin am 9. März starb, war der jährige König gut auf sein Amt vorbereitet und verkündete dem Staatsrat, dass er keinen Leitenden Minister mehr einsetzen, sondern die Regierungsgeschäfte in eigener Regie führen werde.

Der Hof und die Minister waren zunächst irritiert, doch man meinte, es würde sich nur um eine kurze Phase handeln. Einer von diesen war Nicolas Fouquet , der Finanzminister. Fouquet hatte Staatsgelder veruntreut und Befestigungen ohne Genehmigung des Königs bauen lassen. Letzteres interpretierte Ludwig als Vorbereitung einer Rebellion gegen seine Person.

Mit der neuen Regierung wurde ein Reformprogramm beschlossen, dessen Ziele die Förderung von Wirtschaft und Wissenschaft , der massive Ausbau von Flotte und Armee und eine tiefgreifende Reformierung der Bürokratie war. Ludwig schrieb selbst an seine Mutter: Der junge Ludwig XIV. Diese Gelegenheit bot sich ihm bereits beim Londoner Kutschenstreit , in dessen Folge Spanien den Vorrang des Königs von Frankreich in ganz Europa anerkennen musste.

Den europäischen Höfen wurde klar, dass Ludwig nicht die Absicht hatte, ein schwacher König zu sein. Doch der König wollte alle Welt nicht nur politisch überraschen, sondern auch seine Macht und Reichtum zur Schau stellen.

Dies ging am besten durch prächtige, für den Barock typische Hoffeste. Europas Fürsten waren verblüfft und erstaunt über den Luxus dieser Vergnügungen und begannen zunehmend den Lebensstil des französischen Monarchen nachzuahmen.

Er forderte auf Grundlage des brabantischen Devolutionsrechts einen Erbteil für Frankreich, nach welchem Töchter aus erster Ehe ein vorrangiges Erbrecht haben. Die Regentin wies die französischen Forderungen zurück, und Ludwig bereitete einen Krieg vor. Die Armeereformen des Königs waren bereits weit vorangeschritten. Es marschierte eine Armee von Spanien sah sich vor vollendete Tatsachen gestellt und hatte keine Mittel zu Gegenwehr. Der Sieg schien uneingeschränkt zu sein, doch fühlte sich nun Frankreichs Alliierter Holland von der Präsenz französischer Truppen bedroht.

Dieser sah sich nun gezwungen, bei den Verhandlungen in Aachen Abstriche von seinen Forderungen zu machen. Er warf den Generalstaaten offen Undankbarkeit und sogar Verrat vor. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, noch im selben Jahr das Grand Divertissement Royal in Versailles zu feiern, als Zeichen seines Triumphes.

Danach annektierte Frankreich das Herzogtum Lothringen und schloss zahlreiche Bündnis- und Neutralitätsabkommen mit benachbarten Fürsten.

Sein Ziel war nicht, Holland zu annektieren, sondern er wollte nur ein Exempel statuieren und Handelsvorteile erzwingen. Eigentliches Ziel war die Bedrohung Spaniens. Französische Truppen nahmen immer mehr Gebiete ein, die Holländer verloren den Kampf und nur die Öffnung der Deiche und die völlige Überflutung breiter Landschaften rettete sie vor der totalen militärischen Niederlage.

Prinz von Oranien als Generalstatthalter der Provinzen abgelöst. Spanien und der römisch-deutsche Kaiser erklärten freiwillig den Krieg. Im Jahr führte er persönlich die französischen Truppen bei der Belagerung von Maastricht.

Die Kämpfe zogen sich noch bis hin, verliefen jedoch höchst erfolgreich für Frankreich. Ludwig hielt während des Krieges Frankreich behielt dabei fast vollständig seine Eroberungen gegen Spanien und im Heiligen Römischen Reich. Trotzdem war der König unzufrieden, da die beabsichtigten Grenzbegradigungen nicht vollständig erreicht wurden. Dazu gehörten Stadtgründungen wie Saarlouis und Neuf-Brisach , letzteres stellt noch heute ein besonders anschauliches Beispiel für diese Festungsstädte dar.

Nach dem erfolgreichen Krieg löste Frankreich seine Armeen nicht auf, sondern behielt die volle Kampfstärke weiter unter Waffen. Ludwig benutzte sie zur Durchsetzung der Reunionen , wodurch er seine Eroberungen weiter ausbauen konnte.

Gegen diese offenen Aggressionen mitten im Frieden protestierte Spanien heftig und erklärte noch den Krieg. So musste Spanien umgehend um Frieden bitten. Ludwig handelte zu Regensburg mit Spanien, Kaiser und Reich einen zwanzigjährigen Waffenstillstand aus und erreichte so die vorläufige Anerkennung sämtlicher Reunionen. Ludwigs politische und militärische Übermacht war nach dem Frieden von Nimwegen erdrückend.

Frankreichs Diplomaten beherrschten das politische Parkett. Es war die dominierende Seemacht geworden, während es noch über kaum mehr als zwei Kriegsschiffe verfügt hatte. An Stärke und Kriegstechnik war die französische Armee jeder anderen überlegen, die Wirtschaft florierte und ganz Europa imitierte Frankreichs Kultur. Neben den im frühen In Westindien wurde die Insel Martinique französisch. Der Einfluss der französischen Könige auf die eigene Kirche war ohnehin sehr stark, nun jedoch durfte der Papst auch keine Legaten mehr ohne des Königs Zustimmung nach Frankreich senden.